2014

Archiv, Neuerscheinungen

HKA-Band IV.13 – Winnetou II erschienen

Winnetou_II_webMit dem Erscheinen von „Winnetou II“ (KMW IV.13) liegt nunmehr die gesamte Winnetou-Trilogie im Rahmen der Historisch-kritischen Ausgabe vor. Der Text der Trilogie ist damit in der authentischen, kritisch durchgesehenen Fassung letzter Hand der „Illustrierten Reiseerzählungen“ verfügbar, und sämtliche Vorgängerversionen sind mit ihren Varianten im editorischen Bericht erfasst.

Wie auch im Fall des dritten Winnetou-Bandes, so stellte Karl May „Winnetou II“ im Wesentlichen aus zwei früheren Erzählungen zusammen und verknüpfte sie über eine neu hinzugeschriebene Rahmenhandlung. Eine der beiden in überarbeiteter Fassung erneut verwendeten frühen Erzählungen ist der bereits 1879 erschienene Band „Im fernen Westen“, in dem die Handlung um Old Firehand und seinen Sohn Harry im Mittelpunkt steht. Auch die Geschichte dieser frühesten Buchausgabe Karl Mays ist im editorischen Bericht des Bandes dokumentiert.

Bearbeiter des Bandes: Joachim Biermann

Herausgeber des Bandes: Ulrich Scheinhammer-Schmid

May, Karl: Winnetou. Zweiter Band. Reiseerzählung von Karl May. Herausgegeben von Joachim Biermann und Ulrich Scheinhammer-Schmid. Bamberg und Radebeul: Karl-May-Verlag 2014 (Karl Mays Werke. Historisch-kritische Ausgabe für die Karl-May-Stiftung. Abt. IV, Bd. 13). ISBN 978-3-7802-2065-3. 608 Seiten. € 39,90. Zu beziehen direkt im Online-Shop des Karl-May-Museums und im gut sortierten Buchhandel.

Archiv, Neuerscheinungen

Heft Nr. 182 der Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft erschienen

MItteilungen_182Inhalt

  • Rainer Jeglin: In eigener Sache
  • Martin Schulz: Von Holteis „Blumenstrauß“ und Dr. Reichenbachs „Universalbilderbuch“. Fundstücke zum Buch der Liebe
  • Rudi Schweikert: Die Sahara der Vereinigten Staaten. Karl Mays Schilderungen des Llano Estacado im Vergleich mit zeitgenössischen Berichten
  • Wolfgang Sämmer u. Volker Griese: „Bitte, schreiben Sie zuweilen“. Engelbert Wittich und Karl May
  • Wilhelm Brauneder: Überinterpretationen zum „Schatz“?
  • Hartmut Wörner: Die Bevölkerung der schönen Landschaft mit Menschen. Materialien zu Karl May und Hermann Hesse (Teil 2)
  • Aufgelesen … aus Karl Mays Bei den Aussätzigen
  • Albrecht Götz von Olenhusen: Der Nachdruck von Werken englischer und deutscher Autoren, insbesondere Karl Mays, in den USA im 19. Jahrhundert
  • Jörg-M. Bönisch: Die Karl-May-Stummfilme und die Ustad-Film GmbH im Spiegel der Filmzeitschriften 1920/21 (Teil 11)

 

Unser Titelbild: Hermann Hesse (1877-1962) im Jahr 1905. Gemälde von Ernst Württemberger (1864-1934). Zu Hermann Hesse und Karl May vgl. auch den Aufsatz von Hartmut Wörner in diesem Heft.

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Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 2014 erschienen

JbKMG_2014Inhalt

  • Johannes Zeilinger: Das vierundvierzigste Jahrbuch

  • Hans-Dieter Steinmetz / Florian Schleburg: Ein knapperer Schluss für Karl Mays „Christus oder Muhammed“ aus dem Jahr 1908

  • Hans-Dieter Steinmetz: Karl Mays Altersroman „Der ‚Mir von Dschinnistan“: „Quark“ und „Gesudel“. Unbekannte Briefe von Hermann Cardauns, Otto Denk und Ansgar Pöllmann

  • Willi Vocke: Anker in unsicherem Grund. Zu Karl Mays Jugendroman „Der Sohn des Bärenjägers“

  • Rudi Schweikert: Bibel, Wunderland und Schiller. Anspielung und Zitat zu Beginn von Karl Mays Erzählung um Winnetous Tod. Mit einem Blick auf den „Sohn des Bärenjägers“

  • Florian Schleburg: „Der Kenner weiß“ – „keineswegs“ – „das versteht sich ganz von selbst!“. Sprachliche Strategien der Welt- und Selbstmanipulation beim alten May

  • Ulrich Scheinhammer-Schmid: Transparente Transzendenz. Biblisch-kindliche Vexierbilder und Karl Mays Erzählwerk

  • Gert Ueding: Professorenspiele. Karl May und seine Wissenschaftler

  • Helmut Schmiedt: Von männlichen Tanten und seehundsartigen Bayern. Groteske Figurenbeschreibungen in Thomas Manns „Buddenbrooks“ und Karl Mays „Der Schatz im Silbersee“

  • Birgit Hans: Karl May und die Indianerpolitik der Vereinigten Staaten im 19. Jahrhundert

  • Christoph F. Lorenz: Geisterschmiede und Prägestock. Karl May und Thomas Edward Lawrence auf dem Weg zur Läuterung

  • Hagen Schäfer: Karl May und die Moderne. Wie können junge Menschen wieder für Karl May begeistert werden?

  • Helmut Schmiedt: Literaturbericht

  • Henning Franke: Medienbericht

  • Joachim Biermann: Im lieben, schönen Lößnitzgrund. Die Karl-May-Gesellschaft im Jahr 2013

    Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 2014. Hrsg. von Claus Roxin, Florian Schleburg, Helmut Schmiedt, Hartmut Vollmer und Johannes Zeilinger. Husum: Hansa Verlag 2014. 411 S. Leinen mit Lesebändchen und farbigem Schutzumschlag. ISBN 978-3-941629-12-7. € 29,00 (für Mitglieder der Karl-May-Gesellschaft ist das Jahrbuch im Mitgliedsbeitrag enthalten).

Archiv, Neuerscheinungen

Heft 181 der Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft erschienen

Inhaltsverzeichnis2014-09-18

  • Joachim Biermann: In eigener Sache (S. 1)

  • Jürgen Seul: Als Karl May an Kronprinz Wilhelm schrieb. Die Geschichte eines bislang unbekannten Gesuchs an Seine Kaiserliche Hoheit (S. 2) 

  • Hartmut Wörner: Die Bevölkerung der schönen Landschaft mit Menschen. Materialien zu Karl May und Hermann Hesse (Teil 1) (S. 15) 

  • Aufgelesen … … aus der Zeitschrift ›Gefahrstoffe. Reinhaltung der Luft‹ (S. 32) 

  • Hartmut Schmidt: Rund um die Straße Bab el Hadid. Auf Karl Mays Spuren in Kairo (S. 34) 

  • Jörg-M. Bönisch: Erinnerungen an Max Mühlner, dem ersten Mitarbeiter des Karl-May-Verlags, der vor hundert Jahren in Frankreich fiel (S. 43) 

  • Peter Wayand: Klangexperimentelles Gedankencluster. Manos Tsangaris’ Karl-May-Oper ›Raum der Wahrheit‹ in Dresden (S. 49) 

  • Jörg-M. Bönisch: Die Karl-May-Stummfilme und die Ustad-Film GmbH im Spiegel der Filmzeitschriften 1920/21 (Teil 10) (S. 54)


Beilagenhinweis: Diesem Heft liegt als Beilage das Inhaltsverzeichnis zu den Mitteilungen Nr. 171–180 bei.

Unser Titelbild

Blick auf Kairo in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, also etwa zur Handlungszeit vieler Erzählungen Karl Mays, die dort einen ihrer Schauplätze haben. Hartmut Schmidt stellt im vorliegenden Heft eine Kairoer Straße im Bild vor, wie sie May zur Zeit seiner Orientreise erlebt hat.

Archiv, Veranstaltungen

23. Kongress der Karl-May-Gesellschaft vom 01.-04.10.2015 in Bamberg (Letzte Aktualisierung: 01.09.2015)

23. Kongress, Bamberg 2015

zum Tagungsprogramm

Organisatorische Hinweise

Tagungsstätte

Tagungsstätte ist der Hegel-Saal in der Konzert- und Kongresshalle, Mußstr. 1, 96047 Bamberg.

Tagungsbüro

Das Tagungsbüro befindet sich ab Donnerstag, dem 1. Oktober, 14:00 Uhr im Foyer vor dem Hegel-Saal. Alle Teilnehmer werden gebeten, sich in die Anwesenheitsliste einzutragen, die Tagungsgebühr von 20 Euro zu entrichten (sofern noch nicht überwiesen) und die Tagungsunterlagen in Empfang zu nehmen.

Anmeldeschluss

Anmeldeschluss war der 31. August 2015. Natürlich besteht die Möglichkeit, auch spontan am Kongress teilzunehmen, also sich unangemeldet am Tagungsbüro zu melden, den Tagungsbeitrag zu entrichten und den Vorträgen zu lauschen. Man muss dann allerdings auf ein gedrucktes Namensschild verzichten. Eine spontane Teilnahme am geselligen Abend lässt sich dagegen nicht ermöglichen.

Gastronomie / geselliger Abend

Im Foyer wird eine Pausenversorgung angeboten. Im Kongresshotel gibt es ein Restaurant, und in der Altstadt, im Umkreis von ca. 10 bis 15 Gehminuten, befinden sich zahlreiche Gaststätten, wo Mittagessen eingenommen werden kann. Der traditionelle gesellige Abend am Sonnabend, 3. Oktober, findet ab 20:00 Uhr (Einlass ab 19:30 Uhr) ebenfalls im Hegel-Saal statt. Die vorgebuchten Einlasskarten werden im Tagungsbüro ausgegeben.

Verkehr / Parken

Die Parkmöglichkeiten um die Tagungsstätte sind sehr begrenzt. Insbesondere am Sonnabend, 3. Oktober, dürften in der Innenstadt wegen des dort stattfindenden Antikmarktes keine Parkmöglichkeiten zu finden sein. Es empfiehlt sich, nicht zuletzt zur Schonung der Umwelt und zur Förderung der Gesundheit, die wenigen Meter von den Unterkünften zur Tagungsstätte zu Fuß zurückzulegen bzw. die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen.

Buchauktion

Die Auktion am Freitag, 2. Oktober, wird in einem Nebenraum (K2) im sog. Ziegelbau stattfinden. Dort können auch die zur Versteigerung gelangenden Bücher vorher besichtigt bzw. später abgeholt werden.

Verkaufsstände, Mayensia

Die Büchertische und Verkaufsstände für Mitglieder befinden sich im Hegel-Saal. Während der Vorträge wird die Verkaufstätigkeit im Saal eingestellt.

Ökumenischer Gottesdienst

Der traditionelle ökumenische Gottesdienst findet am Sonnabend, dem 3. Oktober, um 17:30 Uhr in der Kirche St. Otto, Siechenstr. 72, statt. Sie befindet sich ca. 15 bis 20 Gehminuten von der Tagungsstätte entfernt.

Stadtführung

Leider war die Resonanz für die drei angebotenen Stadtführungen sehr gering. Wegen mangelnder Beteiligung müssen die Führungen Donnerstag, 1. Oktober, 10:00 Uhr und Sonntag, 4. Oktober, 13:00 Uhr ausfallen. Für Freitag, 2. Oktober, 13:00 Uhr, gibt es bisher 18 Anmeldungen (Stand 25.8.). Damit würden rund 4,50 Euro pro Person anfallen. Möglicherweise gibt es weitere Meldungen bis zum 31., bzw. es entschließen sich die Interessenten vom Donnerstag und Sonntag umzusteigen, so dass sich der Preis noch reduzieren könnte. Falls die angemeldeten Interessenten mit diesem Preis nicht leben können, bitte ich bis 27. September um eine kurze Meldung per Mail an die Geschäftsstelle (archiv@karl-may-gesellschaft.de), um auch diese Führung kostenlos stornieren zu können.

In eigener Sache

Für die Besetzung des Tagungsbüros und des Verkaufstisches der Karl-May-Gesellschaft werden stundenweise Freiwillige gesucht, die sich gern auch noch vor Ort melden können.

 

Vorläufiges Programm – Änderungen vorbehalten

Donnerstag, 1. Oktober 2015

09:00 Uhr Empfang für den Vorstand im Rathaus, Pressekonferenz

11:00 Uhr Sitzung von Vorstand und Mitarbeiterkreis der Karl-May-Gesellschaft

15:00 Uhr Eröffnung des 23. Kongresses der Karl-May-Gesellschaft

15:30 Uhr Vortrag Bernhard Schmid (Bamberg): „Karl-May-Stadt Bamberg?!“

16:30 Uhr Vortrag Dr. Harald Eggebrecht (München): Wie viel Kolportage steckt im Spätwerk?

19:30 Uhr Buchlesung „Schlimme Finger“ von Dr. Rolf-Bernhard Essig und Gudrun Schury

Freitag, 2. Oktober 2015

09:30 Uhr Vortrag Dr. Johannes Zeilinger (Berlin): »Ich war gestorben gewesen und hatte dies doch bemerkt« – Scheintod und Nahtoderfahrungen bei Karl May

11:00 Uhr Vortrag Prof. Dr. Ralf Georg Czapla (Heidelberg): Außenseiter – Kauz – Sonderling – Zur narrativen Inszenierung sozialer Normabweichung bei Karl May, Ludwig Ganghofer und Kuni Tremel-Eggert

14:00 Uhr Vortrag Prof. Dr. Rudolf Lüthe (Koblenz): Sehnsuchtsorte – Kultur- und rezeptionstheoretische Anmerkungen zu einem Aspekt der Reiseromane Karl Mays

15:30 Uhr Vortrag Dr. Florian Schleburg (Regensburg): »Alles merschtenteels ganz von alleene gelernt« – Die Sprachenkenner Karl May und Arno Schmidt

17:00 Uhr Vortrag Prof. Dr. Rumen Neykov (Sofia): »Winnetou – Ein Musical nach Karl May«

19.00 Uhr Buchauktion mit Christoph Blau und Wolfgang Hermesmeier (nur für KMG-Mitglieder)

Sonnabend, 3. Oktober 2015

09:30 Uhr Mitgliederversammlung (lt. besonderer Tagesordnung)

15:00 Uhr Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Ulf Abraham (Bamberg), Roy Dieckmann (Erfurt), Prof. Dr. Hans-Joachim Jürgens (Münster), Thomas Le Blanc (Wetzlar), Bernhard Schmid (Bamberg)

Moderation: Prof. Dr. Helmut Schmiedt (Köln)

Karl May und die Jugend – Experten im Gespräch

17:30 Uhr Ökumenischer Gottesdienst in der Kirche St. Otto, Siechenstr. 72, mit Willi Stroband & Oliver Groß und – an der Orgel – Hartmut Kühne

20:00 Uhr Geselliger Abend im Hegel-Saal der Kongresshalle

Sonntag, 4. Oktober 2015

09:00 Uhr Vortrag Rudi Schweikert (Mannheim): Karl Mays Figuren des ›Dritten Geschlechts‹ – Überblick und Analyse

10:30 Uhr Vortrag Thomas Le Blanc (Wetzlar): „Darum will ich Märchenerzähler sein…“ – Karl May als phantastischer Autor

Archiv, Neuerscheinungen

Heft 180 der Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft erschienen

InhaltsverzeichnisCover M-KMG 180

– Gudrun Keindorf: Statt Blumen. Zum Gedenken an Erwin Müller (S.1)

– Joachim Biermann: Karl Mays Haltung zum Islam (S.3)

– Renate Stolte-Batta: Maximilian Harden – ein Hoffnungsträger für Karl May? Eine Anmerkung zu Jürgen Seuls Beitrag über den Justizrat Erich Sello (S.4)

– Matthias Brokmeier: Ali, der Sahaf, und sein pflegebedürftiger Vater. Eine Annäherung an Karl May aus pflegeethischer Sicht (S.12)

– Klaus Eggers: Hobble-Frank zitiert (S.21)

– Wolfgang Geyer: …das aber sind die Schlimmsten, die es giebt. Einige Gedanken über Karl Mays Position zur Rassenverbrüderung im Schaffenszeitraum der Surehand-Trilogie (S.23)

– Friedhelm Lövenich: Che Winnetou. Karl May und die deutsche Linke (S.30)

– Rudi Schweikert: Auf dem Senfpfad. Zu Karl Mays Variante des Dummenschwanks von den zwei ›Senfindianern‹ (S.50)

– Rudi Schweikert: Aufgelesen … … aus Herbert Rosendorfers ›Eichkatzelried‹ (S.56)

– Eckehard Koch: Karl May, Amand von Ozoróczy und Winnetou IV (S.57)

– Jörg-M. Bönisch/Gerd Hardacker: Die Karl-May-Stummfilme und die Ustad-Film GmbH im Spiegel der Filmzeitschriften 1920/21 (Teil 9) (S.64)

Unser Titelbild

Der Philosoph Ernst Bloch (1895–1977) war der vielleicht prominenteste ›linke‹ Karl-May-Freund und galt als profunder Kenner von Mays Werk. Zur Rezeption Karl Mays bei der deutschen Linken vgl. den Aufsatz von Friedhelm Lövenich in diesem Heft. – Zeichnung von Carl-Heinz Dömken aus: Erich Heinemann: Dichtung als Wunscherfüllung. Eine Sammlung von Aussprüchen über Karl May (Materialien zur Karl-May-Forschung 13). Bruchsal 1992, S. 24.

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HKA-Band IV.9 – Im Lande des Mahdi I erschienen

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Mit dem ersten Band der Mahdi-Trilogie „Im Landes des Mahdi I“ (KMW IV.9) ist eine weitere der klassischen Reiseerzählungen Karl Mays im Rahmen der HKA erschienen. Mit diesem 1891-1893 zunächst in zwei Teilen in der Zeitschrift „Deutscher Hausschatz in Wort und Bild“ erschienenen Roman griff May mit dem Mahdiaufstand der 1880er Jahre ein Ereignis der Zeitgeschichte auf und bettete die Figur des „Mahdi“ Muhammad Ahmad (1844-1885) in seinen Roman ein – wobei die Handlung der Erzählung nicht den Mahdi-Aufstand selbst, sondern die Bekämpfung von Sklavenjagd und Sklavenhandel zum Thema hat. Mit der Figur des Aufschneiders Selim, des „Schleuderers der Knochen“, schuf May auch in diesem Roman eine seiner zahlreichen komischen Nebenfiguren.

Der Band weist sämtliche Varianten zur Zeitschriften-Erstfassung des Werkes nach. Eine umfangreiche Textpassage dieser Erstfassung, die May für die Buchausgabe gestrichen hat, ist als Anhang beigefügt. Auch die Varianten sämtlicher Auflagen dieser Erzählung im Rahmen der „Gesammelten Reiseerzählungen“ Karl Mays werden erfasst und im editorischen Bericht ausführlich dokumentiert.

May, Karl: Im Lande des Mahdi. Erster Band. Reiseerzählung von Karl May. Herausgegeben von Ralf Gehrke und Johannes Zeilinger. Bamberg und Radebeul: Karl-May-Verlag 2014 (Karl Mays Werke. Historisch-kritische Ausgabe für die Karl-May-Stiftung. Abt. IV, Bd. 9). ISBN 978-3-7802-2060-8. 572 Seiten. € 39,90. Zu beziehen direkt im Online-Shop des Karl-May-Museums und im gut sortierten Buchhandel.

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Sonderheft 151 erschienen

2014-05-20Christopher Schulze legt mit seiner Arbeit zur erzählerischen Gestaltung und Funktion des China-Bildes Karl Mays eine umfassende Gesamtschau des Themas vor und nimmt sämtliche Romane und Erzählungen, die China oder Chinesen thematisieren, in den Blick. Dabei geht er davon aus, dass China als Schauplatz geradezu idealtypisch die ‚Fremde‘ darstellt, wie sie May überhaupt für seine Abenteuerromane zum Schauplatz wählte. Ausgehend von einer Definition der thematischen Leitbegriffe ‚Fremdheit‘, ‚Stereotyp‘, ‚Vorurteil‘ und ‚Bild‘ untersucht er, inwieweit May auf solche Modelle zurückgreift, welche Aspekte chinesischer Kultur er aufgreift und welche er ausspart. Zudem überprüft er, ob und wie sich Mays China-Bild im Laufe seines Schaffens verändert hat und inwieweit er der imperialistischen Politik des Kaiserreichs Vorschub leistete. Darüber hinaus wird Mays China-Bild in dasjenige der deutschen Literatur eingeordnet. Dabei kommt Schulze zu dem Schluss, „dass sich Karl Mays Darstellung der chinesischen Kultur und Gesellschaft weitaus mehr aus Versatzstücken als aus umfassenden Beschreibungen oder Reflexionen zusammensetzt“, May gleichzeitig aber seine Stereotype kritisch hinterfrage. Zudem widerlegt er die bisher gängige These, May habe mit Et in terra pax eine plötzliche Wendung seines China-Bildes zum Positiven vollzogen, während es zuvor von negativen Vorurteilen geprägt gewesen sei, und kommt zu dem Schluss, es sei von einer „diskursiven Kontinuität“ geprägt gewesen.

Christopher Schulze: Karl Mays China-Bild. Erzählerische Gestaltung und Funktion der Fremde. 71 S., brosch. Preis: € 5,00 zzgl. Versandkosten.

Bestellungen bitte an: vertrieb[ät]karl-may-gesellschaft.de

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