Ausstellungen

Archiv, Ausstellungen

Ausstellung ‚Karl May in Mainz‘

KarlMainz20. September bis 19. Oktober 2019 im Rathaus in Mainz

Das Ausstellungsprojekt „Karl May in Mainz“ möchte in einigen Schautafeln und einer kleinen Auswahl von Exponaten die Beziehungen der Person Karl Mays zu Mainz und seinen Mainzer Leserinnen und Lesern sowie die Rolle von Mainz und Rheinhessen in seinem Werk beleuchteten. Daneben gibt die Ausstellung einen Überblick über Leben, Werk und Rezeption des Autors.

Bevor Karl May zu seiner großen Orientreise aufbrach, besuchte er auf einer Rundreise durch Deutschland und Böhmen am 31.05.1897 auch das Goldene Mainz. Ein weiterer Besuch folgte, anderthalb Jahre vor seinem Tod, am 29.09.1910. Mit seinen Bewunderern in Mainz stand er in regem Briefwechsel.

Erstmals präsentiert wird auch ein besonderes Kleinod, der von Hans-Dieter Steinmetz, bei seinen Arbeiten an der Karl-May-Chronik entdeckte Brief der Mainzerin Anna Saarbach an Karl May.

Das von Arne Jacobsen und Otto Weiltling entworfene, nach dem damaligen Mainzer Oberbürgermeister Jockel Fuchs scherzhaft als „Fuchsbau“ bezeichnete Mainzer Rathaus ist nicht nur Verwaltungssitz. Es ist auch ein Ort der kulturellen Begegnung für die Mainzerinnen und Mainzer und für die Gäste der Stadt. Ein besonderes Anliegen des Ausstellungsprojekts ist es, vor allem die Menschen anzusprechen, die Karl May nur noch vom Hörensagen kennen. „Karl May in Mainz“ möchte versuchen, über die Heimat/en, das „goldene Meenz“ und die rheinhessische „Provinz“, einen Bezug zu Karl May und seinem Werk zu schaffen und wieder Interesse für ihn zu wecken. „Heimat/en“ so lautet auch dass Motto des diesjährigen Kultursommers Rheinland-Pfalz.

Nutzen Sie nicht nur die Gelegenheit die Ausstellung im denkmalgeschützten „Fuchsbau“ zu besuchen. Nehmen Sie auch einmal auf einem von 460, von Arne Jacobsen in den 1950er Jahren entworfenen und heute denkmalgeschützten Stühlen der Serie 7 (Modell 3107 ohne und Modell 3207 mit Armlehne) Platz. Nach der Ausstellung wird das Rathaus saniert und der Öffentlichkeit für längere Zeit nicht mehr zugänglich sein. Die Ausstellung „Karl May in Mainz“ der Karl-May-Gesellschaft wird eine der letzten Veranstaltungen im Mainzer Rathaus vor dessen Sanierung sein.

Ausstellungseröffnung:

Donnerstag, 19. September 2019, um 18 Uhr im Rathaus der Stadt Mainz, Foyer

Begrüßung:

Günter Beck, Bürgermeister der Landeshauptstadt Mainz

Einführung:

Prof. Dr. Helmut Schmiedt, Köln, Karl-May-Gesellschaft e.V.

Archiv, Ausstellungen

Ausstellung ‚Großmystiker trifft Kunstfotograf‘ in Rhinow eröffnet

Rhinow3von Hartmut Wörner

In Anwesenheit des KMG-Vorsitzenden Dr. Johannes Zeilinger fand am 21. Juli 2019 in der brandenburgischen Stadt Rhinow die Vernissage der Ausstellung ‚Großmystiker trifft Kunstfotograf‘ statt. Das Projekt, in dem sich auf zwanzig Tafeln Texte von Karl May und Fotos von Timm Stütz künstlerisch begegnen, hat in Rhinow bereits seine fünfte Station. Veranstalter ist hier der Förderkreis Stadtkirche Rhinow e.V. in Kooperation mit der evangelischen Kirchengemeinde.

Bei der Vernissage in der Rhinower Stadtkirche stellte der Initiator des Projekts, KMG-Geschäftsführer Hartmut Wörner, das von Karl May ab 1900 entwickelte literarische Programm eines symbolistischen ‚Märchenerzählers‘ vor, der seinen Lesern in seinen Werken einen Weg zur Humanisierung zeigen wollte. Zwei Rhinower Laienschauspielerinnen, Thekla Zachert und Martina Schimke, lasen die Texte ‚Die Maske des roten Todes‘ von E.A. Poe und ‚Die Ahnengalerie‘, einen Auszug aus ‚Und Friede auf Erden!‘ von Karl May. Der unterschiedliche Umgang von Poe und May mit dem Thema ‚Tod und Vergänglichkeit‘ verdeutlichte dem Publikum die transzendente Programmatik des späten May und seine Nähe zum Expressionismus.

Die musikalische Umrahmung übernahm ein Ensemble der Freien Musikschule TonArt aus Rathenow, das unter anderem auch Mays ‚Ave Maria‘ in einer sehr gelungenen instrumentalen Version für Violine und Klavier vortrug.

Die Ausstellung ist in Rhinow noch bis Ende Oktober, teilweise im Freien und teilweise in der Kirche, die jeden Sonntagnachmittag geöffnet ist, zu sehen. Weitere Stationen werden Mainz (Oktober 2019) und Schwerin (2020) sein. Neben der 2018 beim Karl-May-Verlag erschienenen May-Anthologie ‚Märchen und Visionen‘ mit Illustrationen von Timm Stütz wird beim Mainzer-Kongress der KMG auch ein großformatiger Kalender mit Fotos von Stütz und kurzen Auszügen aus dem HKA-Band ‚Und Friede auf Erden!‘ erhältlich sein.

Einen Pressebericht finden Sie unter www.maz-online.de.

Archiv, Ausstellungen

Fotoausstellung ‚Großmystiker trifft Kunstfotograf‘ in Rhinow

03088Vom 21. Juli 2019 bis zum 31. Oktober 2019 ist auf dem Marktplatz von Rhinow die Fotoausstellung „Großmystiker trifft Kunstfotograf“ zu sehen.

Karl May (1842—1912) ist bis heute vor allem als Au­tor span­nen­der Aben­teu­er­er­zäh­lun­gen und Schöp­fer my­thi­scher li­te­ra­ri­scher Fi­gu­ren wie Win­ne­tou und Old Shat­ter­hand be­rühmt. We­ni­ger be­kannt ist, dass sich der Sach­se in sei­ner letz­ten Schaf­fens­pha­se ab 1900 als ‚Mär­chen­er­zäh­ler‘ de­fi­nier­te. In sei­nen sym­bo­lis­ti­schen und spi­ri­tu­el­len Er­zäh­lun­gen aus die­ser Zeit mach­te er sich als Freund der Frie­dens­no­bel­preis­trä­ge­rin von 1905, Ber­tha von Sutt­ner, für ei­ne nächs­ten­lie­ben­de Hu­ma­ni­tät und den Welt­frie­den stark. Die­sen ‚letz­ten Groß­mys­ti­ker‘ der deut­schen Li­te­ra­tur (Ar­no Schmid) stellt die Aus­stel­lung vor, der sich am Vor­abend des Ers­ten Welt­kriegs ge­gen den herr­schen­den mi­li­ta­ris­ti­schen Zeit­geist wand­te und ei­ne Ent­wick­lung hin zum Edel­men­schen­tum pro­pa­gier­te. Auf zwan­zig Ta­feln tre­ten Tex­te Karl Mays in ei­nen Dia­log mit mo­der­nen Fo­to­gra­fi­en von Timm Stütz (1938). Als in­ter­na­tion­al be­kann­ter Kunst­fo­to­graf wur­de der seit 1986 in der Nähe von Stet­tin in Po­len le­ben­de Stütz, der ei­ne Viel­zahl von Kunst­bü­chern ver­öf­fent­licht hat, mit dem Ti­tel ›Ex­cel­len­ce‹ der ›Fé­dé­ra­tion In­ter­na­tio­na­le de l’Art Pho­to­gra­phi­que‹ aus­ge­zeich­net.

Die künstlerische Begegnung der aussagestarken Texte aus Mays weniger be­kann­tem Spät­werk, die mit Blick auf den Zeit­geist wie­der sehr ak­tu­ell wir­ken, und der ‚Fo­to­gra­fie des ent­schei­den­den Au­gen­blicks‘ von Timm Stütz ist ein be­son­de­res Er­leb­nis, das zur Re­fle­xion an­regt.

Bei ei­ner Ver­nis­sage am Sonn­tag, den 21. Ju­li 2019, 15:00 Uhr in der Stadt­kir­che Rhi­now, Markt­platz 10, 14728 Rhi­now wird das Pro­jekt „Groß­mys­ti­ker trifft Kunst­fo­to­graf“ der Öf­fent­lich­keit vor­ge­stellt, zu dem ne­ben der Aus­stel­lung auch die im Karl-?May-?Ver­lag er­schie­ne­ne An­tho­lo­gie „Karl May: Mär­chen und Vi­sio­nen“ mit Bil­dern von Timm Stütz ge­hört. Prä­sen­ta­tor wird der He­raus­ge­ber der Bu­ches Hart­mut Wör­ner, Ge­schäfts­füh­rer der Karl-?May-?Ge­sell­schaft und Schorn­dor­fer, sein, der das Pro­jekt ini­ti­iert und die May-?Tex­te aus­ge­wählt hat. Es be­steht da­bei die Ge­le­gen­heit, das Buch „Mär­chen und Vi­sio­nen“ von Wör­ner sig­nie­ren zu las­sen.

Archiv, Ausstellungen

Sonderausstellung im Karl-May-Museum: Karl Mays Reise in den Orient

Vom 23. Juni bis 27. Oktober 2019 zeigt das Karl-May-Museum Radebeul die Sonderausstellung „Karl Mays Reise in den Orient“.

Die Reise fand 1899/1900 statt und dauerte anderthalb Jahre. Heute gilt sie als Wendepunkt in Karl Mays Leben, da in diesen Jahren eine neue Schaffensperiode einsetzte. Das Spätwerk wurde u.a. durch die auf seiner Orientreise geschriebenen ersten Teile des Gedichtzyklus „Eine Pilgerreise in das Morgenland“ eingeleitet. Im Band „Und Friede auf Erden!“ sowie der Erzählung „Schamah“ wurden ebenfalls Eindrücke verarbeitet.

Die Ausstellung nimmt die Besucher mit in den Orient und vermittelt ihnen, wie das Reisen vor über 100 Jahren aussah. Zu sehen sind u.a. Reisepässe Karl Mays, Briefe, Postkarten sowie zahlreiche Fotos. Auch der berühmte Tropenhelm Karl Mays wird ausgestellt wie auch orientalische Objekte, welche bisher noch nie öffentlich zugänglich waren.

Die Kabinettausstellung wird mit dem Vortrag “Im Lande der Fowling Bulls. Karl May und die vorderasiatischen Altertümer” des Archäologen Dr. Friedhelm Pedde eröffnet.

Die kleine Sonderschau wird im Erdgeschoss der Villa Shatterhand zu sehen sein.

weitere Informationen zur Ausstellung unter www.karl-may-museum.de

Archiv, Ausstellungen

Sonderaustellung in Berlin: Theodor Fontane und Karl May

Vom 14. Juni 2019 bis zum 24. November 2019 ist im Stadtgeschichtlichen Museum Spandau (Gotisches Haus) die Sonderausstellung „Theodor Fontane und Karl May“ zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Aus der Ankündigung der Ausstellung:

Theodor Fontane und Karl May, märkische Alleen und Prärie – wie passt das zusammen? Jeder von uns ist mit dem tragischen Schicksal von »Effi Briest« vertraut; ungezählte Tränen vergossen wir bei Winnetous Roman- oder Leinwandtod. Doch was haben beide Autoren außer dem strapaziösen Schriftstellerberuf im 19. Jahrhundert und anhaltendem Bestsellerruhm gemeinsam? Dieser Frage widmet sich nun erstmals eine Ausstellung. Der Preuße Fontane schrieb über die märkischen Quitzows im 15. Jahrhundert, verfasste ein berühmtes Gedicht über Leopold von Anhalt-Dessau, erzählte in »Schach von Wuthenow« und »Vor dem Sturm« über die Napoleonzeit oder in opulenten Sachbüchern über die deutschen Einheitskriege zwischen 1864 und 1870/71. Schließlich lässt er einen seiner Romanhelden sogar ins amerikanische Felsengebirge fliehen. Denn vielseitig waren sie beide: Der Sachse Karl May verfasste nicht nur reißende Wildwestmärchen oder aquarienbunte Orientabenteuer, sondern auch den Ritterroman »Der beiden Quitzows letzte Fahrten« oder Humoresken um den »Alten Dessauer«. In »Die Liebe des Ulanen« verfolgt er auf über 2000 (!) Seiten die Schicksale einer preußischen Offiziersfamilie in Liebe und Krieg zwischen 1814 und 1871. Die Ausstellung vergleicht die Sicht der Autoren auf entscheidende Etappen brandenburgisch-preußischer Historie im Kontext europäischer Kulturgeschichte. Selbst biografische Aspekte wie beider Eheprobleme und deren Reflexion kommen dabei nicht zu kurz.

Eröffnung: Donnerstag 13. Juni, 19 Uhr

Begrüßung: Dr. Urte Evert, Stadtgeschichtliches Museums Spandau;

Dr. Ralf F. Hartmann, Kulturamt Spandau

Einführung und Ausstellungsrundgang mit Dr. Thomas Kramer

Theodor Fontane und Karl May, märkische Alleen und Prärie – passt das zusammen? Kurator Thomas Kramer vergleicht den Blick der Autoren auf brandenburgisch-preußische Historie zwischen 1414 und 1870/71. Neben Erstausgaben werden Dioramen, historische Gemälde, Waffen und Uniformen präsentiert. Lebendige Geschichte lädt so zu einer Reise zwischen Literatur und Realität ein.

Veranstaltungen:

17.8., 14.30 Uhr: Mit der U7 zu Theodor Fontane und Karl May!

Thomas Kramer erzählt von den Autoren und führt am Ziel der Fahrt durch die Ausstellung. Treffpunkt: U-Bahnhof Bayerischer

Platz, Teilnahme kostenlos, BVG-Fahrschein erforderlich.

In Kooperation mit dem „Buchladen Bayerischer Platz“

Begleitprogramm bei der VHS Spandau:

14.9., 11–15 Uhr: Illustrationskurs

Zusammen mit der Illustratorin Mara Burmester setzen sich die Teilnehmer*innen

künstlerisch mit der Ausstellung auseinander.

26.10., 2.11., 9.11., 11–15 Uhr: Kuratorenführung

Dr. Thomas Kramer beleuchtet jeweils verschiedene Aspekte der Ausstellung bei einem gemeinsamen Rundgang mit anschließender Diskussionsrunde.

24.11., 15 Uhr: Was wäre Fontane ohne seine Emilie?

Die Schauspielerin Margrit Straßburger gibt einen authentischen Einblick in das Leben beider Ehepartner.

Weitere Infos und Anmeldung unter www.berlin.de


Stadtgeschichtliches Museum Spandau

Gotisches Haus

Breite Str. 32 13597 Berlin

Tel: 030 354944297

www.gotischeshaus.de

Mo–Sa 10–18 Uhr, So 12–18 Uhr Feiertags geschlossen

weitere Informationen zur Ausstellung unter www.fontane-200.de

Archiv, Ausstellungen

Ausstellung ‚IndianerART‘ in der Stadtgalerie Radebeul

Vom 12. Mai 2019 bis zum 16. Juni 2019 ist in der Stadtgalerie Radebeul die Sonderausstellung „IndianerART“ zu zeitgenössischer indigener Kunst zu sehen.

Die Ausstellung „IndianerArt“ greift mit Werken ausgewählter indigener Künstlerinnen und Künstler das (neue) Selbstbewusstsein der „Indianer heute“ auf und zeigt zeitgenössische Selbstfindungsprozesse. Jenseits der bekannten Indianerromantik werden die Lebensumstände, Nöte, Herausforderungen aber auch die Chancen und der Stolz der indigenen Kulturen Nordamerikas thematisiert.

Obwohl die indigenen Völker heute als First Nations in den Vereinigten Staaten von Amerika anerkannt sind, lebt der Großteil von ihnen unter schlechten Bedingungen in den Reservaten. Diskriminierung, vor allem im ländlichen Raum, stellt für sie noch immer ein großes Problem dar.

Zeitgenössische indigene Kunst setzt sich intensiv mit diesen Problemen auseinander und öffnet damit neue Ausdrucksformen in den Bereichen Musik, Tanz und Kunst.

In der Ausstellung wird neben Gemälden, Grafiken, Drucken, Fotografien und Skulpturen auch Videokunst präsentiert. Die „IndianerArt“ vereint Kunstwerke von 15 Künstlerinnen und Künstlern in der Stadtgalerie Radebeul und schafft dadurch einen einzigartigen Zugang zur modernen Welt der indigenen Völker Nordamerikas. Somit bietet die Ausstellung während der Karl-May-Festtage (31. Mai – 2. Juni 2019) ein Kontrastprogramm zur dort präsentierten Cowboy- und Indianerromantik.

Eintritt frei

Stadtgalerie Radebeul

Altkötzschenbroda 21

01445 Radebeul

Öffnungszeiten:

Di, Mi, Do, So: 14 – 18 Uhr

Archiv, Ausstellungen

Karl-May-Ausstellung in Osnabrück

osnabrueck_ausstellungVom 26. Januar 2019 bis zum 2. Juni 2019 ist im Kulturgeschichtlichen Museum im Museumsquartier Osnabrück die Sonderausstellung „Blutsbrüder. Der Mythos Karl May in Dioramen“ zu sehen.

Aus der Ankündigung der Ausstellung:

Das Kulturgeschichtliche Museum im Museumsquartier Osnabrück widmet dem Schriftsteller Karl May ab dem 26. Januar 2019 eine Ausstellung. Sie führt mitten hinein in die exotischen Welten, die May imaginierte – etwa anhand kleiner Dioramen, die Szenen aus den Winnetou-Romanen in Miniatur nacherzählen. Dabei geht es auch um Großes.

Zwischen humanistischer Utopie und Rassismus

Einerseits steckt in Karl Mays Romanen das emanzipatorische Potenzial fantastischer Literatur. Andererseits zeigt sich: Seine Romane prägen stereotype Bilder und Vorstellungen von „den Indianern“ – bis heute. Ganz im Einklang mit Erzähltraditionen seiner Zeit macht Karl May Winnetou etwa zum edlen Wilden, der zu guter Letzt zum Christentum konvertiert. Gleichzeitig beschreibt May utopische Sehnsuchtsorte, in denen ein Gleichklang unterschiedlicher Kulturen gelebt werden kann: die Oase des Bloody Fox („Unter Geiern“), das Tal der Jesiden („Durchs wilde Kurdistan“) oder das Reich der Shen („Und Friede auf Erden“).

Große Themen in Miniaturformat

In der Ausstellung erzählen kleine Dioramen Szenen aus den Winnetou-Romanen nach. Diese „kleinen Welten“ machen Komplexes überschaubar, kurbeln gleichzeitig jedoch die Fantasie der Betrachterinnen und Betrachter an. Die Bildobjekte in 3D lassen die Betrachter zum Teil einer fremden Welt werden. Und schon stellt sich erneut die Frage: Welcher Blick auf fremde Kulturen entsteht da eigentlich? Woher kommt er? Was bewirkt er?

Vergnügen und Zwiespalt

Die Geschichte von Old Shatterhand und Winnetou begeistert Kinder, Jugendliche und Erwachsene offenbar nach wie vor. Dafür stehen die millionenfachen Besucherzahlen der „Karl-May-Spiele“. Auch in der Ausstellung lässt sich ein lustvoller Erinnerungs-Sog an Lesenächte unter der Bettdecke und „Indianer-und-Cowboy“-Spiele erleben – ein zwiespältiges Vergnügen. Wie soll, wie kann man sich heute zwischen der inszenierten Literatur- und Filmwelt Karl Mays sowie seiner Figuren und der authentischen Geschichte von Nordamerikas „First Nation“ positionieren? Diese Frage nimmt die Ausstellung den Besucherinnen und Besuchern bewusst nicht ab. Ein umfangreiches Begleitprogramm zur Ausstellung lädt dazu ein, diese Frage gleichermaßen mit Verstand und Vergnügen auszuloten. Am Sonntag, 20.01.2019, 14.00 Uhr, führt der Sammler Siegfried Israel durch die Ausstellung.

weitere Informationen zur Ausstellung unter www.museumsquartier-osnabrueck.de

Archiv, Ausstellungen

Drei Sonderausstellungen im Karl-May-Museum

Anlässlich des 90. Geburtstages des Karl-May-Museums am 1. Dezember 2018 zeigt das Musuem drei neue Sonderausstellungen:

  • Jahresausstellung „Und Friede auf Erden!“ (1. Dezember 2018 bis 27. Oktober 2019)
  • Kabinettausstellung „Das Karl-May-Museum: gestern – heute – morgen“ (1. Dezember 2018 bis 2. Juni 2019)
  • Fotoausstellung „Großmystiker trifft Kunstfotograf“ (1. Dezember 2018 bis 19. Mai 2019)

weitere Informationen zur Ausstellung unter www.karl-may-museum.de

Archiv, Ausstellungen

Ausstellung im Westfälischen Schieferbergbau- und Heimatmuseum Holthausen

Vom 18. November 2018 bis zum 31. März 2019 ist im Westfälischen Schieferbergbau- und Heimatmuseum Holthausen die Sonderausstellung „Wilder Westen und ferner Orient: Auf den Spuren von Karl May“ zu sehen. Eine Ausstellung aus der Sammlung Siegfried Israel.

Aus der Ankündigung der Ausstellung:

Die große Freiheit und die Weite der Prärie, Goldgräber und Postkutschenräuber, Cowboys und Indianer: Der Wilde Westen fasziniert in Deutschland bis heute und bildet eine Welt der Spannung und Abenteuer, wie aus Karl Mays Büchern entsprungen.

Wenn Bücher Fantasiewelten schaffen sollen, ist Karl May bis heute einer der einflussreichsten deutschen Schriftsteller: Ob Winnetou, Durchs wilde Kurdistan oder Old Surehand, mit seinen Abenteuerromanen aus dem Wilden Westen und dem Orient hat er den Vorstellungskosmos ganzer Generationen geprägt. Karl Mays Werke wurden in 42 Sprachen übersetzt, zudem vielfach verfilmt und als Hörspiele vertont. Noch heute, über 100 Jahre nach seinem Tod am 30. März 1912, werden sie auf Freilichtbühnen wie in Elspe nachgespielt.

In der neuen Sonderausstellung lebt die Welt von Karl May wieder auf. Gezeigt werden Originalausgaben der berühmten Buchreihe, illustrierte Werke, Filmplakate, Post- und Reisekarten, die helfen, die routen in den Romanen nachzuvollziehen. Des Weiteren sind auch Objekte wie Spielfiguren, Tipi und Indianerschmuck zu sehen, die der Sammler Siegfried Israel aus Schnathorst über viele Jahrzehnte zusammengetragen hat. Alle großen und kleinen Fans des Wilden Westens und der Abenteuer von Hadschi Halef Omar finden in der Ausstellung die Helden ihrer Träume.

Begleitprogramm:

Am Sonntag, 09.12.2018, 15.00 Uhr, wird der Filmschauspieler und Winnetou-Darsteller der Karl-May-Festspiele in Elspe, Jean-Marc Birkholz, für eine Lesung ins Museum Holthausen kommen.

Am Sonntag, 20.01.2019, 14.00 Uhr, führt der Sammler Siegfried Israel durch die Ausstellung.

weitere Informationen zur Ausstellung unter www.museum-holthausen.de

Nach oben scrollen