Herzlich willkommen auf den Seiten der Karl-May-Gesellschaft e.V.!
Die Karl-May-Gesellschaft ist ein gemeinnütziger Verein mit über 1300 Mitgliedern. Seit 1969 erforscht sie Leben, Werk und Wirkung Karl Mays (1842–1912), der zu den meistgelesenen und einflussreichsten deutschen Schriftstellern gehört. Diese Internetseite stellt uns und unsere Arbeit vor und bietet ein riesiges Archiv wissenschaftlicher Ressourcen.
Aktuelle Meldungen über die Aktivitäten der Karl-May-Gesellschaft sind im Nachrichtenarchiv aufgelistet. Allgemeine Informationen zu Karl May und seinen Werken sowie Neuigkeiten aus der Szene finden Sie auf der Schwesterseite www.karl-may-lebt.de.
Ist Karl May noch zeitgemäß? Lesen Sie das Statement der Arbeitsgemeinschaft ›Karl May vermitteln‹ (PDF)!
Über das Thema ›Karl May im Spannungsfeld postkolonialer Diskurse‹ hat die Karl-May-Gesellschaft zusammen mit der Karl-May-Stiftung und der Universität Potsdam ein Symposium veranstaltet. Die Beiträge sind in einem Sammelband erschienen.
Eigens für junge Leserinnen und Leser von heute hat die Karl-May-Gesellschaft einen reich illustrierten Auswahlband mit Begleittexten und Erläuterungen veröffentlicht: In den Tiefen des Herzens lauern die Feinde. Erlebte und erfundene Abenteuer von Karl May.
- Harald Eggebrecht zum 80. Geburtstag
Unser Mitglied Harald Eggebrecht ist kürzlich 80 Jahre alt geworden. Dazu gratulieren wir ihm ganz herzlich und danken ihm für seinen literaturwissenschaftlichen und journalistischen Einsatz für unseren Autor. Hervorzuheben sind seine Berichte in der Süddeutschen Zeitung zu Karl May und zu den Aktivitäten der Karl-May-Gesellschaft.

Anlässlich seines 80. Geburtstages hat Johannes Zeilinger in der Reihe der Materialien zum Werk Karl Mays Harald Eggebrechts Texte zu Karl May und zur KMG zusammengestellt. Der Band ist ab sofort im Buchhandel erhältlich. Mitglieder erhalten das Buch zum Vorzugspreis von 13,90€ und richten ihre Bestellung bitte unter Angabe der Mitgliedsnummer und der Anschrift an: vertrieb@karl-may-gesellschaft.de
Jahrzehntlang hatte Harald Eggebrecht, Autor und Publizist, die Kolportageromane Karl Mays erforscht, „die unbegrenzten Kontinente der Phantasie, auf denen Wunscherfüllung unzensiert geschehen kann“. Sie alle, so seine Analyse, sind das eigentliche emotionale Kraftwerk, die fortwirkende Inspirationsquelle von Mays gesamtem literarischen Werk. Dazu hat Eggebrecht als Feuilletonredakteur der Süddeutschen Zeitung in zahlreichen Artikeln die erfolgreiche Geschichte der Karl-May-Gesellschaft begleitet und ihr so eine abwechslungsreiche Chronik geschaffen. Johannes Zeilinger hat all diese Arbeiten erstmals zusammengefasst: Sie laden zu einer vergnüglichen Lektüre ein, die, so das Vorwort, „bei manchen Leseerinnerungen weckt, vielen anderen aber auch literarisches Neuland erschließt“.

Harald Eggebrecht: Im Weltreich der Phantasie. Texte zu Karl May und der Karl-May-Gesellschaft. Hrsg. von Johannes Zeilinger. Materialien zum Werk Karl Mays Band 10. Hansa Verlag, Husum, 2026, 212 Seiten, broschiert. ISBN: 978-3-941629-41-7. Preis: 19,00€ [Mitgliederpreis: 13,90€]
- Zum Fortgang der Historisch-kritischen Ausgabe
von Joachim Biermann

Unsere Planungen sahen bisher vor, dass Im Lande des Mahdi III als nächster Band der HKA im vierten Quartal 2026 herauskommen sollte. Leider können wir diesen Termin nicht mehr einhalten, weil es bei der Erstellung des Editorischen Berichts zu Computer-Problemen gekommen ist, aufgrund derer sich das Erscheinen des Bandes um einige Monate verzögern wird.
Nach Rücksprache mit dem Karl-May-Verlag und dem Karl-May-Museum haben wir uns deshalb entschieden, den Band Im Reiche des silbernen Löwen II vorzuziehen, der bereits so gut wie fertig vorliegt. Da für diesen Band sowohl der May-Text als auch der Editorische Bericht noch gesetzt werden müssen, ist eine Fertigstellung im laufenden Jahr aber auch nicht gesichert. Unter Umständen müssen wir auch in diesem Fall mit einem Erscheinen im 1. Quartal 2027 rechnen. Der zurückgestellte Band Im Lande des Mahdi III kann dann möglicherweise recht rasch folgen, so dass sich die Perspektive eröffnet, dass gegen Ende 2027 auch noch ein dritter HKA-Band, Pandur und Grenadier, herauskommen kann.
Im Fall von Im Reiche des silbernen Löwen II liegt wieder einmal ein Band vor, zu dem ein Teilmanuskript Karl Mays erhalten ist und für die Textrevision herangezogen werden konnte, nämlich der größere Teil des letzten Kapitels Ein Rätsel. Außerdem sind – wie beim ersten Band des ›Silberlöwen‹ – auch in diesem Fall zwei Manuskriptblätter Karl Mays mit Notizen zum Werk überliefert, die wir in diesem Band zum ersten Mal abdrucken.
- Karl Mays Briefwechsel mit seinen Verlegern, Bd. 2

Karl May: Briefwechsel mit seinen Verlegern und Redakteuren. Zweiter Band: Briefe von und an Vilímek, Bachem, Benziger, Eberle & Rickenbach und Cordier sowie Heinrich Wagner. Hrsg. von Hans-Dieter Steinmetz, Florian Schleburg und Helmut Schmiedt. Gesammelten Werke Band 98. Karl-May-Verlag, Bamberg/Radebeul, 2026. 568 Seiten, Hardcover. ISBN: 978-3-7802-0098-3. Preis: 29,00€
Die Popularität, die Karl May schon zu seinen Lebzeiten erreichte, zeigt sich auch darin, dass er in den verschiedensten Medien zum Zug kam. Nachdem er zunächst überwiegend in Zeitschriften veröffentlicht hatte, erschienen seine Romane und Erzählungen seit Beginn der 1890er-Jahre in der großen Buchausgabe des Fehsenfeld-Verlags, die bis heute die Basis für die Gesammelten Werke im Karl-May-Verlag bildet. Aber er publizierte auch weiterhin an anderer Stelle: in Zeitungen und Zeitschriften und in den seinerzeit ungeheuer populären Volkskalendern, insbesondere in deren Variante der Marienkalender. Darüber hinaus erschienen bereits Übersetzungen in verschiedenen Sprachen.
Der vorliegende Band belegt diese breit aufgefächerte Wirkungsgeschichte. Im ersten Briefwechsel geht es um die von dem Prager Verleger Josef Vilímek veröffentlichten Übersetzungen ins Tschechische. In Anbetracht der damaligen rechtlichen Situation hätte Vilímek sie auch ohne Erlaubnis und Honorierung Mays auf den Markt bringen können, aber er suchte das Einvernehmen mit dem Autor, und so entstand eine umfangreiche, oft komplizierte Korrespondenz. Anschließend werden Mays Beziehungen zu vier katholischen Verlagen dokumentiert; drei davon belieferte May mit Marienkalendergeschichten, kürzeren abenteuerlichen Erzählungen, in denen programmgemäß die religiöse Tendenz eine herausragende Rolle spielt. Der letzte Teil enthält Mays Briefwechsel mit Heinrich Wagner, einem bayerischen Journalisten, der sich in den um die Jahrhundertwende ausbrechenden öffentlichen Streitigkeiten um Person und Werk Mays auf dessen Seite schlug und sogar ein Buch zu seiner Verteidigung publizierte.
Der Band bietet reichhaltiges Material zur Biografie Karl Mays, aber auch zur Mediengeschichte des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts.
Mit einem ausführlichen Vorwort von Prof. Dr. Helmut Schmiedt und 108 SW-Abbildungen.
- Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft Nr. 229

Inhaltsverzeichnis
- Joachim Biermann: In eigener Sache
- Joachim Biermann: Neuigkeiten zu Juliette Ewers und Karl Mays Aufenthalt in Bad Salzbrunn
- Stefan Schmatz: Raketen für Karl May. Ein seltsamer Chemiker steht dem Schriftsteller 1910 zur Seite
- Klaus Eggers: Die Oase des Bloody-fox. Anlässlich einer Ausstellung
- Manfred Moßmann: Ich ahnte Spaßhaftes. ›Comic relief‹ in Karl Mays Von Bagdad nach Stambul
- Horst Briehl: Der Stubentiger in Karl Mays Werken – Alles für die Katz? (Teil 1)
- Christoph Blau: Das Waldröschen und ein nicht mehr fremder Kapitän. Zu einer unbekannten zeitgenössischen Waldröschen-Edition aus Schweden
- Nicolas Finke: „Eingemeisselt neben dem Namen Goethe steht der Name Karl May“. Mit der Komödie ›Old Shatterhand‹ widmete sich der Schriftsteller Willy Seidel zu Beginn der 1930er-Jahre Karl Mays Lebensgeschichte und hielt ein Plädoyer für die Kraft der Fantasie
- Ausstellung: Kolportageliteratur: Jahrmarktdrucke des 19. Jahrhunderts

In der Landesbibliothek Oldenburg ist vom 11.09.2026 bis zum 24.10.2026 eine Ausstellung zur Kolportageliteratur zu sehen. Schwerpunkt sind Jahrmarktdrucke des 19. Jahrhunderts aus der Oldenburger Sammlung.
Mit rund 200 Exponaten, unter denen auch Karl May vertreten ist, macht die Ausstellung eine vergessene Form von Unterhaltungsliteratur wieder lebendig. Sinnlich erfahrbar wird diese Literatur mit originalen und reproduzierten Bildtafeln des 19. Jahrhunderts, Tonaufnahmen von Deutschlands ‚letztem Bänkelsänger‘ sowie einer Druckstation, an der sich Kleindrucke herstellen lassen.
Kuratiert wird die Ausstellung von PD Dr. Christian Schmitt (Institut für Germanistik, Universität Oldenburg).
- Sonderheft der Karl-May-Gesellschaft Nr. 179

Reinald Purmann: In die Wüste. Abenteuer um einen Film. 104 Seiten, Preis 11,80 Euro, für Abonnenten der Reihe oder bei einem Kauf von mind. 5 Exemplaren 10,80 Euro, jeweils zzgl. Versandkosten.
Mit dem Sonderheft Nr. 179 widmet die Karl-May-Gesellschaft erstmals einem Film ein eigenes Heft: Reinald Purmann zeichnet in „In die Wüste. Abenteuer um einen Film“ auf 104 Seiten die Entstehung, Produktion und Rezeption des ersten Karl-May-Tonfilms „Durch die Wüste“ (1936) nach.
Purmann beleuchtet nicht nur im Detail die aufwendigen Dreharbeiten in Nordafrika, sondern auch die Mitwirkung zeitgenössischer Persönlichkeiten. Darüber hinaus ordnet er den Film in die Rezeptionsgeschichte Karl Mays in den 1930er Jahren ein und untersucht die Produktionsbedingungen sowie die Gründe für den ausbleibenden Publikumserfolg.
Zahlreiche bislang unveröffentlichte Quellen, Fotografien und Archivfunde machen das neue Sonderheft zu einer spannenden Lektüre für alle, die sich für diesen ersten May-Tonfilm speziell, Filmgeschichte allgemein sowie die Geschichte der Karl-May-Rezeption interessieren.
Bestellungen bitte unter Angabe der Mitgliedsnummer und der Anschrift an: vertrieb@karl-may-gesellschaft.de - Zum Fortgang der Historisch-kritischen Ausgabe
von Joachim Biermann

Mit großer Freude konnten wir in der ersten Jahreshälfte 2026 mit dem Band Der Schut (KMW IV.6) endlich den Orientzyklus in der HKA zum Abschluss bringen. Die Herausgabe dieses sechsbändigen Romans war kein leichtes Unterfangen. 1988 bereits hatten Hermann Wiedenroth und Hans Wollschläger damit begonnen, dieses Werk innerhalb der HKA herauszubringen. Gemäß ihrem damals aktuellen Gestaltungsplan hatten sie, wie bei anderen mehrbändigen Werken, vor, den Editorischen Bericht für alle sechs Bände dann im Abschlussband Der Schut unterzubringen. Doch dieses Vorhaben konnten sie dann nicht mehr realisieren, sicherlich nicht nur den unruhigen Fahrwassern geschuldet, in die die HKA damals geraten war, sondern auch, weil dieser Bericht vom Umfang her den Rahmen eines Bandes mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit gesprengt hätte und wohl auch vom Aufwand her nicht mehr leistbar war.
Als die Karl-May-Gesellschaft dann 2007 die Herausgabe der HKA übernahm, stand sie vor der Frage, wie sie mit dem Torso gebliebenen Orientzyklus umgehen sollte. Wir haben damals diese Frage nicht nur intern besprochen, sondern auch – u. a. auf der Mitgliederversammlung in Wolfenbüttel im Jahre 2011 – zur Diskussion gestellt. Der Tenor war damals, eine Neuausgabe des Zyklus in Angriff zu nehmen und jedem der Bände nicht nur einen eigenen Bearbeiter zuzuordnen, sondern auch einen eigenen Editorischen Bericht beizugeben. So wurde das Projekt für uns handhabbar. Für die Bezieher der HKA richteten wir damals die Möglichkeit ein, die bereits erschienen ersten fünf Orientbände nicht zu abonnieren.
Dass es dann noch einmal über zehn Jahre dauerte, bis Der Schut als Abschlussband erscheinen konnte, hätten wir auch nicht gedacht. Aber der Tod eines der Bearbeiter und die längerfristige Erkrankung eines zweiten zogen die Arbeit in die Länge. Nunmehr aber können wir mit gewissem Stolz feststellen, dass das Projekt erfolgreich abgeschlossen wurde und die HKA bereichert hat.
Auch mit dem nächsten für 2026 vorgesehenen HKA-Band schließen wir ein mehrbändiges Werk Karl Mays ab, nämlich dem dritten Band von Im Landes des Mahdi (IV.11), herausgegeben von Johannes Zeilinger und bearbeitet von Ralf Gehrke. Für die folgenden Jahre planen wir in Absprache mit der Karl-May-Stiftung und dem Karl-May-Verlag ebenfalls, jeweils zwei neue HKA-Bände herauszugeben. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden das für 2027 die Bände Pandur und Grenadier (KMW I.6) – die Dessauer-Erzählungen Karl Mays enthaltend – und Im Reiche des silbernen Löwen II (KMW IV.23) sein, deren Bearbeitung schon mehr oder weniger abgeschlossen ist.
- Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft Nr. 228

Inhaltsverzeichnis
- Rainer Jeglin: In eigener Sache
- Manfred Moßmann: The Greenhorn’s Progress. Der erste Elk – eine perfekte Abenteuer-Erzählung
- „Jetzt plane ich einen Film über Karl May …“. Ein Gespräch mit Erich Loest aus dem Jahr 1982
- Michael Schaden: Zur Handlungszeit von Karl Mays Am Rio de la Plata. Ergänzungen zu einem Beitrag Wolfgang Bickels
- Stefan Schmatz: Die Liebe des Ulanen in der ›New-Yorker Staats-Zeitung‹. Ein in mehrfacher Hinsicht besonderer Karl-May-Abdruck während des Ersten Weltkriegs (Teil 3)
- Andreas Brenne: „Qua patet orbis“ – Karl May auf der Bühne
- Malte Ristau: Ach wär’ ich doch Old Shatterhand. Figuren als Teil der Wirkungsgeschichte
- Karl-May-Messe in Idar-Oberstein

Vom 18. bis 19. April 2026 fand in Idar-Oberstein die zweite Karl-May-Messe statt. Neben dem Karl-May-Verlag war auch die Karl-May-Gesellschaft mit einem gemeinsamen Stand mit dem Karl-May-Museum Radebeul vertreten. Die Messe war weniger stark besucht als die erste Messe 2019, die Besucherinnen und Besucher zeigten aber wieder großes Interesse an der Arbeit unserer Gesellschaft. Am Stand ausgelegt und erwerbbar waren unsere Publikationen, darunter auch die Historisch-kritische Ausgabe der Werke Karl Mays. Betreut wurde unser Auftritt von unserem Schatzmeister Uwe Teusch. Wir danken ihm herzlich für seinen Einsatz!
- HKA IV.6 „Der Schut“ erschienen

Mit dem Erscheinen von Der Schut, dem 6. Band des großen Orientromans Karl Mays, kommt eines der Großprojekte der Historisch-kritischen Ausgabe nach fast 40 Jahren endlich zum Abschluss. Nicht zuletzt diese Reiseerzählung, die den Erzähler auf eine Reise rund um das Mittelmeer durch weite Teile des Osmanischen Reiches führt, hatte seinerzeit Karl Mays Ruhm begründet, als sie unter dem Titel Giölgeda padishanün – Im Schatten des Padischah – in der Zeitschrift ›Deutscher Hausschatz‹ in Fortsetzungen über mehrere Jahre erstveröffentlicht wurde.
Wie die Zweitauflagen der vorausgehenden fünf Bände des Orientromans, so enthält auch Der Schut einen ausführlichen editorischen Bericht, der unter anderem wieder die Varianten der Zeitschriftenfassung gegenüber der Buchausgabe detailliert verzeichnet. Der editorische Bericht enthält darüber hinaus die Editionsgeschichte des Bandes, die Bibliografie aller zu Mays Lebzeiten erschienenen Ausgaben und Auflagen und die Darstellung der Textgeschichte.
Herausgeber: Joachim Biermann
Bearbeiter: Dr. Florian Schleburg
Erscheinungsjahr: 2026
629 Seiten, Halbleinen-Band mit Lesebändchen, Graphitschnitt, Buntpapierbezug und Silberprägung
- Zum Fortgang der Historisch-kritischen Ausgabe
von Joachim Biermann

Der Band IV.5 der Historisch-kritischen Ausgabe Durch das Land der Skipetaren konnte Ende letzten Jahres ausgeliefert werden und ist Januar 2026 in den freien Verkauf gegangen. Mittlerweile ist auch der letzte Band des Orientromans Der Schut (KMW IV.6) so weit gediehen, dass er im April 2026 ausgeliefert werden kann – diesmal wieder an alle Subskribenten, auch diejenigen, die auf die zweiten Auflagen der Bände 1–5 des Orientromans verzichtet haben. Damit liegt nach über 40 Jahren Karl Mays großer Orientroman auch in der HKA vollständig vor.
Für die zweite Jahreshälfte 2026 ist ein weiterer Band der HKA vorgesehen, und auch für die folgenden Jahre gehen wir davon aus, jeweils zwei Bände pro Jahr herausbringen zu können. Die beiden nächsten Bände werden, wenn alles nach Plan verläuft, Im Lande des Mahdi III (KMW IV.11) und Pandur und Grenadier (KMW I.6) sein.
- Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft Nr. 227

Inhaltsverzeichnis
- Joachim Biermann: In eigener Sache
- Hans-Dieter Steinmetz: Eine Schaufenster-Ausstellung in Koblenz.Ein überraschender (zu) später Fund ergänzt GW 97
- Hartmut Wörner: Karl Mays Lektüre von H. S. Chamberlains ›Worte Christi‹
- René Grießbach: Das Gedicht Die zweite Welt oder: Gedanke zu einem nicht geschriebenen Buch
- Stefan Schmatz: Die Liebe des Ulanen in der ›New-Yorker Staats-Zeitung‹. Ein in mehrfacher Hinsicht besonderer
- Karl-May-Abdruck während des Ersten Weltkriegs (Teil 2)
- Anette Pieper: Wieder gelesen: Der Oelprinz
- Gedenkblatt für die 2025 verstorbenen Mitglieder
- Malte Ristau: Professor Konrad Guenther. Ein besonderer Karl-May-Fan mit Schattenseiten
- Thilo Scholle: Marie Jahoda und Karl May
- Karl May in Leipzig Nr. 144

Aus dem Inhalt:
- Martin Schulz: Mit Harald Holm durch die Wüste
- Thomas Pramann: „[…] die vierte ist geschieden“ (II). Über die Münchmeyer-Böhlers sowie deren familiäre Verflechtungen. Münchmeyers Kosmos (IV)
- Martin Schulz: Leipziger Korrespondenzen (IV): Ernst Keil an Ludwig von Alvensleben
- Martin Schulz: Münchmeyers Gesetzesbrecher (V): Wenig Fortüne mit der »Fortuna« in Leipzig
- Jenny Florstedt: Otto Emersleben. Eine Erinnerung
- Thomas Harbach: Friedhelm Schneidewind schickt Old Firehand in einen letzten Kampf
- Thomas Harbach: Robert Krafts »Untersee-Teufel« treffen bei Dieter von Reeken auf »Das Glück von Robin Hood« (I)
- Thomas „Thowi“ Wilde: »Vom Orient bis zum Nucleon« in Leipzig
- Alexander Krell: Der Landrichter. Eine Geschichte vom Lande. Teil 21
- Das Trivialepos der DDR. Mosaik und seine Quellen

Thomas Kramer: Das Trivialepos der DDR. Mosaik und seine Quellen. Ch. A. Bachmann Verlag, Berlin, 2026, 254 Seiten, Hardcover, ISBN 978-3-96234-102-2. Preis: 29,90€
Das MOSAIK war weit mehr als ein Comic. Für Millionen Leserinnen und Leser der DDR wurde es zur inoffiziellen Geschichtserzählung. Als aquarienbuntes Trivialepos prägte das Heft ganze Generationen. Doch welche Ideen, Vorbilder und verborgenen Bezüge steckten hinter den zeitreisenden Abenteuern? In 60 pointiert erzählten Kapiteln entdeckt Thomas Kramer ein überraschend weites Netz von historischen, literarischen und künstlerischen Quellen, die die Schöpfer selbst nie offenlegten. So entsteht ein facettenreiches Panorama, das die unterschätzte Komplexität der kulturellen Identität des Ostens neu beleuchtet. Eine etwas andere Kulturgeschichte für alle, die das MOSAIK lieben oder erst noch entdecken wollen.
Analysiert werden u.a. auch die zahlreichen Karl-May-Bezüge zwischen Euphrat und Silbersee im MOSAIK.
- May-nungen Nummer 29 (2026)

Inhaltsverzeichnis
- Elisabeth Kolb/Hubert Havlicek: Zum Geleit
- Alexander Brandt: Sammelbilder von Buck Eierteigwaren
- Alexander Brandt: Die Geschichte der Karl-May-Serienbilder
- Eva Denner: Thomas Wawerka: „Der rote Gentleman – Roman nach Motiven von Karl May. Band 1“
- Sr. Mirjam Dinkelbach: Karl May würde sich freuen über … Das Wirken von Christian Wehrschütz
- Sr. Mirjam Dinkelbach: „Vater unser“ … oder: So sehr kann man sich irren! Eine Mayditation
- Eva Denner: Kara Ben Nemsi, die Skipetaren und ich!
- Elisabeth Kolb: Ein vorweihnachtliches Konzert mit Überraschungen. Michaels Kammerchor und Karl May
- Karl May entkommt man nicht
- Hinweis zur Auslieferung des Jahrbuchs 2025
Liebe Mitglieder der Karl-May-Gesellschaft,
bei der Auslieferung des Jahrbuchs 2025 ist von Verlagsseite ein Fehler unterlaufen, der dazu geführt hat, dass manche Mitglieder gar keines, andere dagegen überzählige Jahrbücher erhalten haben. Sollten Sie davon betroffen sein, finden Sie weitere Informationen und eine E-Mail-Adresse, an die Sie sich wenden können, im Mitgliederportal.
- Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 2025 erschienen

DAS FÜNFUNDFÜNFZIGSTE JAHRBUCH ist in der langen Geschichte der Karl-May-Gesellschaft das erste, für das der im Februar 2025 verstorbene Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Claus Roxin nicht mehr als Mitherausgeber fungiert. Das Jahrbuch ist daher dem verdienstvollen langjährigen Vorsitzenden und späteren Ehrenvorsitzenden der KMG gewidmet. Die hier versammelten Beiträge zeigen ein weiteres Mal eindrücklich, dass nicht nur die Forschung zu Karl May weiterhin neue Erkenntnisse bringt, sondern dass auch die Grundlagenforschung noch nicht abgeschlossen ist.
Martin Lowsky präsentiert erstmals eine vollständige deutsche Übersetzung der Briefe der französischen Übersetzerin Juliette Charoy an Karl May, und Joachim Biermann kommt zu neuen Ergebnissen bei der Suche nach Mays Vorlagen zu seiner Bearbeitung des ›Waldläufers‹ von Gabriel Ferry. Die Untersuchung von Spannung und Retardierung in Mays Werk durch Michael Andermatt zeigt, dass deren Verwendung auch in Abenteuerromanen keineswegs trivial ist. Helmut Schmiedt und Hartmut Vollmer gehen in ihren Aufsätzen Verbindungen zwischen Karl May und Thomas Mann bzw. Friedrich Schiller nach und verdeutlichen, dass die Grenze zwischen Hoch- und Trivialliteratur eine künstliche ist.
Vier Beiträge widmen sich der Figurenebene. Laura Thüring analysiert in ihrem Beitrag die Figurenkonstitution des Westmanns Sam Hawkens, und Theresa Homm untersucht vergleichend Figurenkonstellationen bei Karl May und James Fenimore Cooper. Zwei Beiträge befassen sich mit der Figur Quimbo: Stefan Schmatz betrachtet Mays Quimbo vor dem Hintergrund der gleichnamigen Figur in Harriet Beecher Stowes ›Onkel Toms Hütte‹, während Rudi Schweikert der Namensherkunft nachgeht und davon ausgehend narrative Elemente in Mays Werk erörtert.
Der weiterhin aktuellen postkolonialen Debatte widmet sich Malte Ristau mit Überlegungen zu Mays kolonialem Mindset, und Florian Schleburg stellt zwei Eingaben aus dem Jahr 1957 an den US-Senat vor, die sich für die indigene Bevölkerung stark machen und deutlich von der Lektüre Karl Mays inspiriert sind.
Den Abschluss des Jahrbuchs bilden wie stets der Literaturbericht von Helmut Schmiedt, der Medienbericht von Michael Kunz und der Schriftführerbericht von Gunnar Sperveslage.
Inhaltsverzeichnis:
- Gunnar Sperveslage: Das fünfundfünfzigste Jahrbuch
- Juliette Charoy: Briefe aus Paris an Karl May · Mit Briefen weiterer Übersetzerinnen · Herausgegeben und erläutert von Martin Lowsky
- Joachim Biermann: Karl Mays ›Waldläufer‹ und seine Vorlagen
- Michael Andermatt: »Er hielt einige Augenblicke inne, jedenfalls um die Spannung seiner Zuhörer zu vergrößern« · Spannung und Retardierung in Karl Mays ›Winnetou‹-Trilogie
- Laura Thüring: Sam Hawkens – ein Flickenteppich · Zu einigen ›Flicken‹ seiner Figurenkonstitution
- Hartmut Vollmer: »Setz Dich, und schreib!« · Karl May und sein »Lieblingsschriftsteller« Friedrich Schiller
- Theresa Homm: Westmann und American Frontier Hero, Apple Indian und Edler Wilder · Kulturkontakt und Anpassung in Karl Mays ›Winnetou I‹ und James Fenimore Coopers ›Last of the Mohicans‹
- Stefan Schmatz: Quimbo · Karl May und Harriet Beecher Stowe
- Rudi Schweikert: Sich einen Namen wählen: Quimbo · Mit Bemerkungen zu einigen narrativen Elementen May’schen Erzählens
- Helmut Schmiedt: Der eine empfiehlt Korinthenbrot, der andere wurmstichige Bärentatzen · Über Störungen des Essens bei Thomas Mann und Karl May
- Malte Ristau: Koloniales Mindset bei Karl May? · Überlegungen zur mentalen Landkarte des Schriftstellers
- Florian Schleburg: »… these famous and all over the world well-known peoples …« · Wie Karl May zwei Eingaben an den US-Senat inspirierte
- Helmut Schmiedt: Literaturbericht
- Michael Kunz: Medienbericht
- Gunnar Sperveslage: Ruhiges Fahrwasser · Das 55. Jahr der Karl-May-Gesellschaft
- Werther trifft Winnetou
Buchvorstellung und Lesung von Helmut Schmiedt
Zum Buch „Werther trifft Winnetou“ von Helmut Schmiedt findet eine Buchvorstellung mit Lesung statt:
Donnerstag, 22.01.2026, 19:30 Uhr, Köln: Buchhandlung Baudach, Dellbrücker Hauptstr. 111, 51069 Köln
Eintritt: € 12,-
- Zum Fortgang der Historisch-kritischen Ausgabe
von Joachim Biermann

Der neueste HKA-Band Durch das Land der Skipetaren (KMW IV.5) konnte zu unserer großen Zufriedenheit noch 2025 fertiggestellt werden und ist noch im Dezember 2025 an alle Subskribenten ausgeliefert worden. Der allgemeine Verkauf beginnt dann jetzt im Januar 2026 im Online-Shop des Karl-May-Museums.
Auch der nachfolgende und von vielen lang erwartete Abschlussband des Orientzyklus Der Schut (IV.6) ist auf gutem Wege, so dass ich davon ausgehe, dass er noch in der ersten Jahreshälfte 2026 zur Auslieferung kommen wird. Diesen Band werden im Rahmen der Subskription auch wieder alle Abonnenten erhalten, auch diejenigen, die die Zweiauflagen der ersten fünf Bände dieses Zyklus nicht bekommen wollten. Es hat damit ungewöhnlich lange gedauert, bis dieser Orient-Sechsteiler im Rahmen unserer Ausgabe vollständig erschienen ist; viele Widrigkeiten und unerwartete Schwierigkeiten haben dazu beigetragen.
Bezüglich der Trilogie Im Lande des Mahdi (KMW IV.9–11) kann ich hingegen die erfreuliche Mitteilung machen, dass Band III nunmehr dem Abschluss entgegengeht. Wenn nichts dazwischen kommt, sollte der Band Ende 2026 oder spätestens in der ersten Jahreshälfte 2027 ausgeliefert werden können. Des Weiteren ist wieder ein Band aus der Abteilung I geplant, der wohl 2027 den Abonnenten wird zugehen können, nämlich Pandur und Grenadier (KMW I.6), der Band, der Karl Mays Dessauer-Erzählungen enthalten wird. In meinem letzten Bericht hatte ich darauf hingewiesen, dass uns für zwei dieser Erzählungen noch nicht der komplette Originaltext vorlag, und um Mithilfe gebeten. Hinsichtlich einer dieser Geschichten – Pandur und Grenadier – kann ich einen Erfolg dieser Suche vermelden; mithilfe eines KMG-Mitglieds konnten wir, wenn auch auf Umwegen, die fehlenden Textteile jetzt im Original in den Band integrieren. Leider sind wir weiter auf der Suche nach dem vollständigen Abdruck von Ein Fürst-Marschall als Bäcker in der Beilage ›Für den Feierabend‹ der Zeitschrift ›Deutsche Gewerbeschau‹ (4. Jahrgang 1882). Falls die Suche erfolglos bleiben sollte, wird der Dessauer-Band allerdings auch ohne den vollständigen Originaltext dieser Erzählung erscheinen.
- HKA IV.5 „Durch das Land der Skipetaren“ erschienen

Mit dem 5. Band von Karl Mays Orientzyklus ist nunmehr im Rahmen der Historisch-kritischen Ausgabe die Reihe der Zweitauflagen der ersten Bände dieser vor fast 40 Jahren begonnenen Reihe abgeschlossen. Auch in diesem Fall wurde der Text nicht nur noch einmal kritisch durchgesehen, sondern der Band um einen ausführlichen editorischen Bericht erweitert, wobei einige neue Erkenntnisse bezüglich der Entstehung des ursprünglichen Manuskripts der Zeitschriftenfassung mitgeteilt werden können.
Der editorische Bericht enthält neben der Editionsgeschichte des Bandes die Bibliografie aller zu Mays Lebzeiten erschienenen Ausgaben und Auflagen, die Darstellung der Textgeschichte und auch wieder ein detailliertes Variantenverzeichnis. Ein besonderes Augenmerk wurde auf die von May recht häufig verwendete Konstellation gelegt, die den Ich-Erzähler als Angeklagten vor Gericht zeigt.
Herausgeber: Joachim Biermann
Bearbeiter: Gunnar Sperveslage, unter Mitwirkung von Manfred Mertiens
Erscheinungsjahr: 2025
557 Seiten, Halbleinen-Band mit Lesebändchen, Graphitschnitt, Buntpapierbezug und Silberprägung
Der Band kann im Online-Shop des Karl-May-Museums erworben werden.
- Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft Nr. 226

Inhaltsverzeichnis
- Rainer Jeglin: In eigener Sache
- Florian Schleburg: Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden, vorgetragen in der Mitgliederversammlung am 4. Oktober 2025
- Hartmut Wörner Karl May und ›Die schöne Literatur‹
- Christoph Blau Noch einmal Franz Weigl und Gegen den Schund. Eine Ergänzung zum KMG-Sonderheft Nr. 155
- René Grießbach: … aber der Inhalt ist für mich von Wert. Zu Karl Mays Gedichten im Allgemeinen und Heimkehr im Besonderen
- Stefan Schmatz: Die Liebe des Ulanen in der ›New-Yorker Staats-Zeitung‹. Ein in mehrfacher Hinsicht besonderer Karl-May-Abdruck während des Ersten Weltkriegs (Teil 1)
- Stefan Schmatz: Historisch-kritische Karl-May-Ausgabe im Halbleder? Ein merkwürdiges Fundstück
- … Aufgelesen … aus einer amerikanischen Zeitung von 1944
- Hans-Ulrich Danner: Clemens Mayers ›Die Projektoren‹ – ein Buch für Karl-May-Fans
- Karl May Museum Magazin, Ausgabe 6

Karl May Museum Magazin Nr. 6: 150 Jahre Winnetou, 107 Seiten, Preis: 12,90€
Inhaltsverzeichnis
- Grußwort: Clemens Meyer
- Gunnar Sperveslage: 150 Jahre Winnetou. Wie alles begann
- Holger Kuße, Ljudmila Tokatova: Androgyner Winnetou. Idealgestalt aus dem Geist der Romantik
- Ralf Junkerjürgen: Winnetou reitet weiter. Gedanken zu einem Mythos
- Hilke Thode-Arora: Völkerschauen. Eine kurze Einführung
- Brigitte Georgi-Findlay: Von den Wild West Shows zu den Western-Filmen
- Robin Leipold: „Show-Indianer“ in Radebeul
- Claudia Hartwich: Die Restaurierung des Gemäldes „Auf zum Kampf“ von Sascha Schneider
- Martin Schultz, Robin Leipold: Native Made. Die Erfindung indianischer Kunst
- Robin Leipold: Dem Witz auf der Spur. Eine Karikaturenausstellung zum Jubiläum
- Robin Leipold: Bilderbogen: 40 Jahre Karl May in der Villa „Shatterhand“. 30 Jahre Rückkehr von Karl Mays Möbeln
- Hans Schulze: „Habt ihr Karl May schon mal gehört?“
- Robin Leipold: Museumsreport 2024
- Peter Bolz, Martin Schultz, Robin Leipold, Hans Grunert: Christian Feest zum 80. Geburtstag
- Gedenken an René Wagner und Helmuth Grimmer
- Neues aus dem Förderverein
- Interview mit Thomas Störzel
Erhältlich im Shop des Karl-May-Museums
- Karl Mays Briefwechsel mit seinen Verlegern

Karl May: Briefwechsel mit seinen Verlegern und Redakteuren. Erster Band: Briefe von und an Friedrich Pustet, Karl Pustet, Venanz Müller, Heinrich Keiter, Otto Denk und Johannes Dederle. Hrsg. von Hans-Dieter Steinmetz, Florian Schleburg und Helmut Schmiedt. Gesammelte Werke Band 97. Karl-May-Verlag, Bamberg/Radebeul, 2025. 548 Seiten, Hardcover. ISBN: 978-3-7802-0097-6. Preis: 29,00€
Karl May hat, wie in der damaligen Literatur üblich, einen großen Teil seiner Werke zunächst als Fortsetzungsromane in Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht. Das für ihn wichtigste Publikationsorgan war der im Regensburger Pustet-Verlag erscheinende ‚Deutsche Hausschatz‘. Ein großer Teil der Korrespondenz zu dieser Geschäftsbeziehung hat sich erhalten. Sie verlief problematisch, da May wegen seiner umfangreichen Tätigkeit für andere Verlage immer wieder mit Manuskriptlieferungen in Rückstand geriet und mit seinem Spätwerk in Widerspruch zur streng katholischen Linie des ‚Hausschatz‘ stand.
Die überlieferten Briefe, Postkarten und anderen Materialien zu diesem Themenkomplex werden dokumentiert. Es ergeben sich spannende Einblicke in das Leben des Autors, aber auch zur Literatur- und Mediengeschichte generell. Detaillierte Erläuterungen zu den in der Korrespondenz angesprochenen Personen und Ereignissen ermöglichen das Verständnis der Texte.
Im zweiten Teil des Bandes wird Mays Briefwechsel mit dem Journalisten Johannes Dederle wiedergegeben, der May wohlwollend gegenüberstand und sich seit der Jahrhundertwende angesichts der Auseinandersetzungen um sein Leben und Werk immer wieder für ihn engagierte. May nutzte den Kontakt, um in der Öffentlichkeit das Bild von sich zu verbreiten, an dem ihm im Alter gelegen war. - Uwe Hänchen mit der Marah-Durimeh-Medaille ausgezeichnet

Der Leiter der Karl-May-Spiele Bischofswerda, Uwe Hänchen, ist am Donnerstag (2. Oktober 2025) mit der Marah-Durimeh-Medaille der Karl-May-Gesellschaft ausgezeichnet worden – für seine „jahrzehntelange künstlerische und pädagogische Arbeit als Gründer und Leiter der Karl-May-Spiele Bischofswerda“, wie es zur Begründung hieß. Die Laudatio hielt Dana Weber von der Florida State University.
Uwe Hänchen würdigte in seiner Preisrede die Verdienste Karl Mays für Völkerverständigung, Frieden, Toleranz und das Geschichtenerzählen. Uwe Hänchen ist seit 1993 Vorsitzender der Spielgemeinschaft „Gojko Mitic“ Bischofswerda e.V., die jährlich auf der Waldbühne in Bischofswerda Deutschlands kleinste Karl-May-Spiele mit den jüngsten Darstellern veranstaltet. Neben der Leitung ist er außerdem für die Regie der Inszenierungen verantwortlich. Die meisten der bisher aufgeführten Theaterstücke nach Karl May stammen aus seiner Feder.
Mit der Marah-Durimeh-Medaille der Karl-May-Gesellschaft werden Personen geehrt, die sich auf besondere Weise für Karl May und die von ihm vertretenen Werte verdient gemacht haben. Uwe Hänchen ist der zweite Preisträger. Die erste Auszeichnung erhielt 2022 der Regisseur Philipp Stölzl, der unter anderem für die RTL-Trilogie „Winnetou – der Mythos lebt“ von 2016 und die Inszenierung „Der Phantast – Leben und Sterben des Dr. Karl May“ 2017 am Staatsschauspiel Dresden verantwortlich ist.
- Nachwahlen zum Vorstand der KMG
Für den verstorbenen Prof. Dr. Hartmut Vollmer musste auf der Mitgliederversammlung der KMG in Rostock ein neuer Stellvertretender Vorsitzender gewählt werden. Hierzu wurde vom Plenum einstimmig der bisherige Schriftführer Dr. Gunnar Sperveslage gewählt. Als neuen Schriftführer wählte die Mitgliederversammlung ebenfalls einstimmig Roy Dieckmann. Die Karl-May-Gesellschaft gratuliert beiden zur Wahl.
- Sonderheft der Karl-May-Gesellschaft Nr. 178


Wolfgang Bickel: Wann starb Winnetou wirklich? Einige Gedanken zu Winnetous Todesdatum.
80 Seiten, Preis 9,50 Euro, für Abonnenten der Reihe oder bei einem Kauf von mind. 5 Exemplaren 8,50 Euro, jeweils zzgl. Versandkosten.
Bestellungen bitte unter Angabe der Mitgliedsnummer und der Anschrift an: vertrieb@karl-may-gesellschaft.de - Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft Nr. 225


Inhaltsverzeichnis
- Joachim Biermann: In eigener Sache (S.1)
- Nicolas Finke: „Karl May hat mit seinen literarischen Werken eine Brücke gebaut zu den verschiedenen Völkern der Welt“. Ein Interview mit Dr. Marian Bertz und Robin Leipold (S.2)
- Werner Thiede: Von jung an schriftstellerisch hochbegabt. Beobachtungen und Überlegungen zu Karl Mays Frühwerk (S.21)
- Hartmut Schmidt: Korrekturen zu Bildunterschriften (S.31)
- Manfred Moßmann: Schreiber in der Nacht (S.34)
- Joachim Biermann: Eine Stimme aus Amerika zum Charlottenburger Urteil (S.36)
- Stefan Schmatz: Licht ins Dunkel der ›Deutschen Gartenlaube‹ (Teil 3). Wie es zum Abdruck von Karl Mays Schloß Wildauen kam (S.39)
- Christoph Blau: „Blutfuchs“ von schwedischem Blut. Ein weiteres Detail zur internationalen Fernwirkung von B. Wahlströms Karl-May-Übersetzungen (S.52)
- Aufgelesen … … aus dem Internet (S.57)
- Malte Ristau: Afrikas geheimnisvolle Mitte. Deutsche Entdecker, Kolonialpolitik und Karl May (S.58)
- 28. Kongress der Karl-May-Gesellschaft in Rostock vom 2.-5. Oktober 2025

Moin liebe Karl May Freunde,
stellen Sie sich vor:
frische Ostseeluft, inspirierende Vorträge, der Blick über den Hafen, wunderbare Begegnungen, phantastische Fischlokale, eine Auktion der Superlative, charmante Lokale, ein bewegender Gottesdienst, kurzweilige Stadtführungen, der/die neue Marah-Durimeh-Medaille Preisträger(in), kurze Wege, eine dynamische Lesung, die Universität, in der Heinrich Schliemann (der Karl May der Archäologie) studierte, vernünftiges Bier, der Auftritt eines Erfolgsschriftstellers und alles unter den Augen des Marschall Vorwärts, der vor dem Tagungsort thront.
Dies und noch einiges mehr können Sie erleben, wenn Rostock auf die Karl-May-Gesellschaft trifft.
Der einzigartige Karl May ist zu Gast in der Heimat der einzigartigen Erika Fuchs, Walter Kempowskis und des Rostocker Pfeilstorches.
Wir freuen uns, Sie in der Hansestadt begrüßen zu dürfen. Sie müssen auch nicht zwingend mit dem Schiff anreisen!
Markus Böswirth und Dr. Stephan Lesker

- Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft Nr. 224


Inhaltsverzeichnis
- Florian Schleburg: Ansprache auf der Trauerfeier von Prof. Dr. Claus Roxin (S.1)
- Joachim Biermann: Zum Tod von Hartmut Vollmer (S.5)
- Hartmut Wörner: Närrische Gelehrte oder gelehrte Narren historisch und fiktiv. Eine weitere Recherche zu Karl Mays Dr. Morgenstern (S.9)
- Manfred Moßmann: Gestorben vor Gram und Herzeleid. Zum Gebrauch von Stilmitteln im May’schen Frühwerk (S.27)
- Stefan Schmatz: Licht ins Dunkel der ›Deutschen Gartenlaube‹ (Teil 2). Wie es zum Abdruck von Karl Mays Schloß Wildauen kam (S.33)
- Christoph Blau: Und weitere Exemplare von Joseph Kürschners ›China‹. Eine Ergänzung (S.48)
- Stefan Schmatz: Zwei kuriose Funde in der Zeitschrift ›Vom Fels zum Meer‹ (S.51)
- Edmund-Kara Jendrewski: Ergänzende Anmerkungen zu Karl Mays Himmelsgedanken (S.58)
- Malte Ristau: Instruktiv: Zeilinger über den Mahdi (S.60)
- Malte Ristau: Neugebauers ›Old Surehand‹ überzeugt (S.63)
- Sonderheft der Karl-May-Gesellschaft Nr. 177


René Grießbach: „denn wenn ich schwach bin, so bin ich stark“. Versehrte, Menschen mit Behinderungen und Patienten in Karl Mays literarischem Werk – von A bis Z
81 Seiten, Preis 7,50 Euro, für Abonnenten der Reihe 6,50 Euro, jeweils zzgl Versandkosten.
Bestellungen bitte unter Angabe der Mitgliedsnummer und Anschrift an
vertrieb@karl-may-gesellschaft.de - Vortrag von Malte Ristau am 7. Mai 2025
Geheimnisvolles Afrika. Deutsche Entdecker, Kolonialpolitik und Karl May
Das Deutsche Reich stieß, so heißt es, verspätet in den Kreis der Kolonialmächte. Preußische Könige entsandten freilich schon in den 1830ern Wissenschaftler, Militärberater und Diplomaten nach Nordafrika und in den Orient. In weiten Teilen der deutschen Bevölkerung waren koloniale Phantasien seit Mitte des Jahrhunderts überaus virulent. Karl May ließ sich davon anstecken. Afrika vor allem, dessen Mitte als dunkles Areal wahrgenommen wurde, weckte Begehrlichkeiten und wurde 1884 aufgeteilt.
Sogenannte Entdecker wie Alfred Brehm oder Gerhardt Rohlfs hatten zuvor stimulierend gewirkt und sie haben Karl May inspiriert. Während sich Deutschland als Kolonialmacht offiziell etablierte, veröffentlichte der Schriftsteller neun in Afrika handelnde Romane und sieben Erzählungen. Für diese Geschichten, die zu Longsellern gerieten, orientierte sich May an Berichten populärer Forscher. Der Vortrag stellt die Vorbilder vor und erläutert, was May daraus gemacht hat. Die mentale Landkarte damals wird vorgestellt und der Nachhall der Kolonialzeit bis heute ausgeführt.
Die Veranstaltung dauert ca. eineinhalb Stunden. Anschließend besteht die Möglichkeit zu einem vertiefenden Gespräch nahebei in einer Gastwirtschaft.
Wann?
07. Mai 2025, 18.00 Uhr.
Wo?
Ev. Gemeindehaus, Campus Daniel, Brandenburgische Str. 51, Berlin-Wilmersdorf
- Zum Fortgang der Historisch-kritischen Ausgabe

von Joachim Biermann

Der Band KMW IV.4 In den Schluchten des Balkan ist im Januar 2025 erschienen. Auch der Folgeband des Orientzyklus Durch das Land der Skipetaren (KMW IV.5), bearbeitet von Dr. Gunnar Sperveslage, wird noch im laufenden Jahr erscheinen, womit die Reihe der Zweitauflagen der ersten fünf Bände des Orientromans abgeschlossen sein wird. Auch der dann erstmals im Rahmen der HKA erscheinende Schlussband des Orientzyklus Der Schut (KMW IV.6), bearbeitet von Dr. Florian Schleburg, wird noch im laufenden Jahr fertiggestellt, und wir hoffen ihn etwa zum Jahresende hin auch ausliefern zu können.
Für die Zeit ab 2026 sind bereits weitere Bände er HKA in Arbeit und zum Teil in der Bearbeitung weit fortgeschritten. Voraussichtlich werden dann zunächst zum einen der Band Im Reiche des silbernen Löwen II (KMW IV.23) und zum anderen der Schlussband der Mahdi-Trilogie Im Lande des Mahdi III (KMW IV.11) herauskommen.
Abschließend sei noch auf eine Änderung im Vertrieb der HKA-Bände hingewiesen. Das Karl-May-Museum bittet darum, Bestellungen in Zukunft nicht mehr per E-Mail aufzugeben, sondern nur noch über seinen Online-Shop, der über die folgende Adresse erreichbar ist: www.tradingpost.de. Die TradingPost des Karl-May-Museums ist im Übrigen auch über die HKA-Seite im Internet zu erreichen: www.karl-mays-werke.de.
- Göttinger Karl-May-Archivtag 09.-11.05.2025
Vom 09. bis 11.05.2025 findet der diesjährige Archivtag des Karl-May-Archivs in Göttingen statt. Veranstaltungsort ist das Parkhotel Ropeter in Göttingen. Das Programm umfasst Vorträge und Diskussionen, es finden ein Sammlermarkt und eine Auktion statt. Der Kurator der Karl-May-Stiftung Michael Petzel liest aus seinen Erinnerungen „Mein Freund Winnetou“. Es geht um Lex Barker und Pierre Brice, den Karl-May-Regisseur Harald Reinl, die Kaskadeure der Karl-May-Filme und den Karl-May-Verlag. Erinnert wird an den legendären Vorsitzenden der Karl-May-Gesellschaft Prof. Claus Roxin, der seine akademische Karriere in Göttingen begann. Im größten Göttinger Kino wird „Der Schatz im Silbersee“ gezeigt. Gefeiert wird im Keller des historischen Rathauses neben dem Gänseliesel. Zu den Ehrengästen gehören der Schlagersänger Peter Orloff („Mein Freund Winnetou“), Maverick und Jean-Marc Birkholz, der charismatische Winnetou-Darsteller der Karl-May-Spiele Elspe. Beginn der Veranstaltung ist Freitag, 09. Mai 2025, 18.00 Uhr. – Das Parkhotel Ropeter ist inzwischen ausgebucht, Übernachtungsgäste werden an ein Nachbarhotel weitergeleitet.
Infos und Anmeldung: info@karl-may-archiv.de
- Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft Nr. 223


Inhaltsverzeichnis
- Rainer Jeglin: In eigener Sache
- Tanja Trübenbach: „Seiner Hochwohlgeboren Herrn Dr. Karl May – Hochgeehrter Meister!“. Arthur Stackler: Ein besonderer Verehrer Karl Mays
- Manfred Moßmann: Ikbal und die rührende Tiergruppe. Anmerkungen zu Karl Mays Ardistan und Dschinnistan I
- Rainer Jeglin: Wiedergelesen Am Jenseits
- Stefan Schmatz: Licht ins Dunkel der ›Deutschen Gartenlaube‹ (Teil 1). Wie es zum Abdruck von Karl Mays Schloß Wildauen kam
- Joachim Biermann: Aufgelesen … aus der österreichischen Satire-Zeitschrift ›Die Muskete‹ von 1927
- Stefan Schmatz: Nachtrag zu: Die Varianten von Karl Mays Buch Babel und Bibel
- Malte Ristau: Ein guter Deutscher? Carl Schurz neu bewertet
- Andreas Brenne: Der geteilte Himmel – Karl May auf der Bühne III
- Karl May in Leipzig Nr. 140


Inhaltsverzeichnis
- Martin Schulz: Über einen herzlichen Gruß aus „Aethiopien“, den gesuchten »Welthandel«, Plöhns Freundschaftsdienst und Streitigkeiten mit Fischer. Kleine bibliografische Nachträge (II)
- Uwe Lehmann: Die „Mutter“. Zum 175. Geburtstag und zum 80. Todestag von Karl Mays Schwester Karoline Selbmann
- Martin Schulz: Gereimte Fundstücke (I): Aus „einer alten Chronik“. Karl Mays »Schleiferlied« in Bonn
- Thomas Pramann: Eine Episode aus dem Leben eines Kolportageverlegers. Münchmeyers Kosmos (I)
- Martin Schulz: Winnetou trinkt Instant-Kakao. Werbung für die Karl-May-Spiele Bad Segeberg
- Jenny Florstedt: Neuigkeiten aus Hohenstein-Ernstthal
- Manfred Orlowski und Thomas Braatz: Henner Kotte. Rückblick auf ein Leipziger „Alleinstellungsmerkmal“
- Michael Kunz: Festhalten, bevor er in Vergessenheit gerät. Die Winnetou-Filme als Chiffre der eigenen und der kollektiven deutschen Geschichte
- Thomas Harbach: Robert Krafts Romane »Die Rätsel von Garden Hall« und »Novacassas Abenteuer« in neuer Ausgabe bei Dieter von Reeken (I)
- Kurz notiert
- Alexander Krell: Der Landrichter. Eine Geschichte vom Lande. Teil 17
- Neuer Museumsführer Karl-May-Haus Hohenstein-Ernstthal


Karl-May-Haus. 2. erweiterte Auflage. Sächsische Museen, Band 20. Verlag Janos Stekovics, Wettin-Löbejün OT Dößel, 2025. 240 Seiten, Paperback. ISBN: 978-3-89923-451-0. Preis: 18,00€
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort zur 2. Auflage
- André Neubert: Das Karl-May-Haus
- Marian Bertz: Das Museum. Ein Rundgang
- Uli Nickel (Übers.): A Tour of the Museum
- André Neubert: Dokumente und Exponate
- Hans-Dieter Steinmetz: Karl-May-Bücher in aller Welt
- Hainer Plaul: Der Sohn des Webers
- Hainer Plaul/Hartmut Schmidt/Hans-Dieter Steinmetz: Die wissenschaftlichen Traditionen
- Kerstin Kreul/Hans-Dieter Steinmetz: Der Wissenschaftliche Beirat Karl-May-Haus
- André Neubert/Kerstin Kreul: Die Karl-May-Begnungsstätte
- Hartmut Schmidt: Die Sonderausstellungen
- Kerstin Kreul/André Neubert: Die Fördervereine des Karl-May-Hauses
- Hans-Dieter Steinmetz: Rundgang durch Hohenstein-Ernstthal
- Henning Franke (dt. Vorlage)/Uli Nickel (Übers.): Summary
Der Museumsführer kann vor Ort im Museum erworben oder über das Kontaktformular der Webseite des Karl-May-Hauses bestellt werden.
- Karl-May-Haus Information Nr. 41

Inhaltsverzeichnis
- Kerstin Kreul: Der Geschichtenerzähler
- Henning Franke: „Geben Sie uns das Leben eines jungen geistreichen Indianers.“ Franz Joseph Börger, Leiter einer Jugendgruppe, regt eine Gestalt in Winnetou IV an
- Hans Grunert: Aus Dresden auch eingeladen: 4 sehr anständige unverheiratete Herren. Neues zur Familie des Hofrats Peschel
- Gunnar Sperveslage: Karl Mays Aufenthalt in Massaua (Eritrea)
- Hans-Dieter Steinmetz: Ein hilfsbereiter Eidgenosse. Josef Breitschmid und Karl May
- Martin Lowsky: Abdahn Effendi, Merhameh und die Themen Naturalismus und Österreich. Über zwei Novellen des späten Karl May
- Jürgen Seul: Am Anfang stand der Namensstreit. Eine Geschichte aus der Gründungszeit des Karl-May-Verlags
- Joachim Biermann u. Hans-Dieter Steinmetz: Eine bengalische Karl-May-Ausgabe und das Abenteuer ihrer Beschaffung
- André Neubert: Rund um das Karl-May-Haus
- Henry Kreul: Lesenswert
- André Neubert: Das historische Foto
- Karl-May-Haus Information Nr. 40

Inhaltsverzeichnis
- Kerstin Kreul: 40 Jahre Karl-May-Haus
- Florian Schleburg: „Auch bei uns Juden gibt es die Nächstenliebe“. Ein aufgeweckter Gymnasiast findet einige Irrtümer
- Hainer Plaul: „Wegen Diebstahls hier in Haft“. Über Karl Mays erste Verurteilung und seinen Aufenthalt im Gerichtsgefängnis Chemnitz 1862
- Hans-Dieter Steinmetz: Der Schundverlag bekommt ein Gesicht. Münchmeyer auf dem Jagdweg
- Marian Bertz: Die Anfechtung der Karl-May-Stiftung durch die Familien Schöne und Hoppe
- Hans-Dieter Steinmetz: Wer war der Schöpfer der Ölgemälde? Verwehte Spuren von Johannes Hofmann
- André Neubert: 40 Jahre Karl-May-Haus
- Hans-Dieter Steinmetz: Das Karl-May-Haus auf Ansichtskarten. Nachträge zur Bestandsaufnahme im Heft 32
- Kerstin u. Henry Kreul: Lesenswert
- Hans-Dieter Steinmetz: Das historische Foto
- Neuerscheinung: Der Mahdi

Joahnnes Zeilinger: Der Mahdi. Der Gottesstaat im Sudan 1881–1898. Osburg Verlag, Hamburg, 2025. 400 Seiten, Hardcover. ISBN: 978-3-95510-364-4. Preis: 29,00€
VerlagstexEnde des 19. Jahrhunderts erschütterte eine Rebellion den Sudan. Der Sufi-Mönch Muhammad Ahmad rief sich dort zum Mahdi aus, zum Erlöser, der nach islamischer Überlieferung die Welt vor ihrem Untergang im Glauben einen und befrieden soll. Beherrscht wurde der Sudan bis dahin von einer korrupten ägyptisch-osmanischen Verwaltung. Muhammad al-Mahdi verband geschickt religiöse, politische und soziale Impulse zu einer revolutionären Bewegung, der Mahdiyya, die schließlich unter dem Banner des Islam den Sudan von kolonialer Fremdherrschaft befreite. An deren Stelle errichtete der Mahdi eine Theokratie, die kompromisslos den reinen Glauben verwirklichen wollte und als erste Etappe einer weltweiten Islamisierung gedacht war. Kurz nach seinem Sieg allerdings starb Muhammad Ahmad unerwartet und unter seinem Nachfolger wandelte sich der Gottesstaat zu einer gewöhnlichen Despotie, die 1898 Opfer der imperialistischen Ambitionen Europas wurde. Das britische Empire schlug zurück und eine ägyptisch-britische Streitmacht vernichtete vor Omdurman das Heer der sudanesischen Glaubenskrieger.
Vorbereitet wurde der Feldzug durch eine mediale Kampagne, an der im Deutschen Reich auch Karl May prominent beteiligt war und die noch heute das Bild des Mahdi im Westen prägt und verfälscht. Zeilinger entdämonisiert in seiner Biografie den sudanesischen Rebellen und schildert einen charismatischen Menschen.
Um die Mission eines Mahdis erklären zu können, skizziert der Autor seine Bedeutung im islamischen Glaubenskanon.
Muhammad Ahmad al-Mahdi befreite sein Land und schuf im Sudan den ersten islamischen Gottesstaat der Moderne.Das Buch ist eine Deutschlandpremiere, nie zuvor wurde hier das Leben des Mahdi derart ausgewogen, detailreich und spannend geschildert.
Die Biografie öffnet den Blick in die komplexe Gedankenwelt des Islam.
- Prof. Dr. Hartmut Vollmer verstorben

Unser langjähriges Vorstandsmitglied und stellvertretender Vorsitzender Prof. Dr. Hartmut Vollmer ist am 26. Februar 2025 verstorben. Er war u.a. Mitherausgeber des Jahrbuchs der Karl-May-Gesellschaft, der Reihe „Karl-May-Studien“ und mehrerer Briefeditionen Karl Mays. Für die Karl-May-Gesellschaft war er menschlich wie auch fachlich eine unschätzbare Bereicherung. Mit großer Trauer, aber auch herzlicher Dankbarkeit nehmen wir Abschied.
Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt seiner Familie.
- Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Claus Roxin verstorben

Am 18. Februar ist unser Gründungsmitglied und hochgeschätzter Ehrenvorsitzender Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Claus Roxin im Alter von 93 Jahren verstorben. Welchen Verlust dies für die Karl-May-Gesellschaft, ja für die deutsche Gesellschaft als ganze, bedeutet, wird jeder ermessen, der je das Glück hatte, Prof. Roxin als Redner, Rechtsgelehrten oder Gesprächspartner zu erleben. Wir nehmen mit großer Dankbarkeit und Hochachtung Abschied von einem zutiefst integren Mann, dessen jahrzehntelangem Einsatz zweifellos das Hauptverdienst daran zukommt, dass Karl May und seine Texte zum Gegenstand hochkarätiger, unvoreingenommener Forschung erhoben wurden und zugleich ein Herzensanliegen blieben.
Seiner Gattin, Frau Dr. Imme Roxin, und seiner Familie sprechen wir unsere aufrichtige Anteilnahme aus.
- Neuerscheinung: Winnetou. Karl May in kritischen Zeiten

In Kürze erscheint im Hirnkost Verlag der Band ›Winnetou. Karl May in kritischen Zeiten‹ als Beitrag zu postkolonialen Debatte.
Bis zum 25. März kann der Band zum Subskriptionspreis von 20€ (statt 26€) vorbestellt werden.
Verlagstext:
Karl May (1842–1912) ist einer der meistgelesenen deutschsprachigen Autoren – die Gesamtauflage seiner Bücher wird auf über 200 Millionen Exemplare geschätzt. Seine Erzählungen und deren einzigartige Rezeptionsgeschichte sind ein Zeugnis für die Macht der Literatur, kulturelle Barrieren zu überwinden und universelle Werte zu vermitteln. Einst stand Karl May für Freiheit, Pazifismus und Antikolonialismus. May erweckte in Millionen jugendlicher Leser:innen Bewunderung und Respekt für die indigenen Völker und Kulturen Nordamerikas. Winnetou, der edle Häuptling der Apachen, ist eine der positivsten Figuren der Weltliteratur. Und heute soll derselbe Winnetou die Verherrlichung kolonialistischer Fremdbestimmung und Identitätsdiebstahl symbolisieren? Im Sommer 2022 lösten zwei Kinderbücher und ein Kinofilm eine heftige Diskussion mit mehr als 100.000 Medienbeiträgen – darunter 3.200 Artikel in Tageszeitungen und Magazinen – aus. Dieser Band untersucht das literarische Werk Karl Mays und dessen Bedeutung unter der Perspektive von kultureller Aneignung, Auswanderung und europäischem Kolonialismus. Mit Beiträgen von Andreas Brenne, Christian Feest, Gunnar Sperveslage und Johannes Zeilinger.
Inhaltsverzeichnis:
- Karl May: Winnetou
- Klaus Farin: Einführung. »Als Kind wäre ich gern Indianerhäuptling geworden«
- Christian Feest: »Gibt es viele Indianer in Europa?« Anmerkungen zu einer langen Geschichte
- Andreas Brenne: Karl May und die Indianer. Ein sächsischer Utopist imaginiert Möglichkeitsräume
- Johannes Zeilinger: Karl May kämpft gegen die Versklavung. Zum historischen Hintergrund und der kolonialen Debatte seiner Afrika-Romane
- Gunnar Sperveslage: Kara Ben Nemsi in Mekka. Europäische Überheblichkeit und koloniales Denken in Karl Mays Orientzyklus
- Gabriele Haefs: Nachwort
erscheint im Hirnkost Verlag - HKA IV.4 „In den Schluchten des Balkan“ erschienen

Nunmehr liegt auch der vierte Teil von Karl Mays Orientzyklus im Rahmen der Historisch-kritischen Ausgabe in zweiter Auflage vor. Auch in diesem Fall wurde der Text nicht nur noch einmal kritisch durchgesehen, sondern der Band um einen ausführlichen editorischen Bericht erweitert.
Dieser editorische Bericht enthält neben der Editionsgeschichte von „In den Schluchten des Balkan“ einschließlich einer Bibliografie aller zu Mays Lebzeiten erschienenen Ausgaben und Auflagen auch wieder ein detailliertes Variantenverzeichnis. Darüber hinaus beinhaltet der Bericht diesmal eine Übersicht über alle zu Karl Mays Lebzeiten erschienenen fremdsprachigen Ausgaben des Orientromans. Hinzu kommt, wie in allen Teilen dieses Sechsteilers, eine ausführliche Darstellung der Textgeschichte des Bandes.
Herausgeber: Joachim Biermann
Bearbeiter: Gunnar Sperveslage und Matthias Brokmeier
Erscheinungsjahr: 2024
583 Seiten, Halbleinen-Band mit Lesebändchen, Graphitschnitt, Buntpapierbezug und Silberprägung
Der Band kann im Online-Shop des Karl-May-Museums erworben werden.
- Zum Fortgang der Historisch-kritischen Ausgabe
von Joachim Biermann

Seit dem letzten Bericht zur HKA gibt es keine besonderen Neuigkeiten zu vermelden. Als nächster Band wird Band IV.4 In den Schluchten des Balkan erscheinen, dessen Herstellung mittlerweile abgeschlossen ist. Die Auslieferung wird Mitte Januar 2025 erfolgen. Es sei noch einmal darauf hingewiesen, dass sich der Bandpreis der HKA mit diesem Band geringfügig erhöht. Diese Erhöhung betrifft nicht die bisher erschienenen Bände.
Danach sind weiterhin die beiden Abschlussbände des Orientzyklus (Durch das Land der Skipetaren und Der Schut) vorgesehen, so dass das Erscheinen der zweiten Auflage der Bände 1–5 des Orientzyklus Ende 2025 abgeschlossen sein sollte. Mit Der Schut wird dann endlich auch der letzte Band dieses sechsbändigen Romans im Rahmen der HKA vorliegen. Da er in der Erstausgabe des Zyklus in der HKA nicht mehr fertiggestellt werden konnte, handelt es sich hier dann um seine HKA-Erstauflage; deshalb wird dieser Band wieder allen Subskribenten der Historisch-kritischen Ausgabe zugehen.
- Neuerscheinung: Karl May: Dans les gorges des Balkans

Karl May: Dans les gorges des Balkans: Souvenirs de voyage. Übersetzung von Jean-Louis Detandt und Daniel Zdacek. Selbstverlag. 2024. Broschiert. Preis: ca. € 21,40 (als Kindle: € 5,00)
Französische Übersetzung von Band 4, In den Schluchten des Balkan als Fortsetzung der von Juliette Charoy begonnenen französischen Übersetzung von Karl Mays Orientzyklus. Mit 60 Zeichnungen von Willy Moralt, Peter Schnorr und Josef Ulrich sowie einem Personenverzeichnis.
Weitere Informationen unter https://winnetou.fr/dans_les_gorges_des_balkans.php
Beziehbar über Amazon
- Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft Nr. 222

Inhaltsverzeichnis
- Joachim Biermann: In eigener Sache
- Volker Griese/Wolfgang Sämmer: „[…] es [ist] lächerlich […], über den schwindelnden Old Shatterhand zu eifern“. Der Abenteurer und Schriftsteller Erwin Rosen über Karl May
- Joachim Biermann: Zwei Abdrucke von Karl Mays Ave Maria aus dem Jahr 1897. Eine bisher unbeachtete und eine bekannte Version von Karl Mays Gedicht
- Stefan Schmatz: Einfach, ernst, doch hell und freundlich. Die Varianten von Karl Mays Buch Babel und Bibel
- Christoph Blau: Ein „altes Buch mit einer geradezu magischen Ausstrahlung“. Überlegungen zum Einband eines bekannten Widmungsexemplars von Karl Mays Friede-Roman
- Volker Wahl: seine Gestalt […] wankte auf dem Kamele wie eine Pagode hin und her. Eine ›Lesefrucht‹ aus Im Reiche des silbernen Löwen und ihre Auflösung mit weiteren historischen Bezügen
- Malte Ristau: Ein ausgezeichneter Ornithologe. Was veranlasste Karl May, Ignaz Pfotenhauer in den Sudan zu schicken?
- Manfred Moßmann: Karl May als Freund und Helfer an der Front. Anmerkungen zu einigen Zeitungsartikeln aus der NS-Zeit (2)
- Sonderheft der Karl-May-Gesellschaft Nr. 176 erschienen

Joachim Biermann: Stichwortverzeichnis für die Nummern 211—220. Sonderheft der Karl-May-Gesellschaft Nr. 176, 2024. 47 Seiten, 4,40€* / 5,40€ zzgl. Versandkosten.
*Das Sonderheft kostet für die Abonnenten der Reihe nur 4,40 Euro (zzgl. Versandkosten).
Mitglieder richten ihre Bestellungen bitte unter Angabe der Anschrift und der Mitgliedsnummer an: vertrieb@karl-may-gesellschaft.de
- Werther trifft Winnetou
Buchvorstellung und Lesung von Helmut Schmiedt
Vor kurzem ist das Buch „Werther trifft Winnetou“ von Helmut Schmiedt erschienen. Dazu finden in den kommenden Wochen einige Buchvorstellungen mit Lesungen statt:
- Dienstag, 10.12.2024, 20.00 Uhr, Bonn: Buchhandlung Böttger, Maximilianstr. 44 (www.buchhandlung-boettger.de)
- Freitag, 13.12.2024, 19.30 Uhr, Köln: Vortragssaal im VHS-Studienhaus am Neumarkt (www.goethegesellschaft-köln.de/veranstaltungen)
- Durch das Land der Skipetaren – Reprint der illustrierten Ausgabe von 1908

In der katholischen Wochenzeitschrift „Deutscher Hausschatz“ begann im siebten Jahrgang 1880/1881 unter dem Titel „Giölgeda padishanün. Reise-Erinnerungen aus dem Türkenreiche von Karl May“ Karl Mays großer Orientroman zu erscheinen, der seinen Erfolg als Abenteuerschriftsteller begründete. Fasziniert von Mays Romanen kontaktierte 1891 der junge Verleger Friedrich Ernst Fehsenfeld den Autor. Gemeinsam schufen sie die Reihe „Carl Mays gesammelte Reiseromane“, die wenig später in „Karl May’s gesammelte Reiseerzählungen“ umbenannt wurde.
„Durch das Land der Skipetaren“ war der fünfte Band dieser Reihe, die Karl May berühmt machte und finanziell absicherte. Als nach der Jahrhundertwende – auch aufgrund von Querelen in der Öffentlichkeit um Karl May – der Absatz der Bücher zurückging, versuchten Autor und Verleger u.a. mit dem Start einer illustrierten Ausgabe dem entgegenzuwirken.
Erstmals liegt nun ein Reprint dieses illustrierten Bandes vor.
erschienen bei Books on Demand
- In den Schluchten des Balkan – Reprint der illustrierten Ausgabe von 1908

In der katholischen Wochenzeitschrift „Deutscher Hausschatz“ begann im siebten Jahrgang 1880/1881 unter dem Titel „Giölgeda padishanün. Reise-Erinnerungen aus dem Türkenreiche von Karl May“ Karl Mays großer Orientroman zu erscheinen, der seinen Erfolg als Abenteuerschriftsteller begründete. Fasziniert von Mays Romanen kontaktierte 1891 der junge Verleger Friedrich Ernst Fehsenfeld den Autor. Gemeinsam schufen sie die Reihe „Carl Mays gesammelte Reiseromane“, die wenig später in „Karl May’s gesammelte Reiseerzählungen“ umbenannt wurde.
„In den Schluchten des Balkan“ war der vierte Band dieser Reihe, die Karl May berühmt machte und finanziell absicherte. Als nach der Jahrhundertwende – auch aufgrund von Querelen in der Öffentlichkeit um Karl May – der Absatz der Bücher zurückging, versuchten Autor und Verleger u.a. mit dem Start einer illustrierten Ausgabe dem entgegenzuwirken.
Erstmals liegt nun ein Reprint dieses illustrierten Bandes vor.
erschienen bei Books on Demand
- Neuerscheinung: Wiener Karl May Brief 3-4/2024

Aus dem Inhalt:
- Robert Ciza: Der „Dukatenhof“ in Zittau, Essek und anderswo. Ergänzendes zu Hermann Schönleins „Illustrirtem Unterhaltungs-Blatt“
- Wilhelm Brauneder: „Karl Mays wunderbare Himmelfahrt“
- Jürgen Brake: Spiele mit Konjunktiv und Indikativ. Franz Kafka und Karl May
- Michael Schaden: Old Shatterhand und „seine“ Indianerpolitik. Eine Skizze
- Silvia Zahner: Original und Bearbeitung (I). Ein Vergleich am Beispiel von Old Surehand
- Robert Ciza: Vom Eichsfeld nach Linz. Ein unbekannter Karl-May-Abdruck
- Hans Langsteiner: (K)Ein Ende der „Winnetou-Debatte“? Zum Tagungsband „Wer hat Angst vor Winnetou?“ und verwandten Publikationen
- Michael Schaden: Wie fliegt man nach Sitara?
- Robert Ciza: Karl May-Sammelbilder online
- Hans Langsteiner: Halb voll oder halb leer? In Winzendorf versuchte man sich an „Winnetou 1“
- Wilhelm Brauneder: Algersdorf: Nun auch noch „die Scheune“
- Robert Ciza: Karl May an Auguste Pöstion. Ein unbekannter Gedicht-Abdruck
- Elisabeth Berger: Zwei parallel entstandene Erzählungen Karl Mays – nicht kompatibel
- Manfred Andexinger: „… wo jetzt die Texaspacificbahn über den Rio Pecos geht.“
- Wilhelm Brauneder: Wieder einmal: „Old-Shatterhand-Legende“? Eine notwendige Glosse
- Karl May – Wie lange noch? Protokoll einer historischen Podiumsdiskussion von 1998
- Robert Ciza: Hamburger Schmuggler. Ein unbekannter Karl-May-Abdruck
- HKA-Sonderangebot für die Weihnachtszeit

Das Karl-May-Museum bietet vom 01.10.2024 bis 31.12.2024 mehrere Pakete und Restbände aus der Historisch-kritischen Ausgabe Karl Mays Werke zu günstigen Sonderpreisen an!
Hier Angebotsliste finden Sie
>>hier<<.Bestellung über shop@karl-may-museum.de.
Die von der Karl-May-Gesellschaft ehrenamtlich erarbeitete, vom Karl-May-Verlag hergestellte und von der Karl-May-Stiftung vermarktete HKA, begründet von Hans Wollschläger und Hermann Wiedenroth, ist das größte Editionsprojekt in der Geschichte der May-Rezeption. Sie (und nur sie!) präsentiert in hochwertiger Ausstattung wissenschaftlich zitierfähige Originaltexte mit ausführlichen Editionsberichten, Informationen zur Entstehungsgeschichte und die zu Mays Lebzeiten belegten Textvarianten. Die Koordination liegt seit vielen Jahren in den Händen unseres stellvertretenden Vorsitzenden Joachim Biermann.
Wirtschaftlich ist dieses Jahrhundertvorhaben für seine Fortführung und Vollendung entscheidend auf das Interesse von Abonnenten, Sammlern, Lesern und Freunden (und jeweils -innen) Karl Mays angewiesen! Jeder verkaufte Band unterstützt das Karl-May-Museum und trägt zur Finanzierung der Ausgabe bei.
Weitere Informationen zur HKA mit einem Editionsplan, einer Übersicht aller bisher erschienenen Bände und Informationen zum Abschluss eines Abonnements finden Sie unter www.karl-mays-werke.de.
- Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 2024 erschienen
Das Jahrbuch 2024 ist erschienen und der Versand an die Mitglieder und Abonnenten hat begonnen. Wir hoffen, dass Sie Ihr Exemplar so bald wie möglich in Händen halten können.

Das 54. Jahrbuch setzt, wie der Dortmunder Kongress, den es dokumentiert, ganz zeitgemäß einen politischen Schwerpunkt. Malte Ristau stellt Karl Mays frühen Lieferungsroman über das rebellische Geschlecht derer von Quitzow in den Zusammenhang der Hohenzollern-Propaganda des Deutschen Kaiserreichs. Johannes Zeilinger spürt dem Verhältnis von historischer Realität und Orientklischee im mehrfach zu beklemmender Wirkung gebrachten Motiv der schiitischen Leichenkarawane nach. Gleich vier Beiträge des Bandes beschäftigen sich mit der Winnetou-Trilogie: Stefan Mühlhofer wägt weltanschauliche Verlautbarungen des Erzählers und zeitgebundene Stereotype im Text kritisch gegeneinander ab. In die Tiefe geht Helmut Schmiedt mit der Analyse eines interkulturellen Streitgesprächs, das der junge Old Shatterhand mit der überraschend gut informierten und beredsamen Häuptlingstochter Nscho-tschi vom Zaun bricht. Anna M. Horatschek gelangt zu einer ausgewogenen Bewertung der unterschwelligen rassistischen Signale, die auch explizit kolonialismuskritische Autoren wie Karl May und Joseph Conrad aussenden. Thomas Glonings exemplarische Betrachtungen zum Wortschatzprofil zeigen, wie ergiebig und aufschlussreich corpuslinguistische Methoden und die historische Semantik für die literaturwissenschaftliche Interpretation sein können. Zur Rezeptionsgeschichte forschen Thilo Scholle, der umfangreiches Quellenmaterial zur Beurteilung Karl Mays in der deutschsprachigen Sozialdemokratie bis 1933 vorlegt, und Friedhelm Schneidewind, der mit einem Fragebogen seinen Einfluss auf Autorinnen und Autoren der heutigen Fantasyliteratur zu quantifizieren versucht. Die Jahresberichte von Helmut Schmiedt, Michael Kunz und Gunnar Sperveslage über Mays Fortleben in Wissenschaft und Literatur, in den populären Medien, in den Aktivitäten der Karl-May-Gesellschaft und der Arbeit anderer Institutionen lassen erkennen, wie engagiert und unvoreingenommen sich die Szene der aktuellen akademischen und gesellschaftlichen Debatte über systemischen Kolonialismus und Rassismus im May-Kosmos stellt. Diese Diskussion bedarf, wie alle hier versammelten Aufsätze beweisen, gründlicher textlicher und biographischer Kenntnisse und eines differenzierten Instrumentariums. Mit ideologischen Schnellschüssen und schlagzeilenträchtigen Pauschalisierungen wird man weder Karl May noch seiner (hoffentlich auch künftigen) Leserschaft gerecht.
Inhaltsverzeichnis:
- Florian Schleburg: Das vierundfünfzigste Jahrbuch
- Malte Ristau: Ritter, Räuber und ein besonderer Fürst · Karl May und der Start der Hohenzollern in Brandenburg
- Johannes Zeilinger: Karl Mays Todeskarawane · Dramatisches Seelenprotokoll oder koloniale Propaganda?
- Stefan Mühlhofer: ›Ein Kind seiner Zeit‹?
- Koloniale Aspekte in ›Winnetou‹ I–IV
- Helmut Schmiedt: Die Strafpredigt einer schönen Frau
- Ein interkultureller Disput in ›Winnetou I‹
- Anna M. Horatschek: ›Literarischer Rassismus‹ bei Joseph Conrad und Karl May? · Ein exemplarischer Vergleich
- Thomas Gloning: Zum Wortgebrauchsprofil der ›Winnetou‹-Trilogie
- Systematisierungsperspektiven und erste Befunde
- Thilo Scholle: Karl May im Spiegel der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung bis 1933
- Friedhelm Schneidewind: Der Einfluss von Karl May auf zeitgenössische deutschsprachige phantastische Autor*innen · Eine Untersuchung und ihre Ergebnisse
- Helmut Schmiedt: Literaturbericht
- Michael Kunz: Medienbericht
- Gunnar Sperveslage: Karl May im interkulturellen Spannungsfeld
- Das 54. Jahr der Karl-May-Gesellschaft
- Zum Fortgang der Historisch-kritischen Ausgabe
von Joachim Biermann

Der neueste Band der Historisch-kritischen Ausgabe Im Reiche des silbernen Löwen I (KMW IV.22) wurde mittlerweile an alle Subskribenten und Erstbesteller ausgeliefert. Auch der zweite Band des ›Silberlöwen‹ ist von Herausgeberseite bereits weitgehend fertiggestellt, doch seine Herstellung und Auslieferung werden voraussichtlich erst 2026 erfolgen, weil zuvor der Abschluss des Orientzyklus im Rahmen der HKA geplant ist.
Noch im laufenden Jahr ist vorgesehen, dass Band IV.4 erscheint, In den Schluchten des Balkan. 2025 sollen dann die beiden restlichen Bände IV.5 Durch das Land der Skipetaren und IV.6 Der Schut folgen. Diese rasche Aufeinanderfolge der drei Bände wird auch dadurch ermöglicht, dass sich ihnen zwei unterschiedliche Bearbeiter widmen: Für den vierten und fünften Band des Orientromans zeichnet Gunnar Sperveslage verantwortlich, für Band 6 Florian Schleburg. So können die letzten beiden Bände praktisch parallel entwickelt werden.
Es sei noch darauf hingewiesen, dass für die Bände 1–5 des Orientromans eine besondere Subskriptionsliste gilt; wer die Erstauflage dieser Bände bezogen hatte und keinen Wert auf die jeweils mit einem editorischen Bericht ausgestatteten Zweitauflagen legte, konnte diese Bände abbestellen. Band 6 Der Schut geht dann wieder allen Abonnenten der „normalen“ Subskription zu, da dieser Band von den Erstherausgebern Wiedenroth und Wollschläger nicht mehr fertiggestellt wurde und insofern eine Erstauflage im Rahmen der HKA darstellt. Bestellungen und Subskriptionen sind über das Karl-May-Museum in Radebeul – https://www.karl-may-museum.de/de/museum/publikationen/karl-mays-werke/ – möglich.
- Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft Nr. 221

Inhaltsverzeichnis
- Rainer Jeglin: In eigener Sache
- Joachim Biermann: Ein Dankgedicht Karl Mays von 1902
- Eckehard Koch/Gerd Hardacker: Noch einmal: Das Thema Blutsbrüderschaft bei Karl May (Teil 2). Erneut weitere Erkenntnisse zu unserem Jahrbuch-Beitrag von 2016
- Aufgelesen … … aus einem Werk von Walter Kempowski
- Stefan Schmatz: Der Pflaumendieb im ›Reichsboten‹. Ein in mehrfacher Hinsicht besonderer Zeitschriftenabdruck
- Christoph Blau/Wolfgang Hermesmeier: Der Band muß ein hochfeines Aussehen haben. Zur buchgestalterischen Ausstattung der Erstausgabe von Karl Mays Himmelsgedanken (Teil 2)
- Stefan Schmatz: Neue Stollengeheimnisse von Otto Weber. Zur Problematik der Erstausgabe
- Wolfgang Bickel: Ich gebe zu, daß ich wie jeder Reiseschriftsteller meine Berichte stilisiere. Überlegungen zum Thema ›Handlungszeit der Erzählungen und historische Fakten bei Karl May‹ (Teil 2)
- Manfred Moßmann: Karl May als Freund und Helfer an der Front. Anmerkungen zu einigen Zeitungsartikeln aus der NS-Zeit (1)
- Malte Ristau: Die Macht der Indianer – Ein anderer Blick auf die Geschichte
- Karl May in Leipzig Nr. 138

Inhaltsverzeichnis
- Martin Schulz: Fürst Leopold leiert in Gaisburg
- Volker Krischel: A Legend called Old Shatterhand. Ein kleiner Spaziergang durch die fremdsprachigen May-Pastiches · Teil IV: Deutsche May-Pastiches in fremden Sprachen (I)
- Stefan Schmatz: Die früheste Werbung für Karl May?
- Martin Schulz: Als der Krumir in Fürth auf Raubzug ging
- Uwe Lehmann: Die Priesterin der Güte. Therese Keiter – Konkurrenz für Karl May?
- Thomas Harbach: Robert Krafts Romane »Das Hohe Lied der Liebe« und »Die Nihilit-Expedition« neu aufgelegt bei Dieter von Reeken (I)
- Matthias Kenter: Neuer Fund im Archiv: Eine deutsche Jules-Verne-Übersetzung aus dem Jahre 1855/56
- Michael Bauer und Horst-Joachim Kalbe: Mit dem Karl-May-Stammtisch Hildesheim-Hannover in Leipzig
- Jenny Florstedt: Doyle, May und die Geister. Tobias Weskamp sprach im Juli in der Stadtbibliothek über geisterhafte Parallelen und okkulte Umtriebe
- René Kalka: „Indianer kommen nicht vor“. Ein Meinungsbericht zur Shatterhand-Premiere auf der Felsenbühne in Rathen
- Kurz notiert
- Alexander Krell: Der Landrichter. Eine Geschichte vom Lande. Teil 15
- Winnetou – Ein nie erschienenes Kartenspiel

Rudolf Schweinitzer: Winnetou. Ein nie erschienenes Kartenspiel. Karl-May-Verlag, Bamberg/Radebeul, 2024. 80 Seiten, Hardcover. ISBN: 978-3-7802-3112-3. Preis: 15,00€
Verlagstext:
Spiele rund um Karl May und seine Helden gab es einige im Lauf der Jahre – sowohl Brett- als auch Kartenspiele. Manches erschien in großer Auflage, anderes blieb Plan und Projekt, ohne das Licht der Öffentlichkeit zu erblicken. So gestaltete im Winter 1950/51 der Grafiker Rudolf Schweinitzer (1923–2012) 75 fertige Zeichnungen zu „Winnetou I“ – ein Deckblatt, je ein Porträt von Winnetou, Old Shatterhand und Sam Hawkens, 70 Szenenillustrationen und die Kartenrückseite – für ein Spiel, das allerdings nie erschien. Schweinitzers farbenfrohe Originale aber sind über die lange Zeit erhalten geblieben und sollen nun nach mehr als 70 Jahren die Karl-May-Fans erfreuen.
- Alles Show, alles wahr. Karl May
Lesung und Konzert mit Enis Maci und Mazlum Nergiz im Schauspielhaus Wien am 13. September 2024, 20 Uhr
Karl May – Kleinkrimineller, Hochstapler, Schriftsteller. Millionen sind mit Winnetou und Old Shatterhand aufgewachsen. Enis Maci und Mazlum Nergiz nicht. Beide lesen aus dem Buch zu ihrem Theaterstück über Karl May. Es geht um Hochstapler und Bilderstürmer und um zwei Freunde, die sich im Hasenbau verlieren. Begleitet werden sie von Max Weber, der Lieder aus seinem Album Mount Ararat spielt – Musik, die er eigens für das Buchprojekt komponiert hat.
Was hat es auf sich mit dem Lügen und dem Überleben? Was trennt den Fake von seinem Vorbild? Und wann steht sie endlich, die Autobahn vom wilden Kurdistan bis ins Land der Skipetaren? Mit dabei: ein Autor, der sich für den Helden seiner eigenen Romane hält. Gebirge, die in Sachsen liegen, aber Utah meinen. Und ein nichtabreißender Strom von Zerrbildern über das Fremde.
Karl May zoomt rein in Landschaften, die schöner nicht sein könnten. Alles Show, alles wahr.
„Ich mal die Welt an meine Zellenwand. Ich mal und übermal sie tausendmal. Und jetzt – jetzt fließt der Euphrat durch die Börde. Und das Mittelgebirge meiner Kindheit wird zum Rückgrat Amerikas. Ich erreich, NEIN: ich erschreib mein Reich. Ich setz ein Wort aufs Papier und es fällt mir leicht.“Kartenpreis: 10 €
Einheitspreis, keine Ermäßigungenweiterer Informationen unter https://www.schauspielhaus.at/karlmay
- Die Projektoren – Roman von Clemens Meyer

Clemens Meyer: Die Projektoren. Verlag S.Fischer, Frankfurt a.M., 2024. 1056 Seiten, Paperback. ISBN: 978-3-10-002246-2. Preis: 36,00€
Verlagstext:
Der neue Roman von Clemens Meyer: Ein Epos über die Krisen Europas und die Kunst des Erzählens.
Von Leipzig bis Belgrad, von der DDR bis zur Volksrepublik Jugoslawien, vom Leinwandspektakel bis zum Abenteuerroman. Schonungslos und rasant erzählt »Die Projektoren« von unserer an der Vergangenheit zerschellenden Gegenwart – und von unvergleichlichen Figuren: Im Velebit-Gebirge erlebt ein ehemaliger Partisan die abenteuerlichen Dreharbeiten der Winnetou-Filme. Jahrzehnte später finden an genau diesen Orten die brutalen Kämpfe der Jugoslawienkriege statt – mittendrin eine Gruppe junger Rechtsradikaler aus Dortmund, die die Sinnlosigkeit ihrer Ideologie erleben muss. Und in Leipzig werden bei einer Konferenz in einer psychiatrischen Klinik die Texte eines ehemaligen Patienten diskutiert: Wie gelang es ihm, spurlos zu verschwinden? Konnte er die Zukunft voraussagen? Und was verbindet ihn mit dem Weltreisenden Dr. May, der einst ebenfalls Patient der Klinik war?
- Von Bagdad nach Stambul – Reprint der illustrierten Ausgabe von 1907

In der katholischen Wochenzeitschrift „Deutscher Hausschatz“ begann im siebten Jahrgang 1880/1881 unter dem Titel „Giölgeda padishanün. Reise-Erinnerungen aus dem Türkenreiche von Karl May“ Karl Mays großer Orientroman zu erscheinen, der seinen Erfolg als Abenteuerschriftsteller begründete. Fasziniert von Mays Romanen kontaktierte 1891 der junge Verleger Friedrich Ernst Fehsenfeld den Autor. Gemeinsam schufen sie die Reihe „Carl Mays gesammelte Reiseromane“, die wenig später in „Karl May’s gesammelte Reiseerzählungen“ umbenannt wurde.
„Von Bagdad nach Stambul“ war der dritte Band dieser Reihe, die Karl May berühmt machte und finanziell absicherte. Als nach der Jahrhundertwende – auch aufgrund von Querelen in der Öffentlichkeit um Karl May – der Absatz der Bücher zurückging, versuchten Autor und Verleger u.a. mit dem Start einer illustrierten Ausgabe dem entgegenzuwirken.
Erstmals liegt nun ein Reprint dieses illustrierten Bandes vor.
erschienen bei Books on Demand
- Neuerscheinung: Dichter meiner Zeit: Karl May

Karl J. Trauner: Dichter meiner Zeit: Karl May. Mit Erinnerungen an den Verfasser von Wilhelm Brauneder. Verlag TPM, Szentendre, 2024. 157 Seiten, Paperback. ISBN: 978-615-81978-9-2. Preis: 25,00€
Klappentext:
Karl May begleitete Karl J. Trauner zeit seines Lebens. In seiner Kindheit und Jugend war er begeisterter Leser, seit Mitte der 1960er Jahre beschäftigte er sich auch wissenschaftlich mit dem Dichter und seinem Werk.
Der Bogen der behandelten Themen ist breit und reicht, neben biographischen Skizzen über Bemerkungen zum Verhältnis zwischen Mays literarischem Werk und den angesprochenen historischen Ereignissen bis zu literaturgeschichtlichen Themen.
Persönliche Erinnerungen an den Verfasser von Wilhelm Brauneder, dem Spiritus rector der Wiener Karl-May-Runde, runden die Aufsatzsammlung ab.
Inhaltsverzeichnis:
- Wilhelm Brauneder: Erinnerungen an Karl Josef Trauner
- Vorwort
- Editorische Hinweise
- Karl May (1842–1912) [Das Leben. Das Werk]
- Karl Mays „Waldröschen“. Dichtung und Geschichte
- Zwischen Hoher Pforte, Selbständigkeit und Habsburg. Bemerkungen zu Karl Mays Balkanbild
- Ein echter „Blauroter Methusalem“? – Degelow alias Degenfeld
- Zur Frage der Konfession Karl Mays
- May und Rosegger, zwei Sucher
- Der May-Forscher Ludwig Patsch
- Neuerscheinung: Gerade Gedanken – schiefe Gedanken

Rudi Schweikert: Gerade Gedanken – schiefe Gedanken. Gesammelte Studien zu Kurd Laßwitz und seinem Werk. Verlag Dieter von Reeken, Lüneburg, 2024. 400 Seiten, Paperback. ISBN: 978-3-945807-54-5. Preis: 25,00€
Verlagstext
Kurd Laßwitz (1848–1910), langjähriger Gymnasialprofessor in Gotha, war seit Ende der 1860er Jahre bis zu seinem Tode schriftstellerisch tätig. Neben bedeutenden naturwissenschaftlichen und philosophischen Schriften verfasste er vor allem »moderne Märchen«, Romane, Novellen und Kurzgeschichten, die man heute rückblickend als Science Fiction oder Fantasy, als überwiegend anspruchsvolle spekulative Erzählliteratur bezeichnen kann. Vor allem wegen seines umfangreichen Romans Auf zwei Planeten (1897) wird Laßwitz heute vielfach als ›Vater der deutschsprachigen Science Fiction‹ bezeichnet.
Rudi Schweikert, Lektor, Autor und Herausgeber, insbesondere bekannt durch seine Arbeiten über Arno Schmidt und Karl May, hat die wichtigsten seiner überwiegend ausgangs der siebziger und anfangs der achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts entstandenen Studien zu Kurd Laßwitz für die Wiederveröffentlichung in diesem Band durchgesehen, teilweise erweitert beziehungsweise aktualisiert sowie bislang Unveröffentlichtes hinzugefügt.
- Neuerscheinung: Jules Verne entdecken

Jürgen Seul: Jules Verne entdecken: Von bekannten und unbekannten Welten aus dem Leben eines Erfolgsschriftstellers. Mur Verlag, Passau, 2024. 236 Seiten, Paperback. ISBN: 978-3945939314. Preis: 32,00€
Verlagstext
Der französische Bestsellerautor Jules Verne (1828 – 1905) gilt als ein Synonym für die Technikgläubigkeit des 19. Jahrhunderts, als ein Visionär und einer der Väter der Science-Fiction, der eine Vielzahl von Erfindungen „voraussah“, die erst Jahre später Realität wurden. Seine besondere Fähigkeit als Autor bestand darin, wissenschaftliche Fakten fiktional zu bearbeiten, sie zu verweben und in spannende Handlungszusammenhänge zu stellen.
Jules Verne stammte aus der Bretagne und entwickelte sein literarisches Talent gegen den Willen des Vaters, der ihn als Nachfolger für dessen Rechtsanwaltskanzlei sah. Das vorliegende Buch gibt einen Einblick in seine Werke und seine Lebensumstände, die im deutschen Sprachraum weniger bekannt sind.
Nach einer biografischen Einführung werden besondere Aspekte in Vernes Leben beleuchtet: der Bogen spannt sich von Pierre-Jules Hetzel, seinem Verleger, Freund und Übervater, zum verschollenen Science-Fiction-Roman „Paris im 20. Jahrhundert“, den Hintergründen von Jules Vernes Bestseller „In 80 Tagen um die Welt“, dem Plagiatsstreit um die „Reise zum Mittelpunkt der Erde“, dem Attentat seines Neffen auf ihn bis hin zur Rezeption seiner Bücher im deutschen Sprachraum und dem Schicksal seines Nachlasses.
Ein Kapitel widmet sich auch dem Vergleich der Wirkungsweise und Persönlichkeiten von Jules Verne und Karl May, die beide auf ihre Weise ein Massenpublikum anzogen.
- G/Geschichte Porträt Nr. 3/2024 – Karl May

Aus dem Inhalt:
- Lokaltermin bei Shatterhand. Wunderkammer und Fluchtort der Fantasie. Ein Besuch im Karl-May-Museum von Radebeul
- Der Elende. Der Vater brutal, die Mutter herzlos. Mays steiniger Weg führt vom Lehrerseminar ins Zuchthaus
- Psychogramm. Warum Karl May ein Hochstapler werden musste
- Die Liebe des Ulanen. Karriere dank Kitsch. Wie mit billigen Kolportageromanen der erste Erfolg kommt
- Der Weg zum Edelmenschen. Von mystischen Welten und letzten Schriften der Hoffnung
- Freund der Indianer. Wie der Forscher und Maler George Catlin ihn inspiriert
- Im Land der Apachen. Die Wildwest-Romane um den „roten Gentleman“ Winnetou und Blutsbruder Old Shatterhand
- Balduin Möllhausen. Erfolgreicher Konkurrent und literarisches Vorbild
- Reise in die Neue Welt. Als Karl May 1908 seinem ersten Indianer im Reservat begegnet
- Austen Henry Layard. Der wahre Kara Ben Nemsi. Auf den Spuren des englischen Archäologen durch den Orient
- Abenteuer in der Wüste. Kurdische Freiheitskämpfer und verfolgte Jesiden. Warum der Orientzyklus um Kara Ben Nemsi noch immer aktuell ist
- Die Reise in den Orient. 1899 bricht Karl May in den Osten auf. Zwischen Kairo und Sumatra findet er sich selbst
- Bewundert und geächtet. Von den Nazis geschätzt, spaltet Karl May nach 1945 die Gemüter. Erst in der späten DDR erlebt der Autor eine Renaissance
- Rote Brüder. Wie 1847 Comanchen und deutsche Auswanderer zu guten Freunden werden
- Märchen aus der Prärie. 1962 erobert Pierre Brice als Winnetou die Leinwand. Es ist der Beginn einer Kultreihe
- Wildwest hinter Hamburg. Pferde, Stars und Sensationen: Ein Besuch bei den Festspielen von Bad Segeberg und Elspe
- Wohin geht der Ritt? Der Karl-May-Forscher Thomas Kramer über die Zukunft von Karl May in Zeiten der Wokeness
- Neuerscheinung: Warum Winnetou wichtig war

Ralf Junkerjürgen: Warum Winnetou wichtig war. Schüren Verlag, Marburg, 2024. 176 Seiten, Paperback. ISBN: 978-3-7410-0486-5. Preis: 18,00€
Verlagstext
Was als Reise nach Kroatien zu den Drehorten der Winnetou-Filme beginnt, vermischt sich bald mit Gedanken über die Bedeutung der Filmreihe für das Deutschland nach 1945 und weckt persönliche Erinnerungen, die stellvertretend für mehrere Generationen stehen. Die Poesie der Karstlandschaften mit ihren Wasserfällen und türkisblauen Flüssen und Seen lässt versunkene Bilder wieder auftauchen und entwickelt ein vielschichtiges Zusammenspiel aus Erlebnis, Nachdenken und Erinnern, das verständlich macht, warum Winnetou wichtig war und zu dem prägendsten populären Mythos Deutschlands seiner Zeit werden konnte.
Der Autor zeigt, wie Winnetou Held einer jungen Generation im Aufbruch aus dem Schatten der Nachkriegszeit werden konnte und wie viel Sehnsucht nach einer besseren Welt in dieser Begeisterung steckt.
Gerade die persönlichen Erinnerungen können dabei eine emotionale Brücke zur Generation der Gegenwart schlagen, die kaum Verständnis für diese Faszination mehr hat, in Winnetou kolonialistische oder gar rassistische Stereotype am Werke sieht und den Häuptling endgültig in die ewigen Jagdgründe schicken möchte. Vielleicht wird allein in der Mischung aus Erleben, Entdecken, Erinnern, Sehnsüchten und Gedanken das Wirken eines Mythos erkennbar, der wohl die wichtigste populäre Schöpfung der deutschen Nachkriegszeit war und zugleich die einzige Fantasie gewesen ist, die Ost- und Westdeutschland miteinander teilten und die damit beide ein Stück zusammenhielt. - Neuerscheinung: Werther trifft Winnetou

Helmut Schmiedt: Werther trifft Winnetou. Über Goethe und Karl May. Karl-May-Verlag, Bamberg/Radebeul, 2024. 360 Seiten, Hardcover. ISBN: 978-3-7802-0579-7. Preis: 25,00€
Verlagstext:
Es gibt mehrere gute Gründe, vergleichende Blicke auf die Schriftsteller Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) und Karl May (1842–1912) zu werfen.
- die Qualität ihres literarischen Werks: Goethe ist der größte deutsche Dichter schlechthin bzw., nach neuerem Urteil, einer der größten, und May reiht sich auf dem speziellen Gebiet des Erzählens ebenfalls in den Kreis der Besten ein
- die enorme Breite und Vielfalt ihrer Aktivitäten, nicht nur im literarischen Bereich, sondern auch im Leben: Es tun sich jeweils Welten auf, von denen schwer vorstellbar ist, wie ein Einzelner sie alle hat durchmessen können
- der hohe und einzigartige Bekanntheitsgrad ihrer herausragenden Figuren: Winnetou ist neben Faust wohl die berühmteste Figur der deutschen Literatur.
Eine solche Konstellation schreit geradezu nach einer Untersuchung, die Leben, Werk und Wirkung Goethes und Mays gemeinsam inspiziert.
Was bisher fehlte, ist der Versuch, die verschiedenen Mosaiksteine
zusammenzusetzen und umsichtig zu ergänzen, sodass ein größeres Ganzes entsteht. Hier soll er unternommen werden.
- Sonderheft der Karl-May-Gesellschaft Nr. 175 erschienen

Tobias Rui Frösch: Von Apatschen, Yankees und Westmännern. Proto-Ethnographie und Zivilisationskritik in ausgewählten Reise- und Abenteuererzählungen Karl Mays. Sonderheft der Karl-May-Gesellschaft Nr. 175, 2024. 112 Seiten, 7,20€* / 8,20€ zzgl. Versandkosten.
*Das Sonderheft kostet für die Abonnenten der Reihe 7,20 Euro (zzgl. Versandkosten).
Mitglieder richten ihre Bestellungen bitte unter Angabe von Mitgliedsnummer und Anschrift an: vertrieb@karl-may-gesellschaft.de
- HKA IV.22 „Im Reiche des silbernen Löwen I“ erschienen

Die vier Bände von Im Reiche des silbernen Löwen weisen bekanntlich eine Zäsur nach dem zweiten Band auf, da Karl May die letzten beiden Bände erst nach seiner Orientreise und nach dem grundlegenden Wandel seines künstlerischen Selbstverständnisses geschrieben hat. Diesem Tatbestand trägt die Historisch-kritische Ausgabe Rechnung, indem sie die Bände III und IV der Tetralogie der Abteilung Spätwerk zuordnet, die Bände I und II hingegen der Abteilung Reiseerzählungen. Der erste Band liegt nunmehr in der historisch-kritischen Edition vor.
Dieser Band weist eine besonders langwierige Entstehungsgeschichte auf, hat Karl May den Anfangsteil doch bereits 1893 niedergeschrieben, den Schlussteil jedoch erst 1897. Dieser Entstehungsgeschichte der ursprünglichen Zeitschriftenfassung geht der Editorische Bericht des Bandes ausführlich nach. Ebenso dokumentiert er die Veränderungen, die sich für die spätere Buchfassung ergeben haben. Karl May integrierte zum einen die kurze Geschichte Scheba et Thar in leicht bearbeiteter Fassung in diese Reiseerzählung, zum anderen nahm er ab der 4. Auflage (1905 erschienen) bedeutende Veränderungen vor, die darin bestanden, dass er die Erwähnungen seiner mittlerweile von ihm geschiedenen ersten Ehefrau Emma (im Roman Emmeh) tilgte und stattdessen eine geistige Gefährtin (Dschanneh) erfand, von der nunmehr die Rede ist. Die HKA bringt den Text des Bandes in der Fassung letzter Hand, also der Dschanneh-Fassung, doch trägt sie der vielfach vertretenen Auffassung, die Emmeh-Fassung sei besser gelungen, insofern Rechnung, als sie auch das längere, von viel Wortwitz geprägte Gespräch zwischen Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar über Emmeh aus der Erstfassung in einem Anhang zusammenhängend präsentiert.
Herausgeber des Bandes ist Gunnar Sperveslage und als Bearbeiter war Joachim Biermann tätig.
Der Band kann im Online-Shop des Karl-May-Museums erworben werden.
- Zum Fortgang der Historisch-kritischen Ausgabe
von Joachim Biermann

Der neueste Band der HKA, Im Reiche des silbernen Löwen I, ist mittlerweile erschienen. Wir konnten für diesen Band noch einmal den bisherigen Preis halten, doch muss die Karl-May-Stiftung aufgrund der gestiegenen Produktionskosten nun leider ab dem folgenden Band den Preis pro Band um 4 Euro anheben; der Preis für Subskribenten liegt dann bei 50,90 Euro inkl. Porto, der Preis für Einzelbezieher bei 54,90 Euro zzgl. Porto. Diese Preisanhebung gilt nur für zukünftige Bände, für alle bereits erschienenen bleibt der bisherige Preis unverändert.
Solche Preiserhöhungen sind unerfreulich, lassen sich bei einem sich über eine so lange Zeit erstreckenden Unternehmen wie der Historisch-kritischen Ausgabe aber leider kaum vermeiden. Und noch immer, auch dies sei noch einmal betont, ist unsere HKA im Vergleich zu anderen kritischen Ausgaben vergleichsweise preiswert, was nicht zuletzt darauf zurückzuführen ist, dass alle Bandbearbeiter und Herausgeber aus den Reihen unserer Karl-May-Gesellschaft stammen und ehrenamtlich arbeiten.
Eine erfreuliche Mitteilung kann ich all denen machen, die seit vielen Jahren auf den Abschluss des Orientzyklus im Rahmen der HKA warten. Nicht nur wird In den Schluchten des Balkan aller Voraussicht nach noch in diesem Jahr erscheinen, sondern auch die beiden abschließenden Bände Durch das Land der Skipetaren und Der Schut werden sich direkt anschließen und sollen noch 2025 fertiggestellt und ausgeliefert werden.
Die Bände, die für die Zeit danach eingeplant sind, sind schon jetzt weit fortgeschritten: Im Reiche des silbernen Löwen II, Im Lande des Mahdi III und Abdahn Effendi sollen ab 2026 nach jetzigem Planungsstand als nächstes folgen.
Für ein besonderes Projekt innerhalb der HKA haben wir lange nach geeigneten Bandbearbeitern Ausschau gehalten, nämlich den Band VII.3 aus der Abteilung der Nachlass-Schriften (Ave Maria), der Karl Mays Kompositionen enthalten wird. Hier war eine besondere Expertise vonnöten, und wir freuen uns, nunmehr zwei Musikwissenschaftler gefunden zu haben, die diesen Band vorbereiten, dessen Erscheinen allerdings im Augenblick noch nicht genau festzulegen ist.
- Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft Nr. 220

Inhaltsverzeichnis
- Joachim Biermann: In eigener Sache
- Stefan Schmatz: Sonnenstrahlen. Das wohl am meisten unterschätzte Karl-May-Buch (II)
- Wolfgang Bickel: Ich gebe zu, daß ich wie jeder Reiseschriftsteller meine Berichte stilisiere. Überlegungen zum Thema ›Handlungszeit der Erzählungen und historische Fakten bei Karl May‹ (Teil 1)
- Stefan Schmatz: Seger und Seegerkasten in Oberbayern
- Joachim Biermann: Zum Erscheinungstermin der Rose von Kaïrwan
- Eckehard Koch/Gerd Hardacker: Noch einmal: Das Thema Blutsbrüderschaft bei Karl May (Teil 1). Erneut weitere Erkenntnisse zu unserem Jahrbuch-Beitrag von 2016
- Christoph Blau/Wolfgang Hermesmeier: Der Band muß ein hochfeines Aussehen haben. Zur buchgestalterischen Ausstattung der Erstausgabe von Karl Mays Himmelsgedanken (Teil 1)
- Malte Ristau: Ermutigendes Interesse an Karl May. Junge Autoren überraschen bei Berliner Volksbühne und Suhrkamp
- Enis Maci & Mazlum Nergiz: Karl May

Enis Maci, Mazlum Nergiz: Karl May. Suhrkamp Verlag, Berlin 2024. 200 Seiten. Paperback. ISBN 978-3-518-12806-0. Preis: 18,00€
Verlagstext:
Karl May – Kleinkrimineller, Hochstapler, Deutschlands erfolgreichster Schriftsteller. Millionen sind mit Winnetou und Old Shatterhand aufgewachsen. Enis Maci und Mazlum Nergiz nicht. In diesem Band gehen sie der Sache auf den Grund: Was hat es auf sich mit dem Lügen und dem Überleben? Was trennt den Fake von seinem Vorbild? Und wann steht sie endlich, die Autobahn vom wilden Kurdistan bis ins Land der Skipetaren?
Mit dabei: ein Autor, der sich für den Helden seiner eigenen Romane hält. Gebirge, die in Sachsen liegen, aber Utah meinen. Und ein nichtabreißender Strom von Zerrbildern über das Fremde.
Karl May zoomt rein in Landschaften, die schöner nicht sein könnten. Alles Show, alles wahr.
- Wiener Karl-May-Brief 1-2/2024

Aus dem Inhalt
- Andreas Frey/Maria Taferl/Wilhelm Brauneder: Ein unbekanntes Gedicht Karl Mays vom 17. März 1898
- Robert Ciza: Feierstunden in Essen – Hinweise auf unbekannte Karl-May-Abdrucke
- Jürgen Brake: Trapper, Siedler, Indianer
- Michael Schaden: Karl May – seiner Zeit voraus, aber ein Kind seiner Zeit? Bericht über den KMG-Kongress in Dortmund 2023
- Wilhelm Brauneder: 24. Dezember 2023: Mit Karl May
- Tanja Trübenbach: „Seiner Hochwohlgeborenen Herrn Dr. Karl May – Hochgeehrter Meister!“ · Arthur Stackler: Ein besonderer Verehrer Karl Mays
- Thomas Braatz: Interview mit Arnold Tokstein am 8.9.2017 in Mödling
- Wilhelm Brauneder: „Deutschtümelei“ im Umfeld Mays
- Wilhelm Brauneder: Algersdorfs Straßen und Mays Weg zur „Scheune“ 1870
- Hans-Dieter Steinmetz/Robert Ciza: Aus Südafrika und Ceylon – Frühe Karl-May-Übersetzungen ins Tschechische
- Robert Ciza: Pascher aus Brünn – Ein unbekannter Karl-May-Abdruck
- Wilhelm Brauneder: Ein abermaliger Chronologie-Versuch – letztlich doch wertvoll
- Elisabeth Berger: Die Originalfassung von „Old Surehand II“ für sich betrachtet. Ein Essay
- Erich Hammerler: „Yes, they did it again!“
- Robert Ciza: Oberbayrische Seegerkästen. Unbekannte Karl-May-Abdrucke
- Elisabeth Berger: Noch ein „Roter Gentleman“
- Günther Wüste: Erinnerungen an Roland Schmid
- Heinz Everhardt: Old Shatterhand in den ewigen Jagdgründen (1912)
- Neuerscheinung: Wer hat Angst vor Winnetou?
Der Tagungsband mit den Vorträgen des Potsdamer Symposiums ist soeben erschienen!

Andreas Brenne, Florian Schleburg, Laura Thüring (Hrsg.): Wer hat Angst vor Winnetou? Karl May im Spannungsfeld postkolonialer Diskurse. Ein interdisziplinäres Symposium der Karl-May-Gesellschaft, der Karl-May-Stiftung und der Universität Potsdam. kopaed Verlag, München 2024. 342 Seiten. Paperback. ISBN 978-3-96848-141-8. Preis: 22,80€
Mitglieder der KMG erhalten das Buch zum Sonderpreis von 17,80€ (inkl. Versand), Bestellungen bitte unter Angabe von Anschrift und Mitgliedsnummer über vertrieb@karl-may-gesellschaft.de
Verlagstext:
Von den Apachen über den islamischen Orient bis nach China – keiner hat die Vorstellungen der Mitteleuropäer von exotischen Völkerschaften so nachhaltig geprägt wie Karl May. Wirken seine Geschichten und ihre multimedialen Fortschreibungen heute noch als Plädoyer für Toleranz und Verständigung oder sind sie substanziell und somit unrettbar durch koloniale Vorurteile und Rassenstereotype geprägt? Kann man dem Selbstverständnis indigener Kulturen auf der Bühne, im Museum und in der Gesellschaft überhaupt gerecht werden? Diesen Fragen sind die Karl-May-Gesellschaft, die Karl-May-Stiftung und die Universität Potsdam im März 2023 auf einem interdisziplinären Symposium nachgegangen.
Inhaltsverzeichnis:
- Oliver Günther: Geleitwort des Präsidenten der Universität Potsdam
- Laura Thüring: Zur Einführung. Winnetou im Spannungsfeld (post-)kolonialer Diskurse
- Florian Schleburg: »No one is to stone anyone«. Eine Formsache zur Begrüßung
- Holger Kuße: Repräsentation und Respekt. Ein Grußwort aus der Karl-May-Stiftung
- Andreas Brenne: ›Lichte Höhen‹. Eine Gratwanderung über den Schluchten zeitbezogener Diskurse
- Jens Balzer: Wunsch, Indianer zu werden. Versuch über eine Ethik der Appropriation
- Helmut Schmiedt: Karl May als Autor
- Florian Krobb: Plenitudo potestatis. Karl Mays Ordnung des Orients durch Binden und Lösen
- Gunnar Sperveslage: Zwischen Aneignung und Vermittlung. Der Auftakt zu Karl Mays Orientzyklus
- Bernhard Leistle: Der Tod Karl Mays. Literatur-phänomenologische Betrachtungen zum Autor
- A[lina] Dana Weber: Vom Zerhacken der Bilder. Kulturelle Aneignung oder kultureller Transfer bei Karl-May-Festspielen?
- Lisa Pychlau-Ezli: »Sehen wir auf die Farben der Herzen, und nicht auf die Farbe der Haut«. Die Rezeption Karl Mays im Spiegel antirassistischer Diskurse
- Nina Reuther: »My culture is not a costume«. Warum bezeichnen Indigene Nordamerikas ›Indianer‹-Kostüme eigentlich als herabwürdigend?
- Jörg Jewanski: Musik für Winnetou. Kulturelle Bezüge der Musik Martin Böttchers in den Winnetou-Filmen der 1960er Jahre
- Markus H. Lindner: Wechselnde Beziehungen. Museen und ›indianisches‹ Wissen im Laufe der Zeit
- Frank Usbeck: »Verschwommene Bilder aus alten Büchern«. Wie Museen seit 1900 mit der ›Indianerbegeisterung‹ umgehen
- Robin Leipold: Das Karl-May-Museum neu denken. Ein Gespräch mit Andreas Brenne
- Gundula Stoll: Decolonize? Indigenize! The point of view of Shoshana Wasserman, First Americans Museum, Oklahoma City
- Ruppe Koselleck: Postkolonialer Ablass. Ein Gespräch mit Jenny Florstedt von Karl May & Co.
- Allison Aldridge-Sauer: Decolonizing Winnetou
- Bernhard Schmid: Als ob wir keine wichtigeren Probleme hätten …
- Christian Dawidowski: Karl May im Kontext der Schule und der Debatten zur ›kulturellen Aneignung‹. Eine Stellungnahme aus der Perspektive der Literaturdidaktik
- Jean-Marc Birkholz: Wie woke war Winnetou?
- Zum Fortgang der Historisch-kritischen Ausgabe
von Joachim Biermann

Der als nächstes vorgesehene Band der HKA, Im Reiche des silbernen Löwen I, wird aller Voraussicht nach Ende Mai 2024 an die Subskribenten ausgeliefert werden. Für die Zeit danach sind wir zum ersten Mal seit der Übernahme der Herausgeberschaft der HKA durch die Karl-May-Gesellschaft in der Lage, mehrere mehr oder weniger druckfertige HKA-Bände „auf Lager“ zu haben. Damit ist es auch erstmals möglich, konkretere Strategien zur Abfolge der künftigen Bände ins Auge zu fassen. Die Karl-May-Stiftung, für die die HKA ja herausgegeben wird und die sie vorfinanzieren muss, hat den Wunsch ausgesprochen, nach dem Band Im Reiche des silbernen Löwen I zunächst einmal den Orientzyklus möglichst rasch zu Ende zu führen. In der zweiten Jahreshälfte 2024 soll deshalb der Band In den Schluchten des Balkan erscheinen. Durch das Land der Skipetaren ist dann für die erste Jahreshälfte 2025 eingeplant. Danach soll mit Der Schut der Orientzyklus endgültig abgeschlossen werden, und mit den beiden Bänden Im Lande des Mahdi III und Im Reiche des silbernen Löwen II ist auch der Abschluss zweier weiterer Serien vorgesehen. Damit sind wir aber dann auch bereits bei den Planungen für 2026.
Weiterhin möchte ich darauf hinweisen, dass die Lage auf dem Büchermarkt es notwendig macht, für jeden einzelnen Band eine neue Kalkulation vorzunehmen und der augenblickliche Preis pro Band für die Zukunft nicht garantiert werden kann. Auch macht uns die Tatsache zu schaffen, dass aufgrund der langen Editionszeit der HKA nicht wenige der Abonnenten, die von Anfang an die HKA subskribiert haben, ihr Abonnement aus Altersgründen beenden oder versterben und so als Abonnenten ausscheiden. Es würde der Edition wesentlich helfen, wenn neue Abonnenten hinzukämen und so deren Zahl auf einem gewissen Niveau gehalten werden könnte – je weniger feste Abnehmer die Reihe hat, um so schwieriger wird die Preiskalkulation.
Dabei zeigt sich immer mehr, wie wichtig die HKA gerade für die Zukunft Karl Mays wie auch der Karl-May-Forschung ist. Sie sichert die authentischen Texte Mays für eine lange Zukunft, und die Forschungen der Bandbearbeiter zeitigen immer mehr neue Ergebnisse, wie sie in den Mitteilungen und den Jahrbüchern der Karl-May-Gesellschaft nachzulesen sind. Allen Mitgliedern der KMG und allen an einer seriösen May-Forschung Interessierten sollte es deshalb ein Anliegen sein, die Historisch-kritische Ausgabe weiterhin zu fördern.
- Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft Nr. 219

Inhaltsverzeichnis
- Rainer Jeglin: In eigener Sache
- Mario Espig: Entdeckungen in Algersdorf
- Matthias Brokmeier: Neu- oder wiedergefundene und noch nicht verzeichnete Nachdrucke der kleinen Spätschriften Mays. Zugleich eine kleine Nachlese zum Dortmunder Kongress der KMG
- Joachim Biermann: ›Saxonia‹ und ›Patriotischer Hausschatz‹. Einige Ergänzungen
- Stefan Schmatz: Sonnenstrahlen. Das wohl am meisten unterschätzte Karl-May-Buch (I)
- Werner Thiede: Über theosophische Anklänge bei Karl May
- Roy Dieckmann: Bachmanns lesen Karl May
- Malte Ristau: Staying West – Karl Mays Enkel. Eine Neuvermessung von Comics nach Karl May
- Karl May in Leipzig Nr. 136

Inhaltsverzeichnis
- Martin Schulz: Die Puma-Hühner des Hobble-Frank
- Uwe Lehmann: Wenn ich nur eines dieser Werke hätte gestalten können, dann hätte ich mehr erreicht! Zum 110. Todestag der Pazifistin Bertha von Suttner
- Martin Schulz: „Du bist so still, Sihdi“. Werbung mit einem Textschnipsel (I)
- Sven-Roger Schulz: »Der Dukatenhof« in Temesvar?!
- Thomas Pramann: Ein Stücklein vom alten Schulze, jedoch keine Humoreske
- Volker Krischel: A Legend called Old Shatterhand. Ein kleiner Spaziergang durch die fremdsprachigen May-Pastiches (Teil II)
- Thomas Harbach: »Das Herz des Donnervogels« von Petra Hartmann im BLITZ-Verlag
- Jenny Florstedt: Country Roads … Meine Bühnentour 2023
- Auf den »Schuh« folgt das »Kanu«. Abahachi und Winnetouch sollen 2025 ins Kino zurückkehren
- Tobias Weskamp: Karl May und der Mann, der in den Dschungel fiel
- Lederstrumpf trifft Vitzliputzli. Die »Mosaik«-Börse in Wolfen 2023
- Martin Schulz: Mit Sitting Bull in Wounded Knee. Zum 100. Geburtstag des Comiczeichners Horst Klöpfel
- Thomas Harbach: Robert Krafts Roman »Wir Seezigeuner« (II)
- Kurz notiert
- Alexander Krell: Der Landrichter. Eine Geschichte vom Lande. Teil 13
- May-nungen Nummer 23 (2024)

Inhaltsverzeichnis
- Elisabeth Kolb/Hubert Havlicek: Zum Geleit
- Jürgen Brake: Waldläufer, Lederstrumpf, Winnetou – oder: Über die Wirkung literarischer Gestalten
- Sr. Mirjam Dinkelbach: Karl May im Literaturhaus München?
- Sr. Mirjam Dinkelbach: Karl May würde sich freuen – über das Wirken von Shahid Alam
- Peter Baldia: In Memoriam Georg „Schorsch“ Attlfellner
- Sr. Mirjam Dinkelbach: Eine Schale des Glaubens – eine Mayditation
- Elisabeth Kolb: Renate Nasty – Wien und Hays (Kansas, USA)
- Hubert Havlicek: Er hat Winnetou gekannt – Briefwechsel zweier 1869 von Kassel nach Amerika ausgewanderter Brüder
- Karl May entkommt man nicht
- Ein Fundstück aus/über Wien und Karl May
- Sr. Mirjam Dinkelbach: Und wieder einmal Dr. Karl …
- Peter Heilig: Karl May (Zeichnung)
- Wohin im Sommer?
- Neuerscheinung: Karl-May-Haus Information Nr. 39

Inhaltsverzeichnis
- Kerstin Kreul: Editorial: Keine Angst vor fremden Sprachen
- Florian Schleburg: „… meine paar chinesischen Brocken …“. Ein Gratulant fordert mindestens fünf Zeilen von Seiner Exzellenz
- Kerstin Kreul: Briefe in Blindenschrift
- Hans-Dieter Steinmetz: „… der lange Zeit im Orient gelebt haben muß“. Peter Rosegger an Robert Hamerling (12. Juli 1877)
- Hainer Plaul: Winnetou – der Name und: Karl Mays Umgang mit Indianersprachen
- Robert Ciza: Ein Waldläufer aus Slowenien. Eine unbekannte Karl-May-Übersetzung
- Hans-Dieter Steinmetz: Fürstlicher Besuch in Oberlößnitz (1895). Ein zeitgenössischer Bericht gibt Einblick
- Martin Schulz: Bibliographisches (8): Verteidigung in Sachen „Kahl-Broschüre“
- Martin Schulz: Bibliographisches (9): „Ich bin niemals Räuberhauptmann gewesen …“
- Hans-Dieter Steinmetz: Neues vom „netten Onkel“
- Hans-Dieter Steinmetz: Fickelscherers Grabplatte
- André Neubert: Rund um das Karl-May-Haus
- Kerstin & Henry Kreul: Lesenswert
- Karl May in Amerika – Fantasie und Wirklichkeit

Hartmut Schmidt: Karl May in Amerika. Karl-May-Verlag Bamberg/Radebeul. 32 Seiten. Geheftet. ISBN 978-3-7802-3110-9. Preis: 5,00€
Verlagstext:
Begleitbroschüre zur gleichnamigen Sonderausstellung im Karl-May-Haus Hohenstein-Ernstthal vom 24. Februar 2024 bis 16. Februar 2025. In seiner Fantasie erlebte Karl May alias Old Shatterhand in zahlreichen Büchern Abenteuer im Wilden Westen Amerikas. Die notwendigen Kenntnisse und Hintergrundinformationen dazu bezog er aus Reisebeschreibungen, die in seiner umfangreichen Bibliothek standen. Aber erst im Jahre 1908 bereiste May, 66-jährig, mit seiner zweiten Frau Klara die USA. Ihr Aufenthalt beschränkte sich auf Bundesstaaten an der Ostküste und dauerte nur knapp sechs Wochen – von Abenteuern keine Spur. Das Ehepaar übernachtete in komfortablen Hotels, fuhr auf dem Hudson stromaufwärts von New York nach Albany mit einem luxuriösen Dampfer und bevorzugte für die Wege von Stadt zu Stadt bequeme Eisenbahnwagen der Pullman Palace Car Co. Um sich in der ungewohnten Umgebung zurechtzufinden, diente dem Schriftsteller der Baedeker Nordamerika aus dem Jahr 1904 als Hilfe. Das Buch befindet sich heute im Bibliotheksraum der Villa „Shatterhand.“ in Radebeul. Beim Blättern darin stellt man fest, dass May zahlreiche Stellen angestrichen hat, seine Markierungen beziehen sich ausschließlich auf Stationen der Reise von 1908. In der 2024 stattfindenden Sonderausstellung des Karl-May-Hauses Hohenstein-Ernstthal mit dem Thema „Karl May in Amerika – Fantasie und Wirklichkeit“ wird erstmalig die Reise des Schriftstellers mit seiner Frau umfassend in Wort und Bild vorgestellt. Die begleitende Broschüre von Hartmut Schmidt bietet einen guten Überblick über den damaligen Verlauf.
erschienen im Karl-May-Verlag
- Sonderausstellung: Karl May in Amerika
Das Karl-May-Haus in Hohenstein-Ernstthal zeigt vom 24.02.2024 bis 16.02.2025 die Sonderausstellung „Karl May in Amerika“.

weitere Informationen unter:
https://karl-may-haus.de/allgemeines/neue-sonderausstellung/ - Der schwarze Mustang – Reprint der ersten Buchausgabe

Zwischen 1887 und 1897 erschienen in acht Jahrgängen der Jugendzeitschrift „Der gute Kamerad“ eine Reihe von Abenteuerromanen Karl Mays, darunter Titel wie „Die Sklavenkarawane“, „Der Schatz im Silbersee“ oder „Der Ölprinz“. Im Gegensatz zu den bekannten Reiseerzählungen handelt es sich hier nicht um Ich-Erzählungen. May achtete darauf, jugendliche Figuren einzuführen, mit denen sich die adressierten Leser identifizieren konnten. Außerdem pflegte er einen humoristischen Umgang mit Inhalten des bürgerlichen Bildungskanons. „Der schwarze Mustang“ war der letzte dieser Romane. Er erschien zuerst im elften Jahrgang der Zeitschrift 1896/1897.
Alle Romane wurden damals im Union-Verlag nach der Zeitschriftenverwertung auch als Buchausgaben herausgebracht, der vorliegende 1899. Die dem Reprint zugrundegelegte siebzehnte Auflage von 1907 unterscheidet sich von den vorherigen vor allem durch im vorhandenen Bleisatz vorgenommene Änderungen der Orthografie.
erschienen bei Books on Demand
- Himmelsgedanken – Reprint der ersten Buchausgabe Freiburg 1900 (Hardcover)
Karl May, der als Abenteuer- und Jugendschriftsteller bekannte Schöpfer des „Winnetou“, unternahm 1899/1900 eine 15-monatige Reise in den Orient, die ihn bis nach Sumatra führte. Unter dem Eindruck der orientalischen Welt, die er bisher nur aus Büchern gekannt hatte, verfasste er religiös geprägte Gedichte und Aphorismen, die er in einem Band „Himmelsgedanken“ veröffentlichte. Geradezu euphorisch schrieb Karl May am 10.09.1900 an seinen Verleger Friedrich Ernst Fehsenfeld: „Ich trete erst jetzt an meine eigentliche Aufgabe, und zwar mit diesem Gedichtsbande, welcher das Thor zu meinem Tempel bildet“, und er war davon überzeugt, „daß wir Epoche machen werden.“Dieser Reprint der Ausgabe von 1900 ist hiermit nun auch in einer Hardcover-Variante greifbar. Er dokumentiert das Streben eines Mannes, der mehr sein wollte als ein Unterhaltungsschriftsteller, und eine tief empfundene Religiosität, die uns in der Weise heute fern ist.
erschienen bei Books on Demand
- Am Stillen Ocean – Reprint der illustrierten Ausgabe von 1910

In der katholischen Wochenzeitschrift „Deutscher Hausschatz“ begann im siebten Jahrgang 1880/1881 unter dem Titel „Giölgeda padishanün. Reise-Erinnerungen aus dem Türkenreiche von Karl May“ Karl Mays großer Orientroman zu erscheinen, der seinen Erfolg als Abenteuerschriftsteller begründete. Fasziniert von Mays Romanen kontaktierte 1891 der junge Verleger Friedrich Ernst Fehsenfeld den Autor. Gemeinsam schufen sie die Reihe „Carl Mays gesammelte Reiseromane“, die wenig später in „Karl May’s gesammelte Reiseerzählungen“ umbenannt wurde. Sie machte Karl May berühmt und sicherte ihn finanziell ab. Als nach der Jahrhundertwende – auch aufgrund von Querelen in der Öffentlichkeit um Karl May – der Absatz der Bücher zurückging, versuchten Autor und Verleger u.a. mit dem Start einer illustrierten Ausgabe dem entgegenzuwirken.“
Am Stillen Ocean“ war hier der siebzehnte Band. Erstmals liegt nun ein Reprint dieses illustrierten Bandes vor.
erschienen bei Books on Demand
- Frohe Weihnachten!
„Ich verkünde große Freude,
Die Euch widerfahren ist;
Denn geboren wurde heute
Euer Heiland Jesus Christ!“Die Karl-May-Gesellschaft wünscht allen ihren Mitgliedern und allen Karl-May-Freunden
frohe Festtage und einen guten Start ins Neue Jahr!
- Zum Fortgang der Historisch-kritischen Ausgabe
von Joachim BiermannMittlerweile ist der neueste HKA-Band, die verbesserte und um den Editorischen Bericht erweiterte zweite Auflage von Von Bagdad nach Stambul, bereits in den Händen aller, die den Orientzyklus subskribiert haben. Neben dem „Pflichtprogramm“ für den Editorischen Bericht eines HKA-Bands – Entstehungs- und Textgeschichte, Textzeugen und Textbeschreibung sowie Variantenapparat – wirft der Bandbearbeiter Dr. Gunnar Sperveslage in diesem Band noch einen ausgedehnten Blick auf die Widerspiegelung der zeitgenössischen Archäologie im Orientzyklus Karl Mays (und auch ein wenig darüber hinaus), in deren Zentrum bekanntlich die Gestalt des auf der Suche nach „Fowling-Bulls“ befindlichen Sir David Lindsay steht.
Ich hatte an dieser Stelle bereits darüber berichtet, dass uns leider das bisher verwendete grüne Leinen der Abteilung IV der HKA aufgrund der Insolvenz der Herstellerfirma nicht mehr zur Verfügung steht. Der aktuelle Band Von Bagdad nach Stambul ist nun der erste Band, der mit dem neuen Leinen ausgestattet wurde, das alle an der HKA Beteiligten gemeinsam, unter Federführung der Karl-May-Verlags, ausgesucht haben. Es passt sich farblich, so meine ich, recht gut in die Reihe der bisherigen vom KMV hergestellten HKA-Bände an und fällt daneben im Bücherregal als nur wenig abweichend auf. Nimmt man den Band in die Hand, so wird man allerdings auch eine erkennbar andere Haptik empfinden. Doch alles in allem können wir mit der gefundenen Lösung sehr zufrieden sein. Der Orientzyklus soll, so ist unsere Planung, nach dem recht langen Entstehungsprozess von Von Bagdad nach Stambul nunmehr recht zügig zu Ende geführt werden. Für das kommende Jahr bereits ist In den Schluchten des Balkan vorgesehen, danach Durch das Land der Skipetaren und voraussichtlich noch 2025 Der Schut.
In der ersten Jahreshälfte 2024 allerdings wird zunächst der Band Im Reiche des silbernen Löwen I erscheinen, der von Herausgeberseite bereits fertiggestellt ist und zur Zeit in Bamberg vorbereitet wird. Wenn unsere Planungen sich realisieren lassen, sollen dann 2026 sowohl Im Lande des Mahdi III aus auch Im Reiche des silbernen Löwen II folgen.
- Heft Nr. 218 der Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft erschienen
Ausgabe Nr. 218 der Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft ist erschienen!
Inhaltsverzeichnis
– Joachim Biermann: In eigener Sache
– Florian Schleburg: Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden, vorgetragen in der Mitgliederversammlung am 7. Oktober 2023
– Aufgelesen … aus einem frühen Mitteilungsheft
– Wieland Zirbs: ›Karl May (Er)lesen‹. Eine (auch selbstkritische) Rückschau auf den Schülerwettbewerb der Karl-May-Gesellschaft 2022
– Malte Ristau: Zukunft mit Karl May. Nicht ohne ihn – aber anders mit ihm. Ein Jahr nach der Cancel-Debatte
– Martin Lowsky/Renate-Maria Schmahl(†): Spaziergang der Mays mit Hans Möller und Rudolf Kafka
– Thomas Le Blanc: Die drei Leseebenen. Oder: Wie oft man Karl May lesen muss
– Ergänzendes zum Thema Blutsbrüderschaft
– Joachim Biermann: Karl Mays Quelle Friedrich Bodenstedt – eine präzisierende Ergänzung
– Günther Wüste: Karl May und die Musik
– Stefan Schmatz: „Karl May verkitscht uns die männliche Tat“. Warum Fritz Steuben 1934 Bücher Karl Mays „entschieden und ohne Vorbehalt“ ablehnte
– Andreas Brenne: Winnetou ist kein Sauerländer – Karl May auf der Bühne II
– Volker Krischel: Old Surehand nimmt die Spur auf Lennardt M. Arndts zweites Surehand-Prequel ›Die Buschklepper‹ - Karl May in Leipzig Nr. 135 erschienen
Aus dem Inhalt:
– Jenny Florstedt: Karl May in Aussig 1904. Ein biografisches Detail
– Martin Schulz: Wo Winnetou wohnt. Wie die Mescaleros zum ihrem Pueblo gekommen sein könnten
– Uwe Lehmann: Die adlige Verehrerin. Lucie von Schönburg-Waldenburg zum 120. Todestag
– Thomas Pramann: Neues von den Atenstädts. Ein Nachtrag zu KARL MAY IN LEIPZIG Nr. 133
– Martin Schulz: Keine ruhiges Weihnachtsfest. Der „Räuberhauptmann“ greift zur Feder
– Uwe Lehmann: Eine unbekannte Episode aus dem Leben Karl Mays?
– Volker Krischel: A Legend called Old Shatterhand. Ein kleiner Spaziergang durch die fremdsprachigen May-Pastiches (Teil 1)
– Tobias Weskamp / Thomas Pramann: Die Spur führt ins Ruhrgebiet. Über den 27. KMG-Kongress in Dortmund
– Thomas Harbach: »Tochter der Wüste«. Neue Abenteuer mit Kara und Halef
– Thomas Harbach: Robert Krafts Roman »Wir Seezigeuner«. Neu aufgelegt im Verlag von Dieter von Reeken (Teil 1)
– Kurz notiert
– Alexander Krell: Der Landrichter. Eine Geschichte vom Lande. Teil 12Das Heft ist zu beziehen über: Freundeskreis Karl May Leipzig e.V.
- Karl May & Co. Nr. 174 erschienen
Aus dem Inhalt:
Karl May – Leben und Werk
– Das Weihnachtsfest Karl Mays. Ein Zitate-Adventskalender
– Stefan Schmatz: Die Radebeuler Broschuren. Eine Bestandsaufnahme
Karl May im Film
– Kostümwechsel im Galopp. Karl-May-Darsteller im raschen Wechsel zwischen Rialto- und CCC-Produktionen
Bühne
– 30 Jahre Spielgemeinschaft „Goyko Mitić“ Bischofswerder e. V.. Eine Erfolgsgeschichte
– „Brennendes Wasser“. Wie Winnetou zu seinem Namen kommt
– Intsch ovomb! Intsch ovomb! – Zur Fichte! Zur Fichte!. Der Pluwiger „Schatz im Silbersee“ lässt tief ins Werk eintauchen
– Im „Königreich“ am Kalkberg – Winnetou und Old Shatterhand als „First Avengers“. Interview mit Nico König
– Cornel & Co. rocken die Show. „Die Legende vom Schatz im Silbersee“ in Pullman City
– „…Old Shatterhand brauchen eine verletziche Seite…“
– Wer ist hier der Star? Originelle „Blutsbrüder“-Adaption auf der Waldbühne Jonsdorf
Szene & Co.
– Von der Havel an den Tigris. Eine Ausstellung zu Ethnien des Nahen Ostens bei Karl May und in der Lebenswirklichkeit
– Ein Abend mit Pierre Brice – oder eine emotionale Reise in die Vergangenheit. Ganz persönliche Eindrücke eines Theaterprojektes
– „Dürfen wir noch Indianer spielen?“. Eine Gesprächsstunde am Lagerfeuer
– Reiseabenteuer für die Ohren – Der Orientzyklus im Hörspiel 1964–2023. Teil 2: Durchs wilde Kurdistan
– Böttcher-Medley im Kurorchester. Winnetou zu Gast im Schweizerischen EngadinDas Heft ist zu beziehen über: Mescalero e.V.
- Neuerscheinung: Karl May Museum Magazin – Ausgabe 4/5
Aus dem Inhalt:
– Editorial
– Grußwort
– Hans Schulze/Leonie von Wangenheim: Zwischen Popkultur und Politik. Zeitgenössische indigene Kunst in der neuen ›Turtle Island Gallery‹
– Martin Schultz: Von der Kunst, Kunst als Kunst zu vermarkten. Santa Fe und der Indian Market
– Holger Kuße: ›Der unbequeme Indianer‹. Fünf Titel indigener amerikanischer Literatur
– Robin Leipold: Indigene Perspektiven im Film. Eine aktuelle Bestandsaufnahme
– Gundula Stoll: Zwei Welten – ein Herzschlag. Das First Americans Museum in Oklahoma City
– Volkmar Göschka: Der Münchner Maler Wilhelm Emil ›Elk‹ Eber. Ein Nationalsozialist als Indianerfreund
– Claudia-Maria Maruschke: ›Wanbli Sapa‹ – ›Schwarzer Adler‹. Eugen Bücher – ein Thüringer Missionar bei den Lakota
– Peter Bolz: Prinz Maximilian zu Wied als Vorbild für Karl Mays Old Shatterhand? Eine ›waghalsige‹ These und ein Blick auf Catlin, Möllhausen und Cooper
– Holger Kuße: »Bunt ist ihr Kleid«. Mato Kosyks sorbischer Blick auf eine ›Indianarka‹ (1884)
– Holger Kuße: Wir und die ›Indianer‹. Beiträge zu einer aktuellen Debatte ›Arbeitsgemeinschaft Karl May vermitteln‹. Gemeinsame Stellungnahme zur ›Winnetou-Debatte‹
– Drew Hayden Taylor: Was passiert, wenn Bücher Fantasien über indigenes Leben schaffen – und dann die Realität eintritt. Eine indigene Meinung zur Deutschen ›Winnetou-Debatte‹
– Markus H. Lindner: ›Indianer‹? Anmerkungen zu einer komplexen terminologischen Situation
– Kerstin Groeper: Gedanken zum Thema ›Indianer‹
– Darf man noch ›Indianer‹ sagen? Indigene Statements
– Frank Usbeck: Comanche im Konjunktiv. Fragen und Annäherungen zur Ausrüstung eines Kriegers in Dresden und Radebeul
– Johanna Steffen: Ein Konvolut an Archivalien. Zur Herstellung von Vittorio Güttners Kostümfiguren zwischen 1928 und 1932 für das Karl-May-Museum. Ein Praktikumsbericht
– Christina Ludwig: ›MENSCHENanSCHAUEN‹. Einblicke in ein kooperatives Projekt des Stadtmuseums
– Thomas Kramer: ›Das Herz des Orients gewinnen!‹. Armenier, Eziden und Kurden bei Karl May und wie sie sich selbst sehen. Eine Sonderausstellung im Museum Zitadelle Spandau
– Neuerscheinungen in der Historisch-kritischen Ausgabe
– Amerindian Research. Deutschsprachige Quartalszeitschrift für Interessenten indianischer Kulturen von Alaska bis Feuerland
– Robin Leipold: Museumsreport
– Robin Leipold: Karl-May-Museum 3.0. Zum Stand der Erweiterungspläne
– Nachrufe · Dr. Klaus Hoffmann | Dietmar Kuegler
– Beate Störzel: Neues aus dem Förderverein
– Bernd Schicht: Interview mit Katharina Walter. Vorsitzende »Förderverein Karl-May-Museum Radebeul e. V.«
weitere Informationen unter www.karl-may-museum.de - Wiener Karl-May-Brief 3-4/2023 erschienen
Aus dem Inhalt:
– Jürgen Brake: Sitara und der Flug dorthin
– Gunnar Sperveslage: 75 Piaster oder doch nur 70? – Ein Zahlenrätsel um die Entschädigung Baruch Schebets in „Von Bagdad nach Stambul“
– Robert Ciza: Nicht nur zur fränkischen Unterhaltung – Unbekannte Karl-May-Abdrucke
– Wilhelm Brauneder: Zwei Bücher über München und Karl May: Nicht nur Lokales
– Michael Schaden: Vom Abfall der Vereinigten Niederlande zu Karl May – Was Wilhelm der Schweiger mit „Scepter und Hammer“ zu tun haben könnte
– Hans Langsteiner: Dichtung und Wahrheit im Zeichen Äskulaps – Johannes Zeilingers Monografie „Dr. med. Karl May“
– Alexander Brandt: Abstreichlisten für Karl-May-Sammelbilder
– Robert Ciza: Eilebrecht goes online
– Mario Espig: „Weihnacht!“ und Maria Kulm
– Ludwig Patsch (†): Beiträge zur Karl-May-Forschung V – Von Adrianopel nach Antivari
– Alexander Brandt: Karl Mays Porträt für Amalie Mauß
– Wilhelm Brauneder: Hadschi Halefs Ahnen: Fast eine Realität
– Robert Ciza: „Kennen Master Indian?“ – Ein unbekannter Karl-May-Abdruck
– Jürgen Brake: Ein neuer Gott am Silbersee?
– Elisabeth Berger: Abfassungszeit – Handlungszeit: eine Glosse
– Wilhelm Brauneder: Nochmals Abfassungszeit und Handlungszeit
– Elisabeth Berger: Permanent Fleischkost
– Robert Ciza: Vom Kuhschluck – Erinnerungen aus Hall in Tirol und ein Scherzgedicht Karl Mays von 1897Beziehbar über die Wiener Karl-May-Runde
- Katalog zur Ausstellung ‚Das Herz des Orients gewinnen!‘
Bis zum 7. Januar 2024 ist in der Zitadelle Spandau, Berlin, die von Thomas Kramer kuratierte Ausstellung „Das Herz des Orients gewinnen! Armenier, Eziden und Kurden bei Karl May und wie sie sich selbst sehen“ zu sehen.
Der Katalog zur Ausstellung ist jetzt kostenlos als PDF verfügbar und kann auf der Webseite der Zitadelle Spandau heruntergeladen werden.
weitere Informationen unter www.zitadelle-berlin.de
Einen Podcast von Uwe Kullnick finden Sie auf den Seiten von Literaturradio Hörbahn.
- Weihnachtsangebot zur HKA
Die Karl-May-Stiftung bietet ausgewählte Bände der Historisch-kritischen Ausgabe der Werke Karl Mays zum Sonderpreis an. Das Angebot ist befristet bis zum 15. Januar 2024.
Bestellungen sind über den Trading Post-Onlineshop des Karl-May-Museums sowie per E-Mail unter shop@karl-may-museum.de oder info@karl-may-museum.de möglich.
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– Orangen und Datteln (KMW IV.24)
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– Im »wilden Westen« Nordamerikas (KMW IV.27)
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– Scepter und Hammer (KMW II.1)
– Die Juweleninsel (KMW II.2)
2 Bände für nur 69,80 €4. Paket „Dorfgeschichten“
– Erzgebirgische Dorfgeschichten (KMW V.9)
– Die Rose von Ernstthal (KMW I.5)
2 Bände für nur 79,80 €5. Paket „Spätwerk“
– Himmelsgedanken (KMW V.10)
– Und Friede auf Erden! (KMW V.2)
– Ardistan und Dschinnistan I (KMW V.5)
– Ardistan und Dschinnistan II (KMW V.6)
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– Wohlgschaft-Biographie Band 1–3 (KMW IX.1–3)
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Paket mit 2 Bänden: 13,50 €
Paket mit 3–4 Bänden: auf Anfrage - Neuerscheinung: May-nungen Nr. 22 (2023)
Inhaltsverzeichnis
– Elisabeth Kolb/Hubert Havlicek: Zum Geleit
– Hans Langsteiner: Karl May und Robert Kraft – Rivalen von einst
– Karl-Heinz Becker: Die Goldader Winnetou … bringt BRAVO und Martin Böttcher ganz nach oben
– Jürgen Brake: „Besinnliche Fahrten im Wilden Westen“ – zum Pueblo am Rio Pecos und zur Sioux-Squaw aus Ottakring
– Günther Wüste: Friedrich Ernst Fehsenfeld – mit Karl May auf ewig verbunden
– Sr. Mirjam Dinkelbach: Stern von Bethlehem – eine Mayditation
– Karl May’s Stammbaum – ein künstlerisches Werk von Elmar Elbs
– Anton H. Paschinger: Das falsche Fräulein Winnetou – Zum „Zufallsfund“ in den May-nungen 21/2023, S. 11
– Erhard Rössler: Winnetou-Spiele Wagram 2023
– Elisabeth Kolb: Karl May unter Slowenen
– Elisabeth Kolb: In Memoriam Günther Zäuner
– Elisabeth Kolb: Mays „Ave Maria“ als Roman – ein Kuriosum
– Karl May entkommt man nicht
– Winnetous WeihnachtsbratenDas Heft ist zu beziehen über den Karl May Club Österreich
- Jetzt als Taschenbuch: Erkämpftes Glück
Karl May: Erkämpftes Glück. Liebesgeschichten aus dem Werk. Karl-May-Verlag Bamberg/Radebeul. 480 Seiten. Broschur. ISBN 978-3-7802-0937-5. Preis: 25,00€
Verlagstext:
Karl May hat sich – so scheint es – an die Devise seines Kollegen Henry Rider Haggard gehalten, wonach Weiberröcke nichts in Abenteuerromanen zu suchen hätten. Vor rund 120 Jahren wurde einer Leserin der Familienzeitschrift „Deutscher Hausschatz“ beschieden, sie sei ein „Schelm“, weil sie „sogar in Karl Mays Reiseroman eine Liebesgeschichte“ wünsche. Und noch bei heutigen Fans kursiert die irrige Meinung, dass eine Sammlung von Liebesgeschichten Mays wohl ein recht schmales Bändchen ergebe. Dabei hat er, wie die Auswahl von Heinz Mees / Uwe Neßler zeigt, auch auf diesem Sektor durchaus etwas zu bieten. Die hier versammelten Liebesgeschichten stellen May ein weiteres Zeugnis aus – als Autor, der mehr konnte, als man vordergründig glauben mag. Von den Teufeln in weiblicher Gestalt und unschuldig verfolgten engelhaften Wesen der Kolportageromane über dramatische, tragische und komische Liebesepisoden auch – und gerade – der Reiseerzählungen bis zur elegisch-wehmütigen Spiegelung der Jugendliebe im Spätwerk „Winnetous Erben“ spielen das schöne Geschlecht und die Irrungen und Wirrungen der Liebe im Gesamtwerk Karl Mays eine ganz und gar nicht geringe Rolle.
Hier sind sie alle versammelt – die glücklichen, tragischen und kurios-witzigen Liebespaare aus Mays Erzählungen: Nscho-tschi und Old Shatterhand, Hanneh und Hadschi Halef Omar, Sam Hawkens und Kliuna-ai, Rosa de Rodriganda und Karl Sternau, Aschta und Max Pappermann und viele mehr.Nachdruck der vergriffenen Hardcover-Ausgabe als Taschenbuch!
erschienen im Karl-May-Verlag
- Sonderheft der Karl-May-Gesellschaft Nr. 174 erschienen
Karl Schäfer / Michael Rudloff (Hrsg.): »Die Indianer kommen!« Karl May und der Rote Gentleman. Eine Sammlung von Aufsätzen zu den Ausprägungen des Indianerbildes in Deutschland. Sonderheft der Karl-May-Gesellschaft Nr. 174, 2023. 144 Seiten, 8,90€* / 9,90€ zzgl. Versandkosten.
*Das Sonderheft kostet für die Abonnenten der Reihe 8,90 Euro (zzgl. Versandkosten).
Mitglieder richten ihre Bestellungen bitte an: vertrieb[AT]karl-may-gesellschaft.de
Die im aktuellen Sonderheft versammelten Aufsätze beschäftigen sich mit den Ausprägungen des Indianerbildes in Deutschland. Sie waren ursprünglich als Vorträge für ein Symposium gedacht, das im März 2020 in Freiburg i. Br. stattfinden sollte, aufgrund der Auswirkungen der Corona-Epidemie jedoch zweimal verschoben und schließlich abgesagt werden musste.
Auch wenn die Konzeption des Symposiums also schon drei Jahre zurück liegt, so greifen die Beiträge des Sonderhefts doch ein mittlerweile recht aktuell gewordenes Thema auf und beleuchten es von sehr verschiedenen Seiten. Robin Leipold und Frank Usbeck widmen sich der deutschen Indianerbegeisterung im 19. und 20. Jahrhundert. Ulrich Scheinhammer-Schmid, Martin Lowsky und Lorenz Hunziker behandeln unterschiedliche Aspekte des Indianerbilds, das Karl May in seinem letzten Werk Winnetou IV entwickelt. Während Eckehard Koch sich mit Fantasie und Wirklichkeit der Darstellung indianischer Stämme bei Karl May beschäftigt, wirft Günter Schnitzler einen Blick auf das Indianerbild bei Charles Sealsfield. Manfred Schlatter schließlich informiert detailliert über Indianer bzw. indigene Völker in den heutigen USA.
Herausgegeben wird das Heft von Karl Schäfer und Michael Rudloff, die zusammen mit dem inzwischen leider verstorbenen Albrecht Götz von Olenhusen, dem ein Nachruf gewidmet ist, die Freiburger Karl-May-Symposien initiiert und organisiert haben. - Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 2023 erschienen
Das Jahrbuch 2023 ist erschienen und der Versand an die Mitglieder und Abonnenten hat begonnen. Wir hoffen, dass Sie Ihr Exemplar so bald wie möglich in Händen halten können.
Ankündigungstext:
Karl May und seine Werke wurden in letzter Zeit im Zuge der „Winnetou-Debatte“ viel in der Öffentlichkeit diskutiert. Die Auseinandersetzung mit kultureller Aneignung und Rassismus spiegelt sich auch in den neuesten Beiträgen des 53. Jahrbuches der Karl-May-Gesellschaft wider. Eckehard Koch untersucht z.B. Karl Mays Vorstellungen von „zivilisierten“ Menschen und Stefan Schmatz beschreibt den völkischen Angriff der „Ludendorff-Bewegung“ auf Karl May während der Zeit des Nationalsozialismus, aufgrund der anti-rassistischen und pazifistischen Botschaften Winnetous. Ganz konkret wird unter der Fragestellung „Was darf ein Schriftsteller des 19. Jahrhunderts gesagt haben?“ von Tagungsgästen auf dem 26. Kongress der Karl-May-Gesellschaft in München auf den aktuellen Diskurs eingegangen. Ihre überarbeiteten und erweiterten Reden bieten eine sachliche Grundlage zur Einführung in die oft sehr emotional geführte Debatte.Inhaltsverzeichnis
– Gunnar Sperveslage: Das dreiundfünfzigste Jahrbuch
– A. Dana Weber: Befremdung statt Verständnis. Englischsprachige Kritiken an Karl Mays Werk und Welt
– Volker Depkat: Karl May im Nationalsozialismus. Überlegungen zu einem komplexen Problem
– Stefan Schmatz: »Auf Grund unserer heutigen Rasseerkenntnisse ist Karl May völlig veraltet und überhaupt nicht mehr haltbar«. Völkischer Angriff auf Karl May
– Klaus Eggers: An »Kai-p’a« und Silbersee. Literarisches, Autobiographisches, Trauma
– Joachim Biermann: Karl Mays Pläne zur Fortführung der ›Silberlöwen‹-Erzählung – und was daraus wurde. Neue Überlegungen zu Karl Mays Arbeitsweise
– Eckehard Koch: »Longfellows berühmtes Gedicht in der Hand eines Apache-Indianers!« Der späte Winnetou – ein ›zivilisierter‹ Indianer des 19. Jahrhunderts?
– Thomas Braatz: Der Münchmeyer-Verlag. Ein Verleger, seine Nachfolger und die Autoren Karl May und Robert Kraft
– Christian Begemann: Spuren, Fährten und Indizien. Karl Mays Zeichenkosmos im kulturgeschichtlichen Kontext
– Theresa Homm: Miß Admiral und Kolma Puschi. Weibliche Agency auf unterschiedlichen Erzählebenen in Karl Mays ›Old Surehand‹
– Erste Verleihung der Marah-Durimeh-Medaille
Hartmut Vollmer: Laudatio auf Philipp Stölzl
Philipp Stölzl: Dankesrede zur Verleihung der Marah-Durimeh-Medaille
– Was darf ein Schriftsteller des 19. Jahrhunderts gesagt haben? Reflexionen zur ›Winnetou-Debatte‹
– Helmut Schmiedt: Literaturbericht
– Michael Kunz: Medienbericht
– Gunnar Sperveslage: Dekolonialisierung als Bereicherung. Das 53. Jahr der Karl-May-GesellschaftErschienen im Hansa Verlag, Husum
- Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 2023
Das Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 2023 mit vielen spannenden Beiträgen, u.a. den Vorträgen des KMG-Kongresses in München, befindet sich gerade in Auslieferung und sollte in Kürze bei Ihnen eintreffen. Leider erreichte uns als Herausgeber heute die Nachricht vom Verlag, dass bei der Herstellung ein Fehler unterlaufen ist: Die Buchbinderei hat die Prägung des Einbandleinens vergessen.
Sie fragen sich vielleicht, warum der Fehler nicht einfach korrigiert wird. Eine nachträgliche Bedruckung des bereits fertigen Buches ist aus technischen Gründen nicht möglich und ein Neudruck des kompletten Jahrbuchs kostet einen fünfstelligen Betrag, den wir von Seiten der KMG nicht tragen können. Hinzu käme, dass Sie bei einem Neudruck noch einige Monate auf die Auslieferung warten müssten.
Als Herausgeber legen wir großen Wert darauf, den Leserinnen und Lesern nicht nur fundierten Inhalt, sondern auch eine bibliophile Ausstattung zu bieten. Optische und haptische Konstanz über inzwischen mehr als 50 Jahre ist uns ebenso wie Ihnen ein wichtiges Anliegen. Wir bedauern diesen Herstellungsfehler daher sehr und bitten Sie in aller Form um Entschuldigung.
- KMG-Kongress in Dortmund zum Nachhören auf Radio Hörbahn
Wie schon in München hat Literaturradio Hörbahn auch große Teile des 27. Kongresses der Karl-May-Gesellschaft in Dortmung aufgezeichnet. Die Beiträge werden nach und nach auf der Webseite des Senders zum Abruf bereitgestellt. Unter dem folgenden Link können Sie z.B. einzelne Vorträge nachhören sowie weitere Sendungen zu Karl May abrufen:
- Jetzt als Taschenbuch: Old Shatterhand vor Gericht
Jürgen Seul: Old Shatterhand vor Gericht. Die 100 Prozesse des Schriftstellers Karl May Karl-May-Verlag Bamberg/Radebeul. 624 Seiten. Broschur. ISBN 978-3-7802-0935-1. Preis: 25,00€
Verlagstext:
„Schmutzliterat“, „geborener Verbrecher“, „gesinnungsloser Heuchler“, „pathologischer Schwindler“, „literarischer Dieb“ – solcher Art geschmäht kämpfte Karl May in über 100 teilweise spektakulären Prozessen um seine Ehre, war Angeklagter, Kläger, Beklagter oder auch Zeuge. Dies ist kein juristisches Fachbuch, sondern spannende und zugleich wissenschaftlich fundierte Lektüre für alle Karl-May-Freunde und geschichtlich bzw. juristisch interessierten Leser.
Der Jurist Jürgen Seul trug die Fakten in jahrelanger Arbeit zusammen und wertete neben der aktuellen biografischen Karl-May-Forschung alle noch in Archiven auffindbaren Gerichtsakten sowie juristisch relevante Dokumente, Schriftstücke und Zeitungsartikel aus.
Mit einem Vorwort des bekannten Strafrechtsexperten und langjährigen Vorsitzenden der Karl-May-Gesellschaft Prof. Dr. Claus Roxin.
Nachdruck der vergriffenen Hardcover-Ausgabe von 2005 als Taschenbuch!erschienen im Karl-May-Verlag
- HKA-Band IV.3 ‚Von Bagdad nach Stambul‘ erschienen
Nach einer längeren Pause liegt nun der dritte Teil von Karl Mays Orientzyklus in zweiter Auflage vor. Auch in diesem Fall wurde der Text nicht nur noch einmal kritisch durchgesehen, sondern der Band um einen ausführlichen editorischen Bericht erweitert.
Dieser editorische Bericht enthält neben der Editionsgeschichte von „Von Bagdad nach Stambul“ einschließlich einer Bibliografie aller zu Mays Lebzeiten erschienenen Ausgaben und Auflagen auch wieder ein detailliertes Variantenverzeichnis. Darüber hinaus widmet sich der Bandbearbeiter Gunnar Sperveslage insbesondere der Rezeption der zeitgenössischen Archäologie durch Karl May in seinem Orientzyklus, in deren Zentrum die Gestalt des Sir David Lindsay steht. In den textgeschichtlichen Ausführungen des Bandbearbeiters erfahren die Leser des Bandes schließlich auch, dass und warum der bekannte sächsische Blümchenkaffee seinen Weg vom ›Deutschen Hausschatz‹ in die Buchausgabe nicht fand.
Die drei letzten Bände des Orientzyklus sollen diesem Band, wenn die Vorbereitungen nach Plan laufen, in etwa in Jahresabstand folgen.
Bearbeiter des Bandes: Gunnar Sperveslage und Holger Bartsch
Herausgeber des Bandes: Joachim Biermannerschienen im Karl-May-Verlag
beziehbar über den Museumsshop des Karl-May-Museums Radebeul
Weitere Informationen zur Historisch-kritischen Ausgabe finden Sie unter: www.karl-mays-werke.de