Karl May

Der Orientzyklus


Band Hausschatz-Text Ausgabe letzter Hand Reprint der Bucherstausgabe Volltext der Bucherstausgabe
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Durchs wilde Kurdistan HTML Textdatei (ZIP) Textdatei (ZIP) GR02-Bildschirmfassung und gr02.pdf (14,6 MB) gr02-txt.pdf
Von Bagdad nach Stambul HTML Textdatei (ZIP) Textdatei (ZIP) GR03-Bildschirmfassung und gr03.pdf (15,4 MB) gr03-txt.pdf
In den Schluchten des Balkan HTML Textdatei (ZIP) Textdatei (ZIP) GR04-Bildschirmfassung und gr04.pdf (13,6 MB) gr04-txt.pdf
Durch das Land der Skipetaren HTML Textdatei (ZIP) Textdatei (ZIP) GR05-Bildschirmfassung und gr05.pdf (13,8 MB) gr05-txt.pdf
Der Schut HTML Textdatei (ZIP) Textdatei (ZIP) GR06-Bildschirmfassung und gr06.pdf (15,5 MB) gr06-txt.pdf

Hausschatz-Reprint:
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Der Schut Epub Casio Pocket Viewer (Memo) Epoc (Word) PalmOS (Aportis Doc) Pocket PC (Microsoft Reader)



Zur Textgeschichte

Die Erzählung erschien erstmals in insgesamt acht Abschnitten und mit teilweise größeren Unterbrechungen in einem Zeitraum von mehr als acht Jahren zwischen 1881 und 1888 in der Zeitschrift "Deutscher Hausschatz in Wort und Bild" bei Friedrich Pustet in Regensburg.

1891 trat der Freiburger Verleger Friedrich Ernst Fehsenfeld mit der Absicht an May heran, die Reiseerlebnisse in Buchform in einer Reihe herauszubringen. Der Autor hatte inzwischen mit weiteren abenteuerlichen Reiseerzählungen, aber auch mit seinen in Spemanns "Der Gute Kamerad" erscheinenden Jugenderzählungen eine beachtliche Popularität erlangt.

Die "Gesammelten Reiseromane" begannen 1892 mit dem Orientzyklus. Hierfür überarbeitete May die Erzählung komplett: Einige kleine Textpassagen, Fremdwörter sowie die Anreden an die "Hausschatz"-Leser wurden gestrichen und die Kapiteleinteilung der Giölgeda-Erzählung aufgelöst; die Erzählung wurde mit neuer Kapiteleinteilung auf sechs Bände verteilt.

Ca. 2/3 der ersten Erzählung "Giölgeda padishanün" bilden den ersten Band Durch Wüste und Harem (der Titel wurde auf Drängen Fehsenfelds ab der 4. Auflage (16.-20. Tausend) im Jahre 1895 in Durch die Wüste geändert). Den Rest dieses Abschnittes enthalten die Kapitel 1-4 des zweiten Bandes Durchs wilde Kurdistan; die Kapitel 5-7 die Folgeerzählung Reise-Abenteuer in Kurdistan. Die beiden Teile von Die Todes-Karavane (Kapitel 1-5), In Damaskus und Baalbeck (Kapitel 6), Stambul (Kapitel 7) sowie ca. das erste Viertel der Erzählung Der letzte Ritt (Kapitel 8) bilden den dritten Band Von Bagdad nach Stambul. Die Kapitel 1-6 des vierten Bandes In den Schluchten des Balkan enthalten den Hauptteil von Der letzte Ritt sowie den Anfang der Hausschatz-Erzählung Durch das Land der Skipetaren (Kapitel 7-8). Der gleichnamige fünfte Buchband sowie der Abschlußband Der Schut rekrutieren sich aus dem Rest der Zeitschriftenfassung der Skipetaren-Erzählung. Den im sechsten Band enthaltenen Anhang, der in novellenartiger Form den Tod des Hengstes Rih schildert und nur in losem inhaltlichem Zusammenhang mit der Haupterzählung steht, schrieb May für die Buchausgabe neu, wohl um eine ausreichende Seitenzahl für diesen Band zu erhalten.

Für die ab 1908 erschienene illustrierte Ausgabe der Reiseerzählungen wurden die Bände von May nochmals geringfügig überarbeitet, so daß diese Textfassung den wichtigsten Textzeugen bildet.

Die ab 1913 im Karl-May-Verlag, Radebeul (ab 1950 Bamberg, seit 1995 Bamberg und Radebeul) erschienenen Fassungen stellen durchweg Bearbeitungen dar. Während die Radebeuler Ausgabe noch seiten- und nahezu textidentisch mit den grünen Fehsenfeld-Bänden ist, wurden die Texte nach dem Zweiten Weltkrieg komplett bearbeitet und sind daher für die auf authentische Texte angewiesene Literaturwissenschaft unbrauchbar. Der Karl-May-Verlag brachte aus diesem Grund in den Jahren 1982-1984 die Erstauflagen der 33 Fehsenfeld-Bände in der Reprintreihe "Freiburger Erstausgaben" erneut heraus; der Orientzyklus bildet darin die Bände 1-6.

Die ersten fünf Bände liegen seit 1988 im Rahmen der Historisch-kritischen Edition "Karl Mays Werke" in der sog. "Bibliotheksausgabe" vor, der Abschlußband mit dem Editorischen Bericht befindet sich laut Auskunft des Herausgebers derzeit in Vorbereitung und ist bisher nur in Taschenbuchform bzw. in einer Lizenzausgabe ohne kritischen Apparat erschienen.


Zur Textgestalt

1.) Hausschatz-Text (1881-1888)

Bis auf ganz wenige offensichtliche Druckfehler ist der Text originalgetreu beibehalten worden. Als Seitenzahlen dienen die Seitenangaben der in einem fort durchnumerierten Reprintausgabe der Karl-May-Gesellschaft. Sie sind so in den Text eingefügt, daß sie vor dem ersten ganzen Wort einer neuen Seite erscheinen. Der zweite Bestandteil eines getrennten Wortes, der sich auf der nächsten Seite befand, wurde also immer zur vorherigen Seite gezogen.

Der Hausschatz-Text wurde erfaßt von Karlheinz Everts.


2.) Illustrierte Ausgabe/ Ausgabe letzter Hand (1908/1909)

Eine Korrektur erfuhren auch hier lediglich eindeutige Druckfehler. Die Wiedergabe der Illustrationen und Bildtafeln ist aus urheberrechtlichen Gründen nicht möglich. Die im Original an das Seitenende gesetzten Anmerkungen wurden direkt hinter den zu erläuternden Begriff in runden Klammern angefügt werden, hierbei wurden die originalen Fußnotenzeichen "Stern" und "Kreuz" beibehalten. Die Seitenzahlen "//Seite//" beziehen sich auf die genannte Ausgabe, die anderen Seitenzahlen auf die Historisch-kritische Ausgabe.


3.) Volltext der Bucherstausgabe (1892)

Der Volltext der Bucherstausgabe wurde von Hans-Jürgen Düsing im Zuge einer Vergleichslesung der erfassten Texte der Ausgabe letzter Hand mit dem digitalen Reprint der Bucherstausgabe erstellt. Getrennte Worte am Seitenende wurden mit eingefügter Seitenzahl getrennt übernommen, auch offensichtliche Druckfehler wurden übernommen und gelegentlich in eckigen Klammern berichtigt.


Bibliographie:


Hinweise zur Sekundärliteratur:

Die ernsthafte literaturwissenschaftliche und biographische Forschung am und über das Phänomen Karl May begann in nennenswertem Umfang erst vor 30 Jahren mit der Gründung der Karl-May-Gesellschaft. So fruchtbar und umfangreich deren Arbeit in dieser Zeit jedoch auch gewesen ist - die seit 1970 jährlich erscheinenden Jahrbücher, die Mitteilungen der KMG sowie die Monographienreihe "Materialien zur Karl-May-Forschung" geben hiervon beredtes Zeugnis - so muß dennoch festgestellt werden, daß außerhalb derselben nur wenig zu diesem Bereich der Literaturwissenschaft publiziert worden ist; dies gilt insbesondere für ausgewählte Themenbereiche aus Mays Werken, mithin für den Orientzyklus. Da auch aus Platzgründen hier auf eine ausführliche Bibliographie verzichtet werden muß, seien neben den oben angegebenen Einführungen bzw. Nachworten in den Reprints nur die beiden wichtigsten Titel genannt, in denen der interessierte Leser und Forscher problemlos weiterführende Literatur finden wird.

Als allgemeine Einführung zum Orientzyklus und aufgrund der ausführlichen Sekundärliteraturbibliographie zu empfehlen:

Weitere Sekundärliteratur finden Sie in unserer Sekundärliteraturbibliographie.

Marburg, Januar 2000

Ulf Debelius

Stand: 03.04.2013


1 Der Karl-May-Verlag, Bamberg/Radebeul, bezeichnet aufgrund der testamentarischen Verfügungen von Mays zweiter Ehefrau Klara die heute in der Reihe "Karl Mays Gesammelte Werke" erscheinenden Texte als "Ausgaben letzter Hand". Juristisch stimmig, ist diese Definition vom literaturwissenschaftlichen Standpunkt aus jedoch unhaltbar.

2 Aufgrund einer Klage des Karl-May-Verlages darf die Stiftung diesen Namensteil seit 1995 nicht mehr verwenden, im Interesse der bibliographischen Vollständigkeit war er in diesem Fall jedoch anzuführen, da die Bände in vielen Katalogen unter diesem Reihentitel aufgenommen sind.


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