Mai 2017

Archiv, Veranstaltungen

Vortrag des Freundeskreises Karl May Leipzig

Am Dienstag, 13. Juni 2017, 18 Uhr hält Christoph F. Lorenz einen Vortrag zum Thema:

„Wie ich Orientalist und Reiseschriftsteller wurde – Franz Saettler, Karl May und Robert Kraft“

Ort: Leipzig

Veranstalter:  Freundeskreis Karl May Leipzig und Stadtbibliothek Leipzig

weitere Informationen unter: http://www.karl-may-leipzig.de

mehr Termine und Veranstaltungen rund um Karl May unter: http://www.karl-may-lebt.de

Archiv, Neuerscheinungen

Heft Nr. 192 der Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft erschienen

M_KMG192Inhaltsberzeichnis:

– Rainer Jeglin: In eigener Sache (S. 1)

– Christoph Blau: „Vom Verfasser des Waldröschen“. Bibliografische Notizen zu einer ungewöhnlichen Verfasserangabe bei der Fischer-Ausgabe des Weg zum Glück (S. 2)

– Hans-Jürgen Düsing: Karl May und das ›Grazer Volksblatt‹ (Teil 2) (S. 10)

– Malte Ristau: Mit Karl May auf den Spuren besonderer Ritter. Reiseführer für eine Tour durch das Brandenburg der Quitzow-Zeit (S. 22)

– Hartmut Wörner: Old Shatterhand in Trauer (S. 38)

– Eckehard Koch / Gerd Hardacker: Das Thema ›Blutsbrüderschaft bei Karl May‹ – und kein Ende. Weitere Ergänzungen zu unserem Jahrbuch-Beitrag 2016 (S. 51)

– Detlef Münch: Die Schundliteratur-Kampagne gegen den „Pfarrer mit der dämonischen Phantasie“ Friedrich Wilhelm Mader 1910–1920 (S. 60)

– Gunnar Sperveslage: Die Kraft der Phantasie – die Phantasie des Kraft. Rezension zu Thomas Braatz’ Robert-Kraft- Bibliographie (S. 70)

Unser Titelbild

Blutsbrüderschaft. Illustration von Josef Ulrich zur tschechischen Ausgabe von Winnetou I im Verlag Josef Vilímek (1901). Vgl. auch den Beitrag von Eckehard Koch und Gerd Hardacker in diesem Heft.

Archiv, Veranstaltungen

16. Karl-May-Fest in Hohenstein-Ernstthal

Von Freitag, 09. Juni bis Samstag, 10. Juni findet in Hohenstein-Ernstthal, der Geburtsstadt Karl Mays, das 16. Karl-May-Fest statt. Zu den Programmhöhepunkten gehören u.a.:

– Erlebnisführung mit dem „Buschgespenst“ (Sa, 16 Uhr)

– Karl-May-Haus bei Nacht (Sa, 22 Uhr)

Veranstalter des Festes ist der Fremdenverkehrsverein Hohenstein-Ernstthal.

Das Programm des Karl-May-Festes finden Sie hier.

Archiv, Rezensionen

Buchvorstellung: Robert-Kraft-Bibliographie

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von Gunnar Sperveslage

Anlässlich des 100. Todestages von Robert Kraft ist im November 2016 die von Thomas Braatz erstellte Robert-Kraft-Bibliographie in 3. erweiterter und verbesserter Auflage erschienen. Die Robert-Kraft-Bibliographie ist ein überaus opulent ausgestattetes und durchgängig farbig illustriertes Werk. Der Band enthält auf über 1000 Seiten alle bekannten von Robert Kraft verfassten Texte, die zwischen 1895 und 2016 in gedruckter Form oder als E-Book erschienen sind. Diese sind in all ihren Varianten und Auflagen, einschließlich der Übersetzungen in andere Sprachen, aufgenommen.  Der Umfang der Bibliographie ist gegenüber der 2. Auflage von 2006 um mehr als 100 Seiten erweitert worden. Hinzu kamen neu entdeckte Ausgaben, z.B. von „Der Medizinmann“ und „Das Totenschiff“. Ferner konnte Thomas Braatz zwei bislang unbekannte Texte aus dem Jahr 1899 in die Bibliographie aufnehmen: die Erzählung „Ein Freundschaftsdienst“  und die Humoreske „Ein kerngesunder Mensch“.

Auf lange Sicht wird die Bibliographie ein unentbehrliches Standardwerk der Robert-Kraft-Forschung sein und auch in Bezug auf andere Abenteuerschriftsteller wie Karl May als wichtiges Referenzwerk dienen.

Ausführlichere Besprechungen der Bibliographie finden Sie in:

– KMG-Nachrichten 192, S. 24-25 (Chr. F. Lorenz)

– Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft 192, S. 70-72 (G. Sperveslage)

Thomas Braatz: Robert Kraft (1869–1916). Umfassende, reich illustrierte Bibliographie zum 100. Todestag. Edition Braatz & Mayrhofer, Leipzig & Wien 2016. 1031 S. € 85,00

Die Bibliographie kann unter www.robert-kraft.de bestellt werden.

Archiv, Nachrichten

Historisch-kritische Ausgabe (HKA)

http://www.karl-mays-werke.de/images/hka.jpgDie Abteilung VII: „Vermischte und nachgelassene Schrifte“ der Historisch-kritischen Ausgabe der Werke Karl Mays wird Gedichte, Kompositionen, Vorträge, Tagebuchaufzeichnungen, Notizen und Fragmente aufnehmen. Bisher gab es dazu noch keine detaillierte Planung. Nach einer Sichtung der vorgesehenen Texte haben die Herausgeber der Reihe nun eine erste, wenngleich vorläufige, Bandaufteilung vorgenommen. Leser und Abonnenten können sich nach aktuellem Stand auf vier Einzelbände freuen:

VII.1: Repertorium C. May. Fragmente, Skizzen, redaktionelle Arbeiten und Kurztexte

VII.2: Weihnachtsabend und andere Gedichte

VII.3: Ave Maria. Kompositionen und Gedichte

VII.4: Empor ins Reich der Edelmenschen! Vorträge, letzte Äußerungen und Manuskripte aus dem Nachlass.


Näheres zur Historisch-kritischen Ausgabe unter http://www.karl-mays-werke.de

Aktuelle Berichte zum Fortgang der Historisch-kritischen Ausgabe finden Sie unter: http://www.karl-mays-werke.de/pressemitteilung.html

Archiv, Rezensionen

Sitara-Hörspiel des BR steht zum Download bereit

von Hartmut Wörner

Das vierteilige Hörspiel „Sitara – Land der Sternenblumen“ kann nun in exzellenter MP 3-Qualität von der Webseite des Bayrischen Rundfunks heruntergeladen werden.

Das gesamte Hörspiel beruht auf Mays großem Altersroman ‚Ardistan und Dschinnistan‘:

Im Zentrum von Teil 1 „Lichte Höhen“ steht die Beobachtung der als Metapher für die Öffnung der „Tore des Paradieses“ stehenden Vulkanausbrüche vom Dach des Tempels in Ussula und die hierauf bezogene „Sage vom verlorenen Paradies“. Teil 2 „Die Insel der Heiden“ schildert die zweite Begegnung von Kara Ben Nemsi mit dem Dschirbani mit mystischen Reflexionen zu Leben und Tod. Teil 3 „Die Stadt der Toten“ führt in die verödete ehemalige Hauptstadt von Ardistan; im Zentrum steht die Erzählung der Sage des Maha Lama-Sees und die Nachtszene mit dem Mir von Ardistan im Tempel der Totenstadt. Teil 4 „Marah Durimeh“ bringt den Auftakt des Doppelromans in Sitara, in dessen Mittelpunkt die „Menschhheitsseele“ Marah Durimeh steht. Ergänzt wird dies um Texte aus den ‚Himmelsgedanken‘ und das ‚Ave Maria‘.

In dem von Michael Farin konzipierten modernen Hörspiel wird die literarische Qualität und Kraft von Karl Mays zentralem Alterswerk in der Interpretation durch professionelle Schauspieler in beeindruckender Form verdeutlicht. Dabei werden die zentralen – vielleicht mehr denn je aktuellen – humanitären und pazifistischen Botschaften des späten May in eindringlicher Weise transportiert. Mit der Musik von Franz Hautzinger wird dies zu einem beeindruckenden Kulturereignis, das für jeden Literaturfreund ein Genuss und für jeden Kenner Karl Mays ein unbedingtes Muss ist.

Als „Schmankerl“ bietet der BR noch ein weiteres, ebenfalls uneingeschränkt empfehlenswertes, Hörspiel „Sitara – Seelenland“ zu Mays Augsburger Rede von 1909, in deren Mittelpunkt das „Märchen von Sitara“ stand, zum Herunterladen.

Eine weitere Verbreitung und eine medienkünstlerische Visualisierung dieser Hörspiele wäre ein Desiderat.

Weitere Informationen und Link zum Download auf der Website des Bayrischen Rundfunks.

Archiv, Rezensionen

Buchvorstellung: Norland als juristischer Tagtraum

Coverabbildungvon Hartmut Wörner

Bereits im vergangenen Jahr ist im Rahmen der Schriftenreihe ‚humaniora‘ im LIT Verlag die kleine Monographie „Norland als juristischer Tagestraum“ des Jura-Professors Thomas Vormbaum zu Mays frühem Roman ‚Scepter und Hammer‘ erschienen, die hier angezeigt werden soll.

Vormbaum geht in seinem Büchlein, ausgehend von Ernst Blochs Definition des Tagtraums, der Frage nach, inwieweit der literarische Tagträumer Karl May in ‚Scepter und Hammer‘ die rechtspolitischen Gegebenheiten in der Entstehungszeit des Romans um 1880 spiegelt und von welchen Veränderungen dieser Realität er in seinem Werk „träumt“. Dieser Ansatz Vormbaums erweist sich als durchaus ertragreich. Er weist nach, dass sich in Mays utopischem Raum von Norland und Süderland viele gesellschaftliche und politische Entwicklungen um 1879 niedergeschlagen haben. Beispielsweise spiegelt sich dort der im deutschen Kaiserreich verbreitete Blick auf „Reichsfeinde“ wie Katholische Kirche, Jesuiten und Sozialdemokraten wider, der diese heterogenen Gruppen undifferenziert „zu einem einzigen großen deutschfeindlichen Bündnis“ zusammenfasste. Vormbaum zeigt auch, dass Mays staatpolitischer Tagtraum von einer konstitutionellen Monarchie, in der es keine Todesstrafe mehr gibt, zwar nicht sehr konkret, aber für die damalige Zeit durchaus fortschrittlich war.

Man muss nicht allen Bewertungen Vormbaums folgen. So erscheint die Einstufung des Königs Wilhelm II. von Norland, der ein zwar ein gutwilliger, sympathischer Mensch ist, aber in seiner Funktion eklatant versagt hat und ohne die Hilfe Max Brandauers seinen Thron zurecht verlieren würde, als „milden, volkstümlichen, lernfähigen und letztlich dann doch durchsetzungsfähigen Herrscher“ durchaus anfechtbar. Solche Details mindern aber nicht den Wert von Vormbaums Studie, die auch durch eine klare Struktur und ihre verständliche Sprache besticht. Insgesamt handelt es sich um eine wertvolle Ergänzung der Sekundärliteratur zu Karl Mays frühem utopischem Doppelroman, die dem Interessierten nur empfohlen werden kann.

Thomas Vormbaum: Norland als juristischer Tagtraum. Rechtsutopien und Rechtsdystopien in Karl Mays Roman „Scepter und Hammer“. LIT Verlag Berlin 2016. 80 S. ISBN 978-3-643-13330-4

Archiv, Neuerscheinungen

Der Beobachter an der Elbe Nr. 28

u1Ausgabe Nr. 28 des Magazins aus dem Karl-May-Museum Radebeul ist erschienen. Themenschwerpunkt ist der Maler und Bildhauer Sascha Schneider, dem das Museum ab 1. Juli 2017 auch eine Sonderausstellung widmen wird.

Aus dem Inhalt:

Hartmut Vollmer: „Beide Künstler sind begeistert für ein und dasselbe hohe Ziel“

Holger Kuße: Winnetous herrliches Haar

Holger Kuße: Fragile Flugobjekte

Eckehard Koch: Indianer als Freunde und Verbündete der Weißen IX

Wir über uns: Museumsreport

Beate Störzel: Förderverein Karl-May-Museum

Hasso Segschneider: Lukullische Feder

Redaktion: Veranstaltungen in der Karl-May-Geburtsstadt

Redaktion: Allerlei

weitere Informationen unter www.karl-may-museum.de

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