März 2020

Archiv, Nachrichten

Zum Fortgang der Historisch-kritischen Ausgabe

hkavon Joachim Biermann

Inzwischen ist Band IV.26 der Historisch-kritischen Ausgabe Auf fremden Pfaden erschienen. Auch der als nächstes geplante Band, der Gedichtband Himmelsgedanken, ist von Herausgeberseite im Prinzip fertiggestellt. Die Gedichte des Textteils und der Editorische Bericht wurden bereits vom Bandherausgeber Hartmut Wörner gegengelesen. Nun müssen noch letzte Informationen zu einigen Gedichtmanuskripten aus dem Archiv der Verlegerfamilie Schmid eingearbeitet werden; dann kann auch die Herstellung dieses Bandes in Angriff genommen werden.

Vielleicht ist es einmal von Interesse, die wesentlichen Stationen nach der Tätigkeit von Bandbearbeiter und Bandherausgeber kurz zu erläutern. Zunächst wird der Textteil eines HKA-Bandes im Karl-May-Verlag gesetzt. Aufgrund dieses Satzes werden dann noch einmal Bandbearbeiter und Bandherausgeber tätig und passen alle Stellenangaben im Editorischen Bericht, insbesondere natürlich diejenigen des Variantenapparats, an den nunmehr gesetzten Text an. Es folgt der Satz des Editorischen Berichts und der Band wird von allen Beteiligten noch einer letzten Durchsicht unterzogen. Gleichzeitig wird der Buchrücken vorbereitet. Wenn dann die Karl-May-Stiftung ihr OK zur Produktion des Bandes gegeben hat, geht der Satz an die Druckerei, wo der Buchblock hergestellt und dann in den ebenfalls dort produzierten Einband eingefügt wird. Schließlich werden dann alle Exemplare nach Radebeul expediert, von wo aus dann vom Karl-May-Museum die Abonnenten und Besteller beliefert werden. Leider ist es immer möglich, dass an einer der vielen Stellen, die die Fertigstellung eines HKA-Bandes durchläuft, eine Verzögerung eintritt, so dass Voraussagen zum endgültigen Erscheinen immer mit einem gewissen Unsicherheitsfaktor behaftet sind. Für die Himmelsgedanken hoffe ich aber weiterhin auf eine Fertigstellung im Laufe der ersten Jahreshälfte 2020.

Was mich selbst angeht, so habe ich mir als Bandbearbeiter Karl Mays erzgebirgische Dorfgeschichten als nächstes Projekt vorgenommen. Sie sind innerhalb der HKA bekanntlich auf zwei Bände aufgeteilt: May selbst gab im Alter eine Auswahl aus vier alten und zwei neu geschriebenen Dorfgeschichten unter dem Titel Erzgebirgische Dorfgeschichten und mit dem Untertitel Karl Mays Erstlingswerke zunächst bei Adalbert Fischer und in zweiter Auflage bei Friedrich Ernst Fehsenfeld heraus. Diesen Band, der aufgrund seiner Entstehungsgeschichte von uns dem Spätwerk Mays zugeordnet wurde, soll als Band V.9 der HKA als erster der beiden Bände erscheinen. Die Vorbereitungen sind zum Teil recht aufwendig, weil in diesem Band zwei Erzählungen enthalten sind, die zu den zu Mays Lebzeiten vermutlich meistpublizierten gehören, und weil May die in diesen Band aufgenommenen frühen Erzählungen im Detail durchgehend bearbeitete, indem er die Dialekt-Elemente in den wörtlichen Reden seiner Figuren weitgehend (wenn auch nicht vollständig) entfernte. Entsprechend umfangreich werden dann die entsprechenden Variantenapparate ausfallen.

Karl May plante auch eine Herausgabe eines zweiten Bandes der Erzgebirgischen Dorfgeschichten, wozu es aber nicht kam. So behielten die nicht in den genannten Band aufgenommenen Dorfgeschichten ihre frühe Form und finden Aufnahme in Band I.5 der HKA Die Rose von Ernstthal, den ich nach Fertigstellung von Band V.9 in Angriff nehmen will.

Auch die Herausgabe der zweiten Auflage des dritten Bandes des Orientzyklus Von Bagdad nach Stambul (HKA IV.3) zeichnet sich langsam ab. Die wie immer recht aufwendigen Vergleichslesungen der einzelnen Ausgaben und Auflagen werden voraussichtlich Mitte 2020 abgeschlossen sein, so dass dann die Textdurchsicht und die Erstellung des Editorischen Berichts folgen können.

Weitere Informationen zur Historisch-kritischen Ausgabe finden Sie unter: www.karl-mays-werke.de

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Heft Nr. 203 der Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft erschienen

M203 Ausgabe Nr. 203 der Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft ist erschienen!

Inhaltsverzeichnis

– Joachim Biermann: In eigener Sache

– Wilhelm Brauneder: Das Repertorium C. May (Teil 2)

– Gunnar Sperveslage: Vom Aufhören. Beobachtungen zum Ende von Karl Mays Orienterzählungen

– Joachim Biermann: Wie der Name Ocama entstand

– Willi Vocke: … und Uwe Johnson? Eine Miszelle zum Thema ›Goethe und Karl May‹

– Eckehard Koch/Gerd Hardacker: Das Thema Blutsbrüderschaft bei Karl May

– Stefan Schmatz: ›Das Indianerbuch‹ in Saarlouis und Saarlautern

– Andreas Brenne: Einer, der nicht nur Winnetou kannte. Eine Annäherung

– Gunnar Sperveslage: Ein Meister des Kolportagehandwerks. Eine Rezension zum Begleitband des 3. Robert-Kraft-Symposiums

 

 

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Sonderheft der Karl-May-Gesellschaft Nr. 164 erschienen

SH164Karl May als Erzähler. Vorträge des 6. Karl-May-Symposiums der Akademie für Weiterbildung Waldhof in Freiburg-Littenweiler in Kooperation mit dem Karl-May-Freundeskreis Freiburg am 16./17. März 2019. Herausgegeben von Karl Schäfer, Albrecht Götz von Olenhusen und Michael Rudloff unter Mitwirkung von Joachim Biermann. Sonderheft der Karl-May-Gesellschaft Nr. 164, 2020. 128 Seiten, 6,50€* / 7,50€ zzgl. Versandkosten.

Inhaltsverzeichnis:

– Karl K. Schäfer: Begrüßung

– Ekkehard Bartsch: Karl-May-Rezeptionsgeschichte seit mehr als 100 Jahren

– Albrecht Götz von Olenhusen: Kleine Zwischenbemerkung

– Karl K. Schäfer: »Das ist ein Roman!« Metafiktion im Werk Karl Mays

– Florian Schleburg: »Grad wie auf der Bühne! Ein ausgezeichnetes Tableau!« Dramatische Elemente des May’schen Erzählens

– Michael Rudloff: Ehrung durch den Karl-May-Freundeskreis Freiburg

– Helmut Schmiedt: Verfolgte Unschuld. Karl May erzählt über seine letzten Lebensjahre

– Martin Lowsky: Professoren auf Forschungsreise. Karl Mays Erzählkunst in der Sklavenkarawane und die Bildungsideale um 1900

– Rudi Schweikert: Karl May als Patchwork-Erzähler

– Joachim Biermann: Jede Entwickelung, welche Sprünge macht, ist eine falsche. Beobachtungen zu Karl Mays Sprache und Stil

– Silvia Zahner: Karl Mays Erzählweise. Ein Vergleich von Ich- und Er-Erzählungen

– Albrecht Götz von Olenhusen: Schlusswort und Dank

*Das Sonderheft kostet für die Abonnenten der Reihe 6,50 Euro (zzgl. Versandkosten), auch wenn sie später weitere Hefte haben möchten. Ebenso gilt dieser ermäßigte Preis für alle Besteller bei einem Kauf von mehr als fünf Exemplaren.

Mitglieder richten ihre Bestellungen bitte an: vertrieb[AT]karl-may-gesellschaft.de

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Vorstandssitzung in Köln

Der auf der Mitgliederversammlung in Mainz gewählte und neu zusammengesetzte Vorstand der KMG traf sich am 15. und 16. Februar 2020 in Köln zu einer ersten konstituierenden Sitzung. Nach dem 50-jährigen Jubiläum gilt es, den Schwung in die neue Epoche mitzunehmen und die Zukunft der Gesellschaft zu gestalten. Entsprechend sah die umfangreiche Tagesordnung für zwei intensive Arbeitstage aus.

Zunächst wurden die Aufgabenbereiche innerhalb der neuen Vorstandskonstellation festgelegt und sodann über die Anregungen aus der Mitgliederversammlung in Mainz diskutiert. Weiterhin wurde die Mitarbeitertagung in Dessau vorbereitet sowie weitere Überlegungen zur Zukunft der KMG, insbesondere im Bereich der Digitalisierung, angestellt. Auch die Planung künftiger Kongresse wurde besprochen.

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