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07.10.2021 (Do) - 10.10.2021 (So): 26. KMG-Kongress in München (Stand: 14.04.2020)


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Letzte Nachrichten



May-Titel (Meldung vom 08. Juli 2020)

von Klaus Eggers

In dieser Rubrik haben wir in den letzten Tagen eine kleine Serie von Beiträgen des Autors Rolf Kamradek gelesen, in denen zwei Titel als solche Mays genannt wurden. Ohne dem verdienstvollen Verfasser und Mediziner zu nahe treten zu wollen – hat er doch, wie wir alle seinerzeit, gutgläubig angenommen, wenn auf einem Buch Karl May stünde, so sei auch Karl May darin, ohne den Wechselbalg, der sich bereits mit dem Titel ankündigte, zu erkennen –, seien zu ebendiesen Titeln einige Anmerkungen gestattet.

Vor vielen Jahren fand sich im Band 27 des Magazins für jede Art von Literatur ›Der Rabe‹ eine vierseitige Gegenüberstellung von Texten aus dem spätesten Roman von Mays Spätwerk und dem entsprechenden Wechselbalg: ›Zweimal Winnetou IV. Karl May und seine Bearbeiter‹.

Karl May, 1910: Es war in der Frühe eines schönen, warmen, hoffnungsreichen Frühlingstages. Ein lieber, lieber Sonnenstrahl schaute mir zum Fenster herein und sagte: »Grüß dich Gott!« Da kam das »Herzle« aus ihrem Erdgeschoß herauf und brachte mir die erste Morgenpost, die soeben vom Briefträger abgegeben worden war.

Karl-May-Verlag, 1935: Ein schöner, sonnenwarmer Frühlingsmorgen, das Zimmer voll Licht, das den Schreibtisch lockend überflutet, was braucht der Schriftsteller mehr, um schaffensfreudig zu sein!
Von unten hörte ich ein Klingeln an der Gartenpforte. Das war die Morgenpost.
Glücklicher Mann! dachte ich so nebenbei, während mein Federhalter eine Minute Ruhe hatte. Die Frau nimmt das alles in Empfang, deine Frau, das Herzle, das zärtlich für dich sorgt.

Wo May, wenn auch unter Zugabe einer kleinen Prise Kitsch, sachlich berichtet, geht der Bearbeiter, nachdem er den Märcheneingang entfernt und den religiösen Bezug gestrichen hat, in die vollen und beweist, daß er das Stilmittel der erlebten Rede beherrscht. So nebenbei erfahren wir, May, wenn er dichte, denke »so nebenbei« auch.

Noch ein Beispiel:

Karl May, 1910: Und er [ein wohlbekannter, hervorragender Universitätsprofessor] schien die Hauptaufgabe des Menschengeschlechtes in der Entwickelung der völkerschaftlichen Sonderheit und Individualität zu suchen, nicht aber in der sich immer mehr ausbreitenden Erkenntnis, daß alle Stämme, Völker, Nationen und Rassen sich nach und nach zu vereinigen und zusammenzuschließen haben zur Bildung des einen, einzigen, großen, über alles Animalische hoch erhabenen Edelmenschen. Erst dann, wenn die Menschheit sich von innen heraus, also aus sich selbst heraus, zu dieser harmonischen, von Gott gewollten Persönlichkeit geboren hat, wird die Schöpfung des wirklichen »Menschen« vollendet sein und das Paradies sich uns, den bisher Sterblichen, von neuem öffnen.

Karl-May-Verlag, 1935: Auch in der Rasse sind Unterschiede. Süd ist Süd, und Nord ist Nord, und jedes entwickelt seine bedingten Eigenarten. Und darüberhinaus ist eine Rasse nicht tot, deren Glieder zeitweilig zu völkischen Schlaf verurteilt sind. Ruht in ihr die Kraft der Auferstehung, so bedarf es nur des Weckrufs, und sie wird sich wieder melden unter den Völkern der Welt.
Und letzten Endes soll – das ist meine Erkenntnis – jede Rasse danach streben, in sich den vollkommensten, den Edelmenschen zu züchten.

Das ist nun gar nicht mehr lustig. Während bei May alle Menschen Brüder (und Schwestern, gerade in diesem Roman!) werden sollen – guter aufklärerischer und klassischer Tradition gemäß und wieder religiös grundiert – beruht die May unterschobene Erkenntnis des Bearbeiters auf einer deutlich anderen Ideologie. Der Weckruf (›Deutschland erwache‹) ist noch bekannt, ebenso wie er weitergeht; auch weiß man, daß der krude Biologismus der Rassenzüchtung, in die Tat umgesetzt, keineswegs zu Edelmenschlichem geführt hat.

Man mag Otto Eicke vielleicht zu gute halten, daß er 1935 noch nicht alle Konsequenzen des nationalsozialistischen Rassenwahns absehen konnte, doch stutzt man schon, wenn man seine Fälschung wörtlich so in einer Nachkriegsausgabe von 1952 findet, die, wenn nicht die Vorkriegsausgabe, Dr. Kamradek in seiner Kindheit gelesen hat. Erst die von Hans Wollschläger rückbearbeitete Version von 1960 gibt Mays originale Ausführungen wieder.

*

Zum anderen Titel bitte ich, ein paar Zeilen aus einem noch unveröffentlichten eigenen Aufsatz etwas modifiziert zitieren zu dürfen.

Wie wir wissen, hat May niemals ein ›Unter Geiern‹ genanntes Buch geschrieben. Vielmehr verdankt diese Benennung sich der Trivialisierung, die mit der nachträglichen Verwandlung des Visionärs in einen Volksschriftsteller einhergegangen war. Hier ist die Anpassung an den vermuteten Volksgeschmack besonders wenig glücklich ausgefallen: May humanisiert den Abenteuerroman (So waren abermals Feinde in Freunde umgewandelt worden, heißt es in der Titelerzählung des original ›Der Sohn des Bärenjägers‹ benannten Bandes); in der Bearbeitung werden die Angehörigen des indigenen Volkes der Sioux-Ogallala als ›Felsengeier‹ animalisiert. Was nicht gerade sensibel und zudem noch unstimmig ist, sind doch die Gefahr signalisierenden Geier keine Beutegreifer, sondern Aasfresser, und May hatte in der Erzählung vom ›Geist des Llano estacado‹ die – weißen – Räuber so genannt, weil sie ihre Opfer in die wasserlose Öde des Llano locken, wo sie verschmachten müssen, damit die Übeltäter hinterher die Leichen fleddern können. In der Haupterzählung des Buches dagegen begegnen uns verschiedene Indianernationen, die von Feinde(n) in Freunde umgewandelt werden, Geier aber kommen nicht vor.

*

Das Deckelbild des letzten Bandes der Fehsenfeld-Ausgabe entspricht nicht recht dem Inhalt und Tenor des Romans; über die Gründe seiner Wahl kann man anderswo nachlesen. Immerhin ist es von Sascha Schneider, und so integriert sich der Band in die Reihe der von diesem gestalteten Ausgabe. Der Erbe Winnetous hingegen, der uns, wie in dieser Rubrik mehrfach gezeigt, auf dem Titelbild von GW 33 entgegenreitet, ist offensichtlich nicht aus dem Burschen- und Bubenalter, in dem man sich nur immer schlägt und prügelt, herausgekommen, und entspricht damit dem Winnetou-Bild der Young Surehand und Young Apanatschka, nicht aber dem Old Shatterhands und also des Autors.



Himmelsgedanke (Meldung vom 06. Juli 2020)

Der wichtigste Tag deines jetzigen Lebens ist der allerletzte, der Todestag; aber der entscheidendste kann vor diesem schon jeder andere gewesen sein.

 



Neuerscheinung: Winnetou für Kinder (Meldung vom 03. Juli 2020)

knorre1Karl May / Christian Loeffelbein: Winnetou. Illustriert von Alexander von Knorre. Arena Verlag Würzburg. 72 Seiten. Hardcover. ISBN 978-3-401-71713-5. Preis: 9,00€

Verlagstext:
Seinen Namen kennt im Wilden Westen jeder: Winnetou, der Häupt­ling der Apat­schen, ist be­rühmt für sei­nen Mut. Old Shat­ter­hand will mit ihm Freund­schaft schlie­ßen. Win­ne­tou aber miss­traut den Bleich­ge­sich­tern — bis Old Shat­ter­hand ihm das Le­ben ret­tet. Der Klas­si­ker von Karl May in ei­ner al­ters­ge­rech­ten Nach­er­zäh­lung von Chris­ti­an Loef­fel­bein.

Für Kinder ab 7 Jahren.

Anmerkung: Es handelt sich um eine Neuedition der ebenfalls im Arena Verlag erschienenen "Bücherbär"-Ausgabe von 2014.

erschienen im Arena Verlag

 

 



Winnetous Erben – Abenteuer und Symbol (Teil 3) (Meldung vom 30. Juni 2020)

GW33Der Autor Rolf Kamradek, Verfasser von „Die seltsamen Reisen des R.K.“ und des Schauspiels „Karl May – der Traum vom Fliegen“, hat erstmals seit seiner Kindheit den Band „Winnetous Erben“ wieder gelesen und seine Gedanken dazu notiert. Seine Rezension bringen wir hier in drei Teilen. Der erste Teil betrachtet den Roman unter dem Aspekt des Abenteuers, der zweite stellt die Symbolik heraus und der dritte Teil schließlich liefert einen historischen Nachtrag.

Den Band „Winnetous Erben“ können Sie im Karl-May-Verlag erwerben. Die ursprüngliche, unter dem Titel „Winnetou IV“ erschienene Fassung ist noch als Reprint zum Sonderpreis von nur 9,90€ lieferbar. Bestellungen des Reprints richten Sie bitte an: reprints@karl-may-gesellschaft.de

 

Winnetous Erben – Abenteuer und Symbol

zwei unterschiedliche Inhaltsangaben.

von Rolf Kamradek

3. Nachtrag: Karl May, Winnetous Erben und Indianerdenkmäler

In dem symbolischen Roman Winnetous Erben widersetzt sich Karl May vehement dem Bau eines Winnetoudenkmals. Winnetou hat Seele, nur Seele zu sein. Er soll nicht unter Metall und Stein begraben werden.

Im Nachwort des Romans aber weist Karl May hoffnungsvoll auf ein Projekt Lewis Rodman Wanemakers hin. Er wollte 1909 im New Yorker Hafen das überdimensionale Monument eines Indianers errichten. Es sollte, gegenüber der Freiheitsstatue, die Weißen mit ausgestreckten Händen begrüßen. Das Projekt wurde nicht verwirklicht.

Und im ersten Kapitel des Romans stehen Karl May und das Herzle ergriffen vor dem Denkmal des Indianerhäuptlings Sa-go-ye-wat-ha, des weisen Sprechers der Seneca.

In diesen beiden Fällen bejaht May also ein Denkmal.

Im Roman lässt Karl May die Söhne seiner halbindianischen Freunde, des Westmannes Old Surehand und des Komantschen Apanatschka, als Bildhauer auftreten, die Winnetou als Kolossalstatue, in der Hand eine Pistole, das besagte Denkmal setzen wollen. Im Jahre 1907

Es gibt eine Parallele zur Wirklichkeit, allerdings erst nach Karl Mays Tod:

Allan Houser, (1914 – 1994), Sohn eines Apachenkriegers und Großneffe Geronimos (1829 – 1909), des letzten Kriegshäuptlings der Apachen, studierte Kunstgeschichte und schuf als Bildhauer beeindruckende Bronzeskulpturen. Oft sind mehrere Personen in einem Block vereint, was manchmal an Ernst Barlachs erinnert.

Er zeigt jedoch auch Realistisches aus der indianischen Vergangenheit: Tanzende, Betende, Singende, Trommelnde, Büsten mit den Köpfen von Häuptlingen oder schönen Indianerinnen.

Aber auch die kriegerische Vergangenheit wird bearbeitet: Bewaffnete, sich anschleichende Apachen, Kundschafter, Bogenschützen.

Bestimmt erfreut hätte Karl May wohl die Bronzeplastik einer Apachenfamilie. Sie zeigt wahrscheinlich den Häuptling Cochise, mit seiner Schwester.

Und gerade dieser Cochise, der letzte große Häuptling, von Zeitgenossen als edelmütig und gut aussehend geschildert, war es wohl, der Karl May zur Gestalt seines Winnetou anregte.

Cochises Schwiegervater Mangas Colorado kämpfte wie Winnetous Vater Intschu tschuna gegen Goldgräber. Wie er wurde er von Weißen ermordet (allerdings bei seiner Friedenmission von Soldaten). Wie Cochise kämpfte auch Winnetou anfangs gegen die Weißen, wie Cochise schloss er Frieden und wie er hatte er auch einen weißen Westmann zum Freund. Seine Schwester soll großen Einfluss auf Cochise gehabt haben, so wie Nscho-tschi auf Winnetou. In Winnetous Erben erwähnt Karl May diesen großen Einfluss der Frauen und spricht von der weiblichen Erbfolge bei der Häuptlingswahl. Tatsächlich war ja Cochise der Schwiegersohn Mangas Colorados.

Ganz gewiss hätte Karl May eine weitere Skulptur Housers gefreut: Ein Apache reckt seine Friedenspfeife in die Höhe.

Teil 1 "Abenteuer" finden Sie hier

Teil 2 "Symbolik und bewusstes Wunschdenken" finden Sie hier



Interview mit Florian Schleburg (Meldung vom 29. Juni 2020)

Nach der entscheidenden Sitzung von Kuratorium und Vorstand der Karl-May-Stiftung am 27. Juni, auf der ein neuer Stiftungsvorstand ins Amt berufen wurde, äußert sich nun unser Vorsitzender Florian Schleburg gegenüber Karl May & Co. in einem ausführlichen Interview. Darin richtet er auch seinen Dank an die breite öffentliche Unterstützung und bittet darum, der Stiftung und dem Museum nun etwas Geduld entgegen zu bringen:

"Die ganze Karl-May-Szene hat in den vergangenen Wochen mitgefiebert und mitdiskutiert – die Villa "Shatterhand." ist ja für jeden und jede von uns ein Ort von großer symbolischer Bedeutung. Von meiner KMG, die sich – um ein Schlagwort der Debatte aufzugreifen – am ›Kommunikationskulturkampf‹ sehr tat- und wortkräftig beteiligt hat, erhalte ich seit Bekanntwerden der Ergebnisse fast im Minutentakt freudige und erleichterte Rückmeldungen. [...] Der 27. Juni hat Weichen gestellt, aber der Weg ist noch weit und wird den Gremien der Stiftung und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr viel Arbeit abverlangen. Wer dem Museum und seinem hochmotivierten Personal in dieser kritischen Lage seine Solidarität bekunden möchte, sollte bald wieder einmal in Radebeul vorbeischauen!"

Das vollständige Interview können Sie auf www.karl-may-magazin.de nachlesen.



Himmelsgedanke (Meldung vom 29. Juni 2020)

Ruinen sind Reste steinerner Hieroglyphenschrift. Wer sie zu lesen und die an sie noch gefesselten Gedanken zu befreien versteht, der hat einen Blick in die Gerichtssitzung des jüngsten Tages gethan.

 



Neuer Vorstand der Karl-May-Stiftung (Meldung vom 28. Juni 2020)

Auf der Sitzung von Vorstand und Kuratorium der Karl-May-Stiftung wurde ein neuer Stiftungsvorstand für zunächst ein Jahr gewählt. Der Vorstand besteht aus den folgenden vier Personen:

  • Thomas Grübner
  • Léontine Meijer-van Mensch
  • Dr. Jörg Müller
  • Dr. Volkmar Kunze

Volkmar Kunze, zuvor stellvertretender Kuratoriumspräsident, übernimmt als neues Vorstandsmitglied die Geschäftsführung von Stiftung und Museum. Den Posten des fachlichen Museumsdirektors soll der bisherige Sammlungsleiter Robin Leipold einnehmen.

Weitere Informationen finden Sie auf www.karl-may-magazin.de, www.dnn.de und www.mdr.de.



Neuerscheinung: Robert Kraft - Die Traumapotheke, Die Roulette und andere Erzählungen (Meldung vom 25. Juni 2020)

rk15Robert Kraft: Die Traumapotheke, Die Roulette und andere Erzählungen. Gesammelte Romane und Novellen Band 15. Edition Braatz & Mayrhofer. Leipzig/Wien. Hardcover. Preis: 40 € (ab 22.08.2020: 44 €).

In der Edition Braatz & Mayrhofer ist der Erzählungsband "Die Traumapotheke, Die Roulette und andere Erzählungen" von Robert Kraft (Bd. 15) erschienen. Der Band kann ab sofort zum Vorzugspreis von 40 &euro bestellt werden. Die Auslieferung erfolgt ab dem 22.08. Bei Bestellungen ab dem 22.08. kostet der Band 44 €. Enthalten sind die folgenden Erzählungen und Novellen:

Im Paradies der Hölle
Monsieur Automate
Lila Nachtschatten
Santa Madonna
Zweimal getäuscht (identisch mit "Aus London dunklen Gassen")
Eine englische Wette
Die barmherzige Schwester
Bismarck, der Sultan von Berlin
Die Traum-Apotheke
Ein Freundschaftsdienst
In den Goldfeldern von Klondike [Deutsche Erstveröffentlichung]
Ein kerngesunder Mensch
Busa
Im "Weißen Roß"
Aberglauben im modernen England
D. D.
Drei helle Fenster
In Walhalla
Die Kriegskatze

Bestellungen und weitere Informationen auf www.robert-kraft.de



Wiener Karl-May-Brief 1/2020 erschienen (Meldung vom 25. Juni 2020)

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Aus dem Inhalt:
- Wilhelm Brauneder: Nachruf auf Arnold Tokstein
- Robert Ciza: Klemens von der Wolga (I). Unbekannte May-Abdrucke
- Jürgen Brake: Das Gold der Schwarzen Berge (I). Karl May und der stei­ri­sche Prä­rie-Poet Ale­xan­der Berg­hold
- Michael Schaden: War Karl May ein Riesenschlitzohr? Bericht über den KMG-Kon­gress in Mainz 2019
- Elisabeth Berger: Wer „S“ sagt, stirbt
- Robert Ciza: Wo liegt Schlummerhausen? Ein Nachtrag zur anonymen Po­li­zei-Ge­schich­te „Ein Fang“
- Alexander Brandt: Champignon Käse und Karl-May-Sammelbilder
- Wilhelm Brauneder: Nicht Wiesbaden!
- Robert Ciza: Erlebnisse eines Weltläufers. Ein unbekannter Krumir-Abdruck
- N. N.: Das Sparkassenbuch

Beziehbar über die Wiener Karl-May-Runde



Countdown für Radebeul (Meldung vom 24. Juni 2020)

Am Samstag, den 27. Juni tagen in Radeneul Stiftungsvorstand, Kuratorium und Museumsbeirat, um die Weichen für die Zukunft zu stellen. Es geht nicht nur darum, dem Imageschaden entgegenzuwirken, sondern auch darum, wirtschaftlichen Schaden abzuwenden. In den vergangenen Tagen sind wieder eine Reihe von Berichten und Beiträgen in den Medien erschienen, die wir Ihnen hier in einer kurzen Übersicht zum Nachlesen präsentieren.

  • Das Magazin Karl May & Co. hat das Stiftungskuratorium vorgestellt, also die Personen, auf deren Entscheidungskraft es am Samstag ankommt:

www.karl-may-magazin.de

  • Der Bayrische Rundfunk präsentierte am 11. Juni ein Interview mit dem Kunstdidakten und Kunstpädagogen Prof. Dr. Andreas Brenne:

www.br.de

  • Auch die Dresdner Neuesten Nachtrichten sprachen in einem Beitrag vom 11. Juni mit Andreas Brenne:

www.dnn.de

  • Am 16. Juni lieferte das Magazin Karl May & Co. eine erneute Analyse der Situation:

www.karl-may-magazin.de

  • Ralf Harder, Stellvertretender Vorsitzender der Karl-May-Stiftung, äußerte sich am 18. Juni gegenüber der Freien Presse:

www.freiepresse.de

  • In der Sächsischen Zeitung erschien am 21. Juni ein Beitrag von Andreas Brenne:

www.saechsische.de

  • Das Magazin Karl May & Co. veröffentlichte am 22. Juni ein Interview mit André Neubert, Leiter des Karl-May-Hauses:

www.karl-may-magazin.de

  • Ebenfalls am 22. Juni folgte auf den Seiten des Magazins Karl May & Co. ein Beitrag zu den Hintergünden der Karl-May-Stiftung:

www.karl-may-magazin.de

  • Am 23. Juni veröffentlichte Florian Schleburg als Vorsitzender der Karl-May-Gesellschaft ein Statement auf dieser Seite:

www.karl-may-gesellschaft.de

  • Am heutigen 24. Juni präsentiert Karl May & Co. ein paar "Was wäre wenn"-Szenarien für Radebeul:

www.karl-may-magazin.de



Statement des Vorsitzenden der Karl-May-Gesellschaft (Meldung vom 23. Juni 2020)

Liebe Mitglieder der Karl-May-Gesellschaft,
liebe Freundinnen und Freunde Karl Mays,

nach wochenlanger ›diplomatischer‹ Vorbereitung steht am kommenden Wochenende nun die Sitzung des Kuratoriums der Karl-May-Stiftung an, die nach gründlicher Aufarbeitung des Sachverhalts, und hoffentlich ohne lähmenden Kleinkrieg, über die Zukunft des Radebeuler Karl-May-Museums entscheiden soll.

Die tiefgreifenden strukturellen Reformen, die nach der Stagnation der vergangenen Jahrzehnte unausweichlich sind, werden sich aufgrund ihrer juristischen Komplexität frühestens in der zweiten Jahreshälfte konkretisieren lassen, doch was Finanzen und Personal betrifft, ist an diesem Samstag entschlossenes Handeln gefragt. Ich hoffe – und habe nach Kräften darauf hingewirkt –, dass von unserer Zusammenkunft ein unmissverständliches Zeichen der Neuorientierung ausgeht und der kaum begonnene Professionalisierungsprozess wieder aufgenommen werden kann. Es geht ja ganz grundsätzlich um die Frage, wie (und damit: ob) Karl May im 21. Jahrhundert lebendig zu vermitteln ist, aber auch sehr akut um Arbeitsplätze und das wirtschaftliche Überleben des Museums.

All meinen Gesprächspartnern der letzten Wochen, allen Mitarbeitern der Karl-May-Gesellschaft, Aktiven aus der Szene und Medienvertretern, die unsere Meinungsbildung durch Veröffentlichungen, Diskussionsbeiträge und persönliche Anregungen unterstützt haben, danke ich sehr herzlich. Ich danke auch den Museumsangestellten, die den Betrieb in dieser doppelt schwierigen Saison mit bewundernswerter Solidarität am Laufen gehalten und damit dem Kuratorium, vielleicht zum letzten Mal, ihr Vertrauen geschenkt haben.

Sie alle, denen an Karl May und seinem Erbe gelegen ist, möchte ich bitten, uns nun die Daumen zu drücken, bis Sie aus dem Schornstein des Radebeuler Rathauses ›weißen Rauch‹ aufsteigen sehen …

Florian Schleburg
Vorsitzender der Karl-May-Gesellschaft



Winnetous Erben – Abenteuer und Symbol (Teil 2) (Meldung vom 23. Juni 2020)

GW33Der Autor Rolf Kamradek, Verfasser von „Die seltsamen Reisen des R.K.“ und des Schauspiels „Karl May – der Traum vom Fliegen“, hat erstmals seit seiner Kindheit den Band „Winnetous Erben“ wieder gelesen und seine Gedanken dazu notiert. Seine Rezension bringen wir hier in drei Teilen. Der erste Teil betrachtet den Roman unter dem Aspekt des Abenteuers, der zweite stellt die Symbolik heraus und der dritte Teil schließlich liefert einen historischen Nachtrag.

Den Band „Winnetous Erben“ können Sie im Karl-May-Verlag erwerben. Die ursprüngliche, unter dem Titel „Winnetou IV“ erschienene Fassung ist noch als Reprint zum Sonderpreis von nur 9,90€ lieferbar. Bestellungen des Reprints richten Sie bitte an: reprints@karl-may-gesellschaft.de

 

Winnetous Erben – Abenteuer und Symbol

zwei unterschiedliche Inhaltsangaben.

von Rolf Kamradek

2. Symbolik und bewusstes Wunschdenken

Wenn Karl May im Jahre 1907 tausende Apatschen, und Sioux als frei lebende Indianer auf den Kriegspfad schickt und man weiß, dass der letzte Apachenhäuptling Geronimo und seine letzten 23 Krieger schon 1886 von der ganzen US-Army gejagt und gefangen wurden, dass man danach alle Apachen nach Florida verschleppte, dass die Sioux nach der Schlacht am Little Bighorn nach Kanada flohen, dann erscheint das Geschilderte oft etwas albern.

Karl May war 1908 in Amerika. Man kann doch annehmen, dass er um diese Wirklichkeit wusste.

Aber die Wirklichkeit verfremdet er bewusst. Er will den Roman symbolisch verstanden wissen.

Das früher noch unbewusste Wunschdenken Mays, das er sich mit Überhöhung seiner eigenen Person in seinen Abenteuerromanen verwirklichte, erkannte schon Hermann Hesse. Jetzt in Mays Alterswerk wird dieses Wunschdenken auch bewusst eingesetzt, wobei der Dichter die traurige Wirklichkeit verschweigt. Hartmut Wörner hat das mit der Interpretation des Gedichtes „Schön“ aus dem Spätwerk Mays gezeigt. Seine verunglückte Ehe mit Emma Pollmer verschweigt May darin, idealisiert sie bewusst ins Gegenteil, in die Wunschdarstellung einer Ehe (Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft No 204, Juni 2020).

So arbeitet er auch in Winnetous Erben.

Deshalb hier eine zweite Inhaltsangabe:

In Mays Wunschvorstellung entstammen alle Indianer einer großen, gemeinsamen Nation. Aus Asien kommend, haben sie, unter Beibehalten der Verbindung zu ihrer Heimat deren Hochkultur und geistige Reife auch in Amerika bewahrt, mussten aber später ihren Niedergang, beschleunigt durch die Weißen, zur traurigen Gegenwart erleben. Jetzt aber stehe ihnen wieder eine große Zukunft bevor. Sinnbild daf

ür ist der Niagara, der sich aus erhabenen Seen kommend zu einem Fall verengt, sich aber unten wieder zur erneuten Größe weitet. Tatellah-Satha, der Bewahrer der Medizinen, war der Lehrer Winnetous. Er besitzt am Mount Winnetou ein altes Schloss, das im Laufe der Jahrhunderte mit allen Bauelementen indianischer Hochkulturen errichtet wurde. (Nur einen emporstrebenden Dom vermisst Karl May). In dem weisen Medizinmann erkennt er das Pendant seiner asiatischen „Seele“ Marah Durimeh in Kurdistan, die man aus anderen Spätwerken Mays kennt. Sogar die Gesichtszüge sind identisch. Die unermesslichen bibliophilen und kunstgeschichtlichen Schätze der Indianer werden nun mit Hilfe Karl Mays und des fliegenden „Jungen Adlers“ entdeckt.

Dem Wiederaufstieg der roten Rasse steht also nichts mehr im Wege. Aber die Sioux wollen ein nationales indianisches Großreich unter Ausschluss der Bleichgesichter und deren Helfer der Apatschen. Old Shatterhand und Winnetou stehen dem als Symbole für die Gemeinsamkeit aller Menschen im Wege.

Old Shatterhand beginnt nochmals an Winnetous Grab zu graben und entdeckt die Tagebücher des Apatschen. Die werden nun jeden Abend vorgelesen und das Herzle wirft mit einem Projektor das Bild Sasha Schneiders an den Wasserfall, auf dem der nackte Winnetou, eine Adlerfeder verlierend, gegen das fallende Wasser emporsteigt, empor ins Reich der Edelmenschen. Das ist das Gegenbild zu dem Rowdy im Denkmal. Alle, auch die nun befreiten Sioux, Utahs und Kiowas, sogar die beiden Bildhauer werden so vom richtigen Weg überzeugt. Alle treten dem Clan der edel gesinnten „Winnetous und Winnetas“ bei, die, alle wie Winnetou gekleidet, einen Stern an der Brust tragen, auf deren Rückseite der Name eines Menschen steht, dessen Schutzengel sie sein wollen. Interessant ist auch Mays modern anmutende Kritik an der Zerstörung der Natur durch die Technik, ebenso der den Frauen gewährte Anteil am Erfolg der Geschichte, insbesondere des „Herzles“, das sich im emotionalen Erfassen einer Situation oft sogar Old Shatterhand überlegen zeigt. Auch einige Indianerinnen und die Siouxfrauen, die sich dem Kriegszug ihrer Männer widersetzen und selbst einen friedlichen Zug zum Mount Winnetou unternehmen, passen hierzu.

Mays alle Menschen vereinenden und damit die Welt verbessernden Ziele sind sicher edel und bejahenswert, liegen aber, so wie hier dargestellt, meist allzu fern aller Realität. Diese sollte sich eigentlich auch im Symbol erkennbar spiegeln, ist aber allenfalls in Ansätzen erkennbar. May beschwört diese Ziele oft in seitenlangen, emotionalen und sich wiederholenden Monologen.

Nun ja – ich lege das Buch zur Seite. Ich werde mal wieder „Unter Geiern“ lesen.

Fortsetzung folgt ...

Teil 1 "Abenteuer" finden Sie hier



Himmelsgedanke (Meldung vom 22. Juni 2020)

Große Gedanken sind Thaten Gottes, von ihm der Menschheit zur Materialisation übergeben.

 



Neuerscheinung: Karl May Museum Magazin - Ausgabe 1 (Meldung vom 18. Juni 2020)

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Das neue Museumsmagazin aus dem Karl May Museum Radebeul ist ab sofort erhältlich! Das Magazin enthält Fachbeiträge rund um die Themenschwerpunkte Karl May und Ethnologie und informiert darüber hinaus über die Museumsarbeit. Aktuelle Jahres- oder Kabinettausstellungen des Karl May Museums werden im Museumsmagazin durch wissenschaftliche Artikel begleitet.

Aus dem Inhalt:
- Christian Wacker: Vorwort
- Bernhard Schmid: Grußwort des Karl-May-Verlags
- Florian Schleburg: Grußwort der Karl-May-Gesellschaft
- Thomas Kramer: West-Östliches Hufgetrappel. Die Karl-May-Filmwelle und der DE­FA-In­dia­ner­film
- Sonja Braun: Indianer im Film. Zur Kabinettausstellung (25. Juli bis 31. Ok­to­ber 2020)
- A. Dana Weber: »The Great Pretender[s]«. Performanzen im Mayversum
- Nicolas Finke: Dauerbrenner Winnetou? Ein Streifzug durch die Karl-May-Büh­nen­ge­schich­te
- Robin Leipold / Volkmar Göschka: Indianer im Wilden Osten
- Christian Wacker: Das Karl May Museum reloaded
- Aktivitäten des Fördervereins
- Hans Grunert: Ein Blick in Karl Mays Bibliothek: »eine Mission bei den Apa­chen, de­ren Häupt­ling ich bin«
- Juliane Hanzig: » – nicht zu vergessen – ein Trunk ›Feuerwasser‹« – Ein Bild und sei­ne Ge­schich­te
- Nikolaus Stolle: Von unschätzbarem Wert. Zur Wiederentdeckung eines nord­ame­ri­ka­ni­schen Stücks aus den Samm­lun­gen des Prin­zen Ma­xi­mi­li­an zu Wied
- Linda Kunnen: Junge Menschen im Museum. Ein Fazit zu dem Projekt »Kinder füh­ren Kin­der« und Ge­dan­ken zu sei­ner Nach­hal­tig­keit
- Kevin Sternitzke: Vermarktung des Karl May Museums in der Tschechischen Re­pu­blik

weitere Informationen unter www.karl-may-museum.de

 



Winnetous Erben – Abenteuer und Symbol (Teil 1) (Meldung vom 16. Juni 2020)

GW33Der Autor Rolf Kamradek, Verfasser von „Die seltsamen Reisen des R.K.“ und des Schauspiels „Karl May – der Traum vom Fliegen“, hat erstmals seit seiner Kindheit den Band „Winnetous Erben“ wieder gelesen und seine Gedanken dazu notiert. Seine Rezension bringen wir hier in drei Teilen. Der erste Teil betrachtet den Roman unter dem Aspekt des Abenteuers, der zweite stellt die Symbolik heraus und der dritte Teil schließlich liefert einen historischen Nachtrag.

Den Band „Winnetous Erben“ können Sie im Karl-May-Verlag erwerben. Die ursprüngliche, unter dem Titel „Winnetou IV“ erschienene Fassung ist noch als Reprint zum Sonderpreis von nur 9,90€ lieferbar. Bestellungen des Reprints richten Sie bitte an: reprints@karl-may-gesellschaft.de

 

Winnetous Erben – Abenteuer und Symbol

zwei unterschiedliche Inhaltsangaben.

von Rolf Kamradek

1. Abenteuer

Da steht ein etwa zehnjähriger Junge und möchte einen Karl-May-Band kaufen. Einen, in dem Winnetou vorkommt.
Tatsächlich. Das gibt es? Ein Junge, der sich den Winnetou noch erliest!
„Da hab ich was liegen“, sagt der Buchhändler. „Der Band wurde bestellt und nicht abgeholt.“
Mit Federkrone und nacktem Oberkörper sitzt ein Indianer, das Gewehr aufrecht in der linken Hand haltend, stolz auf einem Pferd. Im Hintergrund tummeln sich, etwas verschwommen, weitere berittene und gefiederte Rothäute.
„Winnetous Erben“, sagt der Buchhändler.
„Nein! Um Gottes Wille nein!“, mische ich mich ein. „Dem Jungen wird der ganze Karl May zerstört!“ Und ich empfehle ihm „Unter Geiern“.
Der Buchhändler will es bestellen.
Ich kaufe ihm Winnetous Erben ab. Vielleicht lese ich es mit Erwachsenenaugen anders.

Da reist der senile Karl May mit seiner zweiten Frau Klara – im Roman nur „Herzle“ genannt, zu einem Mount Winnetou in Neu Mexiko. Um sich Geltung zu verschaffen haben dort die Söhne Old Surehands und Apanatschkas, beide Bildhauer, begonnen, ein überdimensionales Standbild Winnetous zu errichten. Winnetou, als indianischer Held, eine Pistole in der Hand, soll den erhofften Aufbruch der roten Rasse symbolisieren. Eine grandiose Landschaft wird dabei zerstört.

Apatschen, befreundete Stämme und Old Shatterhand wollen dies verhindern, denn Winnetou, für Karl May nur „Seele“, sieht auf dem Strandbild aus wie ein Rowdy.

Sioux, Utahs und Kiowas ziehen zu tausenden herbei um die Gelegenheit zu nutzen, ihre alten Feinde, die Apatschen und den wieder aufgetauchten Old Shatterhand endlich zu vernichten.

Das hört sich alles nach einem echten Karl May an. Und manchmal verzichtet der Dichter tatsächlich nicht auf die bewährten, wirkungsvollen Szenen:

Ein Bär wird erlegt. Überhebliche Strolche erkennen Old Shatterhand nicht, wissen nicht, mit wem sie sich da anlegen und blamieren sich natürlich gründlich. Die im Wilden Westen anscheinend wichtige Frage, wer zuerst grüßt, wird mit Gewalt ausgetragen. Old Shatterhand erlauscht aus dem Brennpunkt einer Ellipse die Pläne der feindlichen Häuptlinge durch ein akustisches Phänomen. Er erbeutet deren Medizinen und schließt die Feinde schließlich in einer Schlucht ein. Bei der Eröffnungsfeier bricht das schwere Denkmal Winnetous durch die Decke der unter ihm liegenden grandiosen Tropfsteinhöhle (das Vorbild sind wohl die Carlsbad Caverns), in dem sich die dort versteckten Feinde befinden. Old Shatterhand und die Apatschen retten sie, und der junge Apatschenhäuptling „Junger Adler“ kommt in einem selbst gebauten Flieger angeflogen und bringt den dankbaren Häuptlingen ihre Medizinen wieder. So scheiden alle als Freunde, und die Söhne Santers, des Mörders von Winnetous Vater und Schwester, die gekommen sind um sich an Old Shatterhand zu rächen, opfern sich sogar für ihn und das Herzle.

Das liest sich zeitweise auch gewohnt amüsant, erreicht aber nie die Spannung der Reiseromane.

Nun – ich habe dem Jungen ja „Unter Geiern“ empfohlen.

Fortsetzung folgt ...



Himmelsgedanke (Meldung vom 15. Juni 2020)

Sich vom Bösen befreien, ist das Schwerste, was es giebt, öffnet aber die Seligkeit.

 



Karl May in Leipzig Nr. 121 erschienen (Meldung vom 13. Juni 2020)

kml120Aus dem Inhalt:
- Martin Schulz: Der Vetter aus Grabow. Neues zum Plagiator aus Stettin
- Uwe Lehmann: Die lästige Witwe – Pauline Münchmeyer zum 180. Ge­burts­tag
- Hartmut Schmidt: Luxor-Hotel – Quo vadis?
- Thomas Pramann: Es regnet, es regnet, die Erde wird nass. Eine Miszelle zum Ge­sangs­ver­ein „Ly­ra“
- Jörg-M. Bönisch: Karl Mays »Goliath« – anonymer Abdruck von 1949/50
- Martin Schulz: Karl May aus Leipzig (IV) – Die Zeit von 1913 bis 1945 (II)
- Roy Dieckmann: Der falsche May. Nummer Neunzehn – Musikalisches aus Süd­ti­rol
- Martin Schulz: Die Vestalinnen feiern Geburtstag. 125 Jahre Abenteuer zu Was­ser und zu Lan­de
- Sven-R. Schulz: Die »Illustrierte Adler-Bibliothek« auf den zweiten Blick
- Jochen Schneider: Traditionen, Traditionen
- Kurz notiert
- Das Geheimniß des Indianers. Nach Mitteilungen eines deutsch-ame­ri­ka­ni­schen Arz­tes. Teil XI

Das Heft ist zu beziehen über: Freundeskreis Karl May Leipzig e.V.



Zum Fortgang der Historisch-kritischen Ausgabe (Meldung vom 11. Juni 2020)

hkavon Joachim Biermann

Vonseiten der Karl-May-Gesellschaft als Herausgeber ist der nächster Band der Historisch-kritischen Ausgabe, die Gedichtsammlung Himmelsgedanken (KMW V.10), abgeschlossen. Geplant ist, dass er im dritten Quartal dieses Jahres erscheinen kann. Allerdings ist nicht auszuschließen, dass die Auswirkungen der Corona-Pandemie die Fertigstellung des Bandes verzögern werden.

Alle Bezieher des Bandes werden sich auf viele Neuigkeiten freuen können – so umfänglich wie kein bisheriger HKA-Band greift dieser auf bisher unveröffentlichtes oder nur teilweise veröffentlichtes Material aus dem Archiv der Verlegerfamilie Schmid in Bamberg zurück.

Welcher Band danach als nächstes erscheinen kann, steht noch nicht fest. Drei Bände sind in einem Vorbereitungsstand, der sie dafür in Frage kommen lässt. Hans Grunert bereitet Karl Mays Bibliothek für die HKA auf (KMW IX.2), so dass wir nach Fertigstellung dieses Bandes ein vollständiges kommentiertes Verzeichnis der dort vorhandenen Bände haben werden – einschließlich aller Hinweise auf Mays Anmerkungen und Anstreichungen in diversen Bänden. Auch die in der Bibliothek nach Mays Tod hinzugekommenen Bände, u. a. aus Klara Mays Besitz, werden erfasst, wenn auch nicht so detailliert wie die von May selbst angeschafften Bestände.

Auch der von Wieland Zirbs betreute Band I.7 Ein Fürst des Schwindels mit frühen Erzählungen Mays, darunter die bekannte Kriminalnovelle Wanda, schreitet langsam seiner Vollendung entgegen. Außerdem macht auch der dritte Band der Neuauflage des Orientzyklus im Rahmen der HKA, Von Bagdad nach Stambul (KMW IV.3), gute Fortschritte; hier gilt es, wie bei den vorausgehenden beiden Bänden, vor allem zunächst einmal, die Varianten der vielen Auflagen zu erfassen.

Schließlich möchte ich noch auf einen technischen Aspekt der HKA-Bände eingehen, zu dem mich einige Anfragen erreicht haben. Beziehern von Auf fremden Pfaden war aufgefallen, dass dieser Band am Ende ziemlich viele Leerseiten aufweist. Dies ist kein Versehen, wie gemutmaßt wurde, sondern drucktechnisch bedingt. Beim Druck werden immer mehrere Seiten auf einen Bogen gedruckt und dann zugeschnitten. Wie viele Seiten dies sind, kann unterschiedlich sein und hängt vom Druckverfahren ab. Auf jeden Fall kommt es häufig vor, dass auf dem letzten Druckbogen eines Buches Seiten frei bleiben; bei Auf fremdem Pfaden waren dies relativ viele Seiten. Oft bedrucken Verlage solche leerbleibenden Seiten mit Verlagsreklame, was wir allerdings im Fall der HKA nicht tun.

Weitere Informationen zur Historisch-kritischen Ausgabe finden Sie unter: www.karl-mays-werke.de



Neuigkeiten aus Radebeul (Meldung vom 09. Juni 2020)

Zu den Vorgängen und Entwicklungen in Radebeul ist in den vergangenen Tagen eine Reihe von neuen Berichten erschienen, die wir Ihnen an dieser Stelle in einer kurzen Übericht zusammenstellen.

  • Der MDR hat eine aktuelle Zusammenfassung der Lage veröffentlicht:

www.mdr.de/kultur

  • Eine weitere Zusammenfassung bietet das Magazin Karl May & Co.:

www.karl-may-magazin.de

  • Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz, ist aus dem Kuratorium der Karl-May-Stiftung zurückgetreten:

www.karl-may-magazin.de

  • In der Neuen Osnabrücker Zeitung ist ein Interview mit Prof. Dr. Andreas Brenne zur Situation in Radebeul erschienen:

www.noz.de

  • Auch der WDR hat ein Interview mit Prof. Brenne geführt:

www.wdr.de

  • Werner Schul, früherer Vorsitzender der Karl-May-Stiftung, hat sich in einem Interview gegenüber Karl May & Co. deutlich positioniert:

www.karl-may-magazin.de



Verleihung der Marah-Durimeh-Medaille (Meldung vom 09. Juni 2020)

Die Mitgliederversammlung hat 2019 in Mainz die Stiftung der Marah-Durimeh-Medaille beschlossen. Damit werden künftig Personen geehrt, die sich auf besondere Weise für Karl May und die von ihm vertretenen Werte verdient gemacht haben. Die Verleihung der von unserem Mitglied Lars Noah gestalteten Medaille wird alle zwei Jahre jeweils im Rahmen der Karl-May-Kongresse stattfinden. Erstmals ist dies für den Kongress 2021 in München geplant.

MDMedaille 

Bei der Auswahl der Preisträger und Preisträgerinnen spielen Sie, liebe Mitglieder, die wichtigste Rolle, denn Sie können Vorschläge unterbreiten. Nominiert werden kann jede Person, die sich um unseren Autor verdient gemacht hat. Eine Mitgliedschaft in der KMG ist nicht Voraussetzung. Einzige Voraussetzung für eine Nominierung ist, dass sie gemeinsam von sechs Mitliedern der KMG eingereicht wird. Wenn Sie jemanden vorschlagen möchten, benötigen Sie also fünf weitere Unterstützer.

Bitte reichen Sie Ihre Vorschläge bis zum 31. Dezember 2020 als Brief an die Geschäftsstelle oder als E-Mail an den Vorstand ein.



Service Regional: Bereitstellung von Materialien für Ihre Karl-May-Veranstaltung (Meldung vom 07. Juni 2020)

Die Karl-May-Gesellschaft bietet Ihnen ab sofort einen Service Regional an. Wir untersützen Sie, wenn Sie eine regionale Veranstaltung planen und stellen Ihnen Materialien zur Verfügung. Die Anforderung erfolgt ganz unkompliziert über ein Formuler. Als Koordinator steht Lorenz Hunziker, Vorsitzender des Schweizer Karl May Freundeskreises, zur Verfügung.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.



Kunstpostkarten zu den Himmelsgedanken (Meldung vom 07. Juni 2020)

In der Historisch-kritischen Ausgabe wird in den kommenden Monaten der Band "Himmelsgedanken" mit Gedichten, Aphorismen und vielen bisher unbekannten Texten erscheinen. Unser Geschäftsführer Hartmut Wörner hat dies zum Anlass genommen, gemeinsam mit dem Kunstfotografen Timm Stütz eine Postkartenserie zu gestalten. Die Serie besteht aus sechs Postkarten, in denen Fotos von Timm Stütz mit Karl Mays Texten aus den "Himmelsgedanken" in Dialog treten.

Sie können die Postkarten zum Selbstkostenpreis von nur 2,40 € (inkl. Versand) direkt bei Hartmut Wörner bestellen: geschaeftsfuehrer[AT]karl-may-gesellschaft.de - eine Aufstockung des Betrages durch eine Spende wird natürlich gerne angenommen.

PK_Feind 



Heft Nr. 204 der Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft erschienen (Meldung vom 06. Juni 2020)

M204 Ausgabe Nr. 204 der Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft ist erschienen!

Inhaltsverzeichnis
- Rainer Jeglin: In eigener Sache
- Wolfgang Sämmer/Volker Griese: »Das was er geschrieben [...], habe ich gerne gelesen.« Josef Scheicher – katholischer Priester, Politiker und energischer Verteidiger Karl Mays
- Hartmut Schmidt: Neues von Pater Zepherin Biever am See Genezareth und dem Wirt Epstein in Hebron
- Christian Justen: Die Seele lebt im Blute. Zur Blutsbrüderschaft in Karl Mays Winnetou
- Hartmut Wörner: ›Irdisches‹ in den Himmelsgedanken: Karl Mays Gedicht Schön
- Wolfgang Sämmer: Aus alten Zeitungen, Tagblättern und Journalen (1): ›Karl May als Dramatiker‹
- Uwe Kriening: Ergänzung zum Repertorium C. May
- Christoph Blau: Die Todeskarawane zieht durch Dänemark Eine frühe dänische Karl-May-Veröffentlichung in Kopenhagen und andernorts
- Florian Schleburg: »Mein Name ist Bruno Albrecht.« Neue Pseudonyme für Autor, Dichter und Pfahlmann
- Gunnar Sperveslage: Einblicke in das Seelenleben. Eine Rezension zum »Briefwechsel mit seinen ›Kindern‹«, Bd. 1 (GW 95)

 

 



Karl May lebt: Brasilien 2020 (Meldung vom 02. Juni 2020)

Fast unglaublich aber wahr! Während in Deutschland die Lesergemeinde schrumpft, entdeckt man in Brasilien Karl Mays Winnetou-Trilogie. Auf dem beigefügten Video empfiehlt der brasilianische Autor Vijean Moviner (Ademar da Silva) auf portugiesisch deren Lektüre. Der Vorbesitzer seiner Winnetou-Übersetzung hat in ihr, so berichtete Ademar da Silva dem KMG-Geschäftsführer Hartmut Wörner, vermerkt, er hätte die Bücher fünfzehn Mal gelesen.



Sonderheft der Karl-May-Gesellschaft Nr. 165 erschienen (Meldung vom 02. Juni 2020)

SH165Joachim Biermann: Stichwortverzeichnis für die Nummern 191—200. Sonderheft der Karl-May-Gesellschaft Nr. 165, 2020. 48 Seiten, 4,00€* / 5,00€ zzgl. Versandkosten.

*Das Sonderheft kostet für die Abonnenten der Reihe 4,00 Euro (zzgl. Versandkosten).

Mitglieder richten ihre Bestellungen bitte an: vertrieb[AT]karl-may-gesellschaft.de

 

 

 

 



Interview mit Johannes Zeilinger zur Krise in Radebeul (Meldung vom 26. Mai 2020)

Johannes Zeilinger, bis 2019 Vorstandsvorsitzender der Karl-May-Gesellschaft und ebenfalls bis 2019 Mitglied des Kuratoriums der Karl-May-Stiftung, hat sich in einem Interview mit der Redaktion von Karl May & Co. zu den Vorgängen in Radebeul geäußert. Dabei vertritt er eine klare Position, wie das Museum für die Zukunft neu aufgestellt werden könnte.

Nachzulesen ist das Interview auf www.karl-may-magazin.de



Presseerklärung des Vorstands der Karl-May-Stiftung (Meldung vom 19. Mai 2020)

Den Übergang gestalten – Herr René Wagner zum Interimsgeschäftsführer bestellt

Vorstand und Kuratorium hatten in ihren Sitzungen am 12. und 13. Mai 2020 entschieden, die im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Abgang von Herrn Dr. Wacker als Geschäftsführer von Karl-May-Stiftung und Karl-May-Museum gGmbH öffentlich erhobenen massiven Vorhaltungen vorbehaltlos aufzuklären und erst auf dieser Grundlage dann personelle Veränderungen im Vorstand vorzunehmen. Dem soll die nächste planmäßige Kuratoriumssitzung am 27. Juni 2020 dienen.

Auf dieser Grundlage hat sich der verbliebene vierköpfige Vorstand in seiner Sitzung am 12.05.2020 für diese Übergangszeit unter nunmehrigem Vorsitz von Oberbürgermeister Bert Wendsche neu konstituiert.

Parallel wurde in einer weiteren Vorstandssitzung am heutigen Tage Herr René Wagner einstimmig zum Interimsgeschäftsführer bestellt. Damit konnte eine Person gewonnen werden, die jahrelang selbst die Geschicke des Karl-May-Museums geleitet hat, die weiterhin gut in der Karl-May-Szene und im Kuratorium vernetzt ist und die Karl May in all seiner Vielfalt genau kennt. Herr Wagner hat sich bereit erklärt, diese Position bis zum 30.06.2020 unentgeltlich zu übernehmen. Er unterstützt damit zugleich das Karl-May-Museum in einer vor allem auch durch Corona wirtschaftlich schwierigen Zeit.

Zugleich wurde Herr Dr. Wacker als Geschäftsführer abberufen.

Der Vorstandsvorsitzende Herr Wendsche erklärt dazu: „Der Respekt vor der Entscheidung des Kuratoriums, Personalveränderungen im Vorstand erst in der Sitzung am 27. Juni 2020 auf der Grundlage einer sorgfältigen Sachanalyse vorzunehmen, gebietet es seitens des Vorstandes diesen Prozess vorerst auch nur mit einem Interimsgeschäftsführer zu begleiten. Dem am 27. Juni 2020 neu zu bildenden Vorstand – egal wie dieser personell auch aussehen möge – soll damit die Möglichkeit gegeben werden, ohne Bindung an Vorabentscheidungen des alten Vorstandes, einen Geschäftsführer seines Vertrauens zu berufen.“

Dem amtierenden Vorstand ist damit zugleich daran gelegen, die Situation von Stiftung und Kuratorium in einer durch den Weggang von Herrn Dr. Wacker samt Begleitumständen sowie durch die Auswirkungen von Corona schwierigen Zeit zu beruhigen und zu stabilisieren; gerade auch im Interesse der engagierten Belegschaft.

Gez. Bert Wendsche,
Vorstandsvorsitzender der Karl-May-Stiftung



Tomos Forrest: Mein Orient-Tagebuch. Der Löwe von Assur. Trilogie-Gesamtband (Meldung vom 17. Mai 2020)

forrestTomos Forrest (Thomas Ostwald). Mein Orient-Tagebuch: Der Löwe von Assur. Trilogie-Gesamtband. Verlag: Der Romankiosk. München. 324 Seiten.
Hardcover: ISBN 978-3-7529-4890-5. Preis: 24,99€
Paperpack: ISBN 978-3-7529-4888-2. Preis 15,99€

Verlagstext
Kara Ben Nemsi schreibt in seinem Orient-Tagebuch: Wie so oft in mei­nem bis­he­ri­gen Le­ben über­rasch­te mich die Ein­la­dung mei­nes al­ten Be­kann­ten, Sir Da­vid Lind­say. Ei­gent­lich war ich nicht ge­willt, mich er­neut auf ei­ne Rei­se zu be­ge­ben. Doch da es hier ganz of­fen­bar um ein ur­al­tes Ge­heim­nis ging, das auf die ein­sti­gen Herr­scher im Zwei­strom­land deu­te­te, reiz­te mich doch wie­der das Aben­teu­er. Konn­te ich denn ah­nen, in wel­che Ge­fah­ren ich mich be­gab? Schließ­lich woll­ten wir doch nur ein neu­es Aus­gra­bungs­feld be­su­chen, um end­lich den Traum Sir Da­vid Lind­says zu rea­li­sie­ren, und ei­nen Ge­flü­gel­ten Stier für ihn fin­den! Doch schon in Dres­den stieß ich auf ei­ne in­te­res­san­te Spur, wur­de aber auch von ei­nem Un­be­kann­ten ver­folgt und be­ob­ach­tet. Das hät­te mir als War­nung die­nen sol­len …

Trilogie:
1. Die Bruderschaft
2. Die Prophezeiung
3. Krieg der Löwen

erschienen im Verlag Der Romankiosk



Karl May & Co. Nr. 160 erschienen (Meldung vom 16. Mai 2020)

kmco160Aus dem Inhalt:

Karl May — Leben und Werk
- „Mit Karl May durch Amerika“. Klara Mays Reise auf den Spuren der Helden Karl Mays
- Wolfgang Hermesmeier: Auf der Jagd nach der Phantomauflage. Eine Spu­ren­su­che „Durch die Wüs­te“
- Stefan Schmatz: Karl Mays Waldläufer-Bearbeitung im Verlag Bardtenschlager (Teil 1) Sel­te­ne Ein­band­va­ri­an­ten von Karl-May-Bü­chern (II)
- Stefan Schmatz: Der erste Besuch des Waldkönigs in der Schweiz. Un­be­kann­te May-Ab­dru­cke ent­deckt (XXX)

Karl May im Film
- Stefan von der Heiden: Winne … who? Die internationale Vermarktung der Karl-May-Fil­me (Teil 12) – DDR
- „Wir träumen weiter“. Interview mit Ulrich Wirsing, Veranstalter der Win­ne­tou-Fes­te in Kroa­ti­en
- Gänsehaut zwischen Film und Traum. „Goldene“ Filmfeste für Winnetou – ein Rück­blick
- Dirk Brüderle: Was lief denn da? Karl Mays Helden im Anzeigenteil – Wer­bung für die Karl-May-Fil­me in Ta­ges­zei­tun­gen, Teil 4

Bühne
- Festspiel-News. „Corona Edition“
- Häuptling, Mr. Patterson, Grillmeister. Die Institution im Sauerland: Wolfgang Kirch­hoff, Els­per Ak­teur vor und hin­ter den Ku­lis­sen

Szene & Co.
- Ha-ha-ha Hadschi Halef Omar. Wie eine Karl-May-Figur 1980 die Charts stürm­te
- Henning Franke: „Winnetou ist eine weit überschätzte Figur“. La­ger­feu­er­ge­sprä­che (38)
- Stefan Schmatz: Karl Mays Traumwelten im Comic. Teil 12: Condor-Verlag (4)
- Marah Schmidt oder Helmut Durimeh? Der kaum bekannte Karl-May-Ka­ri­ka­tu­rist Lutz Ba­ckes

Das Heft ist zu beziehen über: Mescalero e.V.



Presseerklärung des Kuratoriums der Karl-May-Stiftung (Meldung vom 15. Mai 2020)

Die Zukunft der Karl-May-Stiftung und ihrer Vision

Kuratorium und Vorstand der Karl-May-Stiftung haben sich am 13.05.2020 in einer gemeinsamen Videokonferenz mit den augenblicklichen kontroversen Entwicklungen rund um die Karl-May-Stiftung befasst.

Dabei wurde seitens des Kuratoriums der Vorschlag der amtierenden Vorstände angenommen, dass der Vorstand der Stiftung unter Vorsitz von Oberbürgermeister Bert Wendsche bis zur nächsten Kuratoriumssitzung, die satzungsgemäß am 27.06.2020 stattfindet, die Geschäfte der Stiftung weiterführen wird.

Vor dem Hintergrund der derzeitigen Corona-Krise und den kommunikativen Einschränkungen von Videokonferenzen waren sich die Teilnehmer einig, dass die gesamten aufgeworfenen Themenkomplexe unter Beachtung der satzungsrechtlichen Vorgaben geordnet nur auf einer Präsenzsitzung am 27.06.2020 aufgearbeitet werden können. In diesem Zusammenhang ist in den nächsten Tagen und Wochen der Austausch und die Klärung mannigfacher Hintergrundinformationen notwendig.

Gleichwohl wiesen mehrere Kuratoren bereits jetzt darauf hin, dass auf der Kuratoriumssitzung am 27.06.2020 großflächige Umbesetzungen im Vorstand diskutiert und dann umgesetzt werden sollten. Geeignete neue Kandidaten und Kandidatinnen hätten bereits ihre Bereitschaft zur Mitwirkung im Vorstand erklärt. Die derzeitige Satzung der Stiftung sieht bis zu 7 Vorstandsmitglieder vor. Das Kuratorium wird Neubesetzungsvorschläge in den nächsten Wochen entgegennehmen.

Auch die Notwendigkeit von stiftungsrechtlich zulässigen Satzungsreformen insbesondere im Bereich des Verhältnisses von Museumsgeschäftsführung und Vorstand werden auf der nächsten Sitzung diskutiert werden müssen.

Das Kuratorium erklärt, an der angestrebten Umsetzung der Vision des Museumsneubaus unbedingt festzuhalten. Würde, wie in einigen Kommentaren zur Lage gefordert, die Repräsentation der Stadt Radebeul im Vorstand nicht mehr gewährleistet sein oder entsprechende Grundstückskäufe für die Durchführung des Neubaus ausfallen, so hätte dies voraussichtlich das Scheitern der Vision Museumsneubau zur Folge.

Das Kuratorium und der Vorstand betonten einheitlich und nachdrücklich, dass das Personal des Karl-May-Museums, das die Umstrukturierung des Museums in den beiden vergangenen Jahren bereits weit vorangetrieben hat, für die Umsetzung der Vision eine zentrale Rolle spielt und man die zukünftigen Ziele ohne weitere Spaltungen erreichen will. Man sei sich im Kuratorium der Leistungskraft des Personals und der erzielten Erfolge bewusst.

Das Kuratorium bedauert das vorzeitige Ausscheiden von Herrn Dr. Wacker. Er hat nicht nur wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des Radebeuler Karl-May-Museums, sondern auch neue Akzente in den Bereichen Kommunikation und Kooperation gesetzt. Dies gilt es weiter zu führen. Das Kuratorium wünscht Herrn Dr. Wacker bei seiner neuen Aufgabe in Kuwait viel Erfolg.

Gleichwohl haben mehrere Kuratoren darauf hingewiesen, dass auch berechtigte Kritik bevor sie in die Öffentlichkeit getragen wird, in der Breite des Kuratoriums hätte besprochen werden müssen. In der augenblicklichen Lage ist man innerhalb weniger Tage von den Ereignissen überrascht und überrannt worden, ohne Probleme in der Tiefe besprechen zu können.

Das Kuratorium wird alle Vorgänge und Problemstellungen nunmehr im engen Informationsaustauch mit dem Vorstand aufarbeiten, auf seiner Sitzung am 27.06.2020 besprechen und entsprechende Beschlüsse fassen.

Das Kuratorium bittet um Verständnis dafür, dass die abschließende Sachverhaltsklärung eine gewisse Zeit braucht, die stiftungsrechtlichen Vorgaben eingehalten werden müssen und das Ganze auch noch in Zeiten der Einschränkungen durch die Corona-Krise erfolgen muss.

Das Kuratorium wird die Öffentlichkeit unmittelbar nach seiner Sitzung am 27.06.2020 umfassend informieren.

Gez. Dr. Robert Straßer
Präsident des Kuratoriums



Presseerklärung des Vorstands der Karl-May-Stiftung (Meldung vom 14. Mai 2020)

Ein Gebot der Verantwortung für Karl May und die Stadt Radebeul

Kuratorium und Vorstand der Karl-May-Stiftung haben sich in außerordentlichen Sitzungen mit der Situation nach dem Bekanntwerden des bevorstehenden Ausscheidens des Museumsdirektors und Geschäftsführers des Karl-May-Museums sowie der Karl-May-Stiftung, Herrn Dr. Christian Wacker, und insbesondere auch mit den dabei erhoben öffentlichen Vorwürfen beschäftigt.

Beide Gremien betonen nochmals, dass sie das vorzeitige Ausscheiden von Herrn Dr. Wacker bedauern. Er hat in den nahezu zwei Jahren seines Wirkens im musealen Bereich wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des Radebeuler Karl-May-Museums gesetzt. Wir wünschen ihm bei seiner neuen interessanten Stelle in Kuwait Erfolg.

Seine Enttäuschung über den langwieriger als seinerseits erwarteten Weg zur Umsetzung der Zukunftsvision des Karl-May-Museums ist verständlich. Unverständlich aus Sicht des Vorstandes ist jedoch, warum Herr Dr. Wacker den Weg über die Presse gewählt hat. Eine konstruktive Problem- und vor allem Lösungssuche wird dadurch nicht befördert, wohl aber der Ruf von Stiftung und Museum schwer beschädigt und der Weg zur Umsetzung der Zukunftsvision weiter erschwert.

Aus Verantwortung für die Bewahrung und Pflege des Erbes von Karl May sowie in Anerkennung der herausragenden Bedeutung seiner Person für die Stadt Radebeul hat sich der Stiftungsvorstand, bestehend aus den Herren Thomas Grübner, Ralf Harder, Klaus Voigt und Bert Wendsche einstimmig darauf verständigt, dass Herr Oberbürgermeister Bert Wendsche bis auf Weiteres den Vorstandsvorsitz übernimmt.

In Abstimmung mit dem Kuratorium soll in der planmäßigen Kuratoriumssitzung am 27. Juni 2020 auch über etwaige Veränderungen im Vorstand und die Zuwahl neuer Vorstandsmitglieder entschieden werden.

Der Vorstand ist sich einig, dass die Verwirklichung der Vision für die Zukunft des Karl-May-Museums und für die lebendige Bewahrung des Erbes von Karl May von existenzieller Bedeutung ist. Dafür gilt es konsequent planerische, finanzielle und organisatorische Grundlagen zu legen. Belegschaft, Vorstand, Kuratorium, Stadt und Karl-May-Szene sollten sich um dieses Ziel unter Zurückstellung persönlicher Befindlichkeiten auch weiterhin vereinen und nicht spalten. Der neue Vorstandsvorsitzende Bert Wendsche betont: „Die Ideale von Toleranz und Menschenliebe Karl Mays sind mit dem öffentlichen Beschädigen von Personen, aus welchen Beweggründen auch immer, unvereinbar.“

Gez. Bert Wendsche, Vorstandsvorsitzender der Karl-May-Stiftung



Statement des Vorsitzenden der Karl-May-Gesellschaft (Meldung vom 11. Mai 2020)

Liebe Mitglieder der Karl-May-Gesellschaft,

ich begrüße die freimütige öffentliche Diskussion der Gründe, Umstände und Konsequenzen des überraschenden Abschieds von Herrn Dr. Wacker und danke allen, die durch ihre Stellungnahmen ihre Sorge um die Zukunft der Karl-May-Stiftung und des Karl-May-Museums zum Ausdruck bringen. Als Mitglied des Kuratoriums, das nun dringlich zur Wahrnehmung seiner Verpflichtungen aufgefordert ist, halte ich mich selbst mit öffentlichen Kommentaren zurück – umso intensiver bemühe ich mich, unterstützt vom Vorstand der Karl-May-Gesellschaft und einer großen Zahl engagierter Mitarbeiter, um eine Verständigung mit anderen Mitgliedern des Gremiums und anderen Institutionen der May-Szene, damit dieser Krise ein Neubeginn für das schwer angeschlagene Museum und nach Möglichkeit auch strukturelle Verbesserungen folgen können. Wir alle wünschen uns, dass die Stätte, an der Karl May lebte und arbeitete, bald wieder für bessere Schlagzeilen sorgen wird.

Florian Schleburg,
Vorsitzender der Karl-May-Gesellschaft



Offener Brief von Christian Wacker zu seinem Rücktritt (Meldung vom 08. Mai 2020)

Liebe Freundinnen und Freunde des Karl May Museums,
Liebe Karl May Fans,
Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Aus Gründen der Transparenz habe ich mich entschlossen, meine Gründe und Motive für die Kündigung der Stelle als Geschäftsführer und Museumsdirektor im Karl May Museum gGmbH der Karl May Stiftung darzulegen. Mit diesem Schreiben verbinde ich die Hoffnung, dass eine selbstkritische Betrachtung der Strukturen des Karl May Museums und der Karl May Stiftung Veränderungen und Verbesserungen bewirken, die einer Zukunft dieser Institution förderlich sind.

Schon im Vorstellungsgespräch im Dezember 2017 sowie in den darauffolgenden Monaten wurden die Prioritäten meines Arbeitsauftrags von Seiten der Stiftung mündlich und schriftlich festgelegt. Primäres Anliegen war es, das Museum in die Zukunft zu führen und die Neukonzeption einschließlich Neubau zu gestalten. In den ersten Monaten meiner Tätigkeit arbeitete ich gemeinsam mit dem Museumsteam die inhaltliche Konzeption um und erweiterte diese auf die beiden renovierungsbedürftigen bestehenden Gebäude. Die von mir vorgefundene Konzeption war inhaltlich nicht tragfähig, weshalb die neuen Ideen vom Vorstand angenommen und akzeptiert wurden. Die bestehenden Pläne hätten entsprechend modifiziert werden müssen, um einen Förderantrag bei Bund, Land und Stadt einreichen zu können. Diese Pläne hätten innerhalb von wenigen Wochen erarbeitet und damit die Grundlage für die Fortsetzung des Projektes Neukonzeption geschaffen werden können. Zum Zeitpunkt meiner Einstellung zum 1.4.2018 war das Konto der Stiftung gut gefüllt, was mehr als ausreichend dafür gewesen wäre, das gesamte Projekt soweit vorzubereiten, dass Förderanträge offiziell gestellt hätten werden können.

Erst nach Unterzeichnung des Geschäftsführervertrags wurde mir offenbart, dass die Stiftung bereits förderschädlich gehandelt hatte, noch bevor Förderanträge gestellt worden waren, indem sie einen Generalplanervertrag mit einem Radebeuler Architekturbüro unterschrieben hatte. Dieser fahrlässige Fehler wurde von Seiten der Stiftung „behoben“, indem die ehemalige Geschäftsführerin fristlos entlassen wurde und mit Hilfe eines überteuerten Rechtsanwaltsbüros ein Aufhebungsvertrag mit dem Architekturbüro ausgehandelt wurde. Aus dem Generalplanervertrag wurde ein Vertrag zur Umsetzung aller Planungsleistung bis Leistungs-Phase 4-5, der nebenbei bemerkt ebenfalls förderschädlich ist. Das Thema der Förderschädlichkeit sollte von Mitgliedern der Stiftung – ich sollte nur bei Bedarf hinzugezogen werden - mit dem Bund diskutiert und behoben werden. Über 1,5 Jahre und bis heute wurde die Stiftung hier nicht aktiv. Von Beginn an war ich äußerst verwundert darüber und habe dies bei verschiedenen Gelegenheiten auch angesprochen, dass ich in originäre Prozesse eines Geschäftsführers (z.B.: Diskussion mit dem Architekturbüro zum Thema Generalvertrag, Thema Förderschädlichkeit gegenüber dem Bund) nicht eingebunden werden sollte.

In jedem Fall wurde das Budget darauf verwendet, die fristlose Kündigung der ehemaligen Geschäftsführerin zu finanzieren (Abfindung, Rechtsanwalt), den Aufhebungsvertrag mit dem Architekturbüro abzuschließen (Rechtsberatung), ausstehende Honorare aus den Jahren 2016 und 2017 an das Architekturbüro zu bezahlen und die Skulptur des Brunnenengels umzusetzen, der im Januar 2018 noch vor meiner Zeit beauftragt wurde. Es wurde innerhalb des Vorstands der Stiftung vereinbart, keine weiteren Planungsschritte zur Neukonzeption zu unternehmen, bevor nicht das Problem der Förderschädlichkeit mit dem Bund geklärt ist. Für mich sind dieses Verhalten und die Verzögerungen des Stiftungsvorstands maßgeblich verantwortlich dafür, dass sich meine Begeisterung für das Projekt und meine Motivation dafür in den letzten beiden Jahren sukzessive gemindert hat. Ich war angetreten, um die Neukonzeption inhaltlich zu überarbeiten und in ein Neu- und Umbauprojekt zu überführen und umzusetzen. Tatsächlich habe ich die Neukonzeption mit dem Museumsteam inhaltlich überarbeitet und zum 90. Geburtstag des Museums am 1.12.2018 öffentlich präsentiert. Seitdem ist allerdings nichts geschehen!

Das Museum hatte ich in einem vollständig veralteten Zustand übernommen und in den letzten beiden Jahren mit dem Team und einigen neuen qualifizierten MitarbeiterInnen in allen Bereichen musealer Arbeit weiterentwickelt. Es ist freilich zentrale Aufgabe eines Museumsdirektors, dies zu leisten, weshalb er als Professioneller seines Faches auch verpflichtet wird. Ich habe diese Aufgaben von Beginn an mit großer Leidenschaft verfolgt, zumal das Image des Museums innerhalb der Kulturszene aber auch der Karl-May-Szene ein schlechtes war. Um eine solche Institution zukunftsfähig machen zu können, muss sie inhaltlich und technisch aber vor allem ideologisch entstaubt werden. Neue Inhalte wurden geschaffen, neue Sichtweisen angeboten und Arbeitsweisen digitalisiert (z.B.: Inventarisierung). Ein modernes Museum muss als Ort des Diskurses verstanden werden, an dem Meinungen unterschiedlichster Art zum Thema der Einrichtung geäußert und beschrieben werden dürfen. Wenn sich eine Kultureinrichtung heutzutage nicht den Diskussionen der Gesellschaft stellt, darf sie auch keine Unterstützung derselben erwarten. Für das Karl-May-Museum übersetzt bedeutet dies, die gesamte Karl-May-Szene und alle Interessierten darüber hinaus mitzunehmen und eine Bühne zu schaffen, Karl May auch anders deuten, ihm gegenüber auch Kritik äußern zu dürfen und ihn eben nicht nur auf einen Sockel zu stellen. Anfangs irritiert, später schockiert war ich darüber, dass in der Stiftung eine Meinung vertreten werden sollte, die der eines Mitglieds des Vorstands entsprechen musste. Sämtliche Themen zu Karl May wurden so über eine einzige Person kanalisiert, deren Einschätzungen als regelkonforme Stiftungswahrheit galten. Warum nur verfügt die Stiftung nicht über einen Pool an Karl-May-Spezialisten, die zu kniffligen Fragen gemeinsam entscheiden?

Natürlich sind inhaltliche Themen zu Karl May nicht von musealen Themen zu trennen und ich habe meine Aufgabe immer so definiert, dass ich für die Weiterentwicklung des Museums zuständig bin. In einem Museumsbeirat wurden die großen Themen auch diskutiert, die Umsetzung sollte man tunlichst den Museumsprofis überlassen. Ich habe zu Beginn meiner Amtszeit wohlgemeinte Ratschläge von besagtem Mitglied des Vorstands erhalten, sah mich aber bald mit Gegendarstellungen konfrontiert und wurde daran erinnert, Weisungsbefugnisse umzusetzen zu haben. Als promoviertem Kulturwissenschaftler erachte ich es als Anmaßung, mich in stundenlangen Telefonaten oder seitenlangen emails dorfschulmeisterlich belehren lassen zu müssen. Solche Diskurse können in einem Beirat geführt werden, dürfen aber nicht die Alltagsarbeit im Museum belasten. Ich kenne keine vergleichbare Institution, in der eine derartige Einmischung in die Museumsarbeit geschieht!

Moralisch absolut indiskutabel finde ich dabei, dass meine Person von selbigem Mitglied des Vorstandes hinter meinem Rücken diskreditiert wurde, meine Kompetenzen in Frage gestellt werden und unter Ausbeutung meiner privaten facebook-Seite Sachverhalte skizziert werden, die ich gar nicht kenne. Es handelt sich hier um klassisches Mobbing, dem ich mich nicht weiter aussetzen werde.

Ich bin nach wie schockiert darüber, dass ein Beitrag einer anerkannten amerikanischen Professorin für den letzten „Beobachter“ abgelehnt wurde, nur weil er „dem Gerücht, May sei homosexuell gewesen, neue Nahrung geben“ könnte. Ein weiteres Mitglied des Vorstands der Stiftung unterstrich, May solle nicht mit „Schwulengeschichten in Verbindung“ gebracht werden. Solche Äußerungen vertragen sich nicht mit dem Stiftungszweck unserer Satzung §2.1 der „[...] erzieherische[n] Absicht der Ausbreitung von Toleranz [...]“.

Trotz allem war ich stets hochmotiviert, das Museum in die Zukunft zu führen und habe zwei Jobangebote für Direktorenstellen in Kairo im Sommer 2019 und im Saarland im Herbst 2019 ausgeschlagen. Mittlerweilen ist meine Begeisterung für das Projekt Neukonzeption des Karl May Museums unter den gegebenen Voraussetzungen derart getrübt, dass es mir nicht schwer fiel, ein Angebot aus Kuwait als Generaldirektor einer Museums- und Kultureinrichtung ab 1.6.2020 anzunehmen.

Hochachtungsvoll!
Dr. Christian Wacker



vollständige Pressemitteilung des Karl May Museums zum Weggang von Christian Wacker (Meldung vom 08. Mai 2020)

Geschäftsführer verlässt das Karl May Museum

Der Museumsdirektor und Geschäftsführer des Karl May Museums sowie der Karl-May-Stiftung, Herr Dr. Christian Wacker, wird das Museum zum 31. Mai 2020 verlassen. Der Vorstand der Stiftung hatte seinem Gesuch nach vorzeitiger Aufhebung des Vertrags jüngst entsprochen.

Herr Wacker hatte das Museum vor zwei Jahren übernommen und mit einem Team, das mit jungen Museumsprofis ergänzt wurde, inhaltlich erweitert. Das Museum verfügt nun über eine klar definierte Sammlungspolitik, eine systematische digitale Inventarisierung und regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen. Inhalte wurden überarbeitet und das Museum erschließt zunehmend jüngere Zielgruppen mit erlebnisorientierten Programmen und Events. Die Vision für ein neues und zukunftsfähiges Karl May Museum wurde von Herrn Wacker weiterentwickelt und einer Umsetzung nähergebracht.

Herr Wacker verlässt das Karl May Museum auf seine Bitte hin und wird ab 1. Juni 2020 eine neue Tätigkeit im Kulturmanagement antreten. Die Karl-May-Stiftung dankt Herrn Wacker für sein Engagement und die leidenschaftliche Weiterentwicklung unseres Museums.

Gez. Vorstand der Karl-May-Stiftung



Neuerscheinung: Eine Kriminalgeschichte um Karl May (Meldung vom 04. Mai 2020)

griesserAnne Grießer (Hrsg.). Diebe, Mörder, Galgenstricke: Es geschah in Freiburg. Wellhöfer Verlag. Mannheim. 292 Seiten. Paperback. ISBN 978-3-95428-269-2. Preis: 12,95€

Verlagstext
Hinter jedem Verbrechen steckt eine Geschichte. 24 Autorinnen und Autoren erzählen diese Geschichten anhand authentischer Kriminalfälle der Freiburger Stadtgeschichte. Sie erzählen von der „Kinderhexe“ Agatha Gatter, vom Metzger Hauri, der einen Bischof tötete, vom Serienmörder Heinrich Pommerenke, von Hochstapelei, aufmüpfigen Weibern, Brandstiftung und vielem mehr.
Tauchen Sie ein in die Freiburger Stadtgeschichte, die Sie so spannend und ergreifend noch nicht erlebt haben!

Die Anthologie enthält die Kriminalerzählung "Im dunklen Tann. Karl May in Freiburg" von Alexa Rudolph. Eine Leseprobe finden Sie hier.

erschienen im Wellhöfer Verlag



Neuerscheinung: Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen (Meldung vom 03. Mai 2020)

boomThomas Spring (Hrsg.). Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen. Sandstein Verlag. Dresden. 384 Seiten. Paperback. ISBN 978-3-95498-544-9. Preis: 29,00€

Bis zum 07.05.2020 gilt der Subskriptionspreis von 19,90 €.

Verlagstext
Bergbau, Eisenbahn und Maschinen, Textilien, Autos und Mi­kro­chips – Sach­sen wird bis heu­te stark durch sei­ne In­du­strie ge­prägt. Der Band be­leuch­tet in ei­nem gro­ßen kul­tur­?hi­sto­ri­schen Pa­no­ra­ma die wech­sel­vol­le Ge­schich­te von In­du­strie und Geld, Ar­beit und Tech­nik, Wis­sen und In­no­va­tion, Ge­sell­schaft und Po­li­tik. Er gibt Ein­bli­cke in Dis­kus­sio­nen, führt durch 500 Jahre säch­si­sche In­du­strie­kul­tur und lie­fert mög­li­che Zu­kunfts­vi­sio­nen für den Frei­staat.

Inhaltsverzeichnis
1 Barock & Berggeschrey
2 Garn & Globalisierung
3 Karl Marx & Karl May
4 Schockensöhne & Sachsenstolz
5 Trabi & Treuhand
6 Industriekultur 2020

Der dritte Abschnitt Karl Marx & Karl May enthält einen Beitrag unseres früheren Vorsitzenden Johannes Zeilinger mit dem Titel Karl May und die Naturheilkunde in Sachsen.

erschienen im Sandstein Verlag



Neuerscheinung: May-nungen Nr 12 (2020) (Meldung vom 03. Mai 2020)

may_nungen12Inhaltsverzeichnis
- Zum Geleit
- Eva Denner: A grausliche G‘schicht
- Sr. Mirjam Dinkelbach: Blutsbrüder*innen
- Peter Baldia: Karl May und der Colt aus Ottakring
- Sr. Mirjam Dinkelbach: Karl-May-Preis für interkulturelle Verständigung Teil IX
- Elisabeth Kolb: Ein Stück Nostalgie — das Karl-May-Jahrbuch 1936, Rezension
- Elisabeth Kolb: Und was kam dann? — Die Zeit nach den Karl-May-Filmen, Re­zen­sion
- Werner Geilsdörfer: Eine Abenteuerreise nach Mittelamerika — unter der „Schirm­herr­schaft“ Karl Mays?
- Sr. Mirjam Dinkelbach: Die hohe Schule des Spurenlesens — Eine Mayditation
- Elisabeth Kolb: Berliner Balladesken oder zwei Alben und drei Karl May
- Karl May entkommt man nicht …

Das Heft ist zu beziehen über den Karl May Club Österreich



Neuerscheinung: Winnetou I auf Bayrisch (Meldung vom 22. April 2020)

bayrischWinnetou I auf Bayrisch, mp3-Hörbuch. Gelesen von Woife Berger - der Fälscher und Matthias M., Audio-CD, Karl-May-Verlag. ISBN: 978-3-7802-0870-5. Preis: 15,00€

Verlagsbeschreibung:
Ein skurriles Projekt? Nein, eher spaßig und kurzweilig!
Der edelste aller Indianer ist wohl Karl Mays Apatschenhäuptling Winnetou, von dem der niederbayerische Kabarettist, Moderator und Buchautor „Der Fälscher“ Wolfgang „Woife“ Berger seit seiner Kindheit begeistert ist. Und so will Berger die Geschichte seines Helden mal auf Bayrisch erzählen und hat kurzerhand den ersten Band des WINNETOU in eine gekürzte 90-Minuten-Version ‚übersetzt‘. Zur Aufführung und Aufnahme gesellte sich Countrysänger Matthias M. alias Matt Daniels, der seit 2004 bei den Süddeutschen Karl May-Festspielen in Dasing die Rolle des Winnetou perfekt verkörpert.
Nun als Hörbuch und auf der Bühne: WINNETOU I auf Bayrisch. Wie war das nochmal, wie wurden Winnetou und Old Shatterhand eigentlich Blutsbrüder? Hier wird aus „Hugh“ ein bayrisches „Habedere“.

1 mp3-CD, ca. 90 min, Digipack

Erscheinungsjahr: 2020

erschienen im Karl-May-Verlag



Eine Zeichner im Dienste Karl Mays (Meldung vom 21. April 2020)

Lars Noah ist ein vielseitiger Zeichner und er ist Mitglied der Karl-May-Gesellschaft. Vielen von Ihnen wird das Plakat zum Jubiläumskongress der KMG 2019 in Mainz bekannt sein, das er mit Zeichnungen von Karl May und Carl Zuckmayer gestaltet hat. Auch der Entwurf der 'Marah-Durimeh-Medaille', die auf dem kommenden Kongress in München erstmals verliehen werden soll, stammt von seiner Hand.

Jetzt hat er eine öffentliche Facebookseite eingerichtet, die allein seinen Zeichnungen zu Karl May und seinem Blick auf die Fantasiewelt Karl Mays gewidmet ist.

Diese Seite finden Sie auf www.facebook.com.

Lars Noahs persönliche Webseite können Sie unter finearts-larsnoah.de aufrufen.



Neuerscheinung: In Mekka (Hörbuch) (Meldung vom 16. April 2020)

mekkaIn Mekka, mp3-Hörbuch, Band 50 der Gesammelten Werke, Gelesen von Heiko Grauel, Audio-CD, Karl-May-Verlag. ISBN: 978-3-7802-0750-0. Preis: 19,95€

Verlagsbeschreibung:
Karl May hat die Fortsetzung seiner Erzählung "Am Jenseits" (Band 25) immer wieder angekündigt, aber nie zu Papier gebracht. Franz Kandolf übernahm ein Jahrzehnt nach Mays Tod diese schwierige Aufgabe und löste sie vortrefflich. Er traf genau Karl Mays Stil der abenteuerlichen Reiseerzählungen. In der für Nichtmuslime verbotenen Stadt Mekka laufen all die geheimnisvollen Verwicklungen aus Band 25 um den blinden 'Münedschi', den verräterischen 'El Ghani' und den gestohlenen Schatz des Heiligtums von Meschhed Ali zusammen. Für Kara Ben Nemsi als 'Ungläubigen' ist der Besuch in Mekka mit höchster Lebensgefahr verbunden.
Der Sprecher Heiko Grauel erhielt seine Ausbildung für Synchron, Werbung und Moderation beim Hessischen Rundfunk. Seit 1993 moderiert er zahlreiche Radio- und TV-Events. Als Synchronsprecher lieh er seine Stimme Charakteren in unzähligen Spielfilmen. Daneben kennt man seine Stimme aus Funk- und Fernseh-Werbespots für namhafte Firmen und Produkte aus den verschiedensten Branchen, von der Lufthansa bis zu Softdrinks und Cornflakes. Der gebürtige Hanauer lebt in Frankfurt und vertont derzeit aktuelle Management- und Personalcoachings. Von Karl May las er auch Band 7 WINNETOU I, Band 8 WINNETOU II, Band 9 WINNETOU III, Band 10 SAND DES VERDERBENS, Band 11 AM STILLEN OZEAN, Band 12 AM RIO DE LA PLATA, Band 13 IN DEN KORDILLEREN, Band 14 OLD SUREHAND I, Band 15 OLD SUREHAND II, Band 16 MENSCHENJÄGER, Band 17 DER MAHDI, Band 18 IM SUDAN, Band 19 KAPITÄN KAIMAN Band 20 DIE FELSENBURG, Band 21 KRÜGER BEI, Band 22 SATAN UND ISCHARIOT, Band 23 AUF FREMDEN PFADEN, Band 24 WEIHNACHT, Band 25 AM JENSEITS, Band 35 UNTER GEIERN, Band 36 DER SCHATZ IM SILBERSEE, Band 37 DER ÖLPRINZ, Band 38 HALBLUT, Band 39 DAS VERMÄCHTNIS DES INKA und Band 41 DIE SKLAVENKARAWANE.

1 mp3-CD, ca. 10,5 Stunden, Digipack mit 8-seitigem Booklet

Erscheinungsjahr: 2020

erschienen im Karl-May-Verlag



Philologie des Abenteuers (Meldung vom 14. April 2020)

An der Ludwig-Maximilians-Universität München befasst sich seit April 2018 die Forschungsgruppe "Philologie des Abenteuers" mit dem Begriff "Abenteuer" im Kontext des Erzählens. Das "Abenteuer" wird aus verschiedenen Perspektiven, wie der Erzähltheorie oder der Literaturpsychologie, untersucht. Jules Verne, Herman Melville und Robert Louis Stevenson werden dabei ebenso betrachtet, wie natürlich Karl May. In diesem Zusammenhang ist gerade ein kurzer Essay von Susanne Lüdemann und Elisabeth Hutter zu Karl Mays "Winnetou I" veröffentlicht worden. Der Essay ist unter der folgenden URL frei verfügbar:

https://www.abenteuer.fak13.uni-muenchen.de/lektuere-logbuch/winnetou/index.html



Neuerscheinung: Karl May Haus Information - Nr. 35 (Meldung vom 02. April 2020)

kmhi35Aus dem Inhalt:
- Joachim Biermann: „… wenn man so hingebend einen Autor liebt, …“
- Hartmut Schmidt: Einer der 3 Könige aus dem Schwabenland
- Thomas Pilz-Lorenz: „Sagenhaftes“ zu Karl May
- Henning Franke: „… wie ich im Falle eines Krieges zu handeln habe“
- Jürgen Seul: Max Dittrich versus Rudolf Lebius
- Hans-Dieter Steinmetz: „Was einem Goethe recht ist, muß einem Karl May billig sein.“
- Jenny Florstedt: Karl Mays erste Liebe – Anna Preßler
- Hainer Plaul: Über Karl Mays Fluchthelferin Malwine Wadenbach
- Hans-Dieter Steinmetz: Wie die Radebeuler Karl-May-Straße wieder zu ihrem Namen kam
- André Neubert: Das „Karl-May-Haus-Depot“ und ein Stück Bühnengeschichte
- André Neubert: Rund um das Karl-May-Haus



Neuerscheinung: Briefwechsel mit seinen 'Kindern' I (Meldung vom 23. März 2020)

gw95Hartmut Vollmer/Hans-Dieter Steinmetz/Florian Schleburg (Hrsg.). Briefwechsel mit seinen 'Kindern' I. Band 95 der Gesammelten Werke. Karl-May-Verlag. Bamberg/Radebeul. 608 Seiten. 56 SW-Abbildungen. Hardcover. ISBN 978-3-7802-0095-2. Preis: 25,00€

Verlagstext
Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts traten aus dem breiten Lesepublikum Karl Mays vier junge Menschen in Erscheinung, die dem Schriftsteller in besonderer Weise nahestanden und sich in der Zeit der zermürbenden Presse- und Prozesshetze für ihn engagierten: die Geschwister Marie und Ferdinand Hannes, Lu Fritsch und Willy Einsle. Dazu gesellte sich nach einiger Zeit noch der Philologe und Pädagoge Dr. Adolf Droop, der auch bereits eine wissenschaftliche Analyse von Mays Reiseerzählungen veröffentlicht hatte.
Diese fünf Verehrer standen Karl May geistig und seelisch derart nahe, dass seine zweite Ehefrau Klara sie als seine "Kinder" bezeichnete.
Die umfangreiche Korrespondenz der 'Kinder' mit Karl und Klara May wird in dieser zweibändigen, kritisch kommentierten Edition erstmals - und soweit möglich vollständig - veröffentlicht.
Die vorgestellten Briefe bieten nicht nur wichtige und spannende, sondern auch bewegende, sehr private Einblicke in die Persönlichkeit des populären Schriftstellers; sie dokumentieren überdies das für Mays Biografie sehr bedeutende Engagement der 'Kinder' für den literarischen 'Outlaw' und ihre unermüdlichen, z.T. auch recht abenteuerlichen Bemühungen, den vielfach beschuldigten und geschmähten Autor öffentlich zu rehabilitieren.

erschienen im Karl-May-Verlag



Neue Rubrik auf der KMG-Seite: Audiothek (Meldung vom 18. März 2020)

Die Webseite der KMG verfügt nun über eine Audiothek. Die ersten Inhalte sind zwei Lesungen von Werner Geilsdörfer (Stuttgart):

(1) "Die Ahnengalerie" aus "Und Friede auf Erden" (1901/04), entnommen aus der Anthologie "Karl May: Märchen und Visionen" (Bamberg 2018)

(2) "Die Sage vom verschwundenen Fluss" aus "Ardistan und Dschinnistan" (1907/09), entnommen aus der Anthologie "Karl May: Märchen und Visionen" (Bamberg 2018).

Sie finden die Rubrik links im Menü unter "Karl Mays Werke" oder über diesen Direktlink zur Audiothek. Die Audiothek wird künftig erweitert.



Karl May in Leipzig Nr. 120 erschienen (Meldung vom 16. März 2020)

kml120Aus dem Inhalt:
- Jenny Florstedt/Martin Schulz: Gleißner, Kaden und Siegismund oder Münchmeyer in Breslau, Stettin und Danzig
- Uwe Lehmann: Die geheimnisvolle Klägerin. Zum 155. Geburtstag von Alma Eulitz
- Martin Schulz: Karl May aus Leipzig (III) – Die Zeit von 1913 bis 1945
- Thomas Braatz: Die Schwimmleistung von Robert Kraft und die Folgen seines sportlichen Rekords
- Roy Dieckmann: Der falsche May. Nummer Achtzehn – Ein Uhrmacher, der Wel­len schlägt
- Jörg-M. Bönisch: Klara May zum 50. Geburtstag von Heinrich Zerkaulen
- Sven-R. Schulz: Der vornehme Reisende oder ein doppelt falscher May
- Rene Grießbach: Wiedersehen mit Nemo
- Jochen Schneider: Werktreu, jung und erfolgreich
- Jenny Florstedt: Orientalische Märchen von Karl May
- Jochen Schneider: Reise nach Konstantinopel mit Problemen
- Roy Dieckmann: „…deklamatorische Abendunterhaltung“ im Eventtipi
- Das Geheimniß des Indianers. Nach Mitteilungen eines deutsch-amerikanischen Arztes. Teil X

Das Heft ist zu beziehen über: Freundeskreis Karl May Leipzig e.V.



Neuerscheinung: Karl-May-Jahrbuch 1936 (Meldung vom 14. März 2020)

kmjb1936Christoph F. Lorenz (Hrsg.): Karl-May-Jahrbuch 1936. Karl-May-Verlag Bamberg/Radebeul. 360 Seiten. Hardcover. ISBN 978-3-7802-1936-7. Preis: 29,90€

Verlagstext:
Mit 23 Beiträgen zur frühen Karl-May-Forschung von: Alfred Biedermann, Eduard Engel, Heinz Grill, Konrad Guenther, Harald Güthe, Josef Höck, Hans Höss, Friedrich Jobst, Franz Kandolf, Egon Erwin Kisch, Karl Lokotsch, Wilhelm Manig, Alfred Staack, Adalbert Stütz, Alfred Thürmer, Roland Weise und Karl Wolf.

erschienen im Karl-May-Verlag

 

 

 



Vollständiger Reprint: China. Schilderungen aus Leben und Geschichte, Krieg und Sieg (Meldung vom 13. März 2020)

China1901 erschien der opulente Band China. Schilderungen aus Leben und Geschichte, Krieg und Sieg. Ein Denkmal den Streitern und der Weltpolitik, hrsg. von J. Kürschner. Darin befand sich die Erstveröffentlichung von Karl Mays Friedendsroman Et in Terra Pax. Bereits 2015 ist ein vollständiger Reprint in leicht verkleinertem Format im Verlag Fines Mundi erschienen und kann über die Verlagsseite für 119,00€ erworben werden.

www.fines-mundi.de

Auch der Reprint der Karl-May-Gesellschaft mit einer Auswahl an Texten ist noch verfügbar. Der KMG-Reprint kann für 39,00€ über die KMG bezogen werden:

Bestellungen richten Sie bitte an: reprints@karl-may-gesellschaft.de

Seit 2018 liegt Karl Mays Roman Et in Terra Pax / Und Friede auf Erden! auch als Band V.2 der Historisch-kritischen Ausgabe der Werke Karl Mays vor. Diese Ausgabe ist beziehbar über den Museumsshop des Karl-May-Museums Radebeul



Jetzt als Taschenbuch erhältlich: Der Karl-May-Roman von Philipp Schwenke (Meldung vom 11. März 2020)

FlimmernPhilipp Schwenke: Das Flimmern der Wahrheit über der Wüste. Ein Karl-May-Roman. Kiepenheuer&Witsch. Köln. 608 Seiten. Hardcover. ISBN 978-3-462-05420-0. Preis: 12,00€

Verlagstext
»Eine wunderbare Idee, ich will diesen Roman unbedingt lesen. Hoffentlich hält der Brexit niemanden ab, ihn ins Englische zu übersetzen.« Nick Hornby.
Jahrelang hat Karl May behauptet, er selbst sei Old Shatterhand: unbesiegbarer Abenteurer, bärenstarker Fährtenleser und Winnetous Blutsbruder. Hunderttausende Leser glauben ihm, obwohl er Sachsen praktisch nie verlassen hat. 1899 aber bricht er zum ersten Mal wirklich in den Orient auf.
Monatelang reist Karl – der angeblich 800 Sprachen spricht, alle Kontinente durchstreift hat und Gegner mit einem Fausthieb niederstreckt – mit dem Reiseführer in der Hand durch den Orient. Doch alles ist ihm eine Enttäuschung. Die Länder, die Sehenswürdigkeiten und am allermeisten der Mann, den auch er für Old Shatterhand gehalten hat: er selbst. Dann aber blasen die Zeitungen daheim zur Jagd auf ihn, und unterwegs muss Karl May plötzlich ein noch größerer Held werden als der, den er immer gegeben hat. Denn vielleicht kann er so noch seinen Ruf retten. Oder zumindest die Welt.
Philipp Schwenkes Roman ist eine irrwitzige Erzählung über Briefe aus dem Jenseits, Sexskandale und die Lügenpresse, über eine Goldader im Dschungel und Winnetous Haare. Die Geschichte von Karl Mays Orientreise 1899 beruht dabei auf Tatsachen. Und auf alternativen Tatsachen. Und auf Tatsachen, die auf jeden Fall wahrer sind als alles, was Karl May selbst je behauptet hat.

erschienen bei Kiepenheuer&Witsch

 

 



Sonderheft der Karl-May-Gesellschaft Nr. 164 erschienen (Meldung vom 04. März 2020)

SH164Karl May als Erzähler. Vorträge des 6. Karl-May-Symposiums der Akademie für Weiterbildung Waldhof in Freiburg-Littenweiler in Kooperation mit dem Karl-May-Freundeskreis Freiburg am 16./17. März 2019. Herausgegeben von Karl Schäfer, Albrecht Götz von Olenhusen und Michael Rudloff unter Mitwirkung von Joachim Biermann. Sonderheft der Karl-May-Gesellschaft Nr. 164, 2020. 128 Seiten, 6,50€* / 7,50€ zzgl. Versandkosten.

Inhaltsverzeichnis:
- Karl K. Schäfer: Begrüßung
- Ekkehard Bartsch: Karl-May-Rezeptionsgeschichte seit mehr als 100 Jahren
- Albrecht Götz von Olenhusen: Kleine Zwischenbemerkung
- Karl K. Schäfer: »Das ist ein Roman!« Metafiktion im Werk Karl Mays
- Florian Schleburg: »Grad wie auf der Bühne! Ein ausgezeichnetes Tableau!« Dramatische Elemente des May’schen Erzählens
- Michael Rudloff: Ehrung durch den Karl-May-Freundeskreis Freiburg
- Helmut Schmiedt: Verfolgte Unschuld. Karl May erzählt über seine letzten Lebensjahre
- Martin Lowsky: Professoren auf Forschungsreise. Karl Mays Erzählkunst in der Sklavenkarawane und die Bildungsideale um 1900
- Rudi Schweikert: Karl May als Patchwork-Erzähler
- Joachim Biermann: Jede Entwickelung, welche Sprünge macht, ist eine falsche. Beobachtungen zu Karl Mays Sprache und Stil
- Silvia Zahner: Karl Mays Erzählweise. Ein Vergleich von Ich- und Er-Erzählungen
- Albrecht Götz von Olenhusen: Schlusswort und Dank

*Das Sonderheft kostet für die Abonnenten der Reihe 6,50 Euro (zzgl. Versandkosten), auch wenn sie später weitere Hefte haben möchten. Ebenso gilt dieser ermäßigte Preis für alle Besteller bei einem Kauf von mehr als fünf Exemplaren.

Mitglieder richten ihre Bestellungen bitte an: vertrieb[AT]karl-may-gesellschaft.de



Reprints zum Sonderpreis (Meldung vom 12. Januar 2020)

DH02_Scout_2Auch im Jahr 2020 sind alle lieferbaren KMG-Reprints mit Ausnahme des opulenten Bandes "Et in terra pax" zum Sonderpreis von nur 9,90 Euro erhältlich. Lieferbar sind die folgenden Titel:

Der Mir von Dschinnistan
Der Scout/Deadly Dust
Old Firehand
Das Buch der Liebe I
Der Beobachter an der Elbe
Winnetou IV
Am Tode
Der Seminarist und Lehrer Karl May

Jeder Reprint kostet nur 9,90 Euro zzgl. Versandkosten.

Bestellungen bitte an Reiner Pütz: reprints@karl-may-gesellschaft.de



Sonderausstellung im Karl-May-Museum: Die Deutschen und ihre Indianer (Meldung vom 01. Dezember 2019)

Vom 1. Dezember 2019 bis 1. November 2020 zeigt das Karl-May-Museum Radebeul die Jahresausstellung "Die Deutschen und ihre Indianer".

Die besondere Faszination für die indigenen Menschen Nordamerikas ist in Deutschland über zweihundert Jahre alt. Karl May, Wild West Shows und zahlreiche Filme prägen unser Bild von den „Indianern“ bis heute. Wir möchten Sie in unserer aktuellen Jahresausstellung auf eine Entdeckungsreise zu den Ursprüngen und den vielfältigen Facetten der deutschen Indianerfaszination einladen.

weitere Informationen zur Ausstellung unter www.karl-may-museum.de



Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 2019 erschienen (Meldung vom 02. November 2019)

jb2019

Das Jahrbuch 2019 ist soeben erschienen und wird an die Mitglieder und Abonnenten ausgeliefert. Der Band enthält wieder vielfältige und vielversprechende Beiträge, darunter Vorträge vom Kongress in Naumburg/Bad Kösen. Leser des Jahrbuches, sind herzlich eingeladen, Bewertungen und Kritiken zum Jahrbuch oder auch zu einzelnen Beiträgen zur Veröffentlichung hier im Blog einzureichen. Senden Sie Ihre Texte bitte an: gunnar.sperveslage[@]karl-may-gesellschaft.de

Ankündigungstext:
Im fünfzigsten Jahr des Bestehens der Karl-May-Gesellschaft erscheint deren neunundvierzigstes Jahrbuch. Als Besonderheit enthält es eine jüngst aufgefundene, seinerzeit anonym veröffentlichte Erzählung mit dem Titel „Zum Schillerfeste“, bei der es sich möglicherweise um ein frühes, bisher unbekanntes Werk Mays handelt; über die Autorschaft wird in zwei Aufsätzen kontrovers diskutiert. In den übrigen Beiträgen des Bandes werden Leben, Werk und Wirkung Karl Mays auf die bewährte Weise unter den verschiedensten Aspekten beleuchtet, vom Verhältnis zwischen May und Theodor Storm über die Analyse komischer Elemente bis hin zum kulturgeschichtlich aufschlussreichen Porträt eines amerikanischen Indianer­darstellers auf einer deutschen Bühne in den 1930er-Jahren. Die obligatorischen Rubriken ­Literaturbericht, Medienbericht und Bericht über die Arbeit der Karl-May-Gesellschaft runden den Band ab.

Inhaltsverzeichnis
- Helmut Schmiedt: Das neunundvierzigste Jahrbuch
- Anonym: Zum Schillerfeste
- Joachim Biermann: Eine May-Erzählung in einem frühen Münchmeyer-Lie­fe­rungs­werk? Über­le­gun­gen auf­grund ei­nes neu­en Fun­des
- Wilhelm Vinzenz/Jürgen Wehnert: ›Zum Schillerfeste‹ – eine Erzählung von Karl May?
- Rudolf Lüthe: Die Komik der Unvollkommenheit und der Fremdheit. Eine idea­lis­ti­sche Be­schrei­bung der Fi­gu­ren Had­schi Ha­lef Omar, ›der blau­ro­te Me­thu­sa­lem‹ und Sam Hawk­ens
- Wynfrid Kriegleder: Das war unerhört! Erzählperspektiven in Karl Mays ›Der Oel­prinz‹
- Willi Vocke: Der Geist der Romantik. Die Erzählung ›Das Geldmännle‹ als Bei­spiel für den ›phan­tas­ti­schen‹ Karl May
- Peter Hofmann: »… aber diese Arbeit bin ich selbst«. Wie sich Karl May mit Theo­dor Storm le­sen lässt
- Alexander Dietz: »Mag man mich immerhin auslachen«. Karl Mays Beitrag zur theo­lo­gi­schen De­bat­te um männ­li­che Fröm­mig­keit im spä­ten 19. Jahr­hun­dert
- Eckehard Koch/Gerd Hardacker: »Wir haben viele tapfere Scheiks?« … »Aber kei­nen Abd el Ka­der …«. Zum ge­schicht­li­chen Hin­ter­grund der Al­ge­ri­en-?Hand­lung in Karl Mays ›Die Lie­be des Ula­nen‹
- Albrecht Götz von Olenhusen: ›Os-ko-mon – Chief der Yakima‹. Zu in­ter­kul­tu­rel­len Be­zie­hun­gen USA – Frank­reich – Deutsch­land 1900–?1960. In­dia­ni­sche Tän­zer und Sän­ger in USA und Eu­ro­pa
- Helmut Schmiedt: Literaturbericht I
- Gunnar Sperveslage: Literaturbericht II
- Henning Franke: Medienbericht
- Joachim Biermann: Die Zukunft im Blick. Die Karl-May-Gesellschaft im Jahr 2018

Erschienen im Hansa Verlag, Husum



26. KMG-Kongress in München (Stand: 14.04.2020) (Meldung vom 14. Oktober 2019)

Der 26. Kongress der Karl-May-Gesellschaft findet vom 7. bis zum 10. Oktober 2021 in München statt.

Hinweis zur Hotelbuchung für den KMG-Kongress 2021:

Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise auf den Messe- und Kongressbetrieb ist unser Münchener KMG-Kongress mittlerweile in terminliche Konkurrenz mit mehreren verschobenen Veranstaltungen geraten. Beispiele sind die Messe DRINK-TEC, die auf den 4. - 8. Oktober 2021 verlegt wurde. Die Großmesse EXPO Real endet nun erst am Tag vor unserem Kongress. Auch der 53. Deutsche Historikertag in München wurde von 2020 auf den 5. - 8. Oktober 2021 verlegt.

Bitte buchen Sie Ihre Zimmer so bald wie möglich, da unter diesen Umständen mit der einseitigen Reduzierung oder gar Aufkündigung unserer Hotelkontingente zu rechnen ist.

Erste Informationen zu Unterkünften:

Hotelkontingente in München
Abrufformular IBIS Arnulfpark
Abrufformular IBIS München Süd

Eine Website von Münchner Karl-May-Freunden zum Kongress bietet Informationen zur Tagung und zum Thema »Karl May und München«. Sie befindet sich derzeit noch im Aufbaustadium und wird regelmäßig erweitert und überarbeitet:

www.karl-may-und-muenchen.de





 

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