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Neuerscheinung: Irmgard Gehle - Der Benediktiner Ansgar Pöllman (Meldung vom 28. November 2018)

9783959483841 Irmgard Gehle: Der Benediktiner Ansgar Pöllman unterwegs aus dem Kloster in die Welt der Kunst und Literatur auf der Suche nach schöner Dichtung, nach hieratischer Kunst, nach Kolportage – auch bei Karl May. Verlag Traugott Bautz Nordhausen. 399 Seiten. Broschiert. ISBN 978-3-95948-384-1. Preis: 45,00€

Verlagstext:
Das Wirken des Benediktiners Ansgar Pöllmann steht im Fokus der Kunst und Li­te­ra­tur sei­ner Zeit, ist ge­prägt durch das re­strik­ti­ve Pon­ti­fi­kat Papst Leos X. und durch Be­stre­bun­gen der Au­to­no­mie und Ab­gren­zung. Kul­tur­schaf­fen, Theo­lo­gie, de­mo­kra­ti­sche und eman­zi­pa­ti­ve Be­stre­bun­gen der ka­tho­li­schen Ge­sell­schaft wa­ren durch En­zy­kli­ken von 1903 und 1907, durch In­di­zie­rung, Ul­tra­mon­ta­nis­mus und An­ti­mo­der­nis­mus in Miss­kre­dit ge­ra­ten und in Fra­ge ge­stellt wor­den. Als Kunst- und Li­te­ra­tur­kri­ti­ker muss­te Pa­ter Pöll­mann auf die den Ka­tho­li­ken zu­ge­schrie­be­ne kul­tu­rel­le „In­fe­rio­ri­tät“ rea­gie­ren. Die teils be­kämpf­te, teils ak­zep­tier­te Ghet­to­men­ta­li­tät führ­te zu ei­ner Ver­un­si­che­rung und zum Li­te­ra­tur­streit, zur He­raus­ga­be ka­tho­li­scher Zeit­schrif­ten (Hoch­land, Der Gral), die nicht nur der Eman­zi­pa­tion dien­ten, son­dern auch der Be­to­nung des kon­fes­sio­nell-kirch­li­chen und mo­ra­li­sie­ren­den Ele­ments.
Pöllmann vertrat einen klerikal-erbaulichen Charakter, er stand in der Nach­fol­ge des letz­ten an­er­kannt ka­tho­li­schen Dich­ters Ei­chen­dorff, be­ton­te die ka­tho­li­sche Li­te­ra­tur der Ro­man­tik und der Zeit vor der Re­for­ma­tion, stell­te die Fra­ge nach der Kon­fes­sion der Klas­si­ker (Schil­ler), ent­wi­ckel­te Stu­di­en zur Beu­ro­ner Schu­le, zur Bau­ge­schich­te der Vä­ter und zur Kir­chen­kunst. Er wür­dig­te die Päps­te Pi­us X. und Be­ne­dikt XV. aus der Sicht des Welt­kriegs. Bei sei­ner Kri­tik „christ­li­cher“ Au­to­ren (Pe­ter Ros­eg­ger) über­rea­gier­te der Pa­ter mit sei­nen An­grif­fen auf Karl May, was ihn un­rühm­lich be­kannt mach­te.

erschienen im Verlag Traugott Bautz





 

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