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Archiv, Neuerscheinungen

Karl Mays Briefwechsel mit seinen Verlegern

Karl May: Briefwechsel mit seinen Verlegern und Redakteuren. Erster Band: Briefe von und an Friedrich Pustet, Karl Pustet, Venanz Müller, Heinrich Keiter, Otto Denk und Johannes Dederle. Hrsg. von Hans-Dieter Steinmetz, Florian Schleburg und Helmut Schmiedt. Gesammelte Werke Band 97. Karl-May-Verlag, Bamberg/Radebeul, 2025. 548 Seiten, Hardcover. ISBN: 978-3-7802-0097-6. Preis: 29,00€

Karl May hat, wie in der damaligen Literatur üblich, einen großen Teil seiner Werke zunächst als Fortsetzungsromane in Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht. Das für ihn wichtigste Publikationsorgan war der im Regensburger Pustet-Verlag erscheinende ‚Deutsche Hausschatz‘. Ein großer Teil der Korrespondenz zu dieser Geschäftsbeziehung hat sich erhalten. Sie verlief problematisch, da May wegen seiner umfangreichen Tätigkeit für andere Verlage immer wieder mit Manuskriptlieferungen in Rückstand geriet und mit seinem Spätwerk in Widerspruch zur streng katholischen Linie des ‚Hausschatz‘ stand.
Die überlieferten Briefe, Postkarten und anderen Materialien zu diesem Themenkomplex werden dokumentiert. Es ergeben sich spannende Einblicke in das Leben des Autors, aber auch zur Literatur- und Mediengeschichte generell. Detaillierte Erläuterungen zu den in der Korrespondenz angesprochenen Personen und Ereignissen ermöglichen das Verständnis der Texte.
Im zweiten Teil des Bandes wird Mays Briefwechsel mit dem Journalisten Johannes Dederle wiedergegeben, der May wohlwollend gegenüberstand und sich seit der Jahrhundertwende angesichts der Auseinandersetzungen um sein Leben und Werk immer wieder für ihn engagierte. May nutzte den Kontakt, um in der Öffentlichkeit das Bild von sich zu verbreiten, an dem ihm im Alter gelegen war.

Archiv, Nachrichten

Uwe Hänchen mit der Marah-Durimeh-Medaille ausgezeichnet

Der Leiter der Karl-May-Spiele Bischofswerda, Uwe Hänchen, ist am Donnerstag (2. Oktober 2025) mit der Marah-Durimeh-Medaille der Karl-May-Gesellschaft ausgezeichnet worden – für seine „jahrzehntelange künstlerische und pädagogische Arbeit als Gründer und Leiter der Karl-May-Spiele Bischofswerda“, wie es zur Begründung hieß. Die Laudatio hielt Dana Weber von der Florida State University.

Uwe Hänchen würdigte in seiner Preisrede die Verdienste Karl Mays für Völkerverständigung, Frieden, Toleranz und das Geschichtenerzählen. Uwe Hänchen ist seit 1993 Vorsitzender der Spielgemeinschaft „Gojko Mitic“ Bischofswerda e.V., die jährlich auf der Waldbühne in Bischofswerda Deutschlands kleinste Karl-May-Spiele mit den jüngsten Darstellern veranstaltet. Neben der Leitung ist er außerdem für die Regie der Inszenierungen verantwortlich. Die meisten der bisher aufgeführten Theaterstücke nach Karl May stammen aus seiner Feder.

Mit der Marah-Durimeh-Medaille der Karl-May-Gesellschaft werden Personen geehrt, die sich auf besondere Weise für Karl May und die von ihm vertretenen Werte verdient gemacht haben. Uwe Hänchen ist der zweite Preisträger. Die erste Auszeichnung erhielt 2022 der Regisseur Philipp Stölzl, der unter anderem für die RTL-Trilogie „Winnetou – der Mythos lebt“ von 2016 und die Inszenierung „Der Phantast – Leben und Sterben des Dr. Karl May“ 2017 am Staatsschauspiel Dresden verantwortlich ist.

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Nachwahlen zum Vorstand der KMG

Für den verstorbenen Prof. Dr. Hartmut Vollmer musste auf der Mitgliederversammlung der KMG in Rostock ein neuer Stellvertretender Vorsitzender gewählt werden. Hierzu wurde vom Plenum einstimmig der bisherige Schriftführer Dr. Gunnar Sperveslage gewählt. Als neuen Schriftführer wählte die Mitgliederversammlung ebenfalls einstimmig Roy Dieckmann. Die Karl-May-Gesellschaft gratuliert beiden zur Wahl.

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Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft Nr. 225

Inhaltsverzeichnis

    • Joachim Biermann: In eigener Sache (S.1)
    • Nicolas Finke: „Karl May hat mit seinen literarischen Werken eine Brücke gebaut zu den verschiedenen Völkern der Welt“. Ein Interview mit Dr. Marian Bertz und Robin Leipold (S.2)
    • Werner Thiede: Von jung an schriftstellerisch hochbegabt. Beobachtungen und Überlegungen zu Karl Mays Frühwerk (S.21)
    • Hartmut Schmidt: Korrekturen zu Bildunterschriften (S.31)
    • Manfred Moßmann: Schreiber in der Nacht (S.34)
    • Joachim Biermann: Eine Stimme aus Amerika zum Charlottenburger Urteil (S.36)
    • Stefan Schmatz: Licht ins Dunkel der ›Deutschen Gartenlaube‹ (Teil 3). Wie es zum Abdruck von Karl Mays Schloß Wildauen kam (S.39)
    • Christoph Blau: „Blutfuchs“ von schwedischem Blut. Ein weiteres Detail zur in­ternationalen Fernwirkung von B. Wahlströms Karl-May-Übersetzungen (S.52)
    • Aufgelesen … … aus dem Internet (S.57)
    • Malte Ristau: Afrikas geheimnisvolle Mitte. Deutsche Entdecker, Kolonialpolitik und Karl May (S.58)
    Archiv, Nachrichten

    28. Kongress der Karl-May-Gesellschaft in Rostock vom 2.-5. Oktober 2025

    Moin liebe Karl May Freunde,

    stellen Sie sich vor:

    frische Ostseeluft, inspirierende Vorträge, der Blick über den Hafen, wunderbare Begegnungen, phantastische Fischlokale, eine Auktion der Superlative, charmante Lokale, ein bewegender Gottesdienst, kurzweilige Stadtführungen, der/die neue Marah-Durimeh-Medaille Preisträger(in), kurze Wege, eine dynamische Lesung, die Universität, in der Heinrich Schliemann (der Karl May der Archäologie) studierte, vernünftiges Bier, der Auftritt eines Erfolgsschriftstellers und alles unter den Augen des Marschall Vorwärts, der vor dem Tagungsort thront.

    Dies und noch einiges mehr können Sie erleben, wenn Rostock auf die Karl-May-Gesellschaft trifft.

    Der einzigartige Karl May ist zu Gast in der Heimat der einzigartigen Erika Fuchs, Walter Kempowskis und des Rostocker Pfeilstorches.

    Wir freuen uns, Sie in der Hansestadt begrüßen zu dürfen. Sie müssen auch nicht zwingend mit dem Schiff anreisen!

    Markus Böswirth und Dr. Stephan Lesker

    Archiv, Neuerscheinungen

    Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft Nr. 224

    M-KMG 224 Cover

    Inhaltsverzeichnis

    • Florian Schleburg: Ansprache auf der Trauerfeier von Prof. Dr. Claus Roxin (S.1)
    • Joachim Biermann: Zum Tod von Hartmut Vollmer (S.5)
    • Hartmut Wörner: Närrische Gelehrte oder gelehrte Narren historisch und fiktiv. Eine weitere Recherche zu Karl Mays Dr. Morgenstern (S.9)
    • Manfred Moßmann: Gestorben vor Gram und Herzeleid. Zum Gebrauch von Stilmitteln im May’schen Frühwerk (S.27)
    • Stefan Schmatz: Licht ins Dunkel der ›Deutschen Gartenlaube‹ (Teil 2). Wie es zum Abdruck von Karl Mays Schloß Wildauen kam (S.33)
    • Christoph Blau: Und weitere Exemplare von Joseph Kürschners ›China‹. Eine Ergänzung (S.48)
    • Stefan Schmatz: Zwei kuriose Funde in der Zeitschrift ›Vom Fels zum Meer‹ (S.51)
    • Edmund-Kara Jendrewski: Ergänzende Anmerkungen zu Karl Mays Himmelsgedanken (S.58)
    • Malte Ristau: Instruktiv: Zeilinger über den Mahdi (S.60)
    • Malte Ristau: Neugebauers ›Old Surehand‹ überzeugt (S.63)

    Archiv, Veranstaltungen

    Vortrag von Malte Ristau am 7. Mai 2025

    Geheimnisvolles Afrika. Deutsche Entdecker, Kolonialpolitik und Karl May

    Das Deutsche Reich stieß, so heißt es, verspätet in den Kreis der Kolonialmächte. Preußische Könige entsandten freilich schon in den 1830ern Wissenschaftler, Militärberater und Diplomaten nach Nordafrika und in den Orient. In weiten Teilen der deutschen Bevölkerung waren koloniale Phantasien seit Mitte des Jahrhunderts überaus virulent. Karl May ließ sich davon anstecken. Afrika vor allem, dessen Mitte als dunkles Areal wahrgenommen wurde, weckte Begehrlichkeiten und wurde 1884 aufgeteilt.

    Sogenannte Entdecker wie Alfred Brehm oder Gerhardt Rohlfs hatten zuvor stimulierend gewirkt und sie haben Karl May inspiriert. Während sich Deutschland als Kolonialmacht offiziell etablierte, veröffentlichte der Schriftsteller neun in Afrika handelnde Romane und sieben Erzählungen. Für diese Geschichten, die zu Longsellern gerieten, orientierte sich May an Berichten populärer Forscher. Der Vortrag stellt die Vorbilder vor und erläutert, was May daraus gemacht hat. Die mentale Landkarte damals wird vorgestellt und der Nachhall der Kolonialzeit bis heute ausgeführt.

    Die Veranstaltung dauert ca. eineinhalb Stunden. Anschließend besteht die Möglichkeit zu einem vertiefenden Gespräch nahebei in einer Gastwirtschaft.

    Wann?

    07. Mai 2025, 18.00 Uhr.

    Wo?

    Ev. Gemeindehaus, Campus Daniel, Brandenburgische Str. 51, Berlin-Wilmersdorf

    Archiv, Nachrichten

    Zum Fortgang der Historisch-kritischen Ausgabe

    von Joachim Biermann

    Der Band KMW IV.4 In den Schluchten des Balkan ist im Januar 2025 erschienen. Auch der Folgeband des Orientzyklus Durch das Land der Skipetaren (KMW IV.5), bearbeitet von Dr. Gunnar Sperveslage, wird noch im laufenden Jahr erscheinen, womit die Reihe der Zweitauflagen der ersten fünf Bände des Orientromans abgeschlossen sein wird. Auch der dann erstmals im Rahmen der HKA erscheinende Schlussband des Orientzyklus Der Schut (KMW IV.6), bearbeitet von Dr. Florian Schleburg, wird noch im laufenden Jahr fertiggestellt, und wir hoffen ihn etwa zum Jahresende hin auch ausliefern zu können.

    Für die Zeit ab 2026 sind bereits weitere Bände er HKA in Arbeit und zum Teil in der Bearbeitung weit fortgeschritten. Voraussichtlich werden dann zunächst zum einen der Band Im Reiche des silbernen Löwen II (KMW IV.23) und zum anderen der Schlussband der Mahdi-Trilogie Im Lande des Mahdi III (KMW IV.11) herauskommen.

    Abschließend sei noch auf eine Änderung im Vertrieb der HKA-Bände hingewiesen. Das Karl-May-Museum bittet darum, Bestellungen in Zukunft nicht mehr per E-Mail aufzugeben, sondern nur noch über seinen Online-Shop, der über die folgende Adresse erreichbar ist: www.tradingpost.de. Die TradingPost des Karl-May-Museums ist im Übrigen auch über die HKA-Seite im Internet zu erreichen: www.karl-mays-werke.de.

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