Karl May

Satan und Ischariot


Zur Textgestalt

Diese Erzählung erschien zuerst in drei Teilen in der Wochenzeitschrift "Deutscher Hausschatz in Wort und Bild". Die Teile sind im Deutschen Hausschatz ohne gemeinsamen Obertitel veröffentlicht worden. Aus den erhalten gebliebenen Manuskriptteilen ist ersichtlich, daß Karl May diese Erzählung in zwei Teile gliederte. Das Manuskript für den Gesamtroman umfaßt die Seiten 1 bis 4270. Die Titelblätter blieben nicht erhalten. Roland Schmid vermutet in der Reprint-Ausgabe des Karl-May-Verlages, daß der gemeinsame Obertitel "Satan und Ischariot" und die Untertitel "I. Teil - Die Felsenburg" und "II. Teil - Krüger-Bei, der Herr der Heerscharen" gelautet haben könnten.

Der vorliegende Text wurde im Projekt Gutenberg.DE nach den jeweiligen Buch-Erstauflagen von 1896/1897 und 1897 erfaßt. Die Seitenzahlen wurden von Frank Werder hinzugefügt. Bis auf ganz wenige offensichtliche Druckfehler ist der Text originalgetreu beibehalten worden. Die Seitenzahlen (z. B. - 100 -) sind so in den Text eingefügt, daß sie vor einer neuen Seite erscheinen. Durch den Seitenwechsel getrennte Wörter wurden auf der nächsten Seite in eckigen Klammern hinzugefügt. Eine Korrekturlesung des dritten Bandes führte Nadine Lippuner durch.

Die PDF-Fassung des Volltextes der Bucherstausgabe beruht auf einer von Hans-Jürgen Düsing durchgesehenen Textfassung. Getrennte Worte am Seitenende wurden mit eingefügter Seitenzahl getrennt übernommen, auch offensichtliche Druckfehler wurden übernommen und gelegentlich in eckigen Klammern berichtigt.

1) Die Felsenburg. Reiseerzählung von Karl May.

Karl May schrieb diesen Teil der Erzählung in der Zeit von Mai bis Dezember 1891. Er erschien vom September 1893 bis September 1894 im 20. Jahrgang des Deutschen Hausschatzes.

1896/1897 wurde "Die Felsenburg" als erster und zweiter Band der dreibändigen Ausgabe von "Satan und Ischariot" in der Reihe "Karl May's gesammelte Reiseerzählungen" vom Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld, Freiburg i. Br., als Bände Nummer 20 und 21 veröffentlicht.

Für die Buchausgabe wurden von Karl May geringfügige stilistische Änderungen und eine Erhöhung der Kapitel von vier auf acht vorgenommen. Die Kapitel 1 und 2 des zweiten Bandes enthalten Text aus "Die Felsenburg".

"Die Felsenburg" umfaßte die Seiten 1 bis 1678 des Originalmanuskriptes. Von diesem Teil blieb keine Seite erhalten.

2) Krüger Bei. Reiseroman von Karl May.

Karl May schrieb diesen Teil der Erzählung in der Zeit von Ende 1890 bis Anfang 1891. Er erschien vom September 1894 bis Mai 1895 im 21. Jahrgang des Deutschen Hausschatzes.

1896/1897 wurde "Krüger Bei" als zweiter Band der dreibändigen Ausgabe von "Satan und Ischariot" in der Reihe "Karl May's gesammelte Reiseerzählungen" vom Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld, Freiburg i. Br., als Band Nummer 21 veröffentlicht.

Für die Buchausgabe wurden von Karl May geringfügige stilistische Änderungen, eine kleine Streichung und eine Erhöhung der Kapitel von zwei auf vier vorgenommen. Die Kapitel 3 bis 6 des zweiten Bandes enthalten den Text aus "Krüger Bei".

"Krüger Bei" umfaßte die Seiten 1679 bis 2888 des Originalmanuskriptes. Die Seite 1679 trägt die Überschrift "Erstes Capitel. / In der Heimat.". Von diesem Teil blieben die Seiten 1679 bis 2040 und 2101 bis 2182 erhalten. Diese 444 Seiten (ca. 200 Seiten der Buchausgabe) wurden von Heinrich Keiter, dem Redakteur des Deutschen Hausschatzes, beim Abdruck nicht berücksichtigt und Karl May zurückgegeben. Der Inhalt wurde von ihm kurz zusammengefaßt. Bei der Bearbeitung für die Buchausgabe wurde die von Keiter geschaffene Zusammenfassung durch eine von Karl May geschriebene Zusammenfassung ersetzt. Eine Gegenüberstellung der beiden Varianten befindet sich auf der folgenden Seite.

1927 wurden aus dem nicht verwendeten Manuskriptteil zwei Erzählungen geschaffen. Diese wurden als "Professor Vitzliputzli" und "Wenn sich zwei Herzen scheiden" im Band 47 von Karl May's gesammelten Werken im Karl-May-Verlag veröffentlicht. Der Originalwortlaut erschien - mit geringfügigen stilistischen Korrekturen - 1997 unter dem Titel "Old Shatterhand in der Heimat" im gleichnamigen 79. Band der gesammelten Werke des Karl-May-Verlages.

3) Die Jagd auf den Millionendieb. Reiseerzählung von Karl May.

Karl May schrieb diesen Teil der Erzählung in der Zeit von Januar bis August 1892. Er erschien vom September 1895 bis August 1896 im 22. Jahrgang des Deutschen Hausschatzes.

1897 wurde "Die Jagd auf den Millionendieb" als dritter Band der dreibändigen Ausgabe von "Satan und Ischariot" in der Reihe "Karl May's gesammelte Reiseerzählungen" vom Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld, Freiburg i. Br., als Band Nummer 22 veröffentlicht.

"Die Jagd auf den Millionendieb" umfaßte die Seiten 2889 bis 4270 des Originalmanuskriptes. Die Seite 2889 beginnt mit dem Zwischentitel "Cap. 3. / Schluss." Von diesem Teil blieben, bis auf wenige fehlende Einzelseiten, fast alle Seiten erhalten. Für die Buchausgabe wurden von Karl May geringfügige stilistische Änderungen vorgenommen. Der Scout Will Dunker hieß im Originalmanuskript und im Deutschen Haussschatz Will Parker. Ferner wurde der Schluss in sieben Kapitel aufgeteilt.


Bibliographie

Karl May: Die Felsenburg. Reprint der ersten Zeitschriftenausgabe aus "Deutscher Hausschatz in Wort und Bild", 20. Jahrgang, Nummer 1 - 52, Regensburg, New York, Cincinnati 1893/94, herausgegeben mit einer Einführung und einem Nachwort von Walther Illmer im Auftrag der Karl-May-Gesellschaft, Hamburg 1980.

Karl May: Krüger Bei / Die Jagd auf den Millionendieb. Reprint der ersten Zeitschriftenausgabe aus "Deutscher Hausschatz in Wort und Bild", 21. und 22. Jahrgang, Nummer 1 - 33 und Nummer 1 - 46, Regensburg, New York, Cincinnati 1894/95 und 1895/96, herausgegeben mit einer Einführung und einem Nachwort von Walther Ilmer im Auftrag der Karl-May-Gesellschaft, Hamburg 1980.

Karl May: Satan und Ischariot (3 Bände). Reprint der ersten Buchausgabe des Verlages von Friedrich Ernst Fehsenfeld, Freiburg i. Br., 1896/97 und 1897, herausgegeben mit einem Nachwort von Roland Schmid vom Karl-May-Verlag, Bamberg 1983.

Seit 1912 ist die Erzählung in den Bänden 20 bis 22 von Karl May's gesammelten Werken (Karl-May-Verlag. Bamberg, Radebeul) enthalten. Der von Heinrich Keiter gestrichene Manuskriptteil befindet sich seit 1997 in Band 79 GWB.


Bremerhaven, April 1999
Frank Werder

Stand: 04.04.2013


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