Neuerscheinungen

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Karl Mays Briefwechsel mit seinen Verlegern, Bd. 2

Karl May: Briefwechsel mit seinen Verlegern und Redakteuren. Zweiter Band: Briefe von und an Vilímek, Bachem, Benziger, Eberle & Rickenbach und Cordier sowie Heinrich Wagner. Hrsg. von Hans-Dieter Steinmetz, Florian Schleburg und Helmut Schmiedt. Gesammelten Werke Band 98. Karl-May-Verlag, Bamberg/Radebeul, 2026. 568 Seiten, Hardcover. ISBN: 978-3-7802-0098-3. Preis: 29,00€

Die Popularität, die Karl May schon zu seinen Lebzeiten erreichte, zeigt sich auch darin, dass er in den verschiedensten Medien zum Zug kam. Nachdem er zunächst überwiegend in Zeitschriften veröffentlicht hatte, erschienen seine Romane und Erzählungen seit Beginn der 1890er-Jahre in der großen Buchausgabe des Fehsenfeld-Verlags, die bis heute die Basis für die Gesammelten Werke im Karl-May-Verlag bildet. Aber er publizierte auch weiterhin an anderer Stelle: in Zeitungen und Zeitschriften und in den seinerzeit ungeheuer populären Volkskalendern, insbesondere in deren Variante der Marienkalender. Darüber hinaus erschienen bereits Übersetzungen in verschiedenen Sprachen.

Der vorliegende Band belegt diese breit aufgefächerte Wirkungsgeschichte. Im ersten Briefwechsel geht es um die von dem Prager Verleger Josef Vilímek veröffentlichten Übersetzungen ins Tschechische. In Anbetracht der damaligen rechtlichen Situation hätte Vilímek sie auch ohne Erlaubnis und Honorierung Mays auf den Markt bringen können, aber er suchte das Einvernehmen mit dem Autor, und so entstand eine umfangreiche, oft komplizierte Korrespondenz. Anschließend werden Mays Beziehungen zu vier katholischen Verlagen dokumentiert; drei davon belieferte May mit Marienkalendergeschichten, kürzeren abenteuerlichen Erzählungen, in denen programmgemäß die religiöse Tendenz eine herausragende Rolle spielt. Der letzte Teil enthält Mays Briefwechsel mit Heinrich Wagner, einem bayerischen Journalisten, der sich in den um die Jahrhundertwende ausbrechenden öffentlichen Streitigkeiten um Person und Werk Mays auf dessen Seite schlug und sogar ein Buch zu seiner Verteidigung publizierte.

Der Band bietet reichhaltiges Material zur Biografie Karl Mays, aber auch zur Mediengeschichte des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

Mit einem ausführlichen Vorwort von Prof. Dr. Helmut Schmiedt und 108 SW-Abbildungen.

Neuerscheinungen

Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft Nr. 229

Inhaltsverzeichnis

  • Joachim Biermann: In eigener Sache
  • Joachim Biermann: Neuigkeiten zu Juliette Ewers und Karl Mays Aufenthalt in Bad Salzbrunn
  • Stefan Schmatz: Raketen für Karl May. Ein seltsamer Chemiker steht dem Schriftsteller 1910 zur Seite
  • Klaus Eggers: Die Oase des Bloody-fox. Anlässlich einer Ausstellung
  • Manfred Moßmann: Ich ahnte Spaßhaftes. ›Comic relief‹ in Karl Mays Von Bag­dad nach Stambul
  • Horst Briehl: Der Stubentiger in Karl Mays Werken – Alles für die Katz? (Teil 1)
  • Christoph Blau: Das Waldröschen und ein nicht mehr fremder Kapitän. Zu einer unbekannten zeitgenössischen Waldröschen-Edition aus Schweden
  • Nicolas Finke: „Eingemeisselt neben dem Namen Goethe steht der Name Karl May“. Mit der Komödie ›Old Shatterhand‹ widmete sich der Schriftsteller Willy Seidel zu Beginn der 1930er-Jahre Karl Mays Lebensgeschichte und hielt ein Plädoyer für die Kraft der Fantasie

Neuerscheinungen

Sonderheft der Karl-May-Gesellschaft Nr. 179

Reinald Purmann: In die Wüste. Abenteuer um einen Film. 104 Seiten, Preis 11,80 Euro, für Abonnenten der Reihe oder bei einem Kauf von mind. 5 Exemplaren 10,80 Euro, jeweils zzgl. Versandkosten.

Mit dem Sonderheft Nr. 179 widmet die Karl-May-Gesellschaft erstmals einem Film ein eigenes Heft: Reinald Purmann zeichnet in „In die Wüste. Abenteuer um einen Film“ auf 104 Seiten die Entstehung, Produktion und Rezeption des ersten Karl-May-Tonfilms „Durch die Wüste“ (1936) nach.

Purmann beleuchtet nicht nur im Detail die aufwendigen Dreharbeiten in Nordafrika, sondern auch die Mitwirkung zeitgenössischer Persönlichkeiten. Darüber hinaus ordnet er den Film in die Rezeptionsgeschichte Karl Mays in den 1930er Jahren ein und untersucht die Produktionsbedingungen sowie die Gründe für den ausbleibenden Publikumserfolg.

Zahlreiche bislang unveröffentlichte Quellen, Fotografien und Archivfunde machen das neue Sonderheft zu einer spannenden Lektüre für alle, die sich für diesen ersten May-Tonfilm speziell, Filmgeschichte allgemein sowie die Geschichte der Karl-May-Rezeption interessieren.

Bestellungen bitte unter Angabe der Mitgliedsnummer und der Anschrift an: vertrieb@karl-may-gesellschaft.de

Neuerscheinungen

Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft Nr. 228

Inhaltsverzeichnis

  • Rainer Jeglin: In eigener Sache
  • Manfred Moßmann: The Greenhorn’s Progress. Der erste Elk – eine perfekte Abenteuer-Erzählung
  • „Jetzt plane ich einen Film über Karl May …“. Ein Gespräch mit Erich Loest aus dem Jahr 1982
  • Michael Schaden: Zur Handlungszeit von Karl Mays Am Rio de la Plata. Er­gänzungen zu einem Beitrag Wolfgang Bickels
  • Stefan Schmatz: Die Liebe des Ulanen in der ›New-Yorker Staats-Zeitung‹. Ein in mehrfacher Hinsicht besonderer Karl-May-Abdruck während des Ersten Welt­kriegs (Teil 3)
  • Andreas Brenne: „Qua patet orbis“ – Karl May auf der Bühne
  • Malte Ristau: Ach wär’ ich doch Old Shatterhand. Figuren als Teil der Wirkungs­geschichte

Neuerscheinungen

HKA IV.6 „Der Schut“ erschienen

Mit dem Erscheinen von Der Schut, dem 6. Band des großen Orientromans Karl Mays, kommt eines der Großprojekte der Historisch-kritischen Ausgabe nach fast 40 Jahren endlich zum Abschluss. Nicht zuletzt diese Reiseerzählung, die den Erzähler auf eine Reise rund um das Mittelmeer durch weite Teile des Osmanischen Reiches führt, hatte seinerzeit Karl Mays Ruhm begründet, als sie unter dem Titel Giölgeda padishanün – Im Schatten des Padischah – in der Zeitschrift ›Deutscher Hausschatz‹ in Fortsetzungen über mehrere Jahre erstveröffentlicht wurde.

Wie die Zweitauflagen der vorausgehenden fünf Bände des Orientromans, so enthält auch Der Schut einen ausführlichen editorischen Bericht, der unter anderem wieder die Varianten der Zeitschriftenfassung gegenüber der Buchausgabe detailliert verzeichnet. Der editorische Bericht enthält darüber hinaus die Editionsgeschichte des Bandes, die Bibliografie aller zu Mays Lebzeiten erschienenen Ausgaben und Auflagen und die Darstellung der Textgeschichte.

Herausgeber: Joachim Biermann

Bearbeiter: Dr. Florian Schleburg

Erscheinungsjahr: 2026

629 Seiten, Halbleinen-Band mit Lesebändchen, Graphitschnitt, Buntpapierbezug und Silberprägung

Neuerscheinungen

Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft Nr. 227

Inhaltsverzeichnis

  • Joachim Biermann: In eigener Sache
  • Hans-Dieter Steinmetz: Eine Schaufenster-Ausstellung in Koblenz.Ein überraschender (zu) später Fund ergänzt GW 97
  • Hartmut Wörner: Karl Mays Lektüre von H. S. Chamberlains ›Worte Christi‹
  • René Grießbach: Das Gedicht Die zweite Welt oder: Gedanke zu einem nicht geschriebenen Buch
  • Stefan Schmatz: Die Liebe des Ulanen in der ›New-Yorker Staats-Zeitung‹. Ein in mehrfacher Hinsicht besonderer
  • Karl-May-Abdruck während des Ersten Weltkriegs (Teil 2)
  • Anette Pieper: Wieder gelesen: Der Oelprinz
  • Gedenkblatt für die 2025 verstorbenen Mitglieder
  • Malte Ristau: Professor Konrad Guenther. Ein besonderer Karl-May-Fan mit Schattenseiten
  • Thilo Scholle: Marie Jahoda und Karl May
Archiv, Neuerscheinungen

Karl May in Leipzig Nr. 144

Aus dem Inhalt:

  • Martin Schulz: Mit Harald Holm durch die Wüste
  • Thomas Pramann: „[…] die vierte ist geschieden“ (II). Über die Münchmeyer-Böhlers sowie deren familiäre Verflechtungen. Münchmeyers Kosmos (IV)
  • Martin Schulz: Leipziger Korrespondenzen (IV): Ernst Keil an Ludwig von Al­vensleben
  • Martin Schulz: Münchmeyers Gesetzesbrecher (V): Wenig Fortüne mit der »For­tuna« in Leipzig
  • Jenny Florstedt: Otto Emersleben. Eine Erinnerung
  • Thomas Harbach: Friedhelm Schneidewind schickt Old Firehand in einen letzten Kampf
  • Thomas Harbach: Robert Krafts »Untersee-Teufel« treffen bei Dieter von Reeken auf »Das Glück von Robin Hood« (I)
  • Thomas „Thowi“ Wilde: »Vom Orient bis zum Nucleon« in Leipzig
  • Alexander Krell: Der Landrichter. Eine Geschichte vom Lande. Teil 21
Neuerscheinungen

Das Trivialepos der DDR. Mosaik und seine Quellen

Thomas Kramer: Das Trivialepos der DDR. Mosaik und seine Quellen. Ch. A. Bachmann Verlag, Berlin, 2026, 254 Seiten, Hardcover, ISBN 978-3-96234-102-2. Preis: 29,90€

Das MOSAIK war weit mehr als ein Comic. Für Millionen Leserinnen und Leser der DDR wurde es zur inoffiziellen Geschichtserzählung. Als aquarienbuntes Trivialepos prägte das Heft ganze Generationen. Doch welche Ideen, Vorbilder und verborgenen Bezüge steckten hinter den zeitreisenden Abenteuern? In 60 pointiert erzählten Kapiteln entdeckt Thomas Kramer ein überraschend weites Netz von historischen, literarischen und künstlerischen Quellen, die die Schöpfer selbst nie offenlegten. So entsteht ein facettenreiches Panorama, das die unterschätzte Komplexität der kulturellen Identität des Ostens neu beleuchtet. Eine etwas andere Kulturgeschichte für alle, die das MOSAIK lieben oder erst noch entdecken wollen.

Analysiert werden u.a. auch die zahlreichen Karl-May-Bezüge zwischen Euphrat und Silbersee im MOSAIK.

Archiv, Neuerscheinungen

May-nungen Nummer 29 (2026)

Inhaltsverzeichnis

  • Elisabeth Kolb/Hubert Havlicek: Zum Geleit
  • Alexander Brandt: Sammelbilder von Buck Eierteigwaren
  • Alexander Brandt: Die Geschichte der Karl-May-Serienbilder
  • Eva Denner: Thomas Wawerka: „Der rote Gentleman – Roman nach Motiven von Karl May. Band 1“
  • Sr. Mirjam Dinkelbach: Karl May würde sich freuen über … Das Wirken von Christian Wehrschütz
  • Sr. Mirjam Dinkelbach: „Vater unser“ … oder: So sehr kann man sich irren! Eine Mayditation
  • Eva Denner: Kara Ben Nemsi, die Skipetaren und ich!
  • Elisabeth Kolb: Ein vorweihnachtliches Konzert mit Überraschungen. Michaels Kammerchor und Karl May
  • Karl May entkommt man nicht
Neuerscheinungen

Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 2025 erschienen

DAS FÜNFUNDFÜNFZIGSTE JAHRBUCH ist in der langen Geschichte der Karl-May-Gesellschaft das erste, für das der im Februar 2025 verstorbene Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Claus Roxin nicht mehr als Mitherausgeber fungiert. Das Jahrbuch ist daher dem verdienstvollen langjährigen Vorsitzenden und späteren Ehrenvorsitzenden der KMG gewidmet. Die hier versammelten Beiträge zeigen ein weiteres Mal eindrücklich, dass nicht nur die Forschung zu Karl May weiterhin neue Erkenntnisse bringt, sondern dass auch die Grundlagenforschung noch nicht abgeschlossen ist.

Martin Lowsky präsentiert erstmals eine vollständige deutsche Übersetzung der Briefe der französischen Übersetzerin Juliette Charoy an Karl May, und Joachim Biermann kommt zu neuen Ergebnissen bei der Suche nach Mays Vorlagen zu seiner Bearbeitung des ›Waldläufers‹ von Gabriel Ferry. Die Untersuchung von Spannung und Retardierung in Mays Werk durch Michael Andermatt zeigt, dass deren Verwendung auch in Abenteuerromanen keineswegs trivial ist. Helmut Schmiedt und Hartmut Vollmer gehen in ihren Aufsätzen Verbindungen zwischen Karl May und Thomas Mann bzw. Friedrich Schiller nach und verdeutlichen, dass die Grenze zwischen Hoch- und Trivialliteratur eine künstliche ist.

Vier Beiträge widmen sich der Figurenebene. Laura Thüring analysiert in ihrem Beitrag die Figurenkonstitution des Westmanns Sam Hawkens, und Theresa Homm untersucht vergleichend Figurenkonstellationen bei Karl May und James Fenimore Cooper. Zwei Beiträge befassen sich mit der Figur Quimbo: Stefan Schmatz betrachtet Mays Quimbo vor dem Hintergrund der gleichnamigen Figur in Harriet Beecher Stowes ›Onkel Toms Hütte‹, während Rudi Schweikert der Namensherkunft nachgeht und davon ausgehend narrative Elemente in Mays Werk erörtert.

Der weiterhin aktuellen postkolonialen Debatte widmet sich Malte Ristau mit Überlegungen zu Mays kolonialem Mindset,  und Florian Schleburg stellt zwei Eingaben aus dem Jahr 1957 an den US-Senat vor, die sich für die indigene Bevölkerung stark machen und deutlich von der Lektüre Karl Mays inspiriert sind.

Den Abschluss des Jahrbuchs bilden wie stets der Literaturbericht von Helmut Schmiedt, der Medienbericht von Michael Kunz und der Schriftführerbericht von Gunnar Sperveslage.

Inhaltsverzeichnis:

  • Gunnar Sperveslage: Das fünfundfünfzigste Jahrbuch
  • Juliette Charoy: Briefe aus Paris an Karl May · Mit Briefen weiterer Übersetzerin­nen · Herausgegeben und erläutert von Martin Lowsky
  • Joachim Biermann: Karl Mays ›Waldläufer‹ und seine Vorlagen
  • Michael Andermatt: »Er hielt einige Augenblicke inne, jedenfalls um die Span­nung seiner Zuhörer zu vergrößern« · Spannung und Retardierung in Karl Mays ›Winnetou‹-Trilogie
  • Laura Thüring: Sam Hawkens – ein Flickenteppich · Zu einigen ›Flicken‹ seiner Figurenkonstitution
  • Hartmut Vollmer: »Setz Dich, und schreib!« · Karl May und sein »Lieblings­schriftsteller« Friedrich Schiller
  • Theresa Homm: Westmann und American Frontier Hero, Apple Indian und Edler Wilder · Kulturkontakt und Anpassung in Karl Mays ›Winnetou I‹ und James Fe­nimore Coopers ›Last of the Mohicans‹
  • Stefan Schmatz: Quimbo · Karl May und Harriet Beecher Stowe
  • Rudi Schweikert: Sich einen Namen wählen: Quimbo · Mit Bemerkungen zu eini­gen narrativen Elementen May’schen Erzählens
  • Helmut Schmiedt: Der eine empfiehlt Korinthenbrot, der andere wurmstichige Bä­rentatzen · Über Störungen des Essens bei Thomas Mann und Karl May
  • Malte Ristau: Koloniales Mindset bei Karl May? · Überlegungen zur mentalen Landkarte des Schriftstellers
  • Florian Schleburg: »… these famous and all over the world well-known peo­ples …« · Wie Karl May zwei Eingaben an den US-Senat inspirierte
  • Helmut Schmiedt: Literaturbericht
  • Michael Kunz: Medienbericht
  • Gunnar Sperveslage: Ruhiges Fahrwasser · Das 55. Jahr der Karl-May-Ge­sell­schaft
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