MobileMenuKarl-May-Gesellschaft → Primärliteratur


Editorische Hinweise:An die 4. Strafkammer
des Königl. Landgerichtes III in Berlin

Textvorlagen

An die 4. Strafkammer des Königl. Land­ge­rich­tes III in Ber­lin. Be­ru­fungs­sa­che May- Le­bi­us 16 P. 221/17 10.. Ra­de­beul-​Dres­den: [Pri­vat­druck], Mit­te Ju­ni 1910. Re­kon­struk­tion und un­voll­stän­di­ger fo­to­me­cha­ni­scher Nach­druck in:

Karl May: An die 4. Strafkammer des Kö­nigl. Land­ge­rich­tes III in Ber­lin. Schrift­satz aus dem Jahr 1911 mit Er­läu­te­run­gen und Text­va­ri­an­ten als An­hang. Erst­ver­öf­fent­li­chung aus dem Nach­laß. Her­aus­ge­ge­ben von Ro­land Schmid. Bam­berg: Karl-​May-​Ver­lag, 1982; S. 148–169. (= Pro­zeß-​Schrif­ten Band 3)

Begleitwort [zum obigen Schriftsatz]. [Ra­de­beul]: [Pri­vat­druck], Au­gust 1910. Neu­satz in:

Karl May: An die 4. Strafkammer des Kö­nigl. Land­ge­rich­tes III in Ber­lin. Schrift­satz aus dem Jahr 1911 mit Er­läu­te­run­gen und Text­va­ri­an­ten als An­hang. Erst­ver­öf­fent­li­chung aus dem Nach­laß. Her­aus­ge­ge­ben von Ro­land Schmid. Bam­berg: Karl-​May-​Ver­lag, 1982; S. 170–175. (= Pro­zeß-​Schrif­ten Band 3)

An die 4. Strafkammer des Königl. Land­ge­rich­tes III in Ber­lin. Be­ru­fungs­sa­che May-​Le­bi­us 16 P. 221/17 10. Schrift­satz. [Ra­de­beul]: [Pri­vat­druck], 3. De­zem­ber 1911. Fo­to­me­cha­ni­scher Nach­druck in:

Karl May: An die 4. Strafkammer des Kö­nigl. Land­ge­rich­tes III in Ber­lin. Schrift­satz aus dem Jahr 1911 mit Er­läu­te­run­gen und Text­va­ri­an­ten als An­hang. Erst­ver­öf­fent­li­chung aus dem Nach­laß. Her­aus­ge­ge­ben von Ro­land Schmid. Bam­berg: Karl-​May-​Ver­lag, 1982; S. 1–147. (= Pro­zeß-​Schrif­ten Band 3)

Zur Textgeschichte

In den Auseinandersetzungen zwischen Karl May und Ru­dolf Le­bi­us war der Hö­he­punkt si­cher­lich die Be­lei­di­gungs­kla­ge we­gen der von Le­bi­us in ei­nem Schrei­ben an Sel­ma vom Scheidt ver­wen­de­ten Cha­rak­te­ri­sie­rung Karl Mays als „ge­bo­re­ner Ver­bre­cher“.

In der ersten Instanz wurde Lebius nach ei­nem frag­wür­di­gen Pro­zess­ver­lauf frei­ge­spro­chen, was von Le­bi­us be­nutzt wur­de, sei­ne oh­ne Be­weis­er­he­bung im Pro­zess ge­äu­ßer­ten Be­haup­tun­gen und Ver­leum­dun­gen Karl Mays nun als „er­wie­sen“ in der Pres­se zu ver­brei­ten.

Karl May legte sofort Berufung ein. Zur Be­grün­dung schrieb er den Schrift­satz vom Ju­ni 1910, der Tei­le von „Ein Schund­ver­lag und sei­ne Hel­fers­hel­fer“ wie­der auf­nimmt und auf den ak­tu­el­len Stand er­gänzt.

Das „Begleitwort“ vom August 1910 zeigt, dass die­ser „als Ma­nu­skript ge­druck­te“ Schrift­satz auch an be­freun­de­te Re­dak­teu­re ver­schickt wur­de, um in der Pres­se ge­gen Le­bi­us zu ar­bei­ten.

Kurz vor dem Prozesstermin im Dezember 1911 hat Karl May die­sen Schrift­satz noch we­sent­lich er­wei­tert, wo­bei er ins­be­son­de­re auf die Um­stän­de sei­ner Ehe­schei­dung von Em­ma Poll­mer ein­geht. Da­bei han­delt es sich wohl um ei­ne Re­ak­tion auf die zwi­schen­zeit­lich von Le­bi­us in sei­ner Schrift „Die Zeu­gen Karl May und Kla­ra May“ er­ho­be­nen Be­schul­di­gun­gen.

Der Schriftsatz vom 03. 12. 1911 wur­de erst­mals vom Karl-​May-​Ver­lag 1982 als Re­print „Pro­zess-​Schrif­ten 3“ ver­öf­fent­licht. Dort fin­det sich auch das „Be­gleit­wort“ vom Au­gust 1910. Die An­gaben auf den Sei­ten 148–166 er­mög­lich­ten ei­ne Re­kon­struk­tion des Schrift­sat­zes vom Ju­ni 1910.Hans-Jürgen Düsing

Verfügbare Online-Versionen

der Erstfassung von Mitte Juni 1910

Website

des Begleitwortes von August 1910

Website

der Zweitfassung vom 3. Dezember 1911

Website

Erfassung:
Hans-Jürgen Düsing,
Glinde, 20. März 2013

Webversionen:
Wolfgang Hermesmeier,
Berlin, 4. März 2017