9. April 2008

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Lothar Schmid lehnt sächsisches Angebot ab

Jetzt liegt die Reaktion des Karl-May-Verlegers Lothar Schmid auf das Angebot des Freistaates Sachsen vor. „Das Land Sachsen will nicht annähernd meinen Preis von 15 Millionen Euro für den Karl-May-Nachlass bezahlen, damit geht die Sache zu Ende“, sagte Schmid in Bamberg der Nachrichtenagentur AFP. Es gebe mehrere private Kaufinteressenten für die Sammlung, die er nun kontaktieren werde.

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Sachsen bietet 3,5 Mio. für Karl-May-Nachlass

Wie Eileen Mägel, Pressesprecherin des sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst, der Karl-May-Gesellschaft im Gespräch mitteilte, bietet das Land Sachsen für den literarischen Nachlass von Karl May 3,5 Millionen Euro.

Das hatte die sächsische Kunstministerin Eva-Maria Stange am Morgen des 9. April 2008 auf einer Pressekonferenz in Dresden bekannt gegeben. Der Karl-May-Verleger Lothar Schmid hat bis zuletzt 15 Millionen Euro für den Nachlass gefordert. Das, so Mägel, sei jedoch nicht die Schatzung eines Verkaufswertes, sondern eines Versicherungswertes. In Sachsen ginge man realistischer Weise von 7 Millionen Euro aus, und da Lothar Schmid im Rahmen der Verhandlungen eingeräumt habe, dass er den Nachlass für die Hälfte eines Schätzpreises an den Freistaat veräußern wolle, sei die Summe von 3,5 Millionenen Euro zustande gekommen. Man warte nun auf eine Reaktion Lothar Schmids.

Einen Verkauf des Nachlasses zu Schmids geforderter Summe auf dem freien Markt hält Mägel für schwierig. Staatsministerin Stange regte in einem Brief an Lothar Schmid ein Stiftungsmodell an, denn sie geht davon aus, dass Schmid ein Interesse am Zusammenhalt des Nachlasses hat.

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