2009

Archiv, Neuerscheinungen

HKA-Band »Der Sohn des Bärenjägers« erschienen

Schon in den Tagen vor Weihnachten ist der neue Band III.1 „Der Sohn des Bärenjägers“ der historisch-kritischen Ausgabe von „Karl Mays Werken“ an die Abonnenten ausgeliefert worden. Herausgeber ist Joachim Biermann, bearbeitet wurde der Erzählung „Der Sohn des Bärenjägers“ von Sigrid Seltmann, die Erzählung „Der Geist der Llano estakata“ von Manfred König.

Der dritte Band der historisch-kritischen Ausgabe, der unter der Ägide der Karl-May-Gesellschaft erschienen ist, ist mit über 700 Seiten der bislang umfangreichste der Reihe. Er enthält neben den beiden Jugenderzählungen „Der Sohn des Bärenjägers“ und „Der Geist der Llano estakata“, mit denen Karl May seine Zusammenarbeit mit der Knabenzeitschrift „Der gute Kamerad“ begann, einen editorischen Bericht, der das Verhältnis Karl Mays zu den Verlagen Spemann und Union, in denen die Zeitschriften- und Buchfassungen der Erzählungen erschienen, umfassend darstellt.

Mit dem Erscheinen des Bandes liegt die Abteilung III – „Erzählungen für die Jugend“ jetzt komplett vor. Neben dem „Bärenjäger“ sind auch Bd. III.6 „Der Oelprinz“ und Bd. III.7 „Der schwarze Mustang“ bei der Karl-May-Stiftung bestellbar. Die vergriffenen Bände III.2 „Kong-kheou, das Ehrenwort“, III.3 „Die Sklavenkarawane“, III.4 „Der Schatz im Silbersee“ und III.5 „Das Vermächtnis des Inka“ werden im Lauf der Zeit neu aufgelegt.

Archiv, Nachrichten

Karl-May-Museum ausgezeichnet

Das Karl-May-Museum wurde am 7.12.2009 in Anwesenheit des Oberbürgermeisters der Großen Kreisstadt Radebeul, Herrn Bert Wendsche, von der Sächsischen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Frau Professor Sabine von Schorlemer, mit den Museumspreis 2009 – Spezialpreis – ausgezeichnet. Dieser Preis wird seit 2007 alle zwei Jahre, in Anerkennung langjähriger vorbildlicher Arbeit bei der Sammlung, Pflege, Bewahrung, Erforschung und Vermittlung des musealen kultur- und naturgeschichtlichen Erbes des Freistaates Sachsen, verliehen.

Archiv, Neuerscheinungen

Mitteilungen 162 erschienen

An die Mitglieder ausgeliefert wurden in den letzten Tagen die „Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft“ 162.

Aus dem Inhalt:

Hans Joachim Düsing: Allerlei von Karl May?

Joachim Biermann: Fragen und Antworten – Aus den Leserbriefspalten des „Guten Kameraden“

Karl May und das Wendland

Michael Kranzler: Jenseits von Karl May

Hanswilhelm Haefs: Die Federkrone der indianischen Häuptlinge – und warum Winnetou sie niemals trug

Rolf J.G. Stadelmayer: Eine fränkische Draisine in Kansas. Old Firehands Vehikel

Erwin Müller: Die Fundstelle (36)

Rudi Schweikert: „Das Waldröschen“ unter fremdem Kapitän. „Växlande Öden“ (1903) – Eine schwedische Kurzfassung von Karl Mays Kolportageroman

Edmund Kara Jendrewski: Karl Mays „Himmelsgedanken“ in verschiedenen Rückenvarianten

Eckehard Koch: Mit Karl May von Amerika über China und Afrika nach Norland. Assoziationen zu Karl May 2: Karl May und die „Indianerverehrung“ in den USA

Archiv, Nachrichten

KMG-Kongress in Marburg erfolgreich beendet

Heute, am 4.10.2009, ging der 20. Kongress der Karl-May-Gesellschaft in Marburg zu Ende. Gleichzeitig konnte die Karl-May-Gesellschaft ihr 40-jähriges Jubiläum feiern, wie der Vorsitzende Dr. Johannes Zeilinger in seiner Begrüßungsrede betonte. Leider wurde das Ereignis ein wenig von einem Missverständnis in der Presse getrübt, das von der Fehlmeldung einer Presseagentur herrührte. Zahlreiche Zeitungen berichteten die Ente, dass die Karl-May-Gesellschaft eine für die Jugend bearbeitete Ausgabe von Karl Mays Schriften herausbringen wolle. Diese Absicht besteht jedoch nicht und hat auch nie bestanden. Im Gegenteil: Auf dem Kongress konnte von der erfolgreichen Herausgabe der historisch-kritischen Ausgabe von Karl Mays Werken berichtet werden, die den Originaltext der Texte mit wissenschaftlichen Methoden rekonstruiert, um eine möglichst authentische und zitierfähige Fassung zu erstellen. Noch in diesem Jahr wird der Band „Der Sohn des Bärenjägers“ erscheinen, im nächsten Frühjahr der Band „Die Fastnachtsnarren“.

Zahlreiche Besucher (genaue Zahl folgt) füllten das Audimax der Philipps-Universität zu Füßen der malerischen Altstadt Marburgs, um an drei Tagen fünf Vorträge zu hören. Zudem fand satzungsgemäß eine Mitgliederversammlung statt.

Die Themen der Vorträge gingen z.T. weit über die Grenzen der reinen Literaturwissenschaft hinaus und zeigten erneut, wie lebendig und vielseitig sich die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Karl May und seinem Werk gestaltet. Die Tagung begann gleich mit einem Höhepunkt: Dr. Jochen Strobel von der Uni Marburg zeigte in einem Vergleich von Fontane, Heyse und May auf, wie sich die Selbstdarstellung der Schriftsteller im 19. Jahrhundert zum modernen Umgang mit den Medien wandelte.

Die Wiener Literaturwissenschaftlerin Barbara Drucker untersuchte die Winnetou-Figur und das Indianerbild Karl Mays unter dem Titel „Intertextualität im Zeichen der Germanisierung“. Hagen Schäfer aus Chemnitz unternahm einen wissenschaftlichen Ritt vom Früh- bis zum Spätwerk Karls Mays, um seine Position zum Thema Politik auszuloten.

Den Abschluss bildeten die „Anmerkungen zu einigen Filmen nach Karl May“ des Berliner Filmwissenschaftlers Wolfgang Jacobsen, der die Winnetou-Filme in die historische Situation ihrer Entstehungszeit der 1960er Jahre einordnete. Die Auseinandersetzung mit den Filmen war ein Novum für einen KMG-Kongress und wurde mit einer intensiven Diskussion belohnt.

Der geplante Vortrag „Karl May und die Schweiz“ musste leider ausfallen. Doch Elmar Elbs von den Schweizer Karl-May-Freunden hatte bereits mit einem Kurzvortrag die Arbeit seiner Gruppe eindrucksvoll vorgestellt, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass Karl May nicht mehr von einer so breiten Öffentlichkeit gelesen wird wie früher.

Im Bewusstsein um diese Problematik gab es drei Anträge, den Begriff „Öffentlichkeitsarbeit“ in § 2 der Satzung der Karl-May-Gesellschaft zu verankern, über die in der Mitgliederversammlung abgestimmt werden sollte. Nachdem Dr. Johannes Zeilinger den Kompromissantrag vom letzten Kongress in Berlin zurückgezogen hatte, kam es zu einer Abstimmung über die Anträge von Dr. Christian Heermann und Joachim Biermann. Die nötige Zweidrittelmehrheit der Mitglieder erhielt der Antrag von Joachim Biermann. Von nun an steht in der Satzung u.a. als Ziel der Karl-May-Gesellschaft, dass sie dazu beitragen will, „dass Karl May und sein Werk in der Öffentlichkeit lebendig bleiben.“

Darüber hinaus beschloss die Mitgliederversammlung noch weitere Satzungsänderungen, die aufgrund geänderter gesetzlicher Bestimmungen notwendig waren, um die Gemeinnützigkeit aufrecht zu erhalten. Zudem wurde beschlossen, den Sitz der Gesellschaft, der seit ihrer Gründung in Hamburg war, nach Radebeul zu verlegen.

Eingerahmt wurde das Programm des 20. Kongress der Karl-May-Gesellschaft vom ökumenischen Gottesdienst, der in der kunsthistorisch so überaus interessanten Elisabethkirche stattfand, von der traditionellen Buchauktion und vom Geselligen Abend im Stadthallenrestaurant.

Archiv, Nachrichten

Kongress der Karl-May-Gesellschaft

Jahrbuch der KMG und Sascha-Schneider-Briefwechsel

Rechtzeitig zum 40. Kongress der KMG erscheint das „Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 2009“. Es enthält als Reprintteil den bisher noch nicht als Reprint abgedruckten Schlussteil des „Buchs der Liebe“ von Karl May. Einer Anregung aus der Mitgliedschaft folgend, sind diese Seiten (plus der erläuternde Beitrag von Regina Zenzen) als Sonderdruck veröffentlicht worden. Der Titel zeigt den Umschlag des Lieferungsheftes aus dem Münchmeyer-Verlag.

Ebenfalls pünktlich zum Kongress in Marburg erscheint im Karl-May-Verlag Bd. 93 der Gesammelten Werke und Briefe „Briefwechsel mit Sascha Schneider“, herausgegeben von Hartmut Vollmer und Hans-Dieter Steinmetz. Er enthält – soweit bekannt – die erhaltene Korrespondenz zwischen Karl May und Sascha Schneider sowie Briefe Schneiders an Klara May bis zu seinem Tod 1927. Ergänzt werden die Briefe durch ein Vorwort, Fotografien, eine Zeittafel und ein Register sowie die Interpretationen der Schneiderschen Deckelzeichnungen von Johannes Werner und Paul Kühn.

Archiv, Nachrichten

KMG-Kongress in Marburg

Einladung zur Pressekonferenz

In diesem Jahr feiert die Karl-May-Gesellschaft (KMG) ihr 40-jähriges Bestehen mit ihrem 20. Kongress.

Austragungsort dieses Geburtstagstagung ist die Stadt Marburg. Vom 2. bis zum 4. Oktober findet der Kongress im Hörsaalgebäude der Philipps-Universität statt.

Über den Verlauf des 20. Kongresses der Karl-May-Gesellschaft, ihre Arbeit und die Aktualität Karl Mays in der Gegenwart informiert der Vorstand der Karl-May-Gesellschaft im Rahmen eines Pressegesprächs am Donnerstag, 1. Oktober 2009, 15.30 Uhr im Rathaus der Stadt Marburg, Magistratssitzungszimmer. Alle Medienvertreter sind herzlich dazu eingeladen.

Archiv, Nachrichten

Mitteilungen im neuen Layout

Ausgabe Nr. 161 erschienen

An die Mitglieder ausgeliefert wurden die „Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft“ Nr.161 als erstes Heft im neuen Layout. Neben dem neuen Format, einer Neugestaltung des Titelbildes und des Logos fallen besonders die farbigen Illustrationen ins Auge. Im Vorwort liefern die Redakteure Gudrun Keindorf und Joachim Biermann eine kleine Geschichte der grafischen Gestaltung der im 40. Jahrgang erscheinenden Publikation.

Aus dem Inhalt: Albert C. Scheffler: Karl Mays Weltsicht von außen betrachtet. Peter Heilig: Die „Seelenblindheit“ des Karl May. Michael Rudloff: Marschall Niel und Karl Mays Himmelfahrt. Joachim Biermann: „Fragen und Antworten“ aus den Leserbriefspalten des „Guten Kameraden“. Hans-Jürgen Düsing/Joachim Biermann: Anmerkungen zur Bärengeschichte, die der dicke Jemmy in „Der Sohn des Bärenjägers“ erzählt. Manfred Raub: Kleine Waffenkunde. Thomas Scherer: Häuptling Schachmatt, Tapfere Büffelkuh – und immer wieder Winnetou. Rolf J.G. Stadelmayer: Winnetou I, Buch- und Filmversion. Eckehard Koch: Mit Karl May von Amerika über China und Afrika nach Norland.

Archiv, Nachrichten

literaturkritik.de zum KMG-Kongress

Die August-Ausgabe von literaturkritik.de, der wichtigsten Literaturzeitschrift im Internet, ist online. Sie wird von den Germanisten an der Marburger Uni gemacht und hat in diesem Monat wegen des Kongresses der Karl-May-Gesellschaft Karl May zum Schwerpunkt. Im Netz finden sich folgende Artikel:

Der „dankbare Leser“ und sein Erfolgsautor

Neues von und über Karl May

Von Jochen Strobel

Ein Mythenstifter und Pädagoge

Karl Mays schriftstellerische Arbeit

Von Rolf-Bernhard Essig und Gudrun Schury

Von Männern und Masken

Zu Karl Mays Figurenzeichnung ,komischer Abnormer‘: Ein Überblick

Von Rudi Schweikert

rlo, inand, gor und chard

Karl-May-Leser revisited

Von Bernd Rauschenbach

Nach oben scrollen