Juni 2017

Archiv, Rezensionen

Buchvorstellung: Manuel Menrath: Mission Sitting Bull. Die Geschichte der katholischen Sioux

https://www.schoeningh.de/typo3temp/_processed_/csm_9783506783790_fbd3bd4e59.pngvon Gunnar Sperveslage

Auch wenn das vorliegede Buch bereits vor einem Jahr erschienen ist, soll es an dieser Stelle kurz vorgestellt werden. Der Autor Manuel Menrath ist Historiker und ist als Oberassistent am Historischen Seminar der Universität Luzern tätig. Er beschäftigt sich intensiv mit den Indianern Nordamerikas und forscht u. a. zu den Cree und Ojibway. Im vorliegenden Buch hat er sich mit der Missionierung der Sioux auseinandergesetzt und beleuchtet dabei auch die Schattenseiten. Eine zentrale Figur ist dabei der Bischof Martin Marty (1834-1896).

Manuel Menrath: Mission Sitting Bull. Die Geschichte der katholischen Sioux. Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn. 373 Seiten. Gebunden. ISBN 978-3-506-78379-0

Verlagstext:

Ein nahezu unbekanntes Kapitel in der Geschichte der europäischen Eroberung Nordamerikas wird entdeckt: die Bekehrung der Sioux. Manuel Menrath nimmt seine Leser mit in die Zeit des »Wilden Westens« und an die Orte eines Geschehens, an das sich die Nachfahren der damaligen Indianer vielfach nur mit Trauer und Bitterkeit erinnern.

Kaum jemand in Europa weiß, dass heute ein Großteil der Sioux der katholischen Kirche angehört. Einst galten sie als das kriegerischste Volk auf dem Gebiet der heutigen USA. Unter ihren Anführern Red Cloud und Sitting Bull lehrten sie die weißen Eindringlinge das Fürchten. Doch als die Büffel beinahe ausgerottet waren und die Armee ihre Jagdgründe endgültig besetzte, mussten sich auch die letzten Widerstandskämpfer mit ihren Familien ins Reservat begeben. Dort wurden sie vom Benediktiner Martin Marty aus Einsiedeln und dessen Gehilfen missioniert und »zivilisiert«. Während sich Red Cloud katholisch taufen ließ, blieb Sitting Bull standhaft. Der berühmte Chief hielt an seiner traditionellen Weltanschauung fest. Damit forderte er Marty und seine Missionare immer wieder aufs Neue heraus.

Das Buch erzählt erstmals diese Bekehrungsgeschichte, der Martin Marty sein Leben widmete. Dem Kirchenmann wurden Ehren und Wertschätzung bis heute zuteil. Die Sioux hingegen erlebten die Missionierung als Trauma und Tragödie: Zu spät erkannten sie, dass der neue Glaube nicht mit dem alten verbunden werden durfte.

erschienen im Verlag Ferdinand Schöningh

Archiv, Rezensionen

‚Das Wasser vom Brunnen Sem-Sem‘ – SWR2 Literatur-Sendung zum Download

von Hartmut Wörner

Nach den hervorragenden Hörspielen des Bayerischen Rundfunks zum Mythos von Sitara kann nun ein weiteres Highlight als MP3-Datei heruntergeladen werden. Das am 20.6.2017 in SWR2 Literatur gesendete Feature von Norbert Hummelt:

„Das Wasser vom Brunnen Sem-Sem. Karl May als Orientversteher“.

Die Sendung beschäftigt sich anhand des großen Orientzyklus mit der Aktualität Karl Mays. Durch in Hörspielform aufbereitete Originaltexte aus den Bänden 1 – 3 der „Gesammelten Reiseerzählungen“ und Kommentare von May-Lesern und Experten wird deutlich, dass May ein exzellenter Wissensvermittler war und seine Leser bis heute gültige Informationen über den Orient, seine Völker und seine Religionen, insbesondere den Islam, erhalten. Das Feature belegt auch – in beeindruckender Weise, aber ohne Schönfärberei – die völkerverbindende, humanitäre Grundströmung der Orientromane Karl Mays. Ausführlich zu Wort kommt der KMG-Vorsitzende Dr. Johannes Zeilinger. Eine Sendung, die May-Interessierten und solchen, die es werden wollen, ans Herz gelegt sei.

SWR2 stellte das Feature mit folgendem Text vor:

Er war der Mann, der den Löwen getötet hat; er war der Freund des Scheiks der Haddedihn; er war in Mekka, der Stadt, die für jeden Ungläubigen bei Todesstrafe verboten ist, und füllte sich Wasser vom heiligen Brunnen Sem-Sem ab – freilich alles nur in seiner Phantasie. Der stets in Sachsen sesshafte „Reiseschriftsteller“ Karl May brachte sich als Kara Ben Nemsi Effendi in den Ländern des Padischah zur Geltung, schlichtete Stammesfehden im wilden Kurdistan und jagte Verbrecher bis in die letzten Schluchten des Balkan. Seinen Lesern brachte er ein ebenso angelesenes wie erschriebenes Wissen über den Islam und die ethnischen Konflikte Arabiens und des Vorderen Orients nahe, das bis heute verblüfft – und in diesen Zeiten dringend fehlt. Was kann man von Karl May heute über den Orient lernen? Norbert Hummelt geht dieser Frage nach, im Gespräch mit passionierten Karl May-Lesern und mit frischem Blick auf die Romane des Orientzyklus, von „Durch die Wüste“ bis „Der Schut“.

Die Sendung kann hier heruntergeladen werden.

Archiv, Neuerscheinungen

Karl May in Leipzig Nr. 109 (Juni 2017) erschienen

KMinLpzg-CoverAus dem Inhalt:

– Jenny Florstedt: Aus Leipzig auf dem Rade um die Welt

– Martin Schulz: Allerlei (nicht) von Karl May (VII). Interessantes – aber Abgeschriebenes

– Jenny Florstedt/Martin Schulz: Der falsche May. Nummer Acht — Kunstwerke aus Kork vom Konditor

– Michael Keßler: Nur Kolportage und Triviales? — zum 175. Geburtstag Karl Mays (* 25. Februar 1842)

– Jenny Florstedt: Zwischen den Welten — Karl May in Dresden und in Jena

– Sven-Roger Schulz: Neues zu Max Eschner

– Jenny Florstedt: Der magische Orient in Leipzig. Der Karl-May-Verlag war am 23. März wieder zu Gast im Freundeskreis.

– Jenny Florstedt: Von Pferden und Hunden. Anja Tschakert sprach am 10. Mai in der Stadtbibliothek über Karl Mays Pferdekenntnisse

– Carl Beyschlag: Die Prairien. Erlebnisse eines deutschen Flüchtlings von C. B. [VIII.]

das Heft ist zu beziehen über: Freundeskreis Karl May Leipzig e.V.

Archiv, Veranstaltungen

Orientalische Nacht im Karl-May-Museum

Themenabend mit Kara Ben Nemsi: Am Samstag, 1. Juli 2017 um 18:00 findet im Karl-May-Museum Radebeul eine Orientalische Nacht statt.

Geboten wird eine Lesung aus dem Orientwerk im Beduinenzelt des Museumsparks sowie kulinarische Genüsse. Einlass ist ab 17:30.

Reservierung unter info@karl-may-museum.de oder telefonisch unter 0351-8373010.

Preise: Erwachsene: 12 Euro | Ermäßigt: 10 Euro (Kinder, Schüler, Studenten, Auszubildende, Arbeitslose, Behinderte)

 max. Platzkapazität: 30 Gäste

weitere Informationen unter www.karl-may-museum.de

Archiv, Ausstellungen

Kabinettsausstellung „Fragile Kräfte – Bilder zu Karl May von Sascha Schneider und Rainer Griese“

Von Samstag, 1. Juli bis Dienstag, 31. Oktober 2017 zeigt das Karl-May-Museum Radebeul die Kabinettsausstellung „Fragile Kräfte – Bilder zu Karl May von Sascha Schneider und Rainer Griese“.

Die Ausstellung „Fragile Kräfte – Bilder zu Karl May von Sascha Schneider und Rainer Griese“ ist im Erdgeschoss der Villa „Shatterhand.“ zu sehen. Sie stellt das grafische Werk des symbolistischen Künstlers Sascha Schneider den modernen Darstellungen von Motiven Karl Mays durch den Fotografen Rainer Griese gegenüber. Schneider zeigte besonders den kraftvollen Menschen in Mays Werken, doch in seinen Bildern sind auch Schwäche und Zerbrechlichkeit zu spüren. Diese Fragilität der Kräfte rückt in den Fotografien Grieses in den Mittelpunkt.

Abbildung rechts: „Winnetou“ von Rainer Griese (2007), in Anlehnung an ein Motiv von Sascha Schneider

Zu Sascha Schneider und Rainer Griese siehe auch die Beiträge von Hartmut Vollmer und Holger Kuße in der aktuellen Ausgabe des Museumsmagazins Der Beobachter an der Elbe.

weitere Informationen zur Ausstellung unter www.karl-may-museum.de

Archiv, Neuerscheinungen

Karl May & Co. Nr. 148 (Juni 2017) erschienen

KARL MAY & Co. Nr. 148Aus dem Inhalt:

Karl May – Leben und Werk

– Tanja Trübenbach: „Viel ausgestanden. Jetzt besser“ – Zu einer Postkarte von Karl May an Max Welte

Karl May im Film

– Michael Petzel: Der Besessene – Artur Brauner (Vorabdruck aus Michael Petzels Au­to­bio­gra­phie)

– Marc Hairapetian: Ansteckend lebendig – Interview mit Iazua Larios

– Karl-Heinz Becker: Mr. Bean besucht Winnetou – Filmkritiker Robin Bean bei den Dreharbeiten zu „Der Ölprinz“

– Michael Petzel: Alle meine Karl-May-Filme (16): »Winnetou 1. Teil« – Der zweite Platz

– Christian Hees: Ein Multitalent des kroatischen Films – In memoriam: Vladimir Tadej

– Christoph Alexander Schmidberger: „Nscho-tschi auch noch umzubringen, schien uns zu grausam“ – „Win­ne­tou“-Drehbuchautor Jan Berger im Gespräch

– Alfred Herold: Nothing to say … – Saloon-Song aus „Old Shatterhand“ auf Englisch entdeckt

– Sigfrid Baumann: Sturm auf die Juárez-Festung – „Der Schatz der Azteken“: Auf Drehortexpedition

Karl May auf der Bühne

– Henning Franke: Niemals geht man so ganz – Abschied in Rathen

– Christine Hünseler: „Die Rolle ernst nehmen, ohne sie zu ikonisieren …“ – Im Gespräch mit Jean-Marc Birkholz

– Ulrich Neumann: Karl-May-Festspiele 2017 – Überblick über die diesjährigen Inszenierungen

Szene & Sonstiges

– Nicolas Finke: Stasi-Treff Villa Bärenfett – Die Karl-May-Szene und die Stasi, Teil 1

– Michael Kunz: Jubiläum mit Klaus-Dill-Schwerpunkt – Informative Ausstellung in Offenbach

– Hartmut Schmidt: „Immer waren die Indianer bei ihm grausame Menschen“ – Bausteine zur Karl-May-Rezeption in der DDR (III)

das Heft ist zu beziehen über: Mescalero e.V.

Archiv, Veranstaltungen

Vortrag des Schweizer Karl-May-Freundeskreises

Am Samstag, 17. Juni 2017, 14 Uhr hält Silvia Zahner einen Vortrag zum Thema:

„Die Entwicklung des Ich-Erzählers in Karl Mays Reiseerzählungen“

Ort: Birsfelden (CH)

Veranstalter:  Schweizer Karl-May-Freundeskreis

weitere Informationen unter: https://www.sammlerfreak.ch/home/karl-may/freundeskreis-veranstaltungen/

mehr Termine und Veranstaltungen rund um Karl May unter: http://www.karl-may-lebt.de

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