Karl May

Ernste Klänge

Ave Maria - Vergiß mich nicht



Karl Mays Kompositionen liegen in folgender Gestalt vor:
  1. Notenheft "Ernste Klänge", Freiburg 1898
  2. Ave Maria
    • erste Veröffentlichung (der Noten) im "Deutschen Hausschatz", Jg.23, Nr.38, Juni 1897, S.703, in Bildschirmauflösung und in 300dpi-Auflösung als Zip-Datei (102 KB) gepackt zum Download
    • "Ave Maria" als Midi-Datei, bereitgestellt von Astrid Kröger-Schönbach
    • "Ave Maria" als MP3-Datei (3,85 MB) der Schallplattenaufnahme der Thomaskantorei Hellbrook, © 1972 bei Hartmut Kühne, Hamburg
  3. Vergiß mich nicht
    • Manuskript Karl Mays mit der Widmung des Gedicht-Textes an den Grafen von Jankovic, Weihnachten 1897, in Bildschirmauflösung und in 300dpi-Auflösung als Zip-Datei (69 KB) gepackt zum Download
    • Manuskript Karl Mays der Noten mit Text in Bildschirmauflösung und in 300dpi-Auflösung als Zip-Datei (130 KB) gepackt zum Download
    • "Vergiß mich nicht" als Midi-Datei, bereitgestellt von Astrid Kröger-Schönbach
    • "Vergiß mich nicht" als MP3-Datei (3 MB) der Schallplattenaufnahme der Thomaskantorei Hellbrook, © 1972 bei Hartmut Kühne, Hamburg



Zur Geschichte der beiden May-Vertonungen

Der Einfachheit halber sei zunächst aus Herbert Meiers Einleitung zu dem Reprint der Karl-May-Gesellschaft "Christus oder Muhammed. Marienkalender-Geschichten", Hamburg o.J. (1979), S.9, zitiert:

Am bekanntesten ist ohne Zweifel Mays dreistrophiges AVE MARIA, das die deutschen Siedler für den sterbenden Winnetou singen. Karl May schildert diese Szene in seiner Erzählung Im 'wilden Westen' Nordamerikas; sie wurde bei H. Theissing, Köln, in der katholischen Zeitschrift "Feierstunden im häuslichen Kreise" im Jahre 1883 veröffentlicht 18. Die zweite Strophe wird zwar erwähnt, sie ist jedoch nicht abgedruckt. Alle drei Strophen finden sich weder in der Freiburger noch in der Radebeuler oder Bamberger Fassung der "Grünen Bände"; dagegen sind sie - bei einer geringfügigen textlichen Abweichung der dritten Strophe - vollständig in der blauen illustrierten Ausgabe (Mai 1909) des Verlages Fehsenfeld zum Abdruck gebracht. Zum ersten Mal wurde der vollständige Text am Schluß der Freuden und Leiden eines Vielgelesenen abgedruckt (Deutscher Hausschatz XXIII, Heft 2, Okt. 1896). [...]

Karl May hat dieses Gedicht - bei klanglich bedingten unwesentlichen Textänderungen - auch vertont-, die Komposition fand ihre erste Veröffentlichung im Juni 1897 im "Deutschen Hausschatz". Diese Fassung ist gesetzt für Männerchor und steht in Es-dur.

Die im Jahre 1898 erschienene Erstausgabe der Mappe Ernste Klänge, Heft I 19, brachte, ebenso wie die spätere Auflage, die jedoch in schlichterem Gewande und ohne den Zusatz "Heft I" erschien, das AVE MARIA zusätzlich in einer B-dur-Fassung für gemischten Chor. In der Radebeuler und Bamberger Ausgabe wurde später die Männerchor-Fassung weggelassen.


18 Reprint in: Karl May «Winnetous Tod», Bamberg 1976
19 Karl-May-Bildband, Z. 359. Karl May trug sich auch mit dem Gedanken, ein Heft II Ernste Klänge herauszugeben, das die Stücke Nun gehst du hin in Frieden und Ich frage zu den Sternen enthalten sollte. Während das Manuskript des ersten Stückes fertiggestellt wurde, ist das zweite leider Torso geblieben. [...]


Zur Ergänzung sei hier auf den Plattencover-Text verwiesen, den seinerzeit Hartmut Kühne für seine Aufnahme der Thomaskantorei Hellbrook und des Kirchenchores Lohbrügge verfaßt hat.

Im Jahre 1978 erschien noch eine Single mit den "Ernsten Klängen", besungen von der Gächinger Kantorei, Stuttgart, unter der Leitung von Helmuth Rilling. Das "Ave Maria" ist dort allerdings nicht in der Männerchor-Fassung enthalten. Es soll weiterhin eine LP existieren, auf der sich Mays Kompositionen ohne Gesang als Orgelspiel befinden. Schließlich brachte das Karl-May-Museum Radebeul im Jahre 1992 eine CD mit einer Aufnahme des Dresdner Kreuzchores unter der Leitung von Gothart Stier heraus.

Die beiden grundlegenden Aufsätze zum Thema "Karl May und die Musik" sind auf diesen Seiten vorhanden:


Stand: 01.11.2007


Verfügbare May-Texte

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