Wolfgang Bickel: Wann starb Winnetou wirklich? Einige Gedanken zu Winnetous Todesdatum. 80 Seiten, Preis 9,50 Euro, für Abonnenten der Reihe oder bei einem Kauf von mind. 5 Exemplaren 8,50 Euro, jeweils zzgl. Versandkosten.
Nicolas Finke: „Karl May hat mit seinen literarischen Werken eine Brücke gebaut zu den verschiedenen Völkern der Welt“. Ein Interview mit Dr. Marian Bertz und Robin Leipold (S.2)
Werner Thiede: Von jung an schriftstellerisch hochbegabt. Beobachtungen und Überlegungen zu Karl Mays Frühwerk (S.21)
Hartmut Schmidt: Korrekturen zu Bildunterschriften (S.31)
Manfred Moßmann: Schreiber in der Nacht (S.34)
Joachim Biermann: Eine Stimme aus Amerika zum Charlottenburger Urteil (S.36)
Stefan Schmatz: Licht ins Dunkel der ›Deutschen Gartenlaube‹ (Teil 3). Wie es zum Abdruck von Karl Mays Schloß Wildauen kam (S.39)
Christoph Blau: „Blutfuchs“ von schwedischem Blut. Ein weiteres Detail zur internationalen Fernwirkung von B. Wahlströms Karl-May-Übersetzungen (S.52)
Aufgelesen … … aus dem Internet (S.57)
Malte Ristau: Afrikas geheimnisvolle Mitte. Deutsche Entdecker, Kolonialpolitik und Karl May (S.58)
René Grießbach: „denn wenn ich schwach bin, so bin ich stark“. Versehrte, Menschen mit Behinderungen und Patienten in Karl Mays literarischem Werk – von A bis Z 81 Seiten, Preis 7,50 Euro, für Abonnenten der Reihe 6,50 Euro, jeweils zzgl Versandkosten.
Martin Schulz: Über einen herzlichen Gruß aus „Aethiopien“, den gesuchten »Welthandel«, Plöhns Freundschaftsdienst und Streitigkeiten mit Fischer. Kleine bibliografische Nachträge (II)
Uwe Lehmann: Die „Mutter“. Zum 175. Geburtstag und zum 80. Todestag von Karl Mays Schwester Karoline Selbmann
Martin Schulz: Gereimte Fundstücke (I): Aus „einer alten Chronik“. Karl Mays »Schleiferlied« in Bonn
Thomas Pramann: Eine Episode aus dem Leben eines Kolportageverlegers. Münchmeyers Kosmos (I)
Martin Schulz: Winnetou trinkt Instant-Kakao. Werbung für die Karl-May-Spiele Bad Segeberg
Jenny Florstedt: Neuigkeiten aus Hohenstein-Ernstthal
Manfred Orlowski und Thomas Braatz: Henner Kotte. Rückblick auf ein Leipziger „Alleinstellungsmerkmal“
Michael Kunz: Festhalten, bevor er in Vergessenheit gerät. Die Winnetou-Filme als Chiffre der eigenen und der kollektiven deutschen Geschichte
Thomas Harbach: Robert Krafts Romane »Die Rätsel von Garden Hall« und »Novacassas Abenteuer« in neuer Ausgabe bei Dieter von Reeken (I)
Kurz notiert
Alexander Krell: Der Landrichter. Eine Geschichte vom Lande. Teil 17
Henning Franke: „Geben Sie uns das Leben eines jungen geistreichen Indianers.“ Franz Joseph Börger, Leiter einer Jugendgruppe, regt eine Gestalt in Winnetou IV an
Hans Grunert: Aus Dresden auch eingeladen: 4 sehr anständige unverheiratete Herren. Neues zur Familie des Hofrats Peschel
Gunnar Sperveslage: Karl Mays Aufenthalt in Massaua (Eritrea)
Hans-Dieter Steinmetz: Ein hilfsbereiter Eidgenosse. Josef Breitschmid und Karl May
Martin Lowsky: Abdahn Effendi, Merhameh und die Themen Naturalismus und Österreich. Über zwei Novellen des späten Karl May
Jürgen Seul: Am Anfang stand der Namensstreit. Eine Geschichte aus der Gründungszeit des Karl-May-Verlags
Joachim Biermann u. Hans-Dieter Steinmetz: Eine bengalische Karl-May-Ausgabe und das Abenteuer ihrer Beschaffung
Joahnnes Zeilinger: Der Mahdi. Der Gottesstaat im Sudan 1881–1898. Osburg Verlag, Hamburg, 2025. 400 Seiten, Hardcover. ISBN: 978-3-95510-364-4. Preis: 29,00€
VerlagstexEnde des 19. Jahrhunderts erschütterte eine Rebellion den Sudan. Der Sufi-Mönch Muhammad Ahmad rief sich dort zum Mahdi aus, zum Erlöser, der nach islamischer Überlieferung die Welt vor ihrem Untergang im Glauben einen und befrieden soll. Beherrscht wurde der Sudan bis dahin von einer korrupten ägyptisch-osmanischen Verwaltung. Muhammad al-Mahdi verband geschickt religiöse, politische und soziale Impulse zu einer revolutionären Bewegung, der Mahdiyya, die schließlich unter dem Banner des Islam den Sudan von kolonialer Fremdherrschaft befreite. An deren Stelle errichtete der Mahdi eine Theokratie, die kompromisslos den reinen Glauben verwirklichen wollte und als erste Etappe einer weltweiten Islamisierung gedacht war. Kurz nach seinem Sieg allerdings starb Muhammad Ahmad unerwartet und unter seinem Nachfolger wandelte sich der Gottesstaat zu einer gewöhnlichen Despotie, die 1898 Opfer der imperialistischen Ambitionen Europas wurde. Das britische Empire schlug zurück und eine ägyptisch-britische Streitmacht vernichtete vor Omdurman das Heer der sudanesischen Glaubenskrieger. Vorbereitet wurde der Feldzug durch eine mediale Kampagne, an der im Deutschen Reich auch Karl May prominent beteiligt war und die noch heute das Bild des Mahdi im Westen prägt und verfälscht. Zeilinger entdämonisiert in seiner Biografie den sudanesischen Rebellen und schildert einen charismatischen Menschen. Um die Mission eines Mahdis erklären zu können, skizziert der Autor seine Bedeutung im islamischen Glaubenskanon. Muhammad Ahmad al-Mahdi befreite sein Land und schuf im Sudan den ersten islamischen Gottesstaat der Moderne.
Das Buch ist eine Deutschlandpremiere, nie zuvor wurde hier das Leben des Mahdi derart ausgewogen, detailreich und spannend geschildert.
Die Biografie öffnet den Blick in die komplexe Gedankenwelt des Islam.