Die Herstellung des Jahrbuchs 2020 hat sich aufgrund einer personellen und technischen Umstellung im Verlag dieses Jahr leider etwas verzögert. Nun ist das Jahrbuch aber erschienen und wird an die Mitglieder und Abonnenten ausgeliefert. Sie sollten Ihr Exemplar also bald in Händen halten können.
Der Band enthält wieder vielfältige und vielversprechende Beiträge, darunter Vorträge vom Jubiläumskongress in Mainz. Leser des Jahrbuches, sind auch diesmal wieder herzlich eingeladen, Bewertungen und Kritiken zum Jahrbuch oder auch zu einzelnen Beiträgen zur Veröffentlichung hier im Blog einzureichen. Senden Sie Ihre Texte bitte an: gunnar.sperveslage[@]karl-may-gesellschaft.de
Ankündigungstext:
Im 51. Jahr ihres Bestehens legt die Karl-May-Gesellschaft ihr 50. Jahrbuch vor. Neben den üblichen Jahresberichten blickt deshalb eine ausführliche Chronik auf Geschichte und Geschicke des Periodikums zurück. Übergreifende Darstellungen, denen Vorträge des Jubiläumskongresses in Mainz zugrunde liegen, behandeln Mays Platz in der deutschen Orientrezeption des 19. Jahrhunderts, seinen kreativen Umgang mit dem Koran, das zentrale Motiv der Auswanderung und die Begräbniskultur in Werk und Leben. Einzelstudien widmen sich der Frage, ob Mays Kolportageromane nach mündlichem Diktat gesetzt wurden, dem skurrilen Paläontologen Dr. Morgenstern im ›Vermächtnis des Inka‹ und den Parallelen zwischen May und seinem Zeitgenossen Paul Scheerbart. Erstmals in deutscher Übersetzung wird mit einer Einführung die vollständige Quelle des Gerüchts publiziert, der erfolglose Kunstmaler Adolf Hitler habe in geliehenen Stiefeln den Wiener Vortrag des greisen Karl May über Frieden und Völkerverständigung besucht.
Inhaltsverzeichnis
– Florian Schleburg: Das fünfzigste Jahrbuch
– Werner Thiede: Verstehensfehler beim Druckerei-Diktat. Wurden Karl Mays Münchmeyer-Romane dem Schriftsetzer vorgelesen?
– Ralf Gehrke: »nach einer Überlieferung«. Vorbemerkungen zum Abdruck des ›Brünner Anonymus‹
– ›Brünner Anonymus‹: Mein Freund Hitler
– Rudi Schweikert: »Für ein Mastodon oder ein Glyptodon wage ich alles, selbst mein Leben.«. Paläontologisches in und um Karl Mays ›Das Vermächtnis des Inka‹
– Florian Schleburg: Der Prophet aber hat gesagt: »Liebe deine Esel!«. Karl Mays apokrypher Koran
– Johannes Zeilinger: Karl May, die Deutschen und der Orient
– Malte Ristau: Ein neues, besseres Leben? Auswanderung als Thema des Zeitgenossen Karl May
– Stephan Lesker: Über den Tod hinaus. Begräbniskultur bei Karl May als Klammer um Leben und Werk
– Lutz Hagestedt: Morphologie der Erzählung. Karl Mays Rezepturen
– Micky Remann: Zwei Blutsbrüder treffen sich im Unendlichen. Karl May und Paul Scheerbart
– Roy Dieckmann: 50 Bände Arbeit für Karl May. Chronik des Jahrbuchs
– Helmut Schmiedt: Literaturbericht
– Roy Dieckmann: Medienbericht
– Gunnar Sperveslage: Ein Jahr im Zeichen des Jubiläums: 50 Jahre Karl-May-Gesellschaft
Erschienen im Hansa Verlag, Husum
