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Herzlich willkommen auf den Seiten der literarischen Karl-May-Gesellschaft e.V.!

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05.10.2017 (Do) - 08.10.2017 (So): Tagung der Karl-May-Gesellschaft in Naumburg (Stand: 27.05.2017)



Letzte Nachrichten



Neuerscheinung: Auch im Osten der Wilde Westen - Karl May und die russische Ausdehnung in Asien (Meldung vom 18. Juli 2017)

Eckehard Koch / Holger Kuße: Auch im Osten der Wilde Westen - Karl May und die russische Ausdehnung in Asien. Karl-May-Verlag, Bamberg / Radebeul. 384 Seiten. Hardcover. ISBN 978-3-7802-0562-9

Verlagstext:
Karl May hat sich in seinem Werk immer wieder der Minderheiten, der Verachteten, Verfolgten, Geknechteten, der unterdrückten Naturvölker oder der in Folge der europäischen Expansionen gedemütigten Bewohner des Orients angenommen. Er verfügte über die nötige Courage und das pädagogische Geschick, seine Botschaft der Toleranz gegenüber den Verachteten in seinen turbulenten Abenteuergeschichten so zu verpacken, dass sie oft nur indirekt zum Ausdruck kam und daher die vielfach im Zeitgeist verhafteten Leser eher unterschwellig beeinflusste.

Es wäre erstaunlich, wenn die russischen Eroberungen in Asien in Mays Werk keine Spuren hinterlassen hätten. Diese spielen zwar nicht die gleiche Rolle wie der Wilde Westen oder der Orient, aber er hat sie in ihren Grundzügen gekannt und vor allem die Eroberung Sibiriens als Sujet verwendet. Das vorliegende Buch informiert über die russische Ausdehnung in Asien, die in der Öffentlichkeit nur wenig bekannt ist, und bindet die Erzählung oder Andeutung der Ereignisse bei Karl May in die Geschichte ein.

erschienen im Karl-May-Verlag



Neuerscheinung: Karl May im Kontext des Balkanismus (Meldung vom 16. Juli 2017)

http://www.kulturverlag-kadmos.de/var/kadmos/files/products/details/9783865993687.jpgBoris Previšic: »Es heiszt aber ganz Europa …«: Imperiale Vermächtnisse von Herder bis Handke. Kadmos Verlag, Berlin 2017.  276 Seiten. Broschiert. ISBN 978-3-86599-368-7

Verlagstext:
Ob innerhalb unseres Subkontinents das andere Europa Leitfigur des europäischen Projekts ist?
An der geographischen Schnittstelle zwischen den beiden Vielvölkerstaaten des langen 19. Jahrhunderts, zwischen Osmanischem und Habsburgischem Reich, bildet sich eine Projektionsfläche, die in erster Linie für den deutschsprachigen Raum zentrale Identifikationsmuster zur Verfügung ausbildet:
Entdeckt Goethe in der Hasanaginica die Urpflanze der Ballade und Ranke in der serbischen Revolution den für Deutschland gültigen Prototyp des Nation Building? Lässt sich die Kulturdifferenz zwischen Deutschland und Österreich am besten in den unterschiedlichen Narrativierungen des südslawischen Raums festmachen? Und was haben Karl May, Hofmannsthal und Handke damit zu tun?
Für diese Fragen hält vorliegendes Buch überraschende Antworten bereit. Gleichzeitig zeigt es, warum die imperialen Vermächtnisse gerade für heute zentral sind:
Denn es gibt ihn, und wir haben ihn für ein inkludierendes offenes Europa nötiger denn je – so paradox es klingen mag: einen positiven Balkanismus.

erschienen im Kadmos Verlag



Karl-May-Auktion in Naumburg/Bad Kösen (Meldung vom 13. Juli 2017)

CoverAuch in diesem Jahr wird es im Rahmen des Kongresses der Karl-May-Gesellschaft wieder die von Wolfgang Hermesmeier organisierte und fachkundig betreute Buchauktion geben. Die Auktion findet am Fr., 6. Oktober um 19 Uhr statt. Versteigert werden erneut interessante und hochkarätige Sammlerstücke, wie z.B. Autographen, Bände der Kamerad-Bibliothek, Fehsenfeld- und Sascha-Schneider-Ausgaben.

Ein gedruckter Katalog wird im September den KMG-Nachrichten beiliegen, als Vorabinformation können alle zur Versteigerung kommenden Lose unter folgender Webadresse eingesehen werden:

https://karl-may.berlin/auktion

 



Wiener Karl-May-Brief 1-2/2017 erschienen (Meldung vom 09. Juli 2017)

http://www.freundeskreis-karl-may.com/med/print/mag/wkmb/2017-12-150.jpgWiener Karl-May-Brief, 13. Jg., Nr. 1-2/2017, 51 S.

Aus dem Inhalt:
- Robert Ciza: In einem Amberger Blatte · Karl May bei Josef Habbel
- h[ans] l[angsteiner]: Neuer Karl-May-Spielort in Niederösterreich
- Harald Hofbauer: Karl May als Landvermesser
- Robert Ciza: Der Mistake-Cannon in Wien · Unbekannte May-Abdrucke
- Jürgen Brake: La bataillère · Der Untergang der „Frühreisen-Legende“ in den wilden  Wassern des Lac Léman
- Robert Ciza: Repertorium, Grube und andere geographische Bilder
- Franz Császár: Old Shatterhand und sein Henry-Stutzen
- Alexander Brandt: Karl-May-Sammelbilder 1968 · Neuentdeckung aus Tsche­chien
- Franz Kotrba: Egon Friedell über Karl May
- Hans Langsteiner: Der Fantasy-Versuch · Der KMV startet die Buchreihe „Ma­gi­scher Ori­ent“
- Faszinationen des Orients · Inspiration für Karl May?
- Robert Ciza: Karl May in Siebenbürgen · Frühe Rumänische May-Abdrucke
- Hans Langsteiner: Eine legitime Neuerzählung · „Winnetou“ in RTL
- Wilhelm Brauneder: Ein May-Film, der keiner ist
- Hans Langsteiner: Karl May zum Lachen · Kabarettprogramm „Bluts­brü­der“ im Wie­ner Ra­ben­hofThea­ter
- Hans Langsteiner: „Babel und Bibel“ als Leseaufführung
- w[ilhelm] b[rauneder]: In guter Gesellschaft
- r[obert] c[iza]: Zur Datierung der Wiener Bilderbogen
- Wilhelm Brauneder: Kein May am Leman

Beziehbar über die Wiener Karl-May-Runde



Neuerscheinung: Karl-May-Welten V (Meldung vom 06. Juli 2017)

Roderich Haug / Bernhard Schmid (Hrsg): Karl-May-Welten V. Karl-May-Verlag, Bamberg / Radebeul. 232 Seiten. Paperback. ISBN 978-3-7802-3029-4

Verlagstext:
Mit Beiträgen von Wilhelm Brauneder, Christian Heermann, Adolf Kellenberger, Christoph F. Lorenz, Michael Petzel, Malte Ristau, Bernhard Schmid, Hartmut Schmidt, Jürgen Seul, Hans-Dieter Steinmetz, Christina Wehnert, Jürgen Wehnertund Thomas Winkler

Biografisches:
- Über Karl May am See Genezareth
Bibliografisches:
- Über die Zeitschrift "Frohe Stunden",die Erzählung "Auferstehung", die Bearbeitung des Doppelromans "Szepter und Hammer"/"Die Juweleninsel" und eine May-Parodie von Kurt Schwitters
Filmgeschichte:
- Über den Drehort Tulove Grede, die verschollenen Stummfilme und Thea von Harbous Kontakte zu den frühen May-Filmen
Und weitere spannende Themen wie Karl Mays Waffen, Spiel-und Sammlerfiguren von Elastolin und frühe Hörspielprojekte

erschienen im Karl-May-Verlag



Reprint zum Sonderpreis im dritten Quartal 2017 (Meldung vom 01. Juli 2017)

Vom 1.7. bis 30.9.2017 ist folgender KMG-Reprint zu einem Sonderpreis erhältlich:

Der Beobachter an der Elbe. Reprint der Karl-May-Gesellschaft. Einleitung von Christoph F. Lorenz. Hamburg 1996. 352 Seiten.

Der 2. Jahrgang der bei der Verlagsbuchhandlung und Druckerei Heinrich Gotthold Münchmeyer erschienenen und von Karl May als Redakteur betreuten Zeitschrift (1875) wird in diesem Reprint auszugsweise wiedergegeben und enthält Mays Novelle Wanda, außerdem seine Erzählung Der Gitano. Ein Abenteuer unter den Carlisten, also beide Texte, die May für den Beobachter verfasst hat.
Ebenso abgedruckt ist der umfangreichste Beitrag für die Zeitschrift, der Historische Roman Der Goldmacher von Otto Freitag, Mays Vorgänger als Redakteur bei Münchmeyer.
Weiter sind zu lesen Friedrich Axmanns Scizzen aus dem Nachtleben Wiens (Eine Nacht in der Brigittenau), sein Nachtstück aus der Wiener Gaunerwelt (Aus Leichtsinn), vom selben Autor Ein Wiener Nachtbild (Von Verbrechen zu Verbrechen), die Kriminalgeschichte Verderblicher Wahn und ein Nachtbild aus dem Pußtenleben (Die Zigeunerbraut).
Beschlossen wird der Reprint mit einer Erzählung aus dem Westen Amerika’s: Die Räuber am Osagestrom von Mary Dobson und im Anhang mit einem Ausschnitt aus dem Roman Die Tochter des Freiherrn von Carl Adler, in dem eine Familie Sternau eine Rolle spielt.

Der Reprint kostet in diesem Zeitraum 14,90 Euro statt 30 Euro (zzgl. Versandkosten).

Bestellungen bitte an Reiner Pütz: reprints@karl-may-gesellschaft.de



Buchvorstellung: Manuel Menrath: Mission Sitting Bull. Die Geschichte der katholischen Sioux (Meldung vom 25. Juni 2017)

https://www.schoeningh.de/typo3temp/_processed_/csm_9783506783790_fbd3bd4e59.pngvon Gunnar Sperveslage

Auch wenn das vorliegede Buch bereits vor einem Jahr erschienen ist, soll es an dieser Stelle kurz vorgestellt werden. Der Autor Manuel Menrath ist Historiker und ist als Oberassistent am Historischen Seminar der Universität Luzern tätig. Er beschäftigt sich intensiv mit den Indianern Nordamerikas und forscht u. a. zu den Cree und Ojibway. Im vorliegenden Buch hat er sich mit der Missionierung der Sioux auseinandergesetzt und beleuchtet dabei auch die Schattenseiten. Eine zentrale Figur ist dabei der Bischof Martin Marty (1834-1896).

Manuel Menrath: Mission Sitting Bull. Die Geschichte der katholischen Sioux. Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn. 373 Seiten. Gebunden. ISBN 978-3-506-78379-0

Verlagstext:
Ein nahezu unbekanntes Kapitel in der Geschichte der europäischen Eroberung Nordamerikas wird entdeckt: die Bekehrung der Sioux. Manuel Menrath nimmt seine Leser mit in die Zeit des »Wilden Westens« und an die Orte eines Geschehens, an das sich die Nachfahren der damaligen Indianer vielfach nur mit Trauer und Bitterkeit erinnern.
Kaum jemand in Europa weiß, dass heute ein Großteil der Sioux der katholischen Kirche angehört. Einst galten sie als das kriegerischste Volk auf dem Gebiet der heutigen USA. Unter ihren Anführern Red Cloud und Sitting Bull lehrten sie die weißen Eindringlinge das Fürchten. Doch als die Büffel beinahe ausgerottet waren und die Armee ihre Jagdgründe endgültig besetzte, mussten sich auch die letzten Widerstandskämpfer mit ihren Familien ins Reservat begeben. Dort wurden sie vom Benediktiner Martin Marty aus Einsiedeln und dessen Gehilfen missioniert und »zivilisiert«. Während sich Red Cloud katholisch taufen ließ, blieb Sitting Bull standhaft. Der berühmte Chief hielt an seiner traditionellen Weltanschauung fest. Damit forderte er Marty und seine Missionare immer wieder aufs Neue heraus.
Das Buch erzählt erstmals diese Bekehrungsgeschichte, der Martin Marty sein Leben widmete. Dem Kirchenmann wurden Ehren und Wertschätzung bis heute zuteil. Die Sioux hingegen erlebten die Missionierung als Trauma und Tragödie: Zu spät erkannten sie, dass der neue Glaube nicht mit dem alten verbunden werden durfte.

erschienen im Verlag Ferdinand Schöningh




'Das Wasser vom Brunnen Sem-Sem' - SWR2 Literatur-Sendung zum Download (Meldung vom 21. Juni 2017)

von Hartmut Wörner

Nach den hervorragenden Hörspielen des Bayerischen Rundfunks zum Mythos von Sitara kann nun ein weiteres Highlight als MP3-Datei heruntergeladen werden. Das am 20.6.2017 in SWR2 Literatur gesendete Feature von Norbert Hummelt:

"Das Wasser vom Brunnen Sem-Sem. Karl May als Orientversteher".

Die Sendung beschäftigt sich anhand des großen Orientzyklus mit der Aktualität Karl Mays. Durch in Hörspielform aufbereitete Originaltexte aus den Bänden 1 - 3 der "Gesammelten Reiseerzählungen" und Kommentare von May-Lesern und Experten wird deutlich, dass May ein exzellenter Wissensvermittler war und seine Leser bis heute gültige Informationen über den Orient, seine Völker und seine Religionen, insbesondere den Islam, erhalten. Das Feature belegt auch - in beeindruckender Weise, aber ohne Schönfärberei - die völkerverbindende, humanitäre Grundströmung der Orientromane Karl Mays. Ausführlich zu Wort kommt der KMG-Vorsitzende Dr. Johannes Zeilinger. Eine Sendung, die May-Interessierten und solchen, die es werden wollen, ans Herz gelegt sei.

SWR2 stellte das Feature mit folgendem Text vor:

Er war der Mann, der den Löwen getötet hat; er war der Freund des Scheiks der Haddedihn; er war in Mekka, der Stadt, die für jeden Ungläubigen bei Todesstrafe verboten ist, und füllte sich Wasser vom heiligen Brunnen Sem-Sem ab - freilich alles nur in seiner Phantasie. Der stets in Sachsen sesshafte "Reiseschriftsteller" Karl May brachte sich als Kara Ben Nemsi Effendi in den Ländern des Padischah zur Geltung, schlichtete Stammesfehden im wilden Kurdistan und jagte Verbrecher bis in die letzten Schluchten des Balkan. Seinen Lesern brachte er ein ebenso angelesenes wie erschriebenes Wissen über den Islam und die ethnischen Konflikte Arabiens und des Vorderen Orients nahe, das bis heute verblüfft - und in diesen Zeiten dringend fehlt. Was kann man von Karl May heute über den Orient lernen? Norbert Hummelt geht dieser Frage nach, im Gespräch mit passionierten Karl May-Lesern und mit frischem Blick auf die Romane des Orientzyklus, von "Durch die Wüste" bis "Der Schut".

Die Sendung kann hier heruntergeladen werden.



Sonderheft der Karl-May-Gesellschaft Nr. 157 erschienen (Meldung vom 19. Juni 2017)

SKMG_157Joachim Biermann, Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft. Stichwortverzeichnis für die Nummern 181-190

46 Seiten. 4 Euro (zzgl. Versandkosten)
 
 
Bestellungen bitte an: vertrieb[AT]karl-may-gesellschaft.de

 

 

 

 



Karl May in Leipzig Nr. 109 (Juni 2017) erschienen (Meldung vom 15. Juni 2017)

KMinLpzg-CoverAus dem Inhalt:

- Jenny Florstedt: Aus Leipzig auf dem Rade um die Welt
- Martin Schulz: Allerlei (nicht) von Karl May (VII). Interessantes – aber Abgeschriebenes
- Jenny Florstedt/Martin Schulz: Der falsche May. Nummer Acht — Kunstwerke aus Kork vom Konditor
- Michael Keßler: Nur Kolportage und Triviales? — zum 175. Geburtstag Karl Mays (* 25. Februar 1842)
- Jenny Florstedt: Zwischen den Welten — Karl May in Dresden und in Jena
- Sven-Roger Schulz: Neues zu Max Eschner
- Jenny Florstedt: Der magische Orient in Leipzig. Der Karl-May-Verlag war am 23. März wieder zu Gast im Freundeskreis.
- Jenny Florstedt: Von Pferden und Hunden. Anja Tschakert sprach am 10. Mai in der Stadtbibliothek über Karl Mays Pferdekenntnisse
- Carl Beyschlag: Die Prairien. Erlebnisse eines deutschen Flüchtlings von C. B. [VIII.]

das Heft ist zu beziehen über: Freundeskreis Karl May Leipzig e.V.



Kabinettsausstellung „Fragile Kräfte – Bilder zu Karl May von Sascha Schneider und Rainer Griese“ (Meldung vom 09. Juni 2017)

Von Samstag, 1. Juli bis Dienstag, 31. Oktober 2017 zeigt das Karl-May-Museum Radebeul die Kabinettsausstellung "Fragile Kräfte – Bilder zu Karl May von Sascha Schneider und Rainer Griese".

Die Ausstellung „Fragile Kräfte – Bilder zu Karl May von Sascha Schneider und Rainer Griese“ ist im Erdgeschoss der Villa „Shatterhand.“ zu sehen. Sie stellt das grafische Werk des symbolistischen Künstlers Sascha Schneider den modernen Darstellungen von Motiven Karl Mays durch den Fotografen Rainer Griese gegenüber. Schneider zeigte besonders den kraftvollen Menschen in Mays Werken, doch in seinen Bildern sind auch Schwäche und Zerbrechlichkeit zu spüren. Diese Fragilität der Kräfte rückt in den Fotografien Grieses in den Mittelpunkt.

Abbildung rechts: "Winnetou" von Rainer Griese (2007), in Anlehnung an ein Motiv von Sascha Schneider

Zu Sascha Schneider und Rainer Griese siehe auch die Beiträge von Hartmut Vollmer und Holger Kuße in der aktuellen Ausgabe des Museumsmagazins Der Beobachter an der Elbe.

weitere Informationen zur Ausstellung unter www.karl-may-museum.de



Karl May & Co. Nr. 148 (Juni 2017) erschienen (Meldung vom 05. Juni 2017)

KARL MAY & Co. Nr. 148Aus dem Inhalt:

Karl May - Leben und Werk
- Tanja Trübenbach: „Viel ausgestanden. Jetzt besser“ - Zu einer Postkarte von Karl May an Max Welte

Karl May im Film
- Michael Petzel: Der Besessene - Artur Brauner (Vorabdruck aus Michael Petzels Au­to­bio­gra­phie)
- Marc Hairapetian: Ansteckend lebendig - Interview mit Iazua Larios
- Karl-Heinz Becker: Mr. Bean besucht Winnetou - Filmkritiker Robin Bean bei den Dreharbeiten zu „Der Ölprinz“
- Michael Petzel: Alle meine Karl-May-Filme (16): »Winnetou 1. Teil« - Der zweite Platz
- Christian Hees: Ein Multitalent des kroatischen Films - In memoriam: Vladimir Tadej
- Christoph Alexander Schmidberger: „Nscho-tschi auch noch umzubringen, schien uns zu grausam“ - „Win­ne­tou“-Drehbuchautor Jan Berger im Gespräch
- Alfred Herold: Nothing to say … - Saloon-Song aus „Old Shatterhand“ auf Englisch entdeckt
- Sigfrid Baumann: Sturm auf die Juárez-Festung - „Der Schatz der Azteken“: Auf Drehortexpedition

Karl May auf der Bühne
- Henning Franke: Niemals geht man so ganz - Abschied in Rathen
- Christine Hünseler: „Die Rolle ernst nehmen, ohne sie zu ikonisieren …“ - Im Gespräch mit Jean-Marc Birkholz
- Ulrich Neumann: Karl-May-Festspiele 2017 - Überblick über die diesjährigen Inszenierungen

Szene & Sonstiges
- Nicolas Finke: Stasi-Treff Villa Bärenfett - Die Karl-May-Szene und die Stasi, Teil 1
- Michael Kunz: Jubiläum mit Klaus-Dill-Schwerpunkt - Informative Ausstellung in Offenbach
- Hartmut Schmidt: „Immer waren die Indianer bei ihm grausame Menschen“ - Bausteine zur Karl-May-Rezeption in der DDR (III)

das Heft ist zu beziehen über: Mescalero e.V.



Heft Nr. 192 der Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft erschienen (Meldung vom 30. Mai 2017)

M_KMG192Inhaltsberzeichnis:
- Rainer Jeglin: In eigener Sache (S. 1)
- Christoph Blau: „Vom Verfasser des Waldröschen“. Bibliografische Notizen zu einer ungewöhnlichen Verfasserangabe bei der Fischer-Ausgabe des Weg zum Glück (S. 2)
- Hans-Jürgen Düsing: Karl May und das ›Grazer Volksblatt‹ (Teil 2) (S. 10)
- Malte Ristau: Mit Karl May auf den Spuren besonderer Ritter. Reiseführer für eine Tour durch das Brandenburg der Quitzow-Zeit (S. 22)
- Hartmut Wörner: Old Shatterhand in Trauer (S. 38)
- Eckehard Koch / Gerd Hardacker: Das Thema ›Blutsbrüderschaft bei Karl May‹ – und kein Ende. Weitere Ergänzungen zu unserem Jahrbuch-Beitrag 2016 (S. 51)
- Detlef Münch: Die Schundliteratur-Kampagne gegen den „Pfarrer mit der dämonischen Phantasie“ Friedrich Wilhelm Mader 1910–1920 (S. 60)
- Gunnar Sperveslage: Die Kraft der Phantasie – die Phantasie des Kraft. Rezension zu Thomas Braatz’ Robert-Kraft- Bibliographie (S. 70)

Unser Titelbild
Blutsbrüderschaft. Illustration von Josef Ulrich zur tschechischen Ausgabe von Winnetou I im Verlag Josef Vilímek (1901). Vgl. auch den Beitrag von Eckehard Koch und Gerd Hardacker in diesem Heft.



Buchvorstellung: Robert-Kraft-Bibliographie (Meldung vom 29. Mai 2017)

https://www.robert-kraft.de/files/stacks_image_12544.jpg

von Gunnar Sperveslage

Anlässlich des 100. Todestages von Robert Kraft ist im November 2016 die von Thomas Braatz erstellte Robert-Kraft-Bibliographie in 3. erweiterter und verbesserter Auflage erschienen. Die Robert-Kraft-Bibliographie ist ein überaus opulent ausgestattetes und durchgängig farbig illustriertes Werk. Der Band enthält auf über 1000 Seiten alle bekannten von Robert Kraft verfassten Texte, die zwischen 1895 und 2016 in gedruckter Form oder als E-Book erschienen sind. Diese sind in all ihren Varianten und Auflagen, einschließlich der Übersetzungen in andere Sprachen, aufgenommen.  Der Umfang der Bibliographie ist gegenüber der 2. Auflage von 2006 um mehr als 100 Seiten erweitert worden. Hinzu kamen neu entdeckte Ausgaben, z.B. von „Der Medizinmann“ und „Das Totenschiff“. Ferner konnte Thomas Braatz zwei bislang unbekannte Texte aus dem Jahr 1899 in die Bibliographie aufnehmen: die Erzählung „Ein Freundschaftsdienst“  und die Humoreske „Ein kerngesunder Mensch“.

Auf lange Sicht wird die Bibliographie ein unentbehrliches Standardwerk der Robert-Kraft-Forschung sein und auch in Bezug auf andere Abenteuerschriftsteller wie Karl May als wichtiges Referenzwerk dienen.

Ausführlichere Besprechungen der Bibliographie finden Sie in:
- KMG-Nachrichten 192, S. 24-25 (Chr. F. Lorenz)
- Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft 192, S. 70-72 (G. Sperveslage)

Thomas Braatz: Robert Kraft (1869–1916). Umfassende, reich illustrierte Bibliographie zum 100. Todestag. Edition Braatz & Mayrhofer, Leipzig & Wien 2016. 1031 S. € 85,00

Die Bibliographie kann unter www.robert-kraft.de bestellt werden.



Historisch-kritische Ausgabe (HKA) (Meldung vom 28. Mai 2017)

http://www.karl-mays-werke.de/images/hka.jpgDie Abteilung VII: "Vermischte und nachgelassene Schrifte" der Historisch-kritischen Ausgabe der Werke Karl Mays wird Gedichte, Kompositionen, Vorträge, Tagebuchaufzeichnungen, Notizen und Fragmente aufnehmen. Bisher gab es dazu noch keine detaillierte Planung. Nach einer Sichtung der vorgesehenen Texte haben die Herausgeber der Reihe nun eine erste, wenngleich vorläufige, Bandaufteilung vorgenommen. Leser und Abonnenten können sich nach aktuellem Stand auf vier Einzelbände freuen:

VII.1: Repertorium C. May. Fragmente, Skizzen, redaktionelle Arbeiten und Kurztexte
VII.2: Weihnachtsabend und andere Gedichte
VII.3: Ave Maria. Kompositionen und Gedichte
VII.4: Empor ins Reich der Edelmenschen! Vorträge, letzte Äußerungen und Manuskripte aus dem Nachlass.


Näheres zur Historisch-kritischen Ausgabe unter http://www.karl-mays-werke.de

Aktuelle Berichte zum Fortgang der Historisch-kritischen Ausgabe finden Sie unter: http://www.karl-mays-werke.de/pressemitteilung.html



Sitara-Hörspiel des BR steht zum Download bereit (Meldung vom 28. Mai 2017)

von Hartmut Wörner

Das vierteilige Hörspiel „Sitara – Land der Sternenblumen“ kann nun in exzellenter MP 3-Qualität von der Webseite des Bayrischen Rundfunks heruntergeladen werden.

Das gesamte Hörspiel beruht auf Mays großem Altersroman ‚Ardistan und Dschinnistan‘:

Im Zentrum von Teil 1 „Lichte Höhen“ steht die Beobachtung der als Metapher für die Öffnung der „Tore des Paradieses“ stehenden Vulkanausbrüche vom Dach des Tempels in Ussula und die hierauf bezogene „Sage vom verlorenen Paradies“. Teil 2 „Die Insel der Heiden“ schildert die zweite Begegnung von Kara Ben Nemsi mit dem Dschirbani mit mystischen Reflexionen zu Leben und Tod. Teil 3 „Die Stadt der Toten“ führt in die verödete ehemalige Hauptstadt von Ardistan; im Zentrum steht die Erzählung der Sage des Maha Lama-Sees und die Nachtszene mit dem Mir von Ardistan im Tempel der Totenstadt. Teil 4 „Marah Durimeh“ bringt den Auftakt des Doppelromans in Sitara, in dessen Mittelpunkt die „Menschhheitsseele“ Marah Durimeh steht. Ergänzt wird dies um Texte aus den ‚Himmelsgedanken‘ und das ‚Ave Maria‘.

In dem von Michael Farin konzipierten modernen Hörspiel wird die literarische Qualität und Kraft von Karl Mays zentralem Alterswerk in der Interpretation durch professionelle Schauspieler in beeindruckender Form verdeutlicht. Dabei werden die zentralen – vielleicht mehr denn je aktuellen – humanitären und pazifistischen Botschaften des späten May in eindringlicher Weise transportiert. Mit der Musik von Franz Hautzinger wird dies zu einem beeindruckenden Kulturereignis, das für jeden Literaturfreund ein Genuss und für jeden Kenner Karl Mays ein unbedingtes Muss ist.

Als „Schmankerl“ bietet der BR noch ein weiteres, ebenfalls uneingeschränkt empfehlenswertes, Hörspiel „Sitara – Seelenland“ zu Mays Augsburger Rede von 1909, in deren Mittelpunkt das „Märchen von Sitara“ stand, zum Herunterladen.

Eine weitere Verbreitung und eine medienkünstlerische Visualisierung dieser Hörspiele wäre ein Desiderat.

Weitere Informationen und Link zum Download auf der Website des Bayrischen Rundfunks.



Buchvorstellung: Norland als juristischer Tagtraum (Meldung vom 20. Mai 2017)

Coverabbildungvon Hartmut Wörner

Bereits im vergangenen Jahr ist im Rahmen der Schriftenreihe ‚humaniora‘ im LIT Verlag die kleine Monographie „Norland als juristischer Tagestraum“ des Jura-Professors Thomas Vormbaum zu Mays frühem Roman ‚Scepter und Hammer‘ erschienen, die hier angezeigt werden soll.

Vormbaum geht in seinem Büchlein, ausgehend von Ernst Blochs Definition des Tagtraums, der Frage nach, inwieweit der literarische Tagträumer Karl May in ‚Scepter und Hammer‘ die rechtspolitischen Gegebenheiten in der Entstehungszeit des Romans um 1880 spiegelt und von welchen Veränderungen dieser Realität er in seinem Werk „träumt“. Dieser Ansatz Vormbaums erweist sich als durchaus ertragreich. Er weist nach, dass sich in Mays utopischem Raum von Norland und Süderland viele gesellschaftliche und politische Entwicklungen um 1879 niedergeschlagen haben. Beispielsweise spiegelt sich dort der im deutschen Kaiserreich verbreitete Blick auf „Reichsfeinde“ wie Katholische Kirche, Jesuiten und Sozialdemokraten wider, der diese heterogenen Gruppen undifferenziert „zu einem einzigen großen deutschfeindlichen Bündnis“ zusammenfasste. Vormbaum zeigt auch, dass Mays staatpolitischer Tagtraum von einer konstitutionellen Monarchie, in der es keine Todesstrafe mehr gibt, zwar nicht sehr konkret, aber für die damalige Zeit durchaus fortschrittlich war.

Man muss nicht allen Bewertungen Vormbaums folgen. So erscheint die Einstufung des Königs Wilhelm II. von Norland, der ein zwar ein gutwilliger, sympathischer Mensch ist, aber in seiner Funktion eklatant versagt hat und ohne die Hilfe Max Brandauers seinen Thron zurecht verlieren würde, als „milden, volkstümlichen, lernfähigen und letztlich dann doch durchsetzungsfähigen Herrscher“ durchaus anfechtbar. Solche Details mindern aber nicht den Wert von Vormbaums Studie, die auch durch eine klare Struktur und ihre verständliche Sprache besticht. Insgesamt handelt es sich um eine wertvolle Ergänzung der Sekundärliteratur zu Karl Mays frühem utopischem Doppelroman, die dem Interessierten nur empfohlen werden kann.

Thomas Vormbaum: Norland als juristischer Tagtraum. Rechtsutopien und Rechtsdystopien in Karl Mays Roman „Scepter und Hammer“. LIT Verlag Berlin 2016. 80 S. ISBN 978-3-643-13330-4



Der Beobachter an der Elbe Nr. 28 (Meldung vom 18. Mai 2017)

u1Ausgabe Nr. 28 des Magazins aus dem Karl-May-Museum Radebeul ist erschienen. Themenschwerpunkt ist der Maler und Bildhauer Sascha Schneider, dem das Museum ab 1. Juli 2017 auch eine Sonderausstellung widmen wird.

Aus dem Inhalt:
Hartmut Vollmer: "Beide Künstler sind begeistert für ein und dasselbe hohe Ziel"
Holger Kuße: Winnetous herrliches Haar
Holger Kuße: Fragile Flugobjekte
Eckehard Koch: Indianer als Freunde und Verbündete der Weißen IX
Wir über uns: Museumsreport
Beate Störzel: Förderverein Karl-May-Museum
Hasso Segschneider: Lukullische Feder
Redaktion: Veranstaltungen in der Karl-May-Geburtsstadt
Redaktion: Allerlei

weitere Informationen unter www.karl-may-museum.de



Limitierte Sammlerkarte zum KMG-Kongress in Naumburg (Meldung vom 12. Mai 2017)

Die abgebildete Sammlerkarte von Reinhard F. Gusky wird exklusiv beim Kongress der KMG in Naumburg vom 5. - 8.10.2017 in einer Auflage von 200 Exemplaren erhältlich sein. Die Kongressteilnehmer bekommen die Karte beim Tagungsbüro kostenlos als Erinnerung an die Tagung.



Postkartenserie 'Karl May und Sascha Schneider' (Meldung vom 12. Mai 2017)

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Zum Kongress der KMG in Naumburg erscheint auch exklusiv in sehr kleiner Auflage eine Postkartenserie "Karl May und Sascha Schneider" gestaltet von Hartmut Wörner. Die Serie umfasst vier Karten und wird beim Tagungsbüro für eine kleine Spende an die KMG erhältlich sein.



Buchvorstellung: Eine Geschichte des Ezidentums (Meldung vom 09. Mai 2017)

Die Eziden und das Ezidentumvon Gunnar Sperveslage

Bei Karl May treten die Eziden in den ersten beiden Bänden des Orientzyklus, "Durch die Wüste" und "Durchs wilde Kurdistan", und später noch einmal in "Im Reiche des Silbernen Löwen II" auf. May beschreibt den Glauben dieser religiösen Minderheit sehr ausführlich und mit viel Empathie. Er stellt sie durchweg positiv dar und nimmt sie gegen Vorurteile in Schutz.

Lesern von Karl May sind die Eziden deshalb seit jeher ein Begriff. Doch obwohl in Deutschland die weltweit größte ezidische Diaspora beheimatet ist, ist allgemein recht wenig über die Eziden, ihre Geschichte, ihren Glauben und ihre schwierige Lebenssituation bekannt. Dies begann sich erst zu ändern, als der IS 2014 einen systematischen Völkermord unter den Eziden beging und darüber weltweit in den Medien berichtet wurde.

Der Psychologe Sefik Tagay und der Jurist Serhat Ortaç, beide Vorsitzende der "Gesellschaft Ezidischer AkademikerInnen" (GEA), haben 2016 im Auftrag der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg ein Buch über die Eziden vorgelegt. Darin geben sie einen ausführlichen Überblick über die Geschichte des Ezidentums und die gegenwärtige Situation.

Das Buch ist in drei Hauptkapitel gegliedert: Das erste beschreibt die Geschichte, den Glauben und die Traditionen der Eziden, das zweite die Geschichte der ezidischen Diaspora in Deutschland und das dritte ist dem 2014 durch den IS begangenen Völkermord gewidmet.

Das Buch ist eine Veröffentlichung der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und steht kostenlos als PDF zur Verfügung.

Sefik Tagay und Serhat Ortaç: Die Eziden und das Ezidentum. Geschichte und Gegenwart einer vom Untergang bedrohten Religion. Hamburg 2016. 217 Seiten. ISBN: 978-3-946246-03-9



Neuerscheinung: Arno Schmidt und Hans Wollschläger (Audio-CD) (Meldung vom 01. Mai 2017)

»Es ist schon ein selbstmörderisches Gewerbe«. Arno Schmidt und Hans Wollschläger»Es ist schon ein selbstmörderisches Gewerbe«. Arno Schmidt und Hans Wollschläger im Gespräch. Hörcollage von Walter Gödden. Eine Produktion der Nyland-Stiftung im Rahmen der »Hörbibliothek Nyland«.
Sprecher: Carsten Bender und Thomas Thieme
Musik: Matthias Hirzel
2017
ISBN 978-3-8498-1229-4
CD, 60 min.

Verlagstext:
Zwei Geistesgrößen im Gespräch: Hier Arno Schmidt, der mit vielen Preisen ausgezeichnete Sprach-Experimentator und Schöpfer des epochalen Werks „Zettels Traum“. Dort Hans Wollschläger, bekannt durch seine Karl-May-Forschungen und seine kongeniale Übersetzung von James Joyces „Ulysses“, auch er ein begnadeter Stilist und Essayist. In der vorliegenden Hör-Collage kommen beide im Rahmen eines Zwiegesprächs zu Wort, das zwei interessierte Leser – ganz im Stile der Schmidt‘schen Radioessays – über die Protagonisten führen. Es fußt auf dem mehrere hundert Seiten umfassenden, bislang – bis auf wenige Zeugnisse – unveröffentlichten Briefwechsel zwischen Schmidt und Wollschläger.

erschienen im Aisthesis-Verlag



Neuerscheinung: Verlorene Welten - Eine Geschichte der Indianer Nordamerikas (Meldung vom 24. April 2017)

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Aram Mattioli: Verlorene Welten. Eine Geschichte der Indianer Nordamerikas 1700-1910. Verlag Klett-Cotta, Stuttgart. 464 Seiten. Gebunden mit Schutzumschlag. ISBN 978-3-608-94914-8

Verlagstext:
Umfassend erzählt und deutet Aram Mattioli die Geschichte der Indianer und ihrer Vernichtung vom 18. Jahrhundert bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Anschaulich schildert er die globalen Ereignisse vor dem Hintergrund aller zentralen Zeiterscheinungen. Eindringlich beschreibt er den langen und gewaltsamen Prozess der Kolonisierung durch die weißen Siedler. Zugleich bezieht er stets die Sicht der »Besiegten« gleichberechtigt in die Betrachtung mit ein und zeigt eindrucksvoll, wie indianische Nationen ganz unterschiedlich auf die Landnahme reagierten. Daneben kommen die kulturellen Leistungen der Indianer ebenso zur Sprache wie die großen sozialen Umwälzungen und die vielfältigen Lebensformen. In packenden Szenen beschreibt der Autor die entscheidenden Kämpfe und zeichnet treffende Porträts der einfachen Menschen wie der großen politischen Akteure. Ein anregendes und brisantes Buch über die Verwandlung der amerikanischen Welt, das nicht nur auf die Vergangenheit, sondern auch auf die Gegenwart ein neues Licht wirft. 

erschienen bei Klett-Cotta



Mitarbeitertagung in Köln (Meldung vom 24. April 2017)

Am 22. und 23. April 2017 fand die jährliche Mitarbeitertagung der Karl-Gesellschaft in Köln statt. Auf der Tagesordnung standen neben Themen des Tagesgeschäftes auch Fragen zur Zukunft der Gesellschaft. Zuerst aber hatte Johannes Zeilinger als Vorsitzender das durch persönliche Gründe bedingte Ausscheiden Udo Lipperts aus dem Vorstand mitzuteilen. Die Funktionen des Schatzmeisters werden im Auftrag des Vorstands nun vorerst von Uwe Teusch übernommen, der sich bei der nächsten Mitgliederversammlung am 7. Oktober 2017 für dieses wichtige Amt zur Wahl stellen wird.

Ein wichtiger Tagespunkt war der Karl-May-Kongress in Naumburg / Bad Kösen, der vom 5.-8. Oktober dieses Jahres stattfinden wird. Hartmut Wörner berichtete über die hervorragenden logistischen Bedingungen und die angenehme wie zuvorkommende Zusammenarbeit vor Ort. Zur Unterstützung bei der Durchführung des Kongresses, insbesondere im Tagungsbüro und an den Büchertischen, wurden noch helfende Hände gesucht, die sich im Plenum sofort fanden. Der Geschäftsführer berichtete ferner über die ersten Sondierungen in Mainz, dem Tagungsort für 2019. Anschließend wurden Vorschläge zur Ausrichtung des Kongresses im Jahr 2021 gesammelt, die auf der Mitgliederversammlung in Naumburg zur Diskussion gestellt werden.

Zum Thema Publikationen konnte Joachim Biermann den Fortschritt an weiteren Sonderheften vermelden, u.a. das Stichwortverzeichnis für die Mitteilungen 181-190 sowie eine Sammlung der Pressestimmen zum 175. Geburtstag Mays. Helmut Schmiedt referierte den Stand einer Festschrift, die 2019 anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Karl-May-Gesellschaft erscheinen wird.

Der Abschluss des ersten Tages gehörte den Berichten der Karl-May-Einrichtungen sowie einzelner Mitarbeiter über Stand und Probleme ihrer Aktivitäten. Sowohl Claudia Kaulfuß für das Karl-May-Museum Radebeul als auch André Neubert für das Karl-May-Haus Hohenstein-Ernstthal konnten Erfreuliches zur Bereitstellung von Bundesfördermitteln zur Baufinanzierung berichten.

Am zweiten Tag konstituierten sich zwei Arbeitsgruppen, deren Ergebnisse anschließend im Plenum vorgestellt wurden. Eine Gruppe befasste sich mit der Fortführung der HKA. Hier konnten neue Mitarbeiter zur Unterstützung gewonnen werden, auch sind weitere Bände in der Bearbeitung weit fortgeschritten. Der Band „Auf der See gefangen“ mit Texten aus dem Frühwerk kann voraussichtlich bereits in der Jahresmitte erscheinen. Für die Abteilung VII „Vermischte und nachgelassene Schriften“ konnte eine konkrete Bandeinteilung erarbeitet werden, die demnächst auch im Editionsplan sichtbar sein wird.

Die zweite Arbeitsgruppe widmete sich dem Thema Öffentlichkeitsarbeit. Hier wurden Ideen erarbeitet, die Start- und Nachrichtenseite der KMG-Webseite aktualitätsnäher zu gestalten. Die Seite soll zu einem Blog ausweitet werden, der nach verschiedenen Kategorien filterbar die wichtigsten Neuigkeiten rund um Karl May enthält, wie z.B. Neuerscheinungen und Tagungstermine, aber auch Rezensionen und Berichte über Veranstaltungen. Die inhaltliche Gestaltung übernimmt Gunnar Sperveslage, Ralf Schönbach die technische Umsetzung.

Damit endete eine atmosphärisch angenehme Tagung, auf der viele wichtige organisatorische Fragen geklärt und Weichen für die Zukunft gestellt werden konnten. Der Dank der Teilnehmer geht an Hartmut Wörner für die gelungene Planung sowie an Thomas Grafenberg für das Begleitprogramm und die kenntnisreiche Stadtführung.



Neuerscheinung: Das »Ross der Himmelsphantasie« (Meldung vom 24. April 2017)

Das Ross der Himmelsphantasie Karl May: Das „Ross der Himmelsphantasie“. Texte aus dem Spätwerk. Eingeleitet und kommentiert von Hartmut Wörner. Karl-May-Verlag, Bamberg. 302 Seiten. Broschiert. ISBN 978-3-7802-3086-7

Klappentext:
Karl May – dieser Name steht für spannende, niveauvolle Unter­haltung, für legendäre Helden wie Winnetou und Old Shatterhand. Die vorlie­gende Anthologie zeigt, dass die literarische Spannbreite des sächsischen Phantasten viel größer ist als vielfach bekannt. Die facettenreiche Sammlung von Texten aus der letzten Schaffensperiode des meistgelesenen Autors deut­scher Sprache prä­sentiert May als Weltanschauungsschriftsteller, der mit sei­nen Schriften Impulse zur Humanisierung vermitteln wollte.
»Das Ross der Himmelsphantasie« enthält neben ebenso fesselnden wie tief­grün­digen Erzählungen auch Reflexionen, Gedichte und autobiografische Tex­te. Eine bunte literarische Reise in den unbekannteren Teil des ›May-Univer­sums‹, die den passionierten Leser zu einer Neuentdeckung des faszinieren­den Autors einlädt.
Mit fachkundigen Kommentaren und einer Einführung des Herausgebers Hart­mut Wörner (Geschäftsführer der Karl-May-Gesellschaft)

erschienen im Karl-May-Verlag



Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 2016 erschienen (Meldung vom 17. Oktober 2016)

InhaltsverzeichnisCover Jahrbuch 2016

  • Florian Schleburg: Das sechsundvierzigste Jahrbuch (S.7)
  • Horst Briehl: Sonne, Mond und Sterne. Astronomie bei Karl May? (S.17)
  • Eckehard Koch / Gerd Hardacker: "Also eine Blutsbruderschaft, eine richtige, wirkliche Blutsbruderschaft, von der ich so oft gelesen hatte!" Die Darstellung der Blutsbrüderschaft bei Karl May - eine Bestandsaufnahme (S.79)
  • Thomas Kramer: ›Joseph und seine Brüder‹, Kara Ben Nemsi und die Ihren. Eine komparatistische Heldenreise zum Mythos bei Karl May und Thomas Mann (S.131)
  • Lutz Hagestedt: Helden und Herzen. Karl Mays lyrischer Kanon (S.189)
  • Ralf Georg Czapla: Etablierte und Außenseiter. Soziale Figurationen und ihre narrative Inszenierung in ›Dorfgeschichten‹ von Karl May, Ludwig Ganghofer und Kuni Tremel-Eggert (S.213)
  • Johannes Zeilinger: "Ich war gestorben gewesen und hatte dies doch bemerkt". Scheintod und Nahtoderfahrungen bei Karl May (S.241)
  • Rudolf Lüthe: Sehnsuchtsorte. Kulturphilosophische und rezeptionstheoretische Anmerkungen zu Karl Mays ›Orientzyklus‹ (S.271)
  • Thomas Le Blanc: "Darum will ich Märchenerzähler sein…". Karl May als phantastischer Autor (S.283)
  • Harald Eggebrecht: Wieviel Kolportage steckt im Spätwerk? (S.311)
  • Rudi Schweikert: Karl Mays Figuren des ›Dritten Geschlechts‹ - Überblick und Analyse. Eine Einführung in die Welt des Transgender bei Karl May (S.329)
  • Helmut Schmiedt: Literaturbericht (S.373)
  • Henning Franke: Medienbericht (S.387)
  • Joachim Biermann: Kongressjahr 2015 (S.417)
  • Die Autoren des Jahrbuchs (S.428)

siehe auch hier



Tagung der Karl-May-Gesellschaft in Naumburg (Stand: 27.05.2017) (Meldung vom 25. März 2016)

Die nächste Tagung der Karl-May-Gesellschaft findet von Donnerstag, den 05.10.2017 (Abend) bis Sonntag, den 8.10.2017 (Mittag) in Naumburg an der Saale statt.

Hinweise zur Tagung (aus N-KMG Nr.192/2017)

Tagungsprogramm (PDF, Stand: 05.05.2017)

Anmeldeformular

Lageplan

Tagungsort ist das:

Ringhotel Mutiger Ritter, Rudolf-Breitscheid-Str.2, 06628 Naumburg OT Bad Kösen (Tel. 034463/637-0).

Das Tagungshotel ist inzwischen ausgebucht.

Weitere Zimmerangebote:


Die Hotelkontingente der KMG sind zum 31.01.2017 ausgelaufen. Bitte Buchung über die bekannten Portale im Internet, direkt beim Hotel oder tourismus@naumburg.de.