Die Sklavenkarawane.

Von Karl May.

Verfasser von "Der Sohn des Bärenjägers", "Geist der Llano estakata", "Kong-Kheou, das Ehrenwort".


Heft 52
- Seite 715 -

(Schluß.)

Die Sklavenkarawane - No. 52 Man hatte die Gefangenen erst vor den Negern versteckt, dann wieder an das Feuer bringen lassen. Jetzt wurden sie nach dem von Schwarz bezeichneten Baume geschafft, neben welchem ein Busch stand. Während man sie dort festband, kroch Schwarz hinzu und legte sich unter diesen Strauch. Er war ihnen so nahe, daß er sie mit dem Kopfe hätte stoßen können, mußte sie also verstehen, selbst wenn sie nur im Flüstertone sprachen. Übrigens durften sie, da sie an den einander entgegengesetzten Seiten des Baumes angebunden wurden, nicht allzu leise sprechen, wenn sie einander verstehen wollten. Bis hin zum Feuer konnten sie nicht blicken und also auch nicht sehen, daß Schwarz sich nicht mehr bei demselben befand. Der Wächter saß in der geeigneten Entfernung. Als sie nun glaubten, allein zu sein, sagte Abd el Mot leise:

»Welch ein Tag! Der unglücklichste meines Lebens. Heute ist die Hölle los, und diese Deutschen sind die Obersten des Teufels. Wie konntest du dich ergreifen lassen?«

»Und wie du dich?« antwortete Abu el Mot zornig.

»Es fielen auf dem Damme drei über mich her.«

»Und mich ergriffen sie gar im Zelte, in welches sie sich geschlichen hatten. Die Wächter müssen geschlafen haben. Nun sind sie tot und haben ihren Lohn. Allah lasse sie in Ewigkeit auf einer rollenden Kugel sitzen, daß sie nie mehr die Süßigkeit des Schlafes schmecken!«

Sie erzählten nun einander, wie es bei ihrer Ergreifung zugegangen war und dann zischte Abu el Mot in grimmig:

»Verflucht sei der Tag, an welchem ich mich entschloß, mit diesem 'Vater der vier Augen' anzubinden! Er ist ein Gelehrter, und da diese Leute ihren Verstand stets nur in den Büchern und nirgends sonst anders haben, so glaubte ich, leicht mit ihm fertig zu werden. Bei Allah, es ist ganz anders gekommen! Wäre er mir nur damals entgangen, so wollte ich nicht mehr daran denken; aber er ist mir gefolgt und hat mich vollständig zu Schanden gemacht.«

»Vollständig?«

»Ja.«

»Das nicht.«

»Gewiß! Ich bin verloren. Was bleibt mir noch?«

»Das Geld.«

»Habe ich es denn? Kann ich es mir holen? Und wenn ich es hätte, was könnte ich damit thun? Ich müßte diese ganze Gegend für immer meiden und mich nach einem so fernen Ort wenden, daß kein Mensch mich kennt und auch kein Bekannter hinkommen kann. Aber nicht einmal dies bleibt mir übrig.«

»Hältst du unsre Lage wirklich für so hoffnungslos?«

»Die meinige allerdings. Weißt du, was mit mir geschehen soll?«

»Nein.«

»Dieser deutsche Hund will mich dem Ali Effendi in Faschodah ausliefern.«

»Dem 'Vater der Fünfhundert'? Oh Allah! Thut er das wirklich, so bist du verloren.«

»Ja, ich werde einfach zu Tode gepeitscht wie meine Homr, welche der 'Vater der vier Augen' gefangen genommen und nach dort abgeliefert hatte.«

»Vielleicht ist's nur eine Drohung?«

»Nein, es ist sein völliger Ernst.«

»So ist noch immer Hoffnung vorhanden. Bis hinab nach Faschodah braucht man eine lange Zeit, und da wird sich wohl eine Gelegenheit zur Flucht ergeben.«

»Das glaube ja nicht! Man wird mich so gut verwahren und so unausgesetzt bewachen, daß an ein Entkommen nicht zu denken ist. Es gibt nur eine einzige Möglichkeit, die Freiheit wieder zu erlangen.«

»Welche?«

»Nicht unterwegs, sondern erst in Faschodah, wenn ich an den 'Vater der Fünfhundert' ausgeliefert worden bin. Er liebt die Gerechtigkeit, noch mehr aber das Geld. Verstehst du mich?«

»Ja. Du willst dich loskaufen. Dann aber mußt du ihm den Ort mitteilen, wo du es aufbewahrst!«

»Fällt mir nicht ein! Er würde es holen und mich dennoch totpeitschen lassen. Nein, ich bedarf eines Vertrauten, welcher ihn bezahlt, erst die Hälfte und dann, wenn ich frei bin, das übrige.«

»Dieser Vertraute fehlt dir aber.«

»Nein, ich habe ihn.«

»Wer ist es?«

»Du bist es.«

»Aber ich habe kein Geld und bin selbst gefangen.«

»O, dich wird man ein wenig prügeln und dann freilassen, denn du bist nur mein Untergebener gewesen und hast also nicht meine Verantwortung.«

»Denke an den Elefantenjäger! Es ist mehr als Blutrache, was er gegen mich hat.«

»Er hat seinen Sohn wieder und im Entzücken darüber wird er dir verzeihen. Bitte ihn nur demütig; weine und heuchle Reue! Dann stehen diese deutschen Christen dir sicher bei und legen ein gewichtiges Fürwort ein.«

»Ach, wenn sie das thäten, wäre ich allerdings gerettet! Dieser Rat ist gut.«

»Sie thun es gewiß, wenn du dich recht reumütig zeigst. Sage ihnen meinetwegen, daß du Christ werden willst. Glauben sie das, so bist du sicher frei. Dann gehst du nach der Seribah und holst das Geld.«

»Ich weiß nicht, wo es liegt.«

»Ich werde es dir sagen. Ich weiß, daß du mir treu bist, mich nicht betrügen und alles thun wirst, mich zu retten. Willst du mir das zuschwören?«

»Ich schwöre es bei mir und meinen Vätern, bei dem Barte des Propheten und aller Kalifen!«

»Das genügt. Ich habe dir vorhin, als wir am Feuer lagen, Zeichen gegeben. Hast du sie verstanden?«

»Nicht alle. Es war Geld gemeint; das übrige begriff ich nicht.«

»Jetzt kann ich es deutlich sagen und will es schnell thun, denn wir wissen nicht, wie bald man uns auseinander reißt. Als ich nach dem Brande die Seribah erreichte, hatte der Schech mit seinen Leuten schon sämtliche Trümmer durchsucht. Er ahnt, daß ich Geld vergraben habe. Wo sollte der Gewinn der vielen Jahre sonst stecken! An den richtigen Ort sind sie aber nicht gekommen und werden ihn auch nicht entdecken. Südwärts von der Umzäunung lagen des Nachts die Herden; dort brannte ein Feuer. Grabe unter der Feuerstätte nach, so wirst du auf vermeintlichen Felsen stoßen; es ist aber keiner, sondern Sand, Kalk und Lehm, gut gemischt und festgerammt. Unter dieser Schicht liegen sechs Daruf, wohlgefüllt mit lauter glänzenden Abu Noktah. Das ist mein Vermögen. Einer dieser Schläuche soll dein sein, wenn es dir gelingt, mich zu retten; doch darfst du - -«

»Und wenn er dich nicht retten will, so nimmt er wohl alle?« ertönte es neben ihm. »Aber weder du selbst noch er soll einen einzigen Abu Noktah haben, sondern ich werde sie holen und unter meine Leute verteilen, welche auch die Herden erhalten, die dein Feldwebel von der Seribah entführt hat.«

Schwarz war der Sprecher. Er richtete sich auf und ging nach dem Feuer, um nach einem zweiten Wächter zu senden, da die Gefangenen nun nicht mehr miteinander sprechen sollten.

Abu el Mot stieß einen Schrei des Entsetzens aus; dann senkte er den Kopf. Es war ihm genau so zu Mute, als ob er am Rande seines offenen Grabes sitze. - -

Am andern Morgen, kurz nachdem die Sonne aufgegangen war, traten die befreiten Belandaneger ihren Heimmarsch an. Glücklich, der Sklaverei entgangen zu sein, dachten sie doch mit Trauer der Ankunft in ihrer verwüsteten Heimat. Sie nahmen die Leichen ihrer Gefallenen mit, um sie bei und mit den Ermordeten in Ombula zu begraben. Ihr Abschied von ihren Rettern war ein außerordentlich bewegter.

Später zogen die Sieger ab, denselben Weg, den sie gekommen waren, da sie zu ihren Kähnen und Schiffen mußten. Die Leichen der Sklavenjäger ließ man liegen, ein Fraß für das Raubzeug der Lüfte und des Waldes. Abu und Abd el Mot wurden so gut bewacht, daß ihnen jede Hoffnung auf Entkommen schwand.

Auf den Schiffen hatte sich nichts ereignet. Man ging sofort an Bord, um zunächst nach dem Maijeh Husan el bahr zu fahren. Der König der Niam-niam fuhr mit seinen Booten und Leuten mit. Dort angekommen, wurden mehrere Stücke der dort zurückgelassenen Tiere geschlachtet. Die übrigen erhielt der Schech Abu en Nuhß, der »Vater der Hälfte«, als Belohnung für sich und seine Leute. Er nahm herzlichen Abschied von seinen Verbündeten und kehrte befriedigt in die Heimat zurück.

Das Geschwader fuhr dann flußabwärts nach der berüchtigten Seribah Abu el Mots. Dieser mußte dabei stehen, als man die Schläuche ausgrub und ihren Inhalt so verteilte, daß jeder mit seinem Betrage neidlos zufrieden war.

Nun ging es an das eigentliche Scheiden. Die Gebrüder Schwarz und ihr Freund Pfotenhauer mußten mit den Niam niam wieder südwärts. Sie wollten weiter forschen und sammeln, Emin Paschas Gebiet aufsuchen und dann über Sansibar in die Heimat gehen. Die andern fuhren nach Norden.

Abu und Abd el Mot wurden dem Elefantenjäger als dem sichersten und strengsten Hüter übergeben. Er wollte mit der Dahabiëh bis Faschodah fahren und dort Abu el Mot nebst dem Feldwebel und dessen Leuten dem »Vater der Fünfhundert« ausliefern. Von Abd el Mot aber erklärte er:

»Den nehme ich mit nach Kenadem. Dort hat er meinen Sohn geraubt, und dort soll ihn auch die Strafe Allahs treffen. Seit ich mein Kind wiedergefunden habe, ist mein Herz weich geworden; dieser Satan aber soll erkennen, daß ich gegen ihn noch derjenige sein kann, der ich früher war, nämlich 'Barak der Strenge', vor welchem jeder Ungehorsame erzittert.«

Emil Schwarz schrieb ihm seine Adresse auf und bat ihn, ihm einmal zu schreiben, wenn die Gelegenheit eine passende Verbindung biete. So war nun alles geordnet, und der Wadscha el wida mußte getrunken werden. Der Slowak und der »Vater des Gelächters« hatten gebeten, bei den Deutschen bleiben zu dürfen, und die Erlaubnis gern erhalten. Am schmerzlichsten war das Scheiden für den »Sohn des Geheimnisses« und den »Sohn der Treue«, doch ging auch das vorüber; dann segelten die Schiffe nach Norden, während die Ruderer der Niam-niam ihre Boote gen Süden trieben. Die Sklavenkarawane war vernichtet; die Sieger gingen nach verschiedenen Richtungen auseinander, und jeder nahm die Überzeugung mit, seine Pflicht gethan und dem Sklavenhandel, wenigstens in dieser Gegend, eine schwere Wunde beigebracht zu haben. Nur Hasab Murat dachte im stillen anders. Er hatte in Abu el Mot einen ihm gefährlichen Konkurrenten vernichten helfen und nahm sich vor, zwar bei dem einträglichen Geschäft zu bleiben, es aber schlauer zu betreiben als bisher und dabei mehr Menschlichkeit walten zu lassen. Die erlebten Scenen waren nicht ohne Eindruck selbst auf ihn geblieben. - - - - - - - - - - - - - - - - -

Wer in einer der bekannten süddeutschen Universitätsstädte das Adreßbuch in die Hand nimmt und die erste Rubrik, also A aufschlägt, dem fällt sofort ein ungewöhnlich langer Name auf. Dieser lautet: Hadschi Ali Ben Hadschi Ishak al Faresi Ibn Hadschi Otaiba Abu l'Oscher Ben Hadschi Marwan Omar el Gandesi Hafid Jacub Abdallah el Sandschaki. Hinter diesem Namen steht die Auskunft: Händler in Orientalien, Gartenstraße 6 parterre.

Wer durch diese Adresse veranlaßt wird, ein Fläschchen Rosenöl, einen türkischen Tschibuk oder sonst dergleichen zu kaufen, und sich nach dem betreffenden Hause begibt, der sieht in dieser Nummer 6 ein großes, palastähnliches Gebäude, dessen linke Parterrehälfte der erwähnte Laden mit den daran stoßenden Wohnräumen einnimmt. Das über demselben angebrachte Schild trägt in goldener Schrift die etwas falsche Bezeichnung »Hadschi Ali, Orientalist«.

Ferner kann man im hohen, schön gemalten Hausflur auf einer Tafel lesen: Uszkar Istvan, Hausmann, Sprachlehrer und ornithologischer Autor, parterre rechts - Professor Dr. Emil Schwarz, I. Etage - Professor Dr. Joseph Schwarz, II. Etage Professor Dr. Ignatius Pfotenhauer, III. Etage. Und wer zur richtigen Zeit vorübergeht und nach der dritten Etage emporblickt, kann da ein Fenster offen sehen, aus welchem unter einem roten Fes eine riesige Nase schaut, die sich über dem vorgestreckten Rohre einer Masu'ra lebhaft hin und her bewegt, um sich ja von dem, was unten auf der Straße geschieht, nichts entgehen zu lassen.

Unten aber, am Fenster rechts neben der Thür, sitzt in allen seinen Mußestunden ein kleines, dünnbärtiges Kerlchen, emsig beschäftigt mit der so und so vielten Umarbeitung eines dicken Manuskriptes, welches den vielversprechenden Titel führt »Warum die Vögel Federn haben«. Dieser der Ornithologie Beflissene, ist natürlich kein andrer als der »Vater der elf Haare«. Seit er mit seinen drei Herren und dem »Vater des Gelächters«, zu welchem die Kunden mehr seines Gesichtes als seiner Waren wegen gehen, aus dem Sudan zurückgekehrt und als Hausmann des gemeinschaftlich bewohnten Gebäudes installiert worden ist, tituliert er sich Sprachlehrer, ohne aber einen Schüler zu bekommen, und hat es sich in den Kopf gesetzt, dem »Vater des Storches« durch die Herausgabe eines gelehrten Werkes zu beweisen, daß er auch Vögel gesehen und über dieselben nachgedacht habe. Darum nennt er sich »ornithologischer Autor« und hat sich als Thema seiner Arbeit gerade die berühmte Frage aus der ebenso berühmten Erzählung Pfotenhauers, welche auch heute noch nicht zu Ende gelangt ist, vorgenommen.

Eben sitzt er wieder beim Manuskripte, welches er schon an etliche zwanzig Verlagsbuchhändler gesandt und stets mit der Bemerkung zurückerhalten hat, daß sein Deutsch der Gelehrsamkeit des Inhaltes nicht entspreche, da klappt neben ihm das kleine Hausfensterchen auf und der Briefträger legt einen Brief herein. Der Hausmann und Autor nimmt ihn weg und liest neben mehreren fremden Briefmarken, die wie von Kinderhand geschriebene Adresse Emil Schwarzens. Auf der Rückseite aber ist in arabischer Schrift der Name Barak el Kasi zu sehen.

Da springt der Kleine auf, rennt hinüber in den Laden und schreit den Hadschi an:

»Seinte drei Professoren noch im Garten, hintendraußigem?«

»Ja; ich hab ßie ßoeben noch ßehen,« antwortete der Kenner aller Völker und Dörfer in leidlichem Deutsch, welches er sich im Laufe von zwei Jahren angeeignet hat.

»Kommte mit hinaus, schnellte, schnellte! Sein ankommte Brief, afrikanigter, von Elefantenjäger, schreibendem!«

Er rennt nach dem Garten, der Hadschi hinter ihm her, mit seinem wonnevollsten Gesichte. Die drei genannten Herren sitzen rauchend in der großen Laube. Als sie die ihnen laut entgegengebrüllte Botschaft hören, springen sie auf. Der Brief wird von allen Seiten betrachtet und dann geöffnet. Der Inhalt ist natürlich arabisch und lautet in deutscher Übersetzung:

»Kenadem, am 12. Rewi ul achir.

Meinem Freunde, dem berühmten M'allim, »Vater der vier Augen«!

Allah ist groß und gibt der Nacht Tau. Ich versprach Dir, darum schreibe ich. Der Menschen sind viele, und mir geht es wohl. O Sohn meiner Wonne, daß ich Dich fand in der Schlucht der Gebete! Trost meiner Augen, Liebling meiner Seele; die Datteln tragen reichlich dieses Jahr, und er ist gut, groß und stark geworden. Mein Lieblingskamel ward auf einem Auge blind, und wie geht es Dir, Deinem Bruder und dem »Vater des Storches«? Der Prophet fastete in der Wüste, so auch ihr für mich und ich für euch. Wohl dem, der einen Sohn hat! Er ward zu Tode gepeitscht. Du weißt, daß er es verdient hat, dieser Abu el Mot. Ich fluche ihm nicht. Mögen auch Deine Kamele gedeihen und die Palmen Deines Feldes! Denn der Wein ist verboten und kein Gläubiger riecht in das Faß. Dennoch hat den Feldwebel und seine Leute das Schicksal ereilt. Nur die Kinder des Gehorsams tragen gute Früchte. Sie wurden nämlich gepeitscht und dann ins Gefängnis geworden, wo sie noch stecken, denn mein Reichtum mehrt sich, Allah sei gepriesen, von Tag zu Tag. Auch Abd el Mot ist tot. Frage nicht, wozu und wohin! Hier sende ich ihn Dir. Nun schreibe auch Du! Von nächstem Freitag an blicke ich nach Süd und Ost, ob Deine Antwort kommen wird. Schreibe deutlich, denn das Auge erblickt vieles, was der Verstand nicht sieht. Auch sind zwei Zelte zerrissen und mehrere Schafe verirrt. Ziehe die Schuhe aus, wenn Du die Moschee betrittst, und gieb fleißig Almosen, denn ich bin Dein Freund

Barak el Kasi,     
Emir von Kenadem.


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