21. August 2024

Archiv, Neuerscheinungen

Neuerscheinung: Gerade Gedanken – schiefe Gedanken

Rudi Schweikert: Gerade Gedanken – schiefe Gedanken. Gesammelte Studien zu Kurd Laßwitz und seinem Werk. Verlag Dieter von Reeken, Lüneburg, 2024. 400 Seiten, Paperback. ISBN: 978-3-945807-54-5. Preis: 25,00€

Verlagstext

Kurd Laßwitz (1848–1910), langjähriger Gymnasialprofessor in Gotha, war seit Ende der 1860er Jahre bis zu seinem Tode schriftstellerisch tätig. Neben bedeutenden naturwissenschaftlichen und philosophischen Schriften verfasste er vor allem »moderne Märchen«, Romane, Novellen und Kurzgeschichten, die man heute rückblickend als Science Fiction oder Fantasy, als überwiegend anspruchsvolle spekulative Erzählliteratur bezeichnen kann. Vor allem wegen seines umfangreichen Romans Auf zwei Planeten (1897) wird Laßwitz heute vielfach als ›Vater der deutschsprachigen Science Fiction‹ bezeichnet.

Rudi Schweikert, Lektor, Autor und Herausgeber, insbesondere bekannt durch seine Arbeiten über Arno Schmidt und Karl May, hat die wichtigsten seiner überwiegend ausgangs der siebziger und anfangs der achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts entstandenen Studien zu Kurd Laßwitz für die Wiederveröffentlichung in diesem Band durchgesehen, teilweise erweitert beziehungsweise aktualisiert sowie bislang Unveröffentlichtes hinzugefügt.

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Neuerscheinung: Jules Verne entdecken

Jürgen Seul: Jules Verne entdecken: Von bekannten und unbekannten Welten aus dem Leben eines Erfolgsschriftstellers. Mur Verlag, Passau, 2024. 236 Seiten, Paperback. ISBN: 978-3945939314. Preis: 32,00€

Verlagstext

Der französische Bestsellerautor Jules Verne (1828 – 1905) gilt als ein Synonym für die Technikgläubigkeit des 19. Jahrhunderts, als ein Visionär und einer der Väter der Science-Fiction, der eine Vielzahl von Erfindungen „voraussah“, die erst Jahre später Realität wurden. Seine besondere Fähigkeit als Autor bestand darin, wissenschaftliche Fakten fiktional zu bearbeiten, sie zu verweben und in spannende Handlungszusammenhänge zu stellen.

Jules Verne stammte aus der Bretagne und entwickelte sein literarisches Talent gegen den Willen des Vaters, der ihn als Nachfolger für dessen Rechtsanwaltskanzlei sah. Das vorliegende Buch gibt einen Einblick in seine Werke und seine Lebensumstände, die im deutschen Sprachraum weniger bekannt sind.

Nach einer biografischen Einführung werden besondere Aspekte in Vernes Leben beleuchtet: der Bogen spannt sich von Pierre-Jules Hetzel, seinem Verleger, Freund und Übervater, zum verschollenen Science-Fiction-Roman „Paris im 20. Jahrhundert“, den Hintergründen von Jules Vernes Bestseller „In 80 Tagen um die Welt“, dem Plagiatsstreit um die „Reise zum Mittelpunkt der Erde“, dem Attentat seines Neffen auf ihn bis hin zur Rezeption seiner Bücher im deutschen Sprachraum und dem Schicksal seines Nachlasses.

Ein Kapitel widmet sich auch dem Vergleich der Wirkungsweise und Persönlichkeiten von Jules Verne und Karl May, die beide auf ihre Weise ein Massenpublikum anzogen.

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G/Geschichte Porträt Nr. 3/2024 – Karl May

Aus dem Inhalt:

  • Lokaltermin bei Shatterhand. Wunderkammer und Fluchtort der Fantasie. Ein Besuch im Karl-May-Museum von Radebeul
  • Der Elende. Der Vater brutal, die Mutter herzlos. Mays steiniger Weg führt vom Lehrerseminar ins Zuchthaus
  • Psychogramm. Warum Karl May ein Hochstapler werden musste
  • Die Liebe des Ulanen. Karriere dank Kitsch. Wie mit billigen Kolportageroma­nen der erste Erfolg kommt
  • Der Weg zum Edelmenschen. Von mystischen Welten und letzten Schriften der Hoffnung
  • Freund der Indianer. Wie der Forscher und Maler George Catlin ihn inspiriert
  • Im Land der Apachen. Die Wildwest-Romane um den „roten Gentleman“ Winnetou und Blutsbruder Old Shatterhand
  • Balduin Möllhausen. Erfolgreicher Konkurrent und literarisches Vorbild
  • Reise in die Neue Welt. Als Karl May 1908 seinem ersten Indianer im Reser­vat begegnet
  • Austen Henry Layard. Der wahre Kara Ben Nemsi. Auf den Spuren des eng­lischen Archäologen durch den Orient
  • Abenteuer in der Wüste. Kurdische Freiheitskämpfer und verfolgte Jesiden. Warum der Orientzyklus um Kara Ben Nemsi noch immer aktuell ist
  • Die Reise in den Orient. 1899 bricht Karl May in den Osten auf. Zwischen Kairo und Sumatra findet er sich selbst
  • Bewundert und geächtet. Von den Nazis geschätzt, spaltet Karl May nach 1945 die Gemüter. Erst in der späten DDR erlebt der Autor eine Renaissance
  • Rote Brüder. Wie 1847 Comanchen und deutsche Auswanderer zu guten Freunden werden
  • Märchen aus der Prärie. 1962 erobert Pierre Brice als Winnetou die Lein­wand. Es ist der Beginn einer Kultreihe
  • Wildwest hinter Hamburg. Pferde, Stars und Sensationen: Ein Besuch bei den Festspielen von Bad Segeberg und Elspe
  • Wohin geht der Ritt? Der Karl-May-Forscher Thomas Kramer über die Zukunft von Karl May in Zeiten der Wokeness

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